Visuelle und multimodale Metaphern: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
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In der Kunstwis&shy;senschaft lassen sich bereits seit Mitte des 20. Jahrhun&shy;derts Versu&shy;che ausma&shy;chen, die Figur der Meta&shy;pher als Mittel zur Bild&shy;ana&shy;lyse und -inter&shy;preta&shy;tion zu nutzen; oftmals handelt es sich dabei aller&shy;dings nicht um eigen&shy;ständi&shy;ge Theorien, sondern vielmehr um Instru&shy;mente für spezi&shy;fische Kontex&shy;te (<bib id='Gombrich 1978a'></bib>, <bib id='Imdahl 1985a'></bib>, <bib id='Wagner 1999a'></bib>). Hierbei werden oft einzel&shy;ne Theorien zur sprachli&shy;chen Meta&shy;pher heran&shy;gezo&shy;gen, die sich für den jewei&shy;ligen Kontext eignen; Gombrichs «Wertme&shy;taphern in der Bilden&shy;den Kunst» von 1952 stützt sich beispiels&shy;weise auf Aris&shy;tote&shy;les «Poetik» (vgl. <bib id='Gombrich 1978a'></bib>: S. 34-64), <bib id='Hausman 1989a'></bib> auf <bib id='Black 1954a'></bib>, <bib id='Wollheim 1987a'></bib> auf <bib id='Davidson 1978a'>David&shy;son 1978a</bib>). Dennoch werden auch wichti&shy;ge Grundla&shy;gen zur Annä&shy;herung an genuin bildhaf&shy;te Meta&shy;phern ent&shy;wickelt, wie beispiels&shy;weise die Unter&shy;scheidun&shy;gen zwischen&#8203; »Sehen-&#8203;als«&#8203; und&#8203; »Sehen-&#8203;in«&#8203; (<bib id='Wollheim 1982a'>Woll&shy;heim 1982a</bib>) und die Beto&shy;nung der bildhaf&shy;ten Simul&shy;tane&shy;ität zur Erzeu&shy;gung von Sinn (<bib id='Imdahl 1994a'></bib>, <bib id='Boehm 1994a'></bib>). Auch wenn die Meta&shy;pher als Export&shy;gut aus der Lingu&shy;istik immer wieder in den kunstwis&shy;senschaft&shy;lichen Diskurs rückt, bleibt ihre Stellung in diesem margi&shy;nal und ihr Poten&shy;tial wenig beach&shy;tet (<bib id='Bätschmann 1984a'>Bätsch&shy;mann 1984a</bib>, <bib id='Rimmele 2011a'>Rimme&shy;le 2011a</bib>).
In der Kunstwis&shy;senschaft lassen sich bereits seit Mitte des 20. Jahrhun&shy;derts Versu&shy;che ausma&shy;chen, die Figur der Meta&shy;pher als Mittel zur Bild&shy;ana&shy;lyse und -inter&shy;preta&shy;tion zu nutzen; oftmals handelt es sich dabei aller&shy;dings nicht um eigen&shy;ständi&shy;ge Theorien, sondern vielmehr um Instru&shy;mente für spezi&shy;fische Kontex&shy;te (<bib id='Gombrich 1978a'></bib>, <bib id='Imdahl 1985a'></bib>, <bib id='Wagner 1999a'></bib>). Hierbei werden oft einzel&shy;ne Theorien zur sprachli&shy;chen Meta&shy;pher heran&shy;gezo&shy;gen, die sich für den jewei&shy;ligen Kontext eignen; Gombrichs «Wertme&shy;taphern in der Bilden&shy;den Kunst» von 1952 stützt sich beispiels&shy;weise auf Aris&shy;tote&shy;les «Poetik» (vgl. <bib id='Gombrich 1978a'></bib>: S. 34-64), <bib id='Hausman 1989a'></bib> auf <bib id='Black 1954a'></bib>, <bib id='Wollheim 1987a'></bib> auf <bib id='Davidson 1978a'>David&shy;son 1978a</bib>). Dennoch werden auch wichti&shy;ge Grundla&shy;gen zur Annä&shy;herung an genuin bildhaf&shy;te Meta&shy;phern ent&shy;wickelt, wie beispiels&shy;weise die Unter&shy;scheidun&shy;gen zwischen&#8203; »Sehen-&#8203;als«&#8203; und&#8203; »Sehen-&#8203;in«&#8203; (<bib id='Wollheim 1982a'>Woll&shy;heim 1982a</bib>) und die Beto&shy;nung der bildhaf&shy;ten Simul&shy;tane&shy;ität zur Erzeu&shy;gung von Sinn (<bib id='Imdahl 1994a'></bib>, <bib id='Boehm 1994a'></bib>). Auch wenn die Meta&shy;pher als Export&shy;gut aus der Lingu&shy;istik immer wieder in den kunstwis&shy;senschaft&shy;lichen Diskurs rückt, bleibt ihre Stellung in diesem margi&shy;nal und ihr Poten&shy;tial wenig beach&shy;tet (<bib id='Bätschmann 1984a'>Bätsch&shy;mann 1984a</bib>, <bib id='Rimmele 2011a'>Rimme&shy;le 2011a</bib>).
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Seit Goodman werden in der Kunstphi&shy;loso&shy;phie Formen visu&shy;eller Meta&shy;phori&shy;zität disku&shy;tiert. Vor allem die verschie&shy;denen Modi der Reprä&shy;senta&shy;tion-&#8203;als bzw. des Sehen-&#8203;als stehen im Zentrum vieler Ana&shy;lysen (vgl. <bib id='Goodman 1968a'></bib>, <bib id='Aldrich 1983a'></bib>, <bib id='Danto 1984a'></bib>, <bib id='Majetschak 2005a'>Maje&shy;tschak 2005a</bib>). Oftmals verlie&shy;ren die Begriffs&shy;bestim&shy;mungen aller&shy;dings an Kontur, da die Meta&shy;pher als Argu&shy;ment für die Wesens&shy;bestim&shy;mung der Kunst funktio&shy;nali&shy;siert wird, wie im Falle der Ausdrucks&shy;theorien von Danto und Aldrich. Beson&shy;ders wichtig auf dem Wege zur theore&shy;tischen Erfas&shy;sung der visu&shy;ellen Metapher sind Goodmans Ausfüh&shy;rungen zur meta&shy;phori&shy;schen Exem&shy;plifi&shy;kation, anhand derer meta&shy;phori&shy;sche Prozes&shy;se in Bildern deutlich von an Bilder heran&shy;getra&shy;genen meta&shy;phori&shy;schen [[Prädikation|Prädi&shy;kati&shy;onen]] unter&shy;schieden werden können (⊳ auch [[Strukturbild|Struktur&shy;bild]]), und ande&shy;rerseits Carrolls Bestim&shy;mung der zentra&shy;len Aspek&shy;te visu&shy;eller Meta&shy;phern – wie Carroll selbst schreibt, der „most central and least contro&shy;versial core cases of visual meta&shy;phor“ (<bib id='Carroll 1994a'></bib>: S. 215), die eine struktu&shy;relle Verwandt&shy;schaft zur sprachli&shy;chen Metapher auswei&shy;sen.
Seit Goodman werden in der Kunstphi&shy;loso&shy;phie Formen visu&shy;eller Meta&shy;phori&shy;zität disku&shy;tiert. Vor allem die verschie&shy;denen Modi der Reprä&shy;senta&shy;tion-&#8203;als bzw. des Sehen-&#8203;als stehen im Zentrum vieler Ana&shy;lysen (vgl. <bib id='Goodman 1968a'></bib>, <bib id='Aldrich 1983a'></bib>, <bib id='Danto 1984a'></bib>, <bib id='Majetschak 2005a'>Maje&shy;tschak 2005a</bib>). Oftmals verlie&shy;ren die Begriffs&shy;bestim&shy;mungen aller&shy;dings an Kontur, da die Meta&shy;pher als Argu&shy;ment für die Wesens&shy;bestim&shy;mung der Kunst funktio&shy;nali&shy;siert wird, wie im Falle der Ausdrucks&shy;theorien von Danto und Aldrich. Beson&shy;ders wichtig auf dem Wege zur theore&shy;tischen Erfas&shy;sung der visu&shy;ellen Meta&shy;pher sind Goodmans Ausfüh&shy;rungen zur meta&shy;phori&shy;schen Exem&shy;plifi&shy;kation, anhand derer meta&shy;phori&shy;sche Prozes&shy;se in Bildern deutlich von an Bilder heran&shy;getra&shy;genen meta&shy;phori&shy;schen [[Prädikation|Prädi&shy;kati&shy;onen]] unter&shy;schieden werden können (⊳ auch [[Strukturbild|Struktur&shy;bild]]), und ande&shy;rerseits Carrolls Bestim&shy;mung der zentra&shy;len Aspek&shy;te visu&shy;eller Meta&shy;phern – wie Carroll selbst schreibt, der „most central and least contro&shy;versial core cases of visual meta&shy;phor“ (<bib id='Carroll 1994a'></bib>: S. 215), die eine struktu&shy;relle Verwandt&shy;schaft zur sprachli&shy;chen Meta&shy;pher auswei&shy;sen.
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Aus semiotischer Perspektive wurde 2003 kriti&shy;siert, dass in der Meta&shy;phernfor&shy;schung kein neuer Ansatz gesucht werde, sondern stets nur die Über&shy;tragbar&shy;keit der sprachli&shy;chen Meta&shy;pher in ande&shy;re Phäno&shy;menbe&shy;reiche disku&shy;tiert werde.  Durch die semio&shy;tische Ana&shy;lyse non-&#8203;verba&shy;ler Meta&shy;phern wird versucht, einen Forschungs&shy;ansatz neben dem logo&shy;zentris&shy;tischen vorzu&shy;stellen, der vielleicht auch für die Ana&shy;lyse sprachli&shy;cher Meta&shy;phern fruchtbar sein könnte (<bib id='Johansen & Posner 2003a'>Johan&shy;sen & Posner 2003a</bib>: S. 4f., <bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>).  
Aus semiotischer Perspektive wurde 2003 kriti&shy;siert, dass in der Meta&shy;phernfor&shy;schung kein neuer Ansatz gesucht werde, sondern stets nur die Über&shy;tragbar&shy;keit der sprachli&shy;chen Meta&shy;pher in ande&shy;re Phäno&shy;menbe&shy;reiche disku&shy;tiert werde.  Durch die semio&shy;tische Ana&shy;lyse non-&#8203;verba&shy;ler Meta&shy;phern wird versucht, einen Forschungs&shy;ansatz neben dem logo&shy;zentris&shy;tischen vorzu&shy;stellen, der vielleicht auch für die Ana&shy;lyse sprachli&shy;cher Meta&shy;phern fruchtbar sein könnte (<bib id='Johansen & Posner 2003a'>Johan&shy;sen & Posner 2003a</bib>: S. 4f., <bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>).  
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Zentrale Frage in der Diskussion visu&shy;eller Meta&shy;phern ist, ob im non-&#8203;verba&shy;len Bereich eine der ‘A ist B’-Form der sprachli&shy;chen Meta&shy;pher struktu&shy;rell ähnli&shy;che Form vorliegt. Eine visu&shy;elle Meta&shy;pher in dieser Form zu verba&shy;lisie&shy;ren bedeu&shy;tet oftmals eine Verschie&shy;bung ihrer Bedeu&shy;tung. Nicht-&#8203;sprachli&shy;che Meta&shy;phern können keine [[Proposition|propo&shy;sitio&shy;nalen]] Gehal&shy;te erzeu&shy;gen und daher auch nicht wahr oder falsch im logi&shy;schen Sinne sein (vgl. <bib id='Danto 1984a'></bib>, <bib id='Carroll 1994a'></bib>, <bib id='Carroll 1996a'></bib>, <bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>, <bib id='Forceville 1996a'>Force&shy;ville 1996a</bib>, <bib id='Forceville 2005a'>Force&shy;ville 2005a</bib>, <bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>). Carroll sieht in der physikalischen Unvereinbarkeit („physically non&shy;compos&shy;sible“, <bib id='Carroll 1994a'></bib>: S. 199) der Über&shy;schneidung eine der Falsch&shy;heit sprachli&shy;cher Meta&shy;phern vergleich&shy;bare Möglich&shy;keit, eine Ano&shy;malie zu erzeu&shy;gen. In ähnli&shy;cher Weise nähert sich Sones&shy;son dieser Proble&shy;matik an – aller&shy;dings ohne genau&shy;ere Bestim&shy;mung –, indem er von einem Verstoß gegen die „Syntax der Dinge“ (<bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>: S. 32) spricht. Force&shy;ville nähert sich diesem zentra&shy;len Problem visu&shy;eller Meta&shy;phorik über das Konzept des simul&shy;tanen Einset&shy;zens („simul&shy;taneous cueing“, <bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>: S. 31) an, durch das eine der Struktur der sprachli&shy;chen Meta&shy;pher verwand&shy;te Form erreicht werden kann: „Filling a schematic slot unex&shy;pect&shy;edly“ (<bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>: S. 31).
Zentrale Frage in der Diskussion visu&shy;eller Meta&shy;phern ist, ob im non-&#8203;verba&shy;len Bereich eine der ‘A ist B’-Form der sprachli&shy;chen Meta&shy;pher struktu&shy;rell ähnli&shy;che Form vorliegt. Eine visu&shy;elle Meta&shy;pher in dieser Form zu verba&shy;lisie&shy;ren bedeu&shy;tet oftmals eine Verschie&shy;bung ihrer Bedeu&shy;tung. Nicht-&#8203;sprachli&shy;che Meta&shy;phern können keine [[Proposition|propo&shy;sitio&shy;nalen]] Gehal&shy;te erzeu&shy;gen und daher auch nicht wahr oder falsch im logi&shy;schen Sinne sein (vgl. <bib id='Danto 1984a'></bib>, <bib id='Carroll 1994a'></bib>, <bib id='Carroll 1996a'></bib>, <bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>, <bib id='Forceville 1996a'>Force&shy;ville 1996a</bib>, <bib id='Forceville 2005a'>Force&shy;ville 2005a</bib>, <bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>). Carroll sieht in der physikalischen Unvereinbarkeit („physically non&shy;compos&shy;sible“, <bib id='Carroll 1994a'></bib>: S. 199) der Über&shy;schneidung eine der Falsch&shy;heit sprachli&shy;cher Meta&shy;phern vergleich&shy;bare Möglich&shy;keit, eine Ano&shy;malie zu erzeu&shy;gen. In ähnli&shy;cher Weise nähert sich Sones&shy;son dieser Proble&shy;matik an – aller&shy;dings ohne genau&shy;ere Bestim&shy;mung –, indem er von einem Verstoß gegen die „Syntax der Dinge“ (<bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>: S. 32) spricht. Force&shy;ville nähert sich diesem zentra&shy;len Problem visu&shy;eller Meta&shy;phorik über das Konzept des simul&shy;tanen Einset&shy;zens („simul&shy;taneous cueing“, <bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>: S. 31) an, durch das eine der Struktur der sprachli&shy;chen Meta&shy;pher verwand&shy;te Form erreicht werden kann: „Filling a schematic slot unex&shy;pect&shy;edly“ (<bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>: S. 31).
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Theoretischer Dissens herrscht beson&shy;ders bei der Frage der Direk&shy;tiona&shy;lität visu&shy;eller Meta&shy;phern. Während Carroll einräumt, dass der meta&shy;phori&shy;sche Prozess vieler seiner Beispie&shy;le symmet&shy;risch und daher bidi&shy;rektio&shy;nal sei (<bib id='Carroll 1994a'></bib>), argu&shy;mentiert Sones&shy;son, die Lesart einer visu&shy;ellen Meta&shy;pher sei kontext&shy;abhän&shy;gig (<bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>). Hausman geht als Folge&shy;rung aus seiner Inter&shy;preta&shy;tion der Inter&shy;aktions&shy;theorie der Meta&shy;pher von Black (<bib id='Black 1954a'></bib>) grundle&shy;gend von einer Rever&shy;sibi&shy;lität visu&shy;eller Meta&shy;phern aus (<bib id='Hausman 1989a'></bib>). Force&shy;ville kriti&shy;siert die Annah&shy;me der mögli&shy;chen Symme&shy;trie visu&shy;eller Meta&shy;phern: Bei vielen visu&shy;ellen Meta&shy;phern, vor allem in der Kunst, könne nicht genau zwischen Quell- und Zielbe&shy;reich unter&shy;schieden werden. Dies hieße aller&shy;dings nicht, visu&shy;elle Metaphern seien symme&shy;trisch, sondern ledig&shy;lich, dass sich zwei verschie&shy;dene Lesar&shy;ten und somit zwei verschie&shy;dene Meta&shy;phern erken&shy;nen lassen können (vgl. <bib id='Forceville 1996a'>Force&shy;ville 1996a</bib>, <bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>).
Theoretischer Dissens herrscht beson&shy;ders bei der Frage der Direk&shy;tiona&shy;lität visu&shy;eller Meta&shy;phern. Während Carroll einräumt, dass der meta&shy;phori&shy;sche Prozess vieler seiner Beispie&shy;le symmet&shy;risch und daher bidi&shy;rektio&shy;nal sei (<bib id='Carroll 1994a'></bib>), argu&shy;mentiert Sones&shy;son, die Lesart einer visu&shy;ellen Meta&shy;pher sei kontext&shy;abhän&shy;gig (<bib id='Sonesson 2003a'>Sones&shy;son 2003a</bib>). Hausman geht als Folge&shy;rung aus seiner Inter&shy;preta&shy;tion der Inter&shy;aktions&shy;theorie der Meta&shy;pher von Black (<bib id='Black 1954a'></bib>) grundle&shy;gend von einer Rever&shy;sibi&shy;lität visu&shy;eller Meta&shy;phern aus (<bib id='Hausman 1989a'></bib>). Force&shy;ville kriti&shy;siert die Annah&shy;me der mögli&shy;chen Symme&shy;trie visu&shy;eller Meta&shy;phern: Bei vielen visu&shy;ellen Meta&shy;phern, vor allem in der Kunst, könne nicht genau zwischen Quell- und Zielbe&shy;reich unter&shy;schieden werden. Dies hieße aller&shy;dings nicht, visu&shy;elle Meta&shy;phern seien symme&shy;trisch, sondern ledig&shy;lich, dass sich zwei verschie&shy;dene Lesar&shy;ten und somit zwei verschie&shy;dene Meta&shy;phern erken&shy;nen lassen können (vgl. <bib id='Forceville 1996a'>Force&shy;ville 1996a</bib>, <bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>).
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Bei Repräsentationen-als und bei Überschnei&shy;dungen können nicht nur visu&shy;elle Eigen&shy;schaften der zusam&shy;menge&shy;brachten Ele&shy;mente im meta&shy;phori&shy;schen Prozess über&shy;tragen werden. Beson&shy;ders Force&shy;ville und Sones&shy;son beto&shy;nen die [[Kontext|Kontext&shy;abhän&shy;gigkeit]] inner&shy;halb des Über&shy;tragungs&shy;prozes&shy;ses. Grundle&shy;gend wirke sich auch das Genre (z.B. Werbung, Science-&#8203;Fiction-&#8203;Film) auf die meta&shy;phori&shy;sche Projek&shy;tion und ferner auf die Erkenn&shy;barkeit visu&shy;eller Meta&shy;phern aus (<bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>). Im Falle der Werke der [[bildende Kunst|bilden&shy;den Kunst]] spielen zudem [[Ikonografie, Ikonologie, Ikonik|ikono&shy;graphi&shy;sche]] Konven&shy;tionen eine starke Rolle – neben allge&shy;meinen kultu&shy;rellen Kenntnis&shy;sen wie im Falle des Bildnis&shy;ses Napo&shy;leons als römi&shy;scher Kaiser –, weshalb Maje&shy;tschak den Bedarf zur Erfor&shy;schung visu&shy;eller Meta&shy;phorik vor allem in einer „meta&shy;phernthe&shy;ore&shy;tisch orien&shy;tierte(n) Iko&shy;nogra&shy;phie“ (<bib id='Majetschak 2005a'>Maje&shy;tschak 2005a</bib>: S. 249) sieht.
Bei Repräsentationen-als und bei Überschnei&shy;dungen können nicht nur visu&shy;elle Eigen&shy;schaften der zusam&shy;menge&shy;brachten Ele&shy;mente im meta&shy;phori&shy;schen Prozess über&shy;tragen werden. Beson&shy;ders Force&shy;ville und Sones&shy;son beto&shy;nen die [[Kontext|Kontext&shy;abhän&shy;gigkeit]] inner&shy;halb des Über&shy;tragungs&shy;prozes&shy;ses. Grundle&shy;gend wirke sich auch das Genre (z.B. Werbung, Science-&#8203;Fiction-&#8203;Film) auf die meta&shy;phori&shy;sche Projek&shy;tion und ferner auf die Erkenn&shy;barkeit visu&shy;eller Meta&shy;phern aus (<bib id='Forceville 2006a'>Force&shy;ville 2006a</bib>). Im Falle der Werke der [[bildende Kunst|bilden&shy;den Kunst]] spielen zudem [[Ikonografie, Ikonologie, Ikonik|ikono&shy;graphi&shy;sche]] Konven&shy;tionen eine starke Rolle – neben allge&shy;meinen kultu&shy;rellen Kenntnis&shy;sen wie im Falle des Bildnis&shy;ses Napo&shy;leons als römi&shy;scher Kaiser –, weshalb Maje&shy;tschak den Bedarf zur Erfor&shy;schung visu&shy;eller Meta&shy;phorik vor allem in einer „meta&shy;phernthe&shy;ore&shy;tisch orien&shy;tierte(n) Iko&shy;nogra&shy;phie“ (<bib id='Majetschak 2005a'>Maje&shy;tschak 2005a</bib>: S. 249) sieht.
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==Anschlußprobleme: Exempli&shy;fika&shy;tion, Multi&shy;media&shy;lität, tote Meta&shy;phern==
==Anschlußprobleme: Exempli&shy;fika&shy;tion, Multi&shy;media&shy;lität, tote Meta&shy;phern==


Neben der Frage nach meta&shy;phori&shy;schen Prozes&shy;sen in Bildern lässt sich auch die Frage stellen, ob Bilder als Ganzes eine Meta&shy;pher sein können. Zu sagen, ein Bild sei eine Metapher für Traurig&shy;keit, lässt sich verkür&shy;zen zur Annah&shy;me, ein Bild sei traurig. Goodman bezeich&shy;net derar&shy;tige Fälle als meta&shy;phori&shy;sche [[Referenz, Denotation, Exemplifikation|Exem&shy;plifi&shy;kation]], denn ein Bild könne Traurig&shy;keit nicht buchstäb&shy;lich, sondern nur meta&shy;phorisch exem&shy;plifi&shy;zieren (<bib id='Goodman 1968a'></bib>, vgl. auch <bib id='Aldrich 1983a'></bib>, <bib id='Danto 1984a'></bib> und resü&shy;mierend <bib id='Carroll 1999a'></bib>).   
Neben der Frage nach meta&shy;phori&shy;schen Prozes&shy;sen in Bildern lässt sich auch die Frage stellen, ob Bilder als Ganzes eine Meta&shy;pher sein können. Zu sagen, ein Bild sei eine Meta&shy;pher für Traurig&shy;keit, lässt sich verkür&shy;zen zur Annah&shy;me, ein Bild sei traurig. Goodman bezeich&shy;net derar&shy;tige Fälle als meta&shy;phori&shy;sche [[Referenz, Denotation, Exemplifikation|Exem&shy;plifi&shy;kation]], denn ein Bild könne Traurig&shy;keit nicht buchstäb&shy;lich, sondern nur meta&shy;phorisch exem&shy;plifi&shy;zieren (<bib id='Goodman 1968a'></bib>, vgl. auch <bib id='Aldrich 1983a'></bib>, <bib id='Danto 1984a'></bib> und resü&shy;mierend <bib id='Carroll 1999a'></bib>).   
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Zur Erforschung non-verbaler und multi&shy;moda&shy;ler Meta&shy;phern orien&shy;tiert Force&shy;ville sich außer an der »concep&shy;tual metaphor theory« von Lakoff und Turner an der neue&shy;ren Multi&shy;media&shy;litäts&shy;debat&shy;te ( ⊳ [[Sprach-Bild-Bezüge|Sprach-&shy;Bild-&shy;Bezü&shy;ge]]).
Zur Erforschung non-verbaler und multi&shy;moda&shy;ler Meta&shy;phern orien&shy;tiert Force&shy;ville sich außer an der »concep&shy;tual metaphor theory« von Lakoff und Turner an der neue&shy;ren Multi&shy;media&shy;litäts&shy;debat&shy;te ( ⊳ [[Sprach-Bild-Bezüge|Sprach-&shy;Bild-&shy;Bezü&shy;ge]]).

Version vom 26. Dezember 2013, 12:41 Uhr

Unterpunkt zu: Bild und rhetorische Figur


Unterschiedliche Perspektiven und Diszi­plinen

Es gibt eine Vielzahl von Theorien, die sich aus unter­schiedli­chen Perspek­tiven und auch aus unter­schiedli­chen Diszi­plinen heraus der visu­ellen Meta­pher als einem der sprachli­chen Meta­pher verwand­ten Phäno­men anzu­nähern versu­chen. In der Kunstwis­senschaft lassen sich bereits seit Mitte des 20. Jahrhun­derts Versu­che ausma­chen, die Figur der Meta­pher als Mittel zur Bild­ana­lyse und -inter­preta­tion zu nutzen; oftmals handelt es sich dabei aller­dings nicht um eigen­ständi­ge Theorien, sondern vielmehr um Instru­mente für spezi­fische Kontex­te ([Gombrich 1978a]Gombrich, Ernst H. (1978): Meditationen über ein Steckenpferd. Von den Wurzeln und Grenzen der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt/M.
, [Imdahl 1985a]Imdahl, Max (1985): Picassos Guernica. Insel, Frankfurt/M.
, [Wagner 1999a]Wagner, Christoph (1999): Farbe und Metapher. Gebr.Mann, Berlin.
). Hierbei werden oft einzel­ne Theorien zur sprachli­chen Meta­pher heran­gezo­gen, die sich für den jewei­ligen Kontext eignen; Gombrichs «Wertme­taphern in der Bilden­den Kunst» von 1952 stützt sich beispiels­weise auf Aris­tote­les «Poetik» (vgl. [Gombrich 1978a]Gombrich, Ernst H. (1978): Meditationen über ein Steckenpferd. Von den Wurzeln und Grenzen der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 34-64), [Hausman 1989a]Hausman, Carl R. (1989): Metaphor and Art. Cambridge University Press, Cambridge.
auf [Black 1954a]Black, Max (1983): Die Metapher (1954). In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.
, [Wollheim 1987a]Wollheim, Richard (1987): Painting, Metaphor, and the Body: Titian, Bellini, De Kooning, etc.. In: Wollheim, R. (Hg.), Painting as an Art. Princeton University Press, Princeton.
auf [Davidson 1978a]Davidson, Donald (1984): What Metaphors Mean (1978). In: Davidson, D. (Hg.), Inquiries into Truth and Interpretation. Clarendon, Oxford.
). Dennoch werden auch wichti­ge Grundla­gen zur Annä­herung an genuin bildhaf­te Meta­phern ent­wickelt, wie beispiels­weise die Unter­scheidun­gen zwischen​ »Sehen-​als«​ und​ »Sehen-​in«​ ([Wollheim 1982a]Wollheim, Richard (1982): Sehen-als, sehen-in und bildliche Darstellung. In: Wollheim, R. (Hg.), Objekte der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: übersetzt von Looser, Max
) und die Beto­nung der bildhaf­ten Simul­tane­ität zur Erzeu­gung von Sinn ([Imdahl 1994a]Imdahl, Max (1994): Ikonik: Bilder und ihre Anschauung. In: Böhm, G. (Hg.), Was ist ein Bild?. Fink, München.
, [Boehm 1994a]Boehm, Gottfried (1994): Die Wiederkehr der Bilder. In: Boehm, G. (Hg.), Was ist ein Bild?. Fink, München.
). Auch wenn die Meta­pher als Export­gut aus der Lingu­istik immer wieder in den kunstwis­senschaft­lichen Diskurs rückt, bleibt ihre Stellung in diesem margi­nal und ihr Poten­tial wenig beach­tet ([Bätschmann 1984a]Bätschmann, Oskar (1984): Einführung in die kunstgeschichtliche Hermeneutik. WBG, Darmstadt.
, [Rimmele 2011a]Rimmele, Marius (2011): „Metapher“ als Metapher. E-Journal kunsttexte.de, 1.
Webadresse: kunsttexte.de/index.php?id=711&idartikel=37860&volume=37742&zu=121&L=0
).

Seit Goodman werden in der Kunstphi­loso­phie Formen visu­eller Meta­phori­zität disku­tiert. Vor allem die verschie­denen Modi der Reprä­senta­tion-​als bzw. des Sehen-​als stehen im Zentrum vieler Ana­lysen (vgl. [Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notiz: 2. rev. Aufl. 1976
Nicht angezeigt: dt.: Sprachen der Kunst. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1998
, [Aldrich 1983a]Aldrich, Virgil C. (1983): Visuelle Metapher. In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.
, [Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
, [Majetschak 2005a]Majetschak, Stefan (2005): Sichtbare Metaphern. In: Hoppe-Sailer, R. (Hg.), Logik der Bilder. Reimer, Berlin.
). Oftmals verlie­ren die Begriffs­bestim­mungen aller­dings an Kontur, da die Meta­pher als Argu­ment für die Wesens­bestim­mung der Kunst funktio­nali­siert wird, wie im Falle der Ausdrucks­theorien von Danto und Aldrich. Beson­ders wichtig auf dem Wege zur theore­tischen Erfas­sung der visu­ellen Meta­pher sind Goodmans Ausfüh­rungen zur meta­phori­schen Exem­plifi­kation, anhand derer meta­phori­sche Prozes­se in Bildern deutlich von an Bilder heran­getra­genen meta­phori­schen Prädi­kati­onen unter­schieden werden können (⊳ auch Struktur­bild), und ande­rerseits Carrolls Bestim­mung der zentra­len Aspek­te visu­eller Meta­phern – wie Carroll selbst schreibt, der „most central and least contro­versial core cases of visual meta­phor“ ([Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
: S. 215), die eine struktu­relle Verwandt­schaft zur sprachli­chen Meta­pher auswei­sen.

Aus semiotischer Perspektive wurde 2003 kriti­siert, dass in der Meta­phernfor­schung kein neuer Ansatz gesucht werde, sondern stets nur die Über­tragbar­keit der sprachli­chen Meta­pher in ande­re Phäno­menbe­reiche disku­tiert werde. Durch die semio­tische Ana­lyse non-​verba­ler Meta­phern wird versucht, einen Forschungs­ansatz neben dem logo­zentris­tischen vorzu­stellen, der vielleicht auch für die Ana­lyse sprachli­cher Meta­phern fruchtbar sein könnte ([Johansen & Posner 2003a]Johansen, Jørgen Dines & Posner, Roland (2003): Einführung. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.
: S. 4f., [Sonesson 2003a]Sonesson, Göran (2003): Über Metaphern in Bildern. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.
).

Seit den 1980er Jahren bieten kogni­tivis­tische Meta­pherthe­orien, wie sie vor allem von Lakoff und Johnson ([Lakoff & Johnson 1980a]Lakoff, George & Johnson, Mark (1980): Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago & London.
) und später Lakoff und Turner ([Lakoff & Turner 1989a]Lakoff, George & Turner, Mark (1989): More than Cool Reason. University of Chicago Press, Chicago.
) ent­wickelt wurden, eine theore­tische Grundla­ge, die nicht schon von vorn herein eine lingu­istische ist. Sie tragen dem Anspruch Rechnung, die Sprache als einzi­gen Ausgangs­punkt der Meta­phernfor­schung zu entkräf­ten, der bereits von Danto ([Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 267f.) und Carroll ([Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
: S. 205f.) formu­liert wurde. Dem Para­digma von Lakoff und Johnson folgend,

the essence of metaphor is under­standing and expe­rienc­ing one kind of thing in terms of an­other ([Lakoff & Johnson 1980a]Lakoff, George & Johnson, Mark (1980): Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago & London.
: S. 5),

ist die Meta­pher maßgeb­lich ein Phäno­men unseres Denkens (⊳ Image Schemata). Force­ville greift dieses Para­digma in seinen Ana­lysen bildhaf­ter Meta­phern auf (vgl. [Forceville 1996a]Forceville, Charles (1996): Pictorial Metaphor in Advertising. Routledge, London.
, [Forceville 2005a]Forceville, Charles (2005): Cognitive Linguistics and Multimodal Metaphor. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft – Zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.
, [Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
), kriti­siert es aber in dem Punkte, dass trotz der Offen­heit der Fokus auf sprachli­che Meta­phern gerich­tet ist und somit das genuin visu­elle Poten­tial der Meta­pher weitest­gehend nicht thema­tisiert wird ([Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
: S. 21f.).

Ab­bil­dung 1: Zeich­nung des Au­tors nach der Fo­to­mon­ta­ge «In­gres’ Vi­o­lin» von Man Ray

For­ce­ville führt in die kog­ni­ti­vis­tisch ge­präg­te Me­ta­phern­for­schung die Un­ter­schei­dung zwi­schen mo­no­mo­da­len und mul­ti­mo­da­len Me­ta­phern ein. Ei­ne mo­no­mo­da­le Me­ta­pher ha­be den Quell- und Ziel­be­reich, zwi­schen de­nen im me­ta­pho­ri­schen Pro­zess die Pro­jek­ti­on von Ei­gen­schaf­ten statt­fin­det, in der glei­chen Mo­da­li­tät (s. Abb. 1), ei­ne mul­ti­mo­da­le Me­ta­pher hin­ge­gen in ver­schie­de­nen Mo­da­li­tä­ten. Mul­ti­mo­da­le Me­ta­phern tau­chen vor al­lem in der Wer­bung auf, wie For­ce­vil­les Ana­ly­sen zei­gen. Ei­ne Bild­un­ter­schrift kann bei­spiels­wei­se zu ei­ner an­de­ren Les­art des Dar­ge­stell­ten auf­for­dern, nach der der Be­trach­ter Ei­gen­schaf­ten des in den Wor­ten be­schrie­be­nen Phä­no­mens auf das Bild pro­ji­ziert. In­dem die sprach­li­che Me­ta­pher als DIE Me­ta­pher ent­thront wird und als mo­no­mo­da­le, wenn nicht als ihr Pro­to­typ, ne­ben die vi­su­el­le Me­ta­pher tritt, kann sich, so Force­ville, die Erfor­schung nicht-​sprachli­cher Meta­phern ihrer margi­nalen Stellung erweh­ren:

I will sketch how adopt­ing the view that metaphors can as­sume non-​verbal and multi­modal appear­ances can and should guide the research of a new gener­ation of metaphor scholars ([Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
: S. 22).


Visuelle und multi­moda­le Meta­phern

In der Theoriebildung zur visu­ellen Meta­pher hat sich bis zum heuti­gen Zeitpunkt kein Einheits­modell etab­liert, das allen Aspek­ten visu­eller Meta­phorik oder den Fokus­bildun­gen der unter­schiedli­chen Diszi­plinen vollends Rechnung tragen kann. In Force­villes vorge­stelltem Theorie­rahmen zur non-​verba­len und multi­moda­len Meta­pher lässt sich aller­dings ein erster Ansatz veror­ten, eine Forschungs­grundla­ge für Meta­phern außer­halb der Sprache zu situ­ieren, die sich der oft kriti­sierten einfa­chen Über­tragung sprach­wissen­schaftli­cher Theorien und deren eklek­tische Auswahl erweh­ren kann. Im Folgen­den sollen zentra­le Aspek­te visu­eller Meta­phorik und theore­tische Proble­me vorge­stellt werden, die für die bishe­rige Forschung zur visu­ellen Meta­pher von zentra­ler Bedeu­tung sind und eine Grundla­ge zur Annä­herung an das Phäno­men darstel­len.

Zwei wesentliche Arten meta­phori­scher Prozes­se in Bildern können unter­schieden werden: einer­seits die Reprä­senta­tion-​als und ande­rerseits die Über­schneidung oder Über­lage­rung zu einer Mischform.

Die Repräsentation-als bezeich­net die Darstel­lung eines Bild­ele­ments durch Attri­bute eines ande­ren Ele­ments. Bereits Wollheim fixier­te diesen Bild­prozess mit dem Ausdruck ‘Sehen-​als’ („seeing as“, [Wollheim 1982a]Wollheim, Richard (1982): Sehen-als, sehen-in und bildliche Darstellung. In: Wollheim, R. (Hg.), Objekte der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: übersetzt von Looser, Max
), der von Aldrich aufge­griffen wurde ([Aldrich 1983a]Aldrich, Virgil C. (1983): Visuelle Metapher. In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.
) und bei Danto ([Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
) als ‘Reprä­senta­tion-​als’ und später bei Maje­tschak ([Majetschak 2005a]Majetschak, Stefan (2005): Sichtbare Metaphern. In: Hoppe-Sailer, R. (Hg.), Logik der Bilder. Reimer, Berlin.
) wieder auftaucht. Einem Beispiel von Danto folgend, kann in dem Bildnis Napo­leons als römi­scher Kaiser eine Reprä­senta­tion-​als gese­hen werden, da Napo­leon kein römi­scher Kaiser war und die Darstel­lung ihn als einen solchen sehen lässt. Hierbei werden Attri­bute eines römi­schen Kaisers in einem meta­phori­schen Prozess auf Napo­leon über­tragen (vgl. [Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
, Kpt. 7). Danto prägt für diesen Prozess den Begriff der​ »Trans­figu­ration«​ ([Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 256) anstelle von​ »Trans­forma­tion«.

Die Überschneidung als zweite wesent­liche Art meta­phori­scher Prozes­se im Bild taucht erstmals bei Carroll in einer genau­en Ana­lyse visu­eller Meta­phern auf, die er mit der Über­lage­rung („super­impo­sition“, [Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
: S. 196) als Kern visu­eller Meta­phorik beschreibt. Diese Über­lage­rung erzeu­ge eine räumlich-​homo­gene („homo­spatial“, [Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
: S.190) Einheit, in der beide Teile sowohl getrennt als auch simul­tan wahrge­nommen werden können. Als Beispiel dafür mag Man Rays «Le Violon d'Ingres» von 1924 dienen, eine Foto­grafie, die einen weibli­chen Rücken­akt mit den F-Löchern eines Streich­instru­ments zeigt. Maje­tschak sieht diese Form der bildhaf­ten Meta­phori­zität als Sonder­fall der Reprä­senta­tion-​als, da durch eine „visu­elle Inver­sion“ ([Majetschak 2005a]Majetschak, Stefan (2005): Sichtbare Metaphern. In: Hoppe-Sailer, R. (Hg.), Logik der Bilder. Reimer, Berlin.
: S. 249) unver­einba­re Dinge vereint werden. Beide Auto­ren unter­scheiden sich aller­dings in dem Punkte, dass Maje­tschak den Wittgen­steinschen Hase-​Ente-​Kopf als Beispiel dieser Art von meta­phori­schem Prozess sieht, während Carroll den H-E-​Kopf deutlich ausgrenzt, da sich beide Figu­ren nur getrennt und nicht simul­tan wahrneh­men lassen (zum H-E-​Kopf vgl. auch ⊳ Kippbild).

Zentrale Frage in der Diskussion visu­eller Meta­phern ist, ob im non-​verba­len Bereich eine der ‘A ist B’-Form der sprachli­chen Meta­pher struktu­rell ähnli­che Form vorliegt. Eine visu­elle Meta­pher in dieser Form zu verba­lisie­ren bedeu­tet oftmals eine Verschie­bung ihrer Bedeu­tung. Nicht-​sprachli­che Meta­phern können keine propo­sitio­nalen Gehal­te erzeu­gen und daher auch nicht wahr oder falsch im logi­schen Sinne sein (vgl. [Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
, [Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
, [Carroll 1996a]Carroll, Noël (1996): A Note on Film Metaphor. In: Carrol, N. (Hg.), Theorizing the Moving Image. Cambridge University Press, Cambrigde.
, [Sonesson 2003a]Sonesson, Göran (2003): Über Metaphern in Bildern. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.
, [Forceville 1996a]Forceville, Charles (1996): Pictorial Metaphor in Advertising. Routledge, London.
, [Forceville 2005a]Forceville, Charles (2005): Cognitive Linguistics and Multimodal Metaphor. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft – Zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.
, [Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
). Carroll sieht in der physikalischen Unvereinbarkeit („physically non­compos­sible“, [Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
: S. 199) der Über­schneidung eine der Falsch­heit sprachli­cher Meta­phern vergleich­bare Möglich­keit, eine Ano­malie zu erzeu­gen. In ähnli­cher Weise nähert sich Sones­son dieser Proble­matik an – aller­dings ohne genau­ere Bestim­mung –, indem er von einem Verstoß gegen die „Syntax der Dinge“ ([Sonesson 2003a]Sonesson, Göran (2003): Über Metaphern in Bildern. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.
: S. 32) spricht. Force­ville nähert sich diesem zentra­len Problem visu­eller Meta­phorik über das Konzept des simul­tanen Einset­zens („simul­taneous cueing“, [Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
: S. 31) an, durch das eine der Struktur der sprachli­chen Meta­pher verwand­te Form erreicht werden kann: „Filling a schematic slot unex­pect­edly“ ([Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
: S. 31).

Theoretischer Dissens herrscht beson­ders bei der Frage der Direk­tiona­lität visu­eller Meta­phern. Während Carroll einräumt, dass der meta­phori­sche Prozess vieler seiner Beispie­le symmet­risch und daher bidi­rektio­nal sei ([Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.
), argu­mentiert Sones­son, die Lesart einer visu­ellen Meta­pher sei kontext­abhän­gig ([Sonesson 2003a]Sonesson, Göran (2003): Über Metaphern in Bildern. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.
). Hausman geht als Folge­rung aus seiner Inter­preta­tion der Inter­aktions­theorie der Meta­pher von Black ([Black 1954a]Black, Max (1983): Die Metapher (1954). In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.
) grundle­gend von einer Rever­sibi­lität visu­eller Meta­phern aus ([Hausman 1989a]Hausman, Carl R. (1989): Metaphor and Art. Cambridge University Press, Cambridge.
). Force­ville kriti­siert die Annah­me der mögli­chen Symme­trie visu­eller Meta­phern: Bei vielen visu­ellen Meta­phern, vor allem in der Kunst, könne nicht genau zwischen Quell- und Zielbe­reich unter­schieden werden. Dies hieße aller­dings nicht, visu­elle Meta­phern seien symme­trisch, sondern ledig­lich, dass sich zwei verschie­dene Lesar­ten und somit zwei verschie­dene Meta­phern erken­nen lassen können (vgl. [Forceville 1996a]Forceville, Charles (1996): Pictorial Metaphor in Advertising. Routledge, London.
, [Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
).

Bei Repräsentationen-als und bei Überschnei­dungen können nicht nur visu­elle Eigen­schaften der zusam­menge­brachten Ele­mente im meta­phori­schen Prozess über­tragen werden. Beson­ders Force­ville und Sones­son beto­nen die Kontext­abhän­gigkeit inner­halb des Über­tragungs­prozes­ses. Grundle­gend wirke sich auch das Genre (z.B. Werbung, Science-​Fiction-​Film) auf die meta­phori­sche Projek­tion und ferner auf die Erkenn­barkeit visu­eller Meta­phern aus ([Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.
). Im Falle der Werke der bilden­den Kunst spielen zudem ikono­graphi­sche Konven­tionen eine starke Rolle – neben allge­meinen kultu­rellen Kenntnis­sen wie im Falle des Bildnis­ses Napo­leons als römi­scher Kaiser –, weshalb Maje­tschak den Bedarf zur Erfor­schung visu­eller Meta­phorik vor allem in einer „meta­phernthe­ore­tisch orien­tierte(n) Iko­nogra­phie“ ([Majetschak 2005a]Majetschak, Stefan (2005): Sichtbare Metaphern. In: Hoppe-Sailer, R. (Hg.), Logik der Bilder. Reimer, Berlin.
: S. 249) sieht.


Anschlußprobleme: Exempli­fika­tion, Multi­media­lität, tote Meta­phern

Neben der Frage nach meta­phori­schen Prozes­sen in Bildern lässt sich auch die Frage stellen, ob Bilder als Ganzes eine Meta­pher sein können. Zu sagen, ein Bild sei eine Meta­pher für Traurig­keit, lässt sich verkür­zen zur Annah­me, ein Bild sei traurig. Goodman bezeich­net derar­tige Fälle als meta­phori­sche Exem­plifi­kation, denn ein Bild könne Traurig­keit nicht buchstäb­lich, sondern nur meta­phorisch exem­plifi­zieren ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notiz: 2. rev. Aufl. 1976
Nicht angezeigt: dt.: Sprachen der Kunst. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1998
, vgl. auch [Aldrich 1983a]Aldrich, Virgil C. (1983): Visuelle Metapher. In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.
, [Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.
und resü­mierend [Carroll 1999a]Carroll, Noël (1999): Philosophy of Art. Routledge, New York.
).

Zur Erforschung non-verbaler und multi­moda­ler Meta­phern orien­tiert Force­ville sich außer an der »concep­tual metaphor theory« von Lakoff und Turner an der neue­ren Multi­media­litäts­debat­te ( ⊳ Sprach-­Bild-­Bezü­ge).

Die Annahme, auch visuelle Meta­phern können wie sprachli­che Meta­phern “abster­ben” und durch häufi­gen Gebrauch konven­tiona­lisiert werden, zieht sich wie ein roten Faden durch die verschie­denen Ansät­ze und bietet einen Ausgangs­punkt, um Über­gänge und Unter­schiede zwischen visu­ellen Meta­phern und Symbo­len heraus­zuar­beiten.

Anmerkungen
Literatur
[Aldrich 1983a]Aldrich, Virgil C. (1983): Visuelle Metapher. In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.[Black 1954a]Black, Max (1983): Die Metapher (1954). In: Haverkamp, A. (Hg.), Theorie der Metapher. WBG, Darmstadt.[Boehm 1994a]Boehm, Gottfried (1994): Die Wiederkehr der Bilder. In: Boehm, G. (Hg.), Was ist ein Bild?. Fink, München.[Bätschmann 1984a]Bätschmann, Oskar (1984): Einführung in die kunstgeschichtliche Hermeneutik. WBG, Darmstadt.[Carroll 1994a]Carroll, Noël (1994): Visual Metaphor. In: Hintikka, J. (Hg.), Aspects of Metaphor. Kluwer, Boston.[Carroll 1996a]Carroll, Noël (1996): A Note on Film Metaphor. In: Carrol, N. (Hg.), Theorizing the Moving Image. Cambridge University Press, Cambrigde.[Carroll 1999a]Carroll, Noël (1999): Philosophy of Art. Routledge, New York.[Danto 1984a]Danto, Arthur C. (1984): Die Verklärung des Gewöhnlichen. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Davidson 1978a]Davidson, Donald (1984): What Metaphors Mean (1978). In: Davidson, D. (Hg.), Inquiries into Truth and Interpretation. Clarendon, Oxford.[Forceville 1996a]Forceville, Charles (1996): Pictorial Metaphor in Advertising. Routledge, London.[Forceville 2005a]Forceville, Charles (2005): Cognitive Linguistics and Multimodal Metaphor. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft – Zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.[Forceville 2006a]Forceville, Charles (2009): Non-verbal and Multimodal Metaphor in a Cognitivist Framework: Agendas for Research(2006). In: Forceville, C. & Urios-Aparisi, E. (Hg.), Multimodal Metaphor. De Gruyter, Berlin.[Gombrich 1978a]Gombrich, Ernst H. (1978): Meditationen über ein Steckenpferd. Von den Wurzeln und Grenzen der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.[Hausman 1989a]Hausman, Carl R. (1989): Metaphor and Art. Cambridge University Press, Cambridge.[Imdahl 1985a]Imdahl, Max (1985): Picassos Guernica. Insel, Frankfurt/M.[Imdahl 1994a]Imdahl, Max (1994): Ikonik: Bilder und ihre Anschauung. In: Böhm, G. (Hg.), Was ist ein Bild?. Fink, München.[Johansen & Posner 2003a]Johansen, Jørgen Dines & Posner, Roland (2003): Einführung. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.[Lakoff & Johnson 1980a]Lakoff, George & Johnson, Mark (1980): Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago & London.[Lakoff & Turner 1989a]Lakoff, George & Turner, Mark (1989): More than Cool Reason. University of Chicago Press, Chicago.[Majetschak 2005a]Majetschak, Stefan (2005): Sichtbare Metaphern. In: Hoppe-Sailer, R. (Hg.), Logik der Bilder. Reimer, Berlin.[Rimmele 2011a]Rimmele, Marius (2011): „Metapher“ als Metapher. E-Journal kunsttexte.de, 1.[Sonesson 2003a]Sonesson, Göran (2003): Über Metaphern in Bildern. Zeitschrift für Semiotik, 25, 1.[Wagner 1999a]Wagner, Christoph (1999): Farbe und Metapher. Gebr.Mann, Berlin.[Wollheim 1982a]Wollheim, Richard (1982): Sehen-als, sehen-in und bildliche Darstellung. In: Wollheim, R. (Hg.), Objekte der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Wollheim 1987a]Wollheim, Richard (1987): Painting, Metaphor, and the Body: Titian, Bellini, De Kooning, etc.. In: Wollheim, R. (Hg.), Painting as an Art. Princeton University Press, Princeton.

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