Hologramm: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „<!-- "This is comment" --> <!--Vorlage für Unterpunkte--> <!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern--> {{GlosHeader}} Kategorie:Unterpunkt <!--Ende…“
 
K Textersetzung - „{{GlosTab5}}↵<bibdummy>“ durch „{{GlosTab5}}“
 
(38 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
<!--  "This is comment"  -->
<!--  "This is comment"  -->
<!--Vorlage für Unterpunkte-->
<!--Vorlage für Unterpunkte-->
<!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern-->
<!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern-->
{{GlosHeader}}
{{GlosHeader}}
[[Kategorie:Unterpunkt]]
[[Kategorie:Unterpunkt]]
<!--Ende header-->
<!--In der folgenden Zeile bitte die (Wiki)Kategorie eintragen, wo jetzt XXX steht-->
[[Kategorie:Bildmedien]]
[[Kategorie:Bildmedien]]
<!--In der folgenden Zeile bitte die (Glossar)Kategorie eintragen, wo jetzt XXX steht-->
Unterpunkt zu: [[Bildmedien]]
Unterpunkt zu: [[Bildmedien]]
<!--beides sollte in der Regel der gleiche Text sein-->
<!--Den folgenden Abschnitt bitte nicht ändern-->
{{GlosTab1}}
{{GlosTab1}}
{{GlossarBoxMain}}
{{GlossarBoxMain}}
 
<!--Ende header-->
<!--Ab hier: eigentlicher Inhalt; Überschriften gegebenenfalls anpassen-->
<!--Ab hier: eigentlicher Inhalt; Überschriften gegebenenfalls anpassen-->
=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====
==Definition und Gliederung==
 
Die Holographie ist das Verfah&shy;ren, die Inter&shy;ferenz&shy;muster, welche sich bei der Über&shy;lage&shy;rung von zwei kohä&shy;renten Wellen&shy;fronten erge&shy;ben, aufzu&shy;zeichnen. Die foto&shy;grafi&shy;sche Aufzeich&shy;nung dieser Muster wird Holo&shy;gramm genannt. Ein solches Holo&shy;gramm erlaubt die Rekon&shy;struktion der ''Objekt&shy;welle'', d.h. eines dreidi&shy;mensio&shy;nalen Bildes des aufge&shy;zeichne&shy;ten Gegen&shy;standes. Dieses unge&shy;wöhnli&shy;che Verfah&shy;ren wurde um 1948 von Denis Gabor theore&shy;tisch entwor&shy;fen. Seit der Entwick&shy;lung des Laser&shy;lichts Anfang der 1960er Jahre kommt es in zahlrei&shy;chen, keines&shy;wegs nur im enge&shy;ren Sinne bildli&shy;chen, Verfah&shy;ren zum Einsatz. Die holo&shy;graphi&shy;schen Bilder weichen in vieler&shy;lei Hinsicht von allen ande&shy;ren bekann&shy;ten [[Technische Medien|techni&shy;schen]] Bildern ab und waren bislang kaum Gegen&shy;stand der kunst-, medien- oder [[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie|bildwis&shy;senschaft&shy;lichen]] Forschung (vgl. aber neuer&shy;dings <bib id='Rieger & Schröter 2009a'></bib>).
<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
<!--
<!--Anmerkung zwischen <ref> und </ref> im laufenden Text-->
Im Folgenden wird zunächst in der gebotenen Kürze Geschichte und Verfahren der Holographie skizziert (2). In (3) wird es um die Bildlichkeit der Hologramme gehen, zudem werden einige der verschiedenen Einsatzgebiete holographischer Bilder angedeutet: Holo-Interferometrie, HOEs, Kopierschutz. In (4) schließlich wird ein kurzer Blick auf die holographische Metaphorik geworfen.-->
<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas 61a'>Jonas 1961</bib> -->
:
<!-- ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
<!--  ... (siehe Link "Sammlung" in Bibliographie-Box -->
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->
 
 
 


=====Engere Begriffsbestimmung=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
==Geschichte und Verfah&shy;ren<ref>Vgl. zum Fol&shy;gen&shy;den vor al&shy;lem <bib id='Johnston 2006a'>John&shy;ston 2006a</bib> und auch <bib id='Schröter 2009c'>Schrö&shy;ter 2009c</bib>, S. 239-261.
</ref>==
Die epistemologische Bedingung der Möglic&shy;hkeit der Holo&shy;graphie liegt in der Beschrei&shy;bung des Lichts als transver&shy;saler Wellen&shy;front, also in der Wellen&shy;optik. Diese Beschrei&shy;bung wurde schon im 17. Jahrhun&shy;dert von Christiaan Huyghens vorge&shy;schlagen, da Phäno&shy;mene wie die Beugung mit dem zu dieser Zeit domi&shy;nieren&shy;den Modell der geome&shy;trischen Optik (Licht als Bündel gera&shy;der Lichtstrah&shy;len; oder als Strom von Parti&shy;keln auf gera&shy;der Bahn) nicht erklär&shy;bar waren. Zunächst konnte sich diese Beschrei&shy;bung aber nicht durchset&shy;zen.
Erst als Anfang des 19. Jahrhun&shy;derts Thomas Young seine Doppel&shy;spaltex&shy;peri&shy;mente durchführ&shy;te, wurde die Beschrei&shy;bung des Lichts als Welle unab&shy;weisbar, auch wenn es noch eini&shy;ge Zeit und weite&shy;rer Forschung bedurf&shy;te, bis sich dieses Modell endgül&shy;tig durch&shy;setzte (<bib id='Buchwald 1989a'></bib>).<ref>Seit den For&shy;schun&shy;gen von Max Planck und ins&shy;be&shy;son&shy;de&shy;re seit Ein&shy;steins Vor&shy;schlag ei&shy;ner Er&shy;klä&shy;rung des pho&shy;to&shy;elek&shy;tri&shy;schen Ef&shy;fekts von 1905 wird Licht als Wel&shy;le und Par&shy;ti&shy;kel&shy;strom zu&shy;gleich ver&shy;stan&shy;den; dies ist das Feld der Quan&shy;ten&shy;op&shy;tik, vgl. <bib id='Fox 2006a'></bib>.</ref> Die Wellen&shy;optik erlaubt nicht nur die Erklä&shy;rung der Beugung, sondern auch die der Inter&shy;ferenz, also die Über&shy;lage&shy;rung von Wellen, die wegen der parti&shy;ellen Auslö&shy;schung bzw. Verstär&shy;kung von Wellen zu Inter&shy;ferenz&shy;mustern führt. 1891 stellte der Physi&shy;ker Gabriel Lippmann (Paris) sein Verfah&shy;ren der Inter&shy;ferenz&shy;farbfo&shy;togra&shy;fie vor, das unter Ausnut&shy;zung der Inter&shy;ferenz die Repro&shy;duktion von Farben mithil&shy;fe von hochauf&shy;lösen&shy;den S/W-Foto&shy;emul&shy;sionen (Silber&shy;halo&shy;genid-Emul&shy;sionen) erlaub&shy;te. Dies ist – außer den verschie&shy;denen Formen der Holo&shy;graphie – das einzi&shy;ge medien&shy;techni&shy;sche Verfah&shy;ren, das wellen&shy;opti&shy;sche Effek&shy;te nutzt.<ref>Für die&shy;ses phy&shy;si&shy;ka&shy;lisch ge&shy;nau&shy;es&shy;te Farb&shy;fo&shy;to&shy;ver&shy;fah&shy;ren be&shy;kam er 1908 den No&shy;bel&shy;preis. Das Ver&shy;fah&shy;ren konn&shy;te sich auf&shy;grund ver&shy;schie&shy;de&shy;ner Nach&shy;tei&shy;le (z.B. Nicht-Re&shy;pro&shy;du&shy;zier&shy;bar&shy;keit) aber nicht ge&shy;gen an&shy;de&shy;re Farb&shy;fo&shy;to&shy;ver&shy;fah&shy;ren durch&shy;set&shy;zen (vgl. <bib id='Schröter 2009c'>Schrö&shy;ter 2009</bib>: Ka&shy;pi&shy;tel 4).</ref> 1901 hat der Physi&shy;ker Aimé Cotton zum ersten Mal vorge&shy;schlagen, die Inter&shy;ferenz&shy;muster zweier Lichtwel&shy;lenfron&shy;ten ohne Benut&shy;zung eines Objek&shy;tivs aufzu&shy;zeichnen, was dem Konzept eines Holo&shy;gramms schon sehr nahe kommt (bei Lippmann war die Projek&shy;tion des Objekts auf die Fläche noch der geomet&shy;rischen Optik verpflich&shy;tet).
:
Als eigentlicher ''Erfinder'' der Holo&shy;graphie gilt jedoch Denis Gabor, der 1948 in «Nature» einen kurzen Aufsatz veröf&shy;fentlich&shy;te, in dem es darum ging, die Begren&shy;zung der Auflö&shy;sung von Elek&shy;tronen&shy;mikro&shy;skopen zu umge&shy;hen. Sein Vorschlag war, auf die Linsen (genau&shy;er: Elek&shy;tronen&shy;linsen) zu verzich&shy;ten und die Aufzeich&shy;nung des Inter&shy;ferenz&shy;musters zwischen der einfal&shy;lenden Welle und dem vom Objekt gebeug&shy;ten Teil der Welle (Objekt&shy;welle) zu nutzen, um die ursprüng&shy;liche Objekt&shy;welle später wieder zu rekon&shy;struie&shy;ren. Gabor bekam für dieses Konzept 1971 den Nobel&shy;preis für Physik. Aller&shy;dings war sein Versuch von zwei Proble&shy;men belastet:
:
a. Gabors experimentelle Anordnung hatte eine ''Inline''-Struktur, d.h. die bei der Wellen&shy;frontre&shy;konstruk&shy;tion entste&shy;henden zwei Bilder (reelles und virtu&shy;elles Bild) über&shy;lagern sich, wodurch die Rekon&shy;struktion verun&shy;klart wird.
:
b. Kohärent sind zwei Wellen, wenn sie in einer festen Phasen&shy;bezie&shy;hung zuein&shy;ander stehen. Gabor hatte aber keine wirklich kohä&shy;rente Licht&shy;quelle. Daher konnte er keine sehr guten Inter&shy;ferenz&shy;muster erzeu&shy;gen. Erst mit dem Laser, der ab ca. 1960 völlig unab&shy;hängig von den Forschun&shy;gen Gabors u.a. entstand, steht eine solche Lichtquel&shy;le zur Verfü&shy;gung.
:
[[Datei:Offline-Holo.png|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 1: Off&shy;line-An&shy;ord&shy;nung zur Auf&shy;nah&shy;me ei&shy;nes Ho&shy;lo&shy;gramms]]


1963 er&shy;zeug&shy;ten dann Em&shy;meth Leith und Ju&shy;ris Upat&shy;nieks mit ei&shy;ner ''Off&shy;line''-An&shy;ord&shy;nung (Abb. 1, 2) und La&shy;ser&shy;licht die ers&shy;ten bild&shy;haf&shy;ten Ho&shy;lo&shy;gram&shy;me, die so&shy;fort die größ&shy;te Auf&shy;merk&shy;sam&shy;keit auf sich zo&shy;gen.<ref>In&shy;so&shy;fern die&shy;se Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phien zu ih&shy;rer Er&shy;stel&shy;lung La&shy;ser&shy;licht be&shy;nö&shy;ti&shy;gen, ge&shy;hen sie al&shy;so nicht nur auf die Wel&shy;len-, son&shy;dern auch auf die Quan&shy;ten&shy;op&shy;tik zu&shy;rück.</ref> Ab&shy;bil&shy;dung 1 zeigt, wie die Ob&shy;jekt&shy;wel&shy;le des vom Ob&shy;jekt re&shy;flek&shy;tier&shy;ten (ge&shy;streu&shy;ten) La&shy;ser&shy;lichts vor der hoch&shy;auf&shy;lö&shy;sen&shy;den Ho&shy;lo&shy;gramm-Plat&shy;te mit der Re&shy;fe&shy;renz&shy;wel&shy;le über&shy;la&shy;gert wird. Die Platte speichert kein Bild des Objekts, sondern das Inter&shy;ferenz&shy;muster, das sich visu&shy;ell unter dem Mikro&shy;skop als wirre Anord&shy;nung schwarzer und weißer Linien zeigt.
:
[[Datei:Rekon-Holo.png|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 2: Re&shy;kon&shy;struk&shy;ti&shy;on des Ho&shy;lo&shy;gramms bei ei&shy;ner Off&shy;line-An&shy;ord&shy;nung. Das re&shy;el&shy;le und das vir&shy;tu&shy;el&shy;le Bild wer&shy;den an ver&shy;schie&shy;de&shy;nen Or&shy;ten re&shy;kon&shy;stru&shy;iert und über&shy;la&shy;gern sich al&shy;so nicht.]]
Zur Re&shy;kon&shy;struk&shy;ti&shy;on der ur&shy;sprüng&shy;li&shy;chen Ob&shy;jekt&shy;wel&shy;le wird, wie in Ab&shy;bil&shy;dung 2, das zur Auf&shy;nah&shy;me ver&shy;wen&shy;de&shy;te Licht wie&shy;der durch die Plat&shy;te ge&shy;lei&shy;tet, wo&shy;bei die&shy;se Wel&shy;le an den schwarz/weißen-In&shy;ter&shy;fe&shy;renz&shy;mus&shy;tern ge&shy;beugt und so die ur&shy;sprüng&shy;li&shy;che Ob&shy;jekt&shy;wel&shy;le wie&shy;der her&shy;ge&shy;stellt wird. Es ent&shy;ste&shy;hen ein vir&shy;tu&shy;el&shy;les und ein (pseu&shy;do&shy;sko&shy;pi&shy;sches) re&shy;el&shy;les Bild. Das virtu&shy;elle Bild erscheint als dreidi&shy;mensio&shy;nales Bild der beleuch&shy;teten Seite des Objekts. So erzeug&shy;te Holo&shy;gramme kann man nicht in weißem Licht als holo&shy;graphi&shy;sche Bilder sehen – sondern nur im zur Aufnah&shy;me verwen&shy;deten Laser&shy;licht (Laser-Transmis&shy;sionslicht-Holo&shy;graphie).
:
Es gibt allerdings auch noch andere geome&shy;trische Anord&shy;nungen, um Holo&shy;gramme aufzu&shy;zeichnen (z.B. Denisyuk-Holo&shy;gramme); Verfah&shy;ren, um Holo&shy;gramme herzu&shy;stellen, die man auch in weißem Licht sehen kann (Volu&shy;menho&shy;logram&shy;me, Denisyuk-Holo&shy;gramme gehö&shy;ren etwa dazu; aber auch sog. Regen&shy;bogen&shy;holo&shy;gramme); Verfah&shy;ren, um vollfar&shy;bige Holo&shy;gramme aufzu&shy;nehmen; Verfah&shy;ren, um Holo&shy;gramme mit Compu&shy;tern zu gene&shy;rieren oder Verfah&shy;ren, um Film und Holo&shy;graphie zu verknüp&shy;fen (Multi&shy;plex-Holo&shy;graphie und holo&shy;graphi&shy;scher Film im enge&shy;ren Sinne) und vieles mehr. Sehr ausführ&shy;liche und hilfrei&shy;che Erläu&shy;terun&shy;gen zu all diesen Verfah&shy;ren findet man bei <bib id='Johnston 2006a'>Johns&shy;ton 2006a</bib>. Hier können nur die basa&shy;len Züge holo&shy;graphi&shy;scher Bildlich&shy;keit disku&shy;tiert werden.


=====optional Beispiele=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
==Bildliche Eigen&shy;heiten und Einsatz&shy;gebie&shy;te der Holo&shy;graphie==
Die Holographie, obwohl sie auf foto&shy;chemi&shy;schen Emul&shy;sionen beruht, unter&shy;scheidet sich von konven&shy;tionel&shy;len [[Fotografie|Foto&shy;grafien]] und auch von Stereo&shy;skopien deutlich: Eine Holo&shy;graphie ist im Allge&shy;meinen einfar&shy;big – da sie mit mono&shy;chroma&shy;tischem Licht herge&shy;stellt werden muss.<ref>Es gibt al&shy;ler&shy;dings auch voll&shy;far&shy;bi&shy;ge Ho&shy;lo&shy;gram&shy;me, die un&shy;ter gleich&shy;zei&shy;ti&shy;ger Nut&shy;zung ro&shy;ter, grü&shy;ner und blau&shy;er La&shy;ser her&shy;ge&shy;stellt und re&shy;kon&shy;stru&shy;iert wer&shy;den kön&shy;nen.</ref> Die Holo&shy;graphie stellt meistens iso&shy;lierte Objek&shy;te in einem dunklen Umraum dar, da das Bild in abso&shy;luter Dunkel&shy;heit aufge&shy;nommen werden muss, um zu vermei&shy;den, dass das Inter&shy;ferenz&shy;muster durch Streulicht gestört wird. Holo&shy;graphi&shy;sche Bilder, sind wie die Bilder der Lippman&shy;schen Inter&shy;ferenz-Farbfo&shy;togra&shy;fie iri&shy;deszent, d.h. sie erschei&shy;nen nur aus bestimm&shy;ten Blickwin&shy;keln bzw. können ihre Farbig&shy;keit je nach Blickwin&shy;kel verän&shy;dern (siehe etwa holo&shy;graphi&shy;sche Kopier&shy;schutz&shy;ele&shy;mente auf Bankno&shy;ten). Holo&shy;graphien können außer&shy;ordent&shy;lich plastisch wirken, man kann die abge&shy;bilde&shy;te Seite der Objekte aus verschie&shy;denen Posi&shy;tionen betrach&shy;ten und dabei verschie&shy;dene Aspek&shy;te sehen, man kann – anders als etwa bei Stereo&shy;skopien – auch verschie&shy;dene Bild&shy;ebenen fokus&shy;sieren.<ref>Dass die in der Öf&shy;fent&shy;lich&shy;keit eher be&shy;kann&shy;ten Weiß&shy;licht&shy;ho&shy;lo&shy;gram&shy;me in der Re&shy;gel un&shy;schar&shy;fe Ebe&shy;nen auf&shy;wei&shy;sen liegt da&shy;ran, dass sie ho&shy;lo&shy;gra&shy;phi&shy;sche Ab&shy;bil&shy;dun&shy;gen nur ei&shy;ner Ebe&shy;ne ei&shy;nes ei&shy;gent&shy;lich sehr tief rei&shy;chen&shy;den drei&shy;di&shy;men&shy;si&shy;o&shy;na&shy;len La&shy;ser-Trans&shy;mis&shy;si&shy;ons&shy;licht-Mas&shy;ter&shy;ho&shy;lo&shy;gramms sind.</ref> Das macht Holo&shy;graphien im künstle&shy;rischen Bereich v.a. für [[Installation und Montage|instal&shy;lative]] Strate&shy;gien inte&shy;ressant (vgl. <bib id='Schmid 2009a'></bib>).
:
Es gibt prinzipiell keine holo&shy;graphi&shy;schen ''Nega&shy;tive'', die Bilder sind immer ''Posi&shy;tive'' – da eine Umkeh&shy;rung des Inter&shy;ferenz&shy;musters nichts an seinen Beugungs&shy;eigen&shy;schaften ändert. Auf jeder holo&shy;graphi&shy;schen Platte können durch leichte Verän&shy;derung der Frequenz des kohä&shy;renten Lichts bzw. durch Verän&shy;derung des Einfalls&shy;winkels des Refe&shy;renzstrahls im Prinzip belie&shy;big viele Bilder gespei&shy;chert werden, die sich gegen&shy;seitig nicht stören – das ist genau die Eigen&shy;schaft, welche man seit Jahrzehn&shy;ten als Ausgangs&shy;punkt für holo&shy;graphi&shy;sche Speicher&shy;medien zu nutzen gedenkt.<ref>Zum ge&shy;gen&shy;wär&shy;ti&shy;gen Stand um die HVD (Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phic Ver&shy;sa&shy;tile Disc), sie&shy;he die ent&shy;spre&shy;chen&shy;den Ein&shy;trä&shy;ge bei Wi&shy;ki&shy;pe&shy;dia: [http://de.wikipedia.org/wiki/HVD-ROM HVD-ROM] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Holographischer_Speicher Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phi&shy;scher Spei&shy;cher].</ref> Die aufzu&shy;nehmen&shy;den Objek&shy;te dürfen sich keines&shy;falls bewe&shy;gen, so führt die leises&shy;te Bewe&shy;gung bei der Aufnah&shy;me zur starken Verrau&shy;schung bis völli&shy;gen Zerstö&shy;rung des Musters etc. – aber diese Störan&shy;fällig&shy;keit des Aufzeich&shy;nungspro&shy;zesses ist zugleich Ausgangs&shy;punkt einer wichti&shy;gen Appli&shy;kation der Holo&shy;graphie (s. unten). Aller&shy;dings ist es seit Ende der 1960er Jahre durch eben&shy;so helle wie kurz gepuls&shy;te Laser möglich, auch beweg&shy;te Objek&shy;te, wie etwa leben&shy;de Menschen, aufzu&shy;nehmen.
Aber vor allem: Die Holo&shy;graphie benö&shy;tigt keine Linse. Sie kennt daher keine Proble&shy;me mit abneh&shy;mender Tiefen&shy;schärfe; sie kann nur Objek&shy;te zeigen, die (je nach Abstand) der Größe der Platten entspre&shy;chen, da ohne Linse auch nicht verklei&shy;nert und ver&shy;größert werden kann. In gewis&shy;ser Weise ist ein Holo&shy;gramm selbst eine hochkom&shy;plexe Linse – denn so wie gewöhn&shy;liche Linsen das Licht fokus&shy;sieren, so beugt das Holo&shy;gramm das Licht, um die Wellen&shy;front zu rekon&shy;struieren.
:
Das holographische Bild unter&shy;liegt nicht der geomet&shy;rischen Optik, bzw. der [[Perspektive und Projektion|perspek&shy;tivi&shy;schen Projek&shy;tion]], und der damit gege&shy;benen 1:1-Korre&shy;lation von Bild- und Objekt&shy;punkten – wie sie für ana&shy;loge wie digi&shy;tale [[Fotografie|Foto&shy;grafie]], [[Film|Film]], [[Video|Video]] und sogar für die heute domi&shy;nanten (‘foto&shy;realis&shy;tischen’) Formen der [[Computergraphik|Compu&shy;tergra&shy;phik]] beherr&shy;schend ist. Vielmehr ist jeder Objekt&shy;punkt mit jedem Bildpunkt korre&shy;liert. Das führt zu einer weite&shy;ren eigen&shy;tümli&shy;chen Eigen&shy;schaft des holo&shy;graphi&shy;schen Bildes: Jeder Splitter einer zerbro&shy;chenen Holo&shy;gramm-Platte enthält das gesam&shy;te Bild, wenn auch mit propor&shy;tional zur Teil&shy;größe fallen&shy;der Auflö&shy;sung und einge&shy;schränktem Blick&shy;winkel. Der Infor&shy;mations&shy;gehalt holo&shy;graphi&shy;scher Aufzeich&shy;nungen ist mithin enorm, was noch auf lange Zeit den Versu&shy;chen holo&shy;graphi&shy;sches Fernse&shy;hen zu etab&shy;lieren, im Wege stehen dürfte.
:
Durch ihre zahlreichen eigen&shy;tümli&shy;chen Eigen&shy;schaften stellen holo&shy;graphi&shy;sche Bilder ein erheb&shy;liches Irri&shy;tations&shy;poten&shy;zial für die Medien- wie Kunst- und Bildge&shy;schichte bzw. -theorie dar. In Geschich&shy;ten opti&shy;scher Medien taucht die Holo&shy;graphie nicht auf. Einer&shy;seits könnte das daran liegen, dass die meisten Formen von Medien-, Kunst- und Bildwis&shy;senschaft um das System der [[Massenmedien|Massen&shy;medien]] bzw. das Kunstsys&shy;tem<ref>Im Kunst&shy;sys&shy;tem blieb die Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phie im&shy;mer eher rand&shy;stän&shy;dig, vgl. <bib id='Schröter 2009c'>Schrö&shy;ter 2009c</bib>: 285-307. Ein schö&shy;ner Ka&shy;ta&shy;log ho&shy;lo&shy;gra&shy;phisch-künst&shy;le&shy;ri&shy;scher Ar&shy;bei&shy;ten ist <bib id='Jung 2003a'></bib>.</ref> (Luhmann) zentriert bleiben und daher Verwen&shy;dungswei&shy;sen techno&shy;logi&shy;scher Bildme&shy;dien außer&shy;halb dieser Systeme kaum in den Blick nehmen. Ande&shy;rerseits finden sich oft metho&shy;dische Voraus&shy;setzun&shy;gen, die die Holo&shy;graphie von vorne&shy;herein exklu&shy;dieren. So schreibt Friedrich Kittler in seinem Buch «Opti&shy;sche Medien» über „Linsen&shy;syste&shy;me, wie alle opti&shy;schen Medien bis heute sie voraus[setzen]“ (<bib id='Kittler 2002b'></bib>: 85) – unter einer solchen Prämis&shy;se kann das linsen&shy;lose Bild der Holo&shy;graphie nicht Gegen&shy;stand werden.
Das ist umso proble&shy;mati&shy;scher, als verschie&shy;dene Formen holo&shy;graphi&shy;scher Bilder in zahlrei&shy;chen, wichti&shy;gen Gebie&shy;ten einge&shy;setzt werden.
:
a. Die Störanfälligkeit des Aufzeich&shy;nungs- und Rekon&shy;struktions&shy;prozes&shy;ses kann genutzt werden, um die inne&shy;ren Eigen&shy;schaften und Spannungs&shy;zustän&shy;de von Bautei&shy;len und ande&shy;ren Mate&shy;rialien sehr genau zu ana&shy;lysie&shy;ren (Holo-Inter&shy;fero&shy;metrie).
:
b. Da die Wellenoptik epistemo&shy;logisch die geome&shy;trische Optik einschließt, können wellen&shy;opti&shy;sche Medien alle auf geomet&shy;rischer Optik basie&shy;renden Bildtech&shy;nolo&shy;gien ein&shy;schließen, aber umge&shy;kehrt können auf geomet&shy;rischer Optik basie&shy;rende Bildtech&shy;nolo&shy;gien nicht die wellen&shy;opti&shy;schen Techno&shy;logien ein&shy;schließen, d.h.:
:
b.1 Es gibt die Möglichkeit, komple&shy;xe geome&shy;trisch-opti&shy;sche Anord&shy;nungen (Linsen&shy;syste&shy;me) holo&shy;graphisch abzu&shy;bilden (‘Holo&shy;graphisch-Opti&shy;sche Ele&shy;mente’), was bedeu&shy;tet sie platzspa&shy;rend nutzen zu können. Dies kann z.B. für opti&shy;sche Syste&shy;me in Satel&shy;liten wichtig sein und wird auch in manchen Formen alltäg&shy;licher Scanner&shy;kassen einge&shy;setzt. Mit compu&shy;terge&shy;nerier&shy;ten Holo&shy;grammen können über&shy;dies opti&shy;sche Syste&shy;me erzeugt werden, die nicht physi&shy;kalisch, also mit Linsen&shy;syste&shy;men, herstell&shy;bar sind.
:
b.2 Viele Eigenschaften wellen&shy;opti&shy;scher Bilder (Iri&shy;deszenz, dreidi&shy;mensio&shy;naler Bildein&shy;druck) sind mit geome&shy;trisch-opti&shy;schen Techno&shy;logien (z.B. den opti&shy;schen Syste&shy;men in Foto&shy;kopie&shy;rern) nicht repro&shy;duzier&shy;bar, daher haben Holo&shy;graphien (und auch die Lippmann-Foto&shy;grafie) ein wichti&shy;ges Einsatz&shy;feld auf dem Gebiet der Echtheits&shy;siche&shy;rung (Holo&shy;gramme auf Geldschei&shy;nen, Kredit&shy;karten, staatli&shy;chen Doku&shy;menten, Origi&shy;nalver&shy;packun&shy;gen etc., vgl. <bib id='Schröter 2009d'></bib>; <bib id='Schröter 2010b'></bib>). In diesem Bereich sind holo&shy;graphi&shy;sche Bilder ganz alltäg&shy;lich und in ständi&shy;gem “massen&shy;media&shy;lem” Einsatz, nur sind sie weniger an die Sinne der Menschen gerich&shy;tet. Vor diesem Hinter&shy;grund können manche Einsät&shy;ze der Holo&shy;graphie ein guter Beleg für die Diffe&shy;renz opti&shy;scher (auf opti&shy;schem Wissen beru&shy;hender) und visu&shy;eller (an die visu&shy;ellen Sinne gerich&shy;teter) Medien sein.




=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====
==Holographische [[Visuelle und multimodale Metaphern|Meta&shy;phorik]]==
Die eigentümlichen Eigen&shy;schaften der Holo&shy;graphie haben immer wieder und auf verschie&shy;dene Weise ihre Nutzung als Meta&shy;pher nahe&shy;gelegt. So wurde sie
:
a. Metapher für den vollen&shy;deten Illu&shy;sionis&shy;mus, in dem die Bildlich&shy;keit sich selbst aufhebt (was auch immer wieder als Argu&shy;ment gegen ihre Kunstwür&shy;digkeit verwen&shy;det wurde). In popu&shy;lären Science Fiction-Forma&shy;ten wie «Star Trek – The Next Generation» spielen Bezeichnungen wie das »Holo&shy;deck« – eine fikti&shy;ve techni&shy;sche Vorrich&shy;tung, die eben einen solchen vollen&shy;deten Illu&shy;sionis&shy;mus ermög&shy;licht – auf die Holo&shy;graphie an.
:
b. Metapher für andere Formen der Speiche&shy;rung bzw. des Gedächt&shy;nisses, die eine Tota&shy;lität zu speichern vermö&shy;gen. Stefan Rieger (<bib id='Rieger 2009a'></bib>) hat heraus&shy;gear&shy;beitet, wie die Holo&shy;graphie zur Meta&shy;pher eines All-Gedächt&shy;nisses wurde. Inte&shy;ressan&shy;terwei&shy;se ist die Eigen&shy;schaft der Holo&shy;graphie, auf einem zweidi&shy;mensio&shy;nalen Bildträ&shy;ger die Infor&shy;mation über die dreidi&shy;mensio&shy;nale Struktur eines Objekts speichern zu können, inzwi&shy;schen auch zur Meta&shy;pher in neue&shy;ren Ansät&shy;zen kosmo&shy;logi&shy;scher Forschung geworden – die dreidi&shy;mensio&shy;nale Welt, die wir erleben, ist dann in gewis&shy;ser Weise auf einem zweidi&shy;mensio&shy;nalen “Hori&shy;zont” gespeichert (vgl. <bib id='Bousso 2002a'></bib>, siehe dort die Fußnote 1, wo Bousso expli&shy;zit auf den meta&shy;phori&shy;schen Charak&shy;ter seiner Bezug&shy;nahme auf die Holo&shy;graphie eingeht). Dann wäre das holo&shy;graphi&shy;sche Bild Meta&shy;pher der Welt über&shy;haupt.


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
{{GlossarSiehe}}
* [[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie]]
* [[Computergraphik]]
* [[Film]]
* [[Fotografie]]
* [[Installation und Montage]]
* [[Massenmedien]]
* [[Perspektive und Projektion]]
* [[Technische Medien]]
* [[Video]]
* [[Visuelle und multimodale Metaphern]]


<!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern-->
<!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern-->
<!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt -->
<!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt -->
<!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliogryphy-Seite eingetragen sein-->
<!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein-->
<!-- ... dazu den "Sammlung"-Link im Literaturkasten verwenden -->
<!-- ... dazu den "Sammlung"-Link im Literaturkasten verwenden -->
{{GlosTab2}}
{{GlosTab2}}
{{GlosTab3}}
{{GlosTab3}}
''Ausgabe 1: 2013''
{{GlosTab4}}
''Verantwortlich:''  
''Verantwortlich:''  


<!--in der folgenden Zeile XXX durch Benutzernamen ersetzen-->
* [[Benutzer:Jens Schröter|Schröter, Jens ]]
[[Benutzer:XXX]]
 
{{GlosTab4}}
''Lektorat:''
* [[Benutzer:Dimitri Liebsch|Liebsch, Dimitri]]
 
{{GlosDank}}
* Benjamin Beil für die Durchsicht des Textes
{{GlosTab5}}
<!--den Schluß nicht verändern-->
<!--den Schluß nicht verändern-->
{{GlosEnd}}
{{GlosEndB}}
<!--Das war's-->
<!--Das war's-->

Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Bildmedien


Definition und Gliederung

Die Holographie ist das Verfah­ren, die Inter­ferenz­muster, welche sich bei der Über­lage­rung von zwei kohä­renten Wellen­fronten erge­ben, aufzu­zeichnen. Die foto­grafi­sche Aufzeich­nung dieser Muster wird Holo­gramm genannt. Ein solches Holo­gramm erlaubt die Rekon­struktion der Objekt­welle, d.h. eines dreidi­mensio­nalen Bildes des aufge­zeichne­ten Gegen­standes. Dieses unge­wöhnli­che Verfah­ren wurde um 1948 von Denis Gabor theore­tisch entwor­fen. Seit der Entwick­lung des Laser­lichts Anfang der 1960er Jahre kommt es in zahlrei­chen, keines­wegs nur im enge­ren Sinne bildli­chen, Verfah­ren zum Einsatz. Die holo­graphi­schen Bilder weichen in vieler­lei Hinsicht von allen ande­ren bekann­ten techni­schen Bildern ab und waren bislang kaum Gegen­stand der kunst-, medien- oder bildwis­senschaft­lichen Forschung (vgl. aber neuer­dings [Rieger & Schröter 2009a]Rieger, Stefan & Schröter, Jens (Hg.) (2009): Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
).


Geschichte und Verfah­ren[1]

Die epistemologische Bedingung der Möglic­hkeit der Holo­graphie liegt in der Beschrei­bung des Lichts als transver­saler Wellen­front, also in der Wellen­optik. Diese Beschrei­bung wurde schon im 17. Jahrhun­dert von Christiaan Huyghens vorge­schlagen, da Phäno­mene wie die Beugung mit dem zu dieser Zeit domi­nieren­den Modell der geome­trischen Optik (Licht als Bündel gera­der Lichtstrah­len; oder als Strom von Parti­keln auf gera­der Bahn) nicht erklär­bar waren. Zunächst konnte sich diese Beschrei­bung aber nicht durchset­zen. Erst als Anfang des 19. Jahrhun­derts Thomas Young seine Doppel­spaltex­peri­mente durchführ­te, wurde die Beschrei­bung des Lichts als Welle unab­weisbar, auch wenn es noch eini­ge Zeit und weite­rer Forschung bedurf­te, bis sich dieses Modell endgül­tig durch­setzte ([Buchwald 1989a]Buchwald, Jed Z. (1989): The Rise of the Wave Theory of Light. University of Chicago Press, Chicago.
).[2] Die Wellen­optik erlaubt nicht nur die Erklä­rung der Beugung, sondern auch die der Inter­ferenz, also die Über­lage­rung von Wellen, die wegen der parti­ellen Auslö­schung bzw. Verstär­kung von Wellen zu Inter­ferenz­mustern führt. 1891 stellte der Physi­ker Gabriel Lippmann (Paris) sein Verfah­ren der Inter­ferenz­farbfo­togra­fie vor, das unter Ausnut­zung der Inter­ferenz die Repro­duktion von Farben mithil­fe von hochauf­lösen­den S/W-Foto­emul­sionen (Silber­halo­genid-Emul­sionen) erlaub­te. Dies ist – außer den verschie­denen Formen der Holo­graphie – das einzi­ge medien­techni­sche Verfah­ren, das wellen­opti­sche Effek­te nutzt.[3] 1901 hat der Physi­ker Aimé Cotton zum ersten Mal vorge­schlagen, die Inter­ferenz­muster zweier Lichtwel­lenfron­ten ohne Benut­zung eines Objek­tivs aufzu­zeichnen, was dem Konzept eines Holo­gramms schon sehr nahe kommt (bei Lippmann war die Projek­tion des Objekts auf die Fläche noch der geomet­rischen Optik verpflich­tet).

Als eigentlicher Erfinder der Holo­graphie gilt jedoch Denis Gabor, der 1948 in «Nature» einen kurzen Aufsatz veröf­fentlich­te, in dem es darum ging, die Begren­zung der Auflö­sung von Elek­tronen­mikro­skopen zu umge­hen. Sein Vorschlag war, auf die Linsen (genau­er: Elek­tronen­linsen) zu verzich­ten und die Aufzeich­nung des Inter­ferenz­musters zwischen der einfal­lenden Welle und dem vom Objekt gebeug­ten Teil der Welle (Objekt­welle) zu nutzen, um die ursprüng­liche Objekt­welle später wieder zu rekon­struie­ren. Gabor bekam für dieses Konzept 1971 den Nobel­preis für Physik. Aller­dings war sein Versuch von zwei Proble­men belastet:

a. Gabors experimentelle Anordnung hatte eine Inline-Struktur, d.h. die bei der Wellen­frontre­konstruk­tion entste­henden zwei Bilder (reelles und virtu­elles Bild) über­lagern sich, wodurch die Rekon­struktion verun­klart wird.

b. Kohärent sind zwei Wellen, wenn sie in einer festen Phasen­bezie­hung zuein­ander stehen. Gabor hatte aber keine wirklich kohä­rente Licht­quelle. Daher konnte er keine sehr guten Inter­ferenz­muster erzeu­gen. Erst mit dem Laser, der ab ca. 1960 völlig unab­hängig von den Forschun­gen Gabors u.a. entstand, steht eine solche Lichtquel­le zur Verfü­gung.

Ab­bil­dung 1: Off­line-An­ord­nung zur Auf­nah­me ei­nes Ho­lo­gramms

1963 er­zeug­ten dann Em­meth Leith und Ju­ris Upat­nieks mit ei­ner Off­line-An­ord­nung (Abb. 1, 2) und La­ser­licht die ers­ten bild­haf­ten Ho­lo­gram­me, die so­fort die größ­te Auf­merk­sam­keit auf sich zo­gen.[4] Ab­bil­dung 1 zeigt, wie die Ob­jekt­wel­le des vom Ob­jekt re­flek­tier­ten (ge­streu­ten) La­ser­lichts vor der hoch­auf­lö­sen­den Ho­lo­gramm-Plat­te mit der Re­fe­renz­wel­le über­la­gert wird. Die Platte speichert kein Bild des Objekts, sondern das Inter­ferenz­muster, das sich visu­ell unter dem Mikro­skop als wirre Anord­nung schwarzer und weißer Linien zeigt.

Ab­bil­dung 2: Re­kon­struk­ti­on des Ho­lo­gramms bei ei­ner Off­line-An­ord­nung. Das re­el­le und das vir­tu­el­le Bild wer­den an ver­schie­de­nen Or­ten re­kon­stru­iert und über­la­gern sich al­so nicht.

Zur Re­kon­struk­ti­on der ur­sprüng­li­chen Ob­jekt­wel­le wird, wie in Ab­bil­dung 2, das zur Auf­nah­me ver­wen­de­te Licht wie­der durch die Plat­te ge­lei­tet, wo­bei die­se Wel­le an den schwarz/weißen-In­ter­fe­renz­mus­tern ge­beugt und so die ur­sprüng­li­che Ob­jekt­wel­le wie­der her­ge­stellt wird. Es ent­ste­hen ein vir­tu­el­les und ein (pseu­do­sko­pi­sches) re­el­les Bild. Das virtu­elle Bild erscheint als dreidi­mensio­nales Bild der beleuch­teten Seite des Objekts. So erzeug­te Holo­gramme kann man nicht in weißem Licht als holo­graphi­sche Bilder sehen – sondern nur im zur Aufnah­me verwen­deten Laser­licht (Laser-Transmis­sionslicht-Holo­graphie).

Es gibt allerdings auch noch andere geome­trische Anord­nungen, um Holo­gramme aufzu­zeichnen (z.B. Denisyuk-Holo­gramme); Verfah­ren, um Holo­gramme herzu­stellen, die man auch in weißem Licht sehen kann (Volu­menho­logram­me, Denisyuk-Holo­gramme gehö­ren etwa dazu; aber auch sog. Regen­bogen­holo­gramme); Verfah­ren, um vollfar­bige Holo­gramme aufzu­nehmen; Verfah­ren, um Holo­gramme mit Compu­tern zu gene­rieren oder Verfah­ren, um Film und Holo­graphie zu verknüp­fen (Multi­plex-Holo­graphie und holo­graphi­scher Film im enge­ren Sinne) und vieles mehr. Sehr ausführ­liche und hilfrei­che Erläu­terun­gen zu all diesen Verfah­ren findet man bei [Johnston 2006a]Johnston, Sean (2006): Holographic Visions. A History of New Science. Oxford University Press, Oxford.
. Hier können nur die basa­len Züge holo­graphi­scher Bildlich­keit disku­tiert werden.


Bildliche Eigen­heiten und Einsatz­gebie­te der Holo­graphie

Die Holographie, obwohl sie auf foto­chemi­schen Emul­sionen beruht, unter­scheidet sich von konven­tionel­len Foto­grafien und auch von Stereo­skopien deutlich: Eine Holo­graphie ist im Allge­meinen einfar­big – da sie mit mono­chroma­tischem Licht herge­stellt werden muss.[5] Die Holo­graphie stellt meistens iso­lierte Objek­te in einem dunklen Umraum dar, da das Bild in abso­luter Dunkel­heit aufge­nommen werden muss, um zu vermei­den, dass das Inter­ferenz­muster durch Streulicht gestört wird. Holo­graphi­sche Bilder, sind wie die Bilder der Lippman­schen Inter­ferenz-Farbfo­togra­fie iri­deszent, d.h. sie erschei­nen nur aus bestimm­ten Blickwin­keln bzw. können ihre Farbig­keit je nach Blickwin­kel verän­dern (siehe etwa holo­graphi­sche Kopier­schutz­ele­mente auf Bankno­ten). Holo­graphien können außer­ordent­lich plastisch wirken, man kann die abge­bilde­te Seite der Objekte aus verschie­denen Posi­tionen betrach­ten und dabei verschie­dene Aspek­te sehen, man kann – anders als etwa bei Stereo­skopien – auch verschie­dene Bild­ebenen fokus­sieren.[6] Das macht Holo­graphien im künstle­rischen Bereich v.a. für instal­lative Strate­gien inte­ressant (vgl. [Schmid 2009a]Schmid, Gabriele (2009): Zwischen Bildern. Die holographische Installation als Handlungsfeld. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
).

Es gibt prinzipiell keine holo­graphi­schen Nega­tive, die Bilder sind immer Posi­tive – da eine Umkeh­rung des Inter­ferenz­musters nichts an seinen Beugungs­eigen­schaften ändert. Auf jeder holo­graphi­schen Platte können durch leichte Verän­derung der Frequenz des kohä­renten Lichts bzw. durch Verän­derung des Einfalls­winkels des Refe­renzstrahls im Prinzip belie­big viele Bilder gespei­chert werden, die sich gegen­seitig nicht stören – das ist genau die Eigen­schaft, welche man seit Jahrzehn­ten als Ausgangs­punkt für holo­graphi­sche Speicher­medien zu nutzen gedenkt.[7] Die aufzu­nehmen­den Objek­te dürfen sich keines­falls bewe­gen, so führt die leises­te Bewe­gung bei der Aufnah­me zur starken Verrau­schung bis völli­gen Zerstö­rung des Musters etc. – aber diese Störan­fällig­keit des Aufzeich­nungspro­zesses ist zugleich Ausgangs­punkt einer wichti­gen Appli­kation der Holo­graphie (s. unten). Aller­dings ist es seit Ende der 1960er Jahre durch eben­so helle wie kurz gepuls­te Laser möglich, auch beweg­te Objek­te, wie etwa leben­de Menschen, aufzu­nehmen. Aber vor allem: Die Holo­graphie benö­tigt keine Linse. Sie kennt daher keine Proble­me mit abneh­mender Tiefen­schärfe; sie kann nur Objek­te zeigen, die (je nach Abstand) der Größe der Platten entspre­chen, da ohne Linse auch nicht verklei­nert und ver­größert werden kann. In gewis­ser Weise ist ein Holo­gramm selbst eine hochkom­plexe Linse – denn so wie gewöhn­liche Linsen das Licht fokus­sieren, so beugt das Holo­gramm das Licht, um die Wellen­front zu rekon­struieren.

Das holographische Bild unter­liegt nicht der geomet­rischen Optik, bzw. der perspek­tivi­schen Projek­tion, und der damit gege­benen 1:1-Korre­lation von Bild- und Objekt­punkten – wie sie für ana­loge wie digi­tale Foto­grafie, Film, Video und sogar für die heute domi­nanten (‘foto­realis­tischen’) Formen der Compu­tergra­phik beherr­schend ist. Vielmehr ist jeder Objekt­punkt mit jedem Bildpunkt korre­liert. Das führt zu einer weite­ren eigen­tümli­chen Eigen­schaft des holo­graphi­schen Bildes: Jeder Splitter einer zerbro­chenen Holo­gramm-Platte enthält das gesam­te Bild, wenn auch mit propor­tional zur Teil­größe fallen­der Auflö­sung und einge­schränktem Blick­winkel. Der Infor­mations­gehalt holo­graphi­scher Aufzeich­nungen ist mithin enorm, was noch auf lange Zeit den Versu­chen holo­graphi­sches Fernse­hen zu etab­lieren, im Wege stehen dürfte.

Durch ihre zahlreichen eigen­tümli­chen Eigen­schaften stellen holo­graphi­sche Bilder ein erheb­liches Irri­tations­poten­zial für die Medien- wie Kunst- und Bildge­schichte bzw. -theorie dar. In Geschich­ten opti­scher Medien taucht die Holo­graphie nicht auf. Einer­seits könnte das daran liegen, dass die meisten Formen von Medien-, Kunst- und Bildwis­senschaft um das System der Massen­medien bzw. das Kunstsys­tem[8] (Luhmann) zentriert bleiben und daher Verwen­dungswei­sen techno­logi­scher Bildme­dien außer­halb dieser Systeme kaum in den Blick nehmen. Ande­rerseits finden sich oft metho­dische Voraus­setzun­gen, die die Holo­graphie von vorne­herein exklu­dieren. So schreibt Friedrich Kittler in seinem Buch «Opti­sche Medien» über „Linsen­syste­me, wie alle opti­schen Medien bis heute sie voraus[setzen]“ ([Kittler 2002b]Kittler, Friedrich (2002): Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999. Merve, Berlin.
: 85) – unter einer solchen Prämis­se kann das linsen­lose Bild der Holo­graphie nicht Gegen­stand werden. Das ist umso proble­mati­scher, als verschie­dene Formen holo­graphi­scher Bilder in zahlrei­chen, wichti­gen Gebie­ten einge­setzt werden.

a. Die Störanfälligkeit des Aufzeich­nungs- und Rekon­struktions­prozes­ses kann genutzt werden, um die inne­ren Eigen­schaften und Spannungs­zustän­de von Bautei­len und ande­ren Mate­rialien sehr genau zu ana­lysie­ren (Holo-Inter­fero­metrie).

b. Da die Wellenoptik epistemo­logisch die geome­trische Optik einschließt, können wellen­opti­sche Medien alle auf geomet­rischer Optik basie­renden Bildtech­nolo­gien ein­schließen, aber umge­kehrt können auf geomet­rischer Optik basie­rende Bildtech­nolo­gien nicht die wellen­opti­schen Techno­logien ein­schließen, d.h.:

b.1 Es gibt die Möglichkeit, komple­xe geome­trisch-opti­sche Anord­nungen (Linsen­syste­me) holo­graphisch abzu­bilden (‘Holo­graphisch-Opti­sche Ele­mente’), was bedeu­tet sie platzspa­rend nutzen zu können. Dies kann z.B. für opti­sche Syste­me in Satel­liten wichtig sein und wird auch in manchen Formen alltäg­licher Scanner­kassen einge­setzt. Mit compu­terge­nerier­ten Holo­grammen können über­dies opti­sche Syste­me erzeugt werden, die nicht physi­kalisch, also mit Linsen­syste­men, herstell­bar sind.

b.2 Viele Eigenschaften wellen­opti­scher Bilder (Iri­deszenz, dreidi­mensio­naler Bildein­druck) sind mit geome­trisch-opti­schen Techno­logien (z.B. den opti­schen Syste­men in Foto­kopie­rern) nicht repro­duzier­bar, daher haben Holo­graphien (und auch die Lippmann-Foto­grafie) ein wichti­ges Einsatz­feld auf dem Gebiet der Echtheits­siche­rung (Holo­gramme auf Geldschei­nen, Kredit­karten, staatli­chen Doku­menten, Origi­nalver­packun­gen etc., vgl. [Schröter 2009d]Schröter, Jens (2009): Das holographische Wissen und die Nicht-Reproduzierbarkeit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
; [Schröter 2010b]Schröter, Jens (2010): Das Zeitalter der technischen Nicht-Reproduzierbarkeit. Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, 10, 1.
). In diesem Bereich sind holo­graphi­sche Bilder ganz alltäg­lich und in ständi­gem “massen­media­lem” Einsatz, nur sind sie weniger an die Sinne der Menschen gerich­tet. Vor diesem Hinter­grund können manche Einsät­ze der Holo­graphie ein guter Beleg für die Diffe­renz opti­scher (auf opti­schem Wissen beru­hender) und visu­eller (an die visu­ellen Sinne gerich­teter) Medien sein.


Holographische Meta­phorik

Die eigentümlichen Eigen­schaften der Holo­graphie haben immer wieder und auf verschie­dene Weise ihre Nutzung als Meta­pher nahe­gelegt. So wurde sie

a. Metapher für den vollen­deten Illu­sionis­mus, in dem die Bildlich­keit sich selbst aufhebt (was auch immer wieder als Argu­ment gegen ihre Kunstwür­digkeit verwen­det wurde). In popu­lären Science Fiction-Forma­ten wie «Star Trek – The Next Generation» spielen Bezeichnungen wie das »Holo­deck« – eine fikti­ve techni­sche Vorrich­tung, die eben einen solchen vollen­deten Illu­sionis­mus ermög­licht – auf die Holo­graphie an.

b. Metapher für andere Formen der Speiche­rung bzw. des Gedächt­nisses, die eine Tota­lität zu speichern vermö­gen. Stefan Rieger ([Rieger 2009a]Rieger, Stefan (2009): Holographie. Das Versprechen der Ganzheit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
) hat heraus­gear­beitet, wie die Holo­graphie zur Meta­pher eines All-Gedächt­nisses wurde. Inte­ressan­terwei­se ist die Eigen­schaft der Holo­graphie, auf einem zweidi­mensio­nalen Bildträ­ger die Infor­mation über die dreidi­mensio­nale Struktur eines Objekts speichern zu können, inzwi­schen auch zur Meta­pher in neue­ren Ansät­zen kosmo­logi­scher Forschung geworden – die dreidi­mensio­nale Welt, die wir erleben, ist dann in gewis­ser Weise auf einem zweidi­mensio­nalen “Hori­zont” gespeichert (vgl. [Bousso 2002a]Bousso, Raphael (2002): The Holographic Principle. Reviews of Modern Physics, 74.
, siehe dort die Fußnote 1, wo Bousso expli­zit auf den meta­phori­schen Charak­ter seiner Bezug­nahme auf die Holo­graphie eingeht). Dann wäre das holo­graphi­sche Bild Meta­pher der Welt über­haupt.

Anmerkungen
  1. ↑ Vgl. zum Fol­gen­den vor al­lem [Johnston 2006a]Johnston, Sean (2006): Holographic Visions. A History of New Science. Oxford University Press, Oxford.
    und auch [Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.
    , S. 239-261.
  2. ↑ Seit den For­schun­gen von Max Planck und ins­be­son­de­re seit Ein­steins Vor­schlag ei­ner Er­klä­rung des pho­to­elek­tri­schen Ef­fekts von 1905 wird Licht als Wel­le und Par­ti­kel­strom zu­gleich ver­stan­den; dies ist das Feld der Quan­ten­op­tik, vgl. [Fox 2006a]Fox, Mark (2006): Quantum Optics. An Introduction. Cambridge University Press, Oxford.
    .
  3. ↑ Für die­ses phy­si­ka­lisch ge­nau­es­te Farb­fo­to­ver­fah­ren be­kam er 1908 den No­bel­preis. Das Ver­fah­ren konn­te sich auf­grund ver­schie­de­ner Nach­tei­le (z.B. Nicht-Re­pro­du­zier­bar­keit) aber nicht ge­gen an­de­re Farb­fo­to­ver­fah­ren durch­set­zen (vgl. [Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.
    : Ka­pi­tel 4).
  4. ↑ In­so­fern die­se Ho­lo­gra­phien zu ih­rer Er­stel­lung La­ser­licht be­nö­ti­gen, ge­hen sie al­so nicht nur auf die Wel­len-, son­dern auch auf die Quan­ten­op­tik zu­rück.
  5. ↑ Es gibt al­ler­dings auch voll­far­bi­ge Ho­lo­gram­me, die un­ter gleich­zei­ti­ger Nut­zung ro­ter, grü­ner und blau­er La­ser her­ge­stellt und re­kon­stru­iert wer­den kön­nen.
  6. ↑ Dass die in der Öf­fent­lich­keit eher be­kann­ten Weiß­licht­ho­lo­gram­me in der Re­gel un­schar­fe Ebe­nen auf­wei­sen liegt da­ran, dass sie ho­lo­gra­phi­sche Ab­bil­dun­gen nur ei­ner Ebe­ne ei­nes ei­gent­lich sehr tief rei­chen­den drei­di­men­si­o­na­len La­ser-Trans­mis­si­ons­licht-Mas­ter­ho­lo­gramms sind.
  7. ↑ Zum ge­gen­wär­ti­gen Stand um die HVD (Ho­lo­gra­phic Ver­sa­tile Disc), sie­he die ent­spre­chen­den Ein­trä­ge bei Wi­ki­pe­dia: HVD-ROM und Ho­lo­gra­phi­scher Spei­cher.
  8. ↑ Im Kunst­sys­tem blieb die Ho­lo­gra­phie im­mer eher rand­stän­dig, vgl. [Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.
    : 285-307. Ein schö­ner Ka­ta­log ho­lo­gra­phisch-künst­le­ri­scher Ar­bei­ten ist [Jung 2003a]Jung, Dieter (Hg.) (2003): Holographic Network. Rasch, Bramsche.
    .
Literatur
[Bousso 2002a]Bousso, Raphael (2002): The Holographic Principle. Reviews of Modern Physics, 74.[Buchwald 1989a]Buchwald, Jed Z. (1989): The Rise of the Wave Theory of Light. University of Chicago Press, Chicago.[Fox 2006a]Fox, Mark (2006): Quantum Optics. An Introduction. Cambridge University Press, Oxford.[Johnston 2006a]Johnston, Sean (2006): Holographic Visions. A History of New Science. Oxford University Press, Oxford.[Jung 2003a]Jung, Dieter (Hg.) (2003): Holographic Network. Rasch, Bramsche.[Kittler 2002b]Kittler, Friedrich (2002): Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999. Merve, Berlin.[Rieger & Schröter 2009a]Rieger, Stefan & Schröter, Jens (Hg.) (2009): Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Rieger 2009a]Rieger, Stefan (2009): Holographie. Das Versprechen der Ganzheit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Schmid 2009a]Schmid, Gabriele (2009): Zwischen Bildern. Die holographische Installation als Handlungsfeld. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.[Schröter 2009d]Schröter, Jens (2009): Das holographische Wissen und die Nicht-Reproduzierbarkeit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Schröter 2010b]Schröter, Jens (2010): Das Zeitalter der technischen Nicht-Reproduzierbarkeit. Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, 10, 1.

Ausgabe 1: 2013

Verantwortlich:

Lektorat:

Dank an die konstruktiven Beiträge von:

  • Benjamin Beil für die Durchsicht des Textes

Zitierhinweis:

Schröter, Jens (2013). Hologramm. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Hologramm].