Hologramm: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Simon Ruschmeyer (Diskussion | Beiträge)
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=====Definition und Gliederung=====
==Definition und Gliederung==
 
Die Holographie ist das Verfah&shy;ren, die Inter&shy;ferenz&shy;muster, welche sich bei der Über&shy;lage&shy;rung von zwei kohä&shy;renten Wellen&shy;fronten erge&shy;ben, aufzu&shy;zeichnen. Die foto&shy;grafi&shy;sche Aufzeich&shy;nung dieser Muster wird Holo&shy;gramm genannt. Ein solches Holo&shy;gramm erlaubt die Rekon&shy;struktion der ''Objekt&shy;welle'', d.h. eines dreidi&shy;mensio&shy;nalen Bildes des aufge&shy;zeichne&shy;ten Gegen&shy;standes. Dieses unge&shy;wöhnli&shy;che Verfah&shy;ren wurde um 1948 von Denis Gabor theore&shy;tisch entwor&shy;fen. Seit der Entwick&shy;lung des Laser&shy;lichts Anfang der 1960er Jahre kommt es in zahlrei&shy;chen, keines&shy;wegs nur im enge&shy;ren Sinne bildli&shy;chen, Verfah&shy;ren zum Einsatz. Die holo&shy;graphi&shy;schen Bilder weichen in vieler&shy;lei Hinsicht von allen ande&shy;ren bekann&shy;ten [[Technische Medien|techni&shy;schen]] Bildern ab und waren bislang kaum Gegen&shy;stand der kunst-, medien- oder [[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie|bildwis&shy;senschaft&shy;lichen]] Forschung (vgl. aber neuer&shy;dings <bib id='Rieger & Schröter 2009a'></bib>).
Die Holographie ist das Verfahren, die Interferenzmuster, welche sich bei der Überlagerung von zwei kohärenten Wellenfronten ergeben, aufzuzeichnen. Die fotografische Aufzeichnung dieser Muster wird Hologramm genannt. Ein solches Hologramm erlaubt die Rekonstruktion der ‚Objektwelle‘, d.h. eines dreidimensionalen Bildes des aufgezeichneten Gegenstandes. Dieses ungewöhnliche Verfahren wurde um 1948 von Denis Gabor theoretisch entworfen. Seit der Entwicklung des Laserlichts Anfang der 1960er Jahre kommt es in zahlreichen, keineswegs nur im engeren Sinne bildlichen, Verfahren zum Einsatz. Die holographischen Bilder weichen in vielerlei Hinsicht von allen anderen bekannten technischen Bildern ab und waren bislang kaum Gegenstand der kunst-, oder medien- oder bildwissenschaftlichen Forschung (vgl. aber neuerdings <bib id='Rieger, Schröter 2009a'></bib>).
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Im Folgenden wird zunächst in der gebotenen Kürze Geschichte und Verfahren der Holographie skizziert (2). In (3) wird es um die Bildlichkeit der Hologramme gehen, zudem werden einige der verschiedenen Einsatzgebiete holographischer Bilder angedeutet: Holo-Interferometrie, HOEs, Kopierschutz. In (4) schließlich wird ein kurzer Blick auf die holographische Metaphorik geworfen.-->
Im Folgenden wird zunächst in der gebotenen Kürze Geschichte und Verfahren der Holographie skizziert (2). In (3) wird es um die Bildlichkeit der Hologramme gehen, zudem werden einige der verschiedenen Einsatzgebiete holographischer Bilder angedeutet: Holo-Interferometrie, HOEs, Kopierschutz. In (4) schließlich wird ein kurzer Blick auf die holographische Metaphorik geworfen.
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=====Geschichte und Verfahren<ref>Vgl. zum Folgenden v.a. <bib id='Johnston_2006a'></bib> und auch <bib id='Schröter 2009c'></bib>: 239-261.
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Die epistemologische Bedingung der Möglichkeit der Holographie liegt in der Beschreibung des Lichts als transversaler Wellenfront, also in der Wellenoptik. Diese Beschreibung wurde schon im 17. Jahrhundert von Christiaan Huyghens vorgeschlagen, da Phänomene wie die Beugung mit dem zu dieser Zeit dominierenden Modell der geometrischen Optik (Licht als Bündel gerader Lichtstrahlen; oder als Strom von Partikeln auf gerader Bahn) nicht erklärbar waren. Zunächst konnte sich diese Beschreibung aber nicht durchsetzen.
Erst als Anfang des 19. Jahrhunderts Thomas Young seine Doppelspaltexperimente durchführte, wurde die Beschreibung des Lichts als Welle unabweisbar, auch wenn es noch einige Zeit und weiterer Forschung bedurfte, bis sich dieses Modell endgültig durchsetzte (<bib id='Buchwald 1989a'></bib>).<ref>Seit den Forschungen von Max Planck und insbesondere seit Einsteins Vorschlag einer Erklärung des photo¬elektrischen Effekts von 1905 wird Licht als Welle und Partikelstrom zugleich verstanden; dies ist das Feld der Quantenoptik, vgl. <bib id='Fox 2006a'></bib>.</ref> Die Wellenoptik erlaubt nicht nur die Erklärung der Beugung, sondern auch die der Interferenz, also die Überlagerung von Wellen, die wegen der partiellen Auslöschung bzw. Verstärkung von Wellen zu Interferenzmustern führt. 1891 stellte der Physiker Gabriel Lippmann (Paris) sein Verfahren der Interferenzfarbfotografie vor, das unter Ausnutzung der Interferenz die Reproduktion von Farben mithilfe von hochauflösenden S/W-Fotoemulsionen (Silberhalogenid-Emulsionen) erlaubte. Dies ist – außer den verschiedenen Formen der Holographie – das einzige medientechnische Verfahren, das wellenoptische Effekte nutzt. Für dieses physikalisch genaueste Farbfotoverfahren bekam er 1908 den Nobelpreis. Das Verfahren konnte sich aufgrund verschiedener Nachteile (z.B. Nicht-Reproduzierbarkeit) aber nicht gegen andere Farbfotoverfahren durchsetzen (vgl. <bib id='Schröter 2009c'></bib>: Kapitel 4). 1901 hat der Physiker Aimé Cotton zum ersten Mal vorgeschlagen, die Interferenzmuster zweier Lichtwellenfronten ohne Benutzung eines Objektivs aufzuzeichnen, was dem Konzept eines Hologramms schon sehr nahe kommt (bei Lippmann war die Projektion des Objekts auf die Fläche noch der geometrischen Optik verpflichtet).
 
Als eigentlicher ‚Erfinder‘ der Holographie gilt jedoch Denis Gabor, der 1948 in Nature einen kurzen Aufsatz veröffentlichte, in dem es darum ging, die Begrenzung der Auflösung von Elektronenmikroskopen zu umgehen. Sein Vorschlag war, auf die Linsen (genauer: Elektronenlinsen) zu verzichten und die Aufzeichnung des Interferenzmusters zwischen der einfallenden Welle und dem vom Objekt gebeugten Teil der Welle (Objektwelle) zu nutzen, um die ursprüngliche Objektwelle später wieder zu rekonstruieren. Gabor bekam für dieses Konzept 1971 den Nobelpreis für Physik. Allerdings war sein Versuch von zwei Problemen belastet:  
 
a. Gabors experimentelle Anordnung hatte eine ‚in-line‘-Struktur, d.h. die bei der Wellenfrontrekonstruktion entstehenden zwei Bilder (reelles und virtuelles Bild) überlagern sich, wodurch die Rekonstruktion verunklart wird.
 
b. Kohärent sind zwei Wellen, wenn sie in einer festen Phasenbeziehung zueinander stehen. Gabor hatte aber keine wirklich kohärente Lichtquelle. Daher konnte er keine sehr guten Interferenzmuster erzeugen. Erst mit dem Laser, der ab ca. 1960 völlig unabhängig von den Forschungen Gabors u.a. entstand, steht eine solche Lichtquelle zur Verfügung.
 
1963 erzeugten dann Emmeth Leith und Juris Upatnieks mit einer Offline-Anordnung (Abb. 1, 2) und Laserlicht die ersten bildhaften Hologramme, die sofort die größte Aufmerksamkeit auf sich zogen.<ref>Insofern diese Holographien zu ihrer Erstellung Laserlicht benötigen, gehen sie also nicht nur auf die Wellen-, sondern auch auf die Quantenoptik zurück.</ref> Abb. 1 zeigt, wie die Objektwelle des vom Objekt reflektierten (gestreuten) Laserlichts vor der hochauflösenden Hologramm-Platte mit der Referenzwelle überlagert wird. Die Platte speichert kein Bild des Objekts, sondern das Interferenzmuster, das sich visuell unter dem Mikroskop als wirre Anordnung schwarzer und weißer Linien zeigt. Zur Rekonstruktion der ursprünglichen Objektelle wird, wie in Abb. 2, das zur Aufnahme verwendete Licht wieder durch die Platte geleitet, wobei diese Welle an den schwarz/weißen-Interferenzmustern gebeugt und so die ursprüngliche Objektwelle wieder hergestellt wird. Es entstehen ein virtuelles und ein (pseudoskopisches) reelles Bild. Das virtuelle Bild erscheint als dreidimensionales Bild der beleuchteten Seite des Objekts. So erzeugte Hologramme kann man nicht in weißem Licht als holographische Bilder sehen – sondern nur im zur Aufnahme verwendeten Laserlicht (Laser-Transmissionslicht-Holographie).


Abb. 1 Offline-Anordnung zur Aufnahme eines Hologramms.


Abb. 2 Rekonstruktion des Hologramms bei einer Offline-Anordnung. Das reelle und das virtuelle Bild werden an verschiedenen Orten rekonstruiert und überlagern sich also nicht.
==Geschichte und Verfah&shy;ren<ref>Vgl. zum Fol&shy;gen&shy;den vor al&shy;lem <bib id='Johnston 2006a'>John&shy;ston 2006a</bib> und auch <bib id='Schröter 2009c'>Schrö&shy;ter 2009c</bib>, S. 239-261.
</ref>==
Die epistemologische Bedingung der Möglic&shy;hkeit der Holo&shy;graphie liegt in der Beschrei&shy;bung des Lichts als transver&shy;saler Wellen&shy;front, also in der Wellen&shy;optik. Diese Beschrei&shy;bung wurde schon im 17. Jahrhun&shy;dert von Christiaan Huyghens vorge&shy;schlagen, da Phäno&shy;mene wie die Beugung mit dem zu dieser Zeit domi&shy;nieren&shy;den Modell der geome&shy;trischen Optik (Licht als Bündel gera&shy;der Lichtstrah&shy;len; oder als Strom von Parti&shy;keln auf gera&shy;der Bahn) nicht erklär&shy;bar waren. Zunächst konnte sich diese Beschrei&shy;bung aber nicht durchset&shy;zen.
Erst als Anfang des 19. Jahrhun&shy;derts Thomas Young seine Doppel&shy;spaltex&shy;peri&shy;mente durchführ&shy;te, wurde die Beschrei&shy;bung des Lichts als Welle unab&shy;weisbar, auch wenn es noch eini&shy;ge Zeit und weite&shy;rer Forschung bedurf&shy;te, bis sich dieses Modell endgül&shy;tig durch&shy;setzte (<bib id='Buchwald 1989a'></bib>).<ref>Seit den For&shy;schun&shy;gen von Max Planck und ins&shy;be&shy;son&shy;de&shy;re seit Ein&shy;steins Vor&shy;schlag ei&shy;ner Er&shy;klä&shy;rung des pho&shy;to&shy;elek&shy;tri&shy;schen Ef&shy;fekts von 1905 wird Licht als Wel&shy;le und Par&shy;ti&shy;kel&shy;strom zu&shy;gleich ver&shy;stan&shy;den; dies ist das Feld der Quan&shy;ten&shy;op&shy;tik, vgl. <bib id='Fox 2006a'></bib>.</ref> Die Wellen&shy;optik erlaubt nicht nur die Erklä&shy;rung der Beugung, sondern auch die der Inter&shy;ferenz, also die Über&shy;lage&shy;rung von Wellen, die wegen der parti&shy;ellen Auslö&shy;schung bzw. Verstär&shy;kung von Wellen zu Inter&shy;ferenz&shy;mustern führt. 1891 stellte der Physi&shy;ker Gabriel Lippmann (Paris) sein Verfah&shy;ren der Inter&shy;ferenz&shy;farbfo&shy;togra&shy;fie vor, das unter Ausnut&shy;zung der Inter&shy;ferenz die Repro&shy;duktion von Farben mithil&shy;fe von hochauf&shy;lösen&shy;den S/W-Foto&shy;emul&shy;sionen (Silber&shy;halo&shy;genid-Emul&shy;sionen) erlaub&shy;te. Dies ist – außer den verschie&shy;denen Formen der Holo&shy;graphie – das einzi&shy;ge medien&shy;techni&shy;sche Verfah&shy;ren, das wellen&shy;opti&shy;sche Effek&shy;te nutzt.<ref>Für die&shy;ses phy&shy;si&shy;ka&shy;lisch ge&shy;nau&shy;es&shy;te Farb&shy;fo&shy;to&shy;ver&shy;fah&shy;ren be&shy;kam er 1908 den No&shy;bel&shy;preis. Das Ver&shy;fah&shy;ren konn&shy;te sich auf&shy;grund ver&shy;schie&shy;de&shy;ner Nach&shy;tei&shy;le (z.B. Nicht-Re&shy;pro&shy;du&shy;zier&shy;bar&shy;keit) aber nicht ge&shy;gen an&shy;de&shy;re Farb&shy;fo&shy;to&shy;ver&shy;fah&shy;ren durch&shy;set&shy;zen (vgl. <bib id='Schröter 2009c'>Schrö&shy;ter 2009</bib>: Ka&shy;pi&shy;tel 4).</ref> 1901 hat der Physi&shy;ker Aimé Cotton zum ersten Mal vorge&shy;schlagen, die Inter&shy;ferenz&shy;muster zweier Lichtwel&shy;lenfron&shy;ten ohne Benut&shy;zung eines Objek&shy;tivs aufzu&shy;zeichnen, was dem Konzept eines Holo&shy;gramms schon sehr nahe kommt (bei Lippmann war die Projek&shy;tion des Objekts auf die Fläche noch der geomet&shy;rischen Optik verpflich&shy;tet).
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Als eigentlicher ''Erfinder'' der Holo&shy;graphie gilt jedoch Denis Gabor, der 1948 in «Nature» einen kurzen Aufsatz veröf&shy;fentlich&shy;te, in dem es darum ging, die Begren&shy;zung der Auflö&shy;sung von Elek&shy;tronen&shy;mikro&shy;skopen zu umge&shy;hen. Sein Vorschlag war, auf die Linsen (genau&shy;er: Elek&shy;tronen&shy;linsen) zu verzich&shy;ten und die Aufzeich&shy;nung des Inter&shy;ferenz&shy;musters zwischen der einfal&shy;lenden Welle und dem vom Objekt gebeug&shy;ten Teil der Welle (Objekt&shy;welle) zu nutzen, um die ursprüng&shy;liche Objekt&shy;welle später wieder zu rekon&shy;struie&shy;ren. Gabor bekam für dieses Konzept 1971 den Nobel&shy;preis für Physik. Aller&shy;dings war sein Versuch von zwei Proble&shy;men belastet:
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a. Gabors experimentelle Anordnung hatte eine ''Inline''-Struktur, d.h. die bei der Wellen&shy;frontre&shy;konstruk&shy;tion entste&shy;henden zwei Bilder (reelles und virtu&shy;elles Bild) über&shy;lagern sich, wodurch die Rekon&shy;struktion verun&shy;klart wird.
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b. Kohärent sind zwei Wellen, wenn sie in einer festen Phasen&shy;bezie&shy;hung zuein&shy;ander stehen. Gabor hatte aber keine wirklich kohä&shy;rente Licht&shy;quelle. Daher konnte er keine sehr guten Inter&shy;ferenz&shy;muster erzeu&shy;gen. Erst mit dem Laser, der ab ca. 1960 völlig unab&shy;hängig von den Forschun&shy;gen Gabors u.a. entstand, steht eine solche Lichtquel&shy;le zur Verfü&shy;gung.
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[[Datei:Offline-Holo.png|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 1: Off&shy;line-An&shy;ord&shy;nung zur Auf&shy;nah&shy;me ei&shy;nes Ho&shy;lo&shy;gramms]]


Es gibt allerdings auch noch andere geometrische Anordnungen, um Hologramme aufzuzeichnen (z.B. Denisyuk-Hologramme); Verfahren, um Hologramme herzustellen, die man auch in weißem Licht sehen kann (Volumenhologramme, Denisyuk-Hologramme gehören etwa dazu; aber auch sog. Regenbogenhologramme); Verfahren, um vollfarbige Hologramme aufzunehmen; Verfahren, um Hologramme mit Computern zu generieren oder Verfahren, um Film und Holographie zu verknüpfen (Multiplex-Holographie und holographischer Film im engeren Sinne) u.v.m. Sehr ausführliche und hilfreiche Erläuterungen zu all diesen Verfahren findet man bei Johnston (2006). Hier können nur die basalen Züge holographischer Bildlichkeit diskutiert werden.
1963 er&shy;zeug&shy;ten dann Em&shy;meth Leith und Ju&shy;ris Upat&shy;nieks mit ei&shy;ner ''Off&shy;line''-An&shy;ord&shy;nung (Abb. 1, 2) und La&shy;ser&shy;licht die ers&shy;ten bild&shy;haf&shy;ten Ho&shy;lo&shy;gram&shy;me, die so&shy;fort die größ&shy;te Auf&shy;merk&shy;sam&shy;keit auf sich zo&shy;gen.<ref>In&shy;so&shy;fern die&shy;se Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phien zu ih&shy;rer Er&shy;stel&shy;lung La&shy;ser&shy;licht be&shy;nö&shy;ti&shy;gen, ge&shy;hen sie al&shy;so nicht nur auf die Wel&shy;len-, son&shy;dern auch auf die Quan&shy;ten&shy;op&shy;tik zu&shy;rück.</ref> Ab&shy;bil&shy;dung 1 zeigt, wie die Ob&shy;jekt&shy;wel&shy;le des vom Ob&shy;jekt re&shy;flek&shy;tier&shy;ten (ge&shy;streu&shy;ten) La&shy;ser&shy;lichts vor der hoch&shy;auf&shy;lö&shy;sen&shy;den Ho&shy;lo&shy;gramm-Plat&shy;te mit der Re&shy;fe&shy;renz&shy;wel&shy;le über&shy;la&shy;gert wird. Die Platte speichert kein Bild des Objekts, sondern das Inter&shy;ferenz&shy;muster, das sich visu&shy;ell unter dem Mikro&shy;skop als wirre Anord&shy;nung schwarzer und weißer Linien zeigt.
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[[Datei:Rekon-Holo.png|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 2: Re&shy;kon&shy;struk&shy;ti&shy;on des Ho&shy;lo&shy;gramms bei ei&shy;ner Off&shy;line-An&shy;ord&shy;nung. Das re&shy;el&shy;le und das vir&shy;tu&shy;el&shy;le Bild wer&shy;den an ver&shy;schie&shy;de&shy;nen Or&shy;ten re&shy;kon&shy;stru&shy;iert und über&shy;la&shy;gern sich al&shy;so nicht.]]
Zur Re&shy;kon&shy;struk&shy;ti&shy;on der ur&shy;sprüng&shy;li&shy;chen Ob&shy;jekt&shy;wel&shy;le wird, wie in Ab&shy;bil&shy;dung 2, das zur Auf&shy;nah&shy;me ver&shy;wen&shy;de&shy;te Licht wie&shy;der durch die Plat&shy;te ge&shy;lei&shy;tet, wo&shy;bei die&shy;se Wel&shy;le an den schwarz/weißen-In&shy;ter&shy;fe&shy;renz&shy;mus&shy;tern ge&shy;beugt und so die ur&shy;sprüng&shy;li&shy;che Ob&shy;jekt&shy;wel&shy;le wie&shy;der her&shy;ge&shy;stellt wird. Es ent&shy;ste&shy;hen ein vir&shy;tu&shy;el&shy;les und ein (pseu&shy;do&shy;sko&shy;pi&shy;sches) re&shy;el&shy;les Bild. Das virtu&shy;elle Bild erscheint als dreidi&shy;mensio&shy;nales Bild der beleuch&shy;teten Seite des Objekts. So erzeug&shy;te Holo&shy;gramme kann man nicht in weißem Licht als holo&shy;graphi&shy;sche Bilder sehen – sondern nur im zur Aufnah&shy;me verwen&shy;deten Laser&shy;licht (Laser-Transmis&shy;sionslicht-Holo&shy;graphie).
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Es gibt allerdings auch noch andere geome&shy;trische Anord&shy;nungen, um Holo&shy;gramme aufzu&shy;zeichnen (z.B. Denisyuk-Holo&shy;gramme); Verfah&shy;ren, um Holo&shy;gramme herzu&shy;stellen, die man auch in weißem Licht sehen kann (Volu&shy;menho&shy;logram&shy;me, Denisyuk-Holo&shy;gramme gehö&shy;ren etwa dazu; aber auch sog. Regen&shy;bogen&shy;holo&shy;gramme); Verfah&shy;ren, um vollfar&shy;bige Holo&shy;gramme aufzu&shy;nehmen; Verfah&shy;ren, um Holo&shy;gramme mit Compu&shy;tern zu gene&shy;rieren oder Verfah&shy;ren, um Film und Holo&shy;graphie zu verknüp&shy;fen (Multi&shy;plex-Holo&shy;graphie und holo&shy;graphi&shy;scher Film im enge&shy;ren Sinne) und vieles mehr. Sehr ausführ&shy;liche und hilfrei&shy;che Erläu&shy;terun&shy;gen zu all diesen Verfah&shy;ren findet man bei <bib id='Johnston 2006a'>Johns&shy;ton 2006a</bib>. Hier können nur die basa&shy;len Züge holo&shy;graphi&shy;scher Bildlich&shy;keit disku&shy;tiert werden.




=====Bildliche Eigenheiten und Einsatzgebiete der Holographie=====
==Bildliche Eigen&shy;heiten und Einsatz&shy;gebie&shy;te der Holo&shy;graphie==
Die Holographie, obwohl sie auf foto&shy;chemi&shy;schen Emul&shy;sionen beruht, unter&shy;scheidet sich von konven&shy;tionel&shy;len [[Fotografie|Foto&shy;grafien]] und auch von Stereo&shy;skopien deutlich: Eine Holo&shy;graphie ist im Allge&shy;meinen einfar&shy;big – da sie mit mono&shy;chroma&shy;tischem Licht herge&shy;stellt werden muss.<ref>Es gibt al&shy;ler&shy;dings auch voll&shy;far&shy;bi&shy;ge Ho&shy;lo&shy;gram&shy;me, die un&shy;ter gleich&shy;zei&shy;ti&shy;ger Nut&shy;zung ro&shy;ter, grü&shy;ner und blau&shy;er La&shy;ser her&shy;ge&shy;stellt und re&shy;kon&shy;stru&shy;iert wer&shy;den kön&shy;nen.</ref> Die Holo&shy;graphie stellt meistens iso&shy;lierte Objek&shy;te in einem dunklen Umraum dar, da das Bild in abso&shy;luter Dunkel&shy;heit aufge&shy;nommen werden muss, um zu vermei&shy;den, dass das Inter&shy;ferenz&shy;muster durch Streulicht gestört wird. Holo&shy;graphi&shy;sche Bilder, sind wie die Bilder der Lippman&shy;schen Inter&shy;ferenz-Farbfo&shy;togra&shy;fie iri&shy;deszent, d.h. sie erschei&shy;nen nur aus bestimm&shy;ten Blickwin&shy;keln bzw. können ihre Farbig&shy;keit je nach Blickwin&shy;kel verän&shy;dern (siehe etwa holo&shy;graphi&shy;sche Kopier&shy;schutz&shy;ele&shy;mente auf Bankno&shy;ten). Holo&shy;graphien können außer&shy;ordent&shy;lich plastisch wirken, man kann die abge&shy;bilde&shy;te Seite der Objekte aus verschie&shy;denen Posi&shy;tionen betrach&shy;ten und dabei verschie&shy;dene Aspek&shy;te sehen, man kann – anders als etwa bei Stereo&shy;skopien – auch verschie&shy;dene Bild&shy;ebenen fokus&shy;sieren.<ref>Dass die in der Öf&shy;fent&shy;lich&shy;keit eher be&shy;kann&shy;ten Weiß&shy;licht&shy;ho&shy;lo&shy;gram&shy;me in der Re&shy;gel un&shy;schar&shy;fe Ebe&shy;nen auf&shy;wei&shy;sen liegt da&shy;ran, dass sie ho&shy;lo&shy;gra&shy;phi&shy;sche Ab&shy;bil&shy;dun&shy;gen nur ei&shy;ner Ebe&shy;ne ei&shy;nes ei&shy;gent&shy;lich sehr tief rei&shy;chen&shy;den drei&shy;di&shy;men&shy;si&shy;o&shy;na&shy;len La&shy;ser-Trans&shy;mis&shy;si&shy;ons&shy;licht-Mas&shy;ter&shy;ho&shy;lo&shy;gramms sind.</ref> Das macht Holo&shy;graphien im künstle&shy;rischen Bereich v.a. für [[Installation und Montage|instal&shy;lative]] Strate&shy;gien inte&shy;ressant (vgl. <bib id='Schmid 2009a'></bib>).
:
Es gibt prinzipiell keine holo&shy;graphi&shy;schen ''Nega&shy;tive'', die Bilder sind immer ''Posi&shy;tive'' – da eine Umkeh&shy;rung des Inter&shy;ferenz&shy;musters nichts an seinen Beugungs&shy;eigen&shy;schaften ändert. Auf jeder holo&shy;graphi&shy;schen Platte können durch leichte Verän&shy;derung der Frequenz des kohä&shy;renten Lichts bzw. durch Verän&shy;derung des Einfalls&shy;winkels des Refe&shy;renzstrahls im Prinzip belie&shy;big viele Bilder gespei&shy;chert werden, die sich gegen&shy;seitig nicht stören – das ist genau die Eigen&shy;schaft, welche man seit Jahrzehn&shy;ten als Ausgangs&shy;punkt für holo&shy;graphi&shy;sche Speicher&shy;medien zu nutzen gedenkt.<ref>Zum ge&shy;gen&shy;wär&shy;ti&shy;gen Stand um die HVD (Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phic Ver&shy;sa&shy;tile Disc), sie&shy;he die ent&shy;spre&shy;chen&shy;den Ein&shy;trä&shy;ge bei Wi&shy;ki&shy;pe&shy;dia: [http://de.wikipedia.org/wiki/HVD-ROM HVD-ROM] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Holographischer_Speicher Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phi&shy;scher Spei&shy;cher].</ref> Die aufzu&shy;nehmen&shy;den Objek&shy;te dürfen sich keines&shy;falls bewe&shy;gen, so führt die leises&shy;te Bewe&shy;gung bei der Aufnah&shy;me zur starken Verrau&shy;schung bis völli&shy;gen Zerstö&shy;rung des Musters etc. – aber diese Störan&shy;fällig&shy;keit des Aufzeich&shy;nungspro&shy;zesses ist zugleich Ausgangs&shy;punkt einer wichti&shy;gen Appli&shy;kation der Holo&shy;graphie (s. unten). Aller&shy;dings ist es seit Ende der 1960er Jahre durch eben&shy;so helle wie kurz gepuls&shy;te Laser möglich, auch beweg&shy;te Objek&shy;te, wie etwa leben&shy;de Menschen, aufzu&shy;nehmen.
Aber vor allem: Die Holo&shy;graphie benö&shy;tigt keine Linse. Sie kennt daher keine Proble&shy;me mit abneh&shy;mender Tiefen&shy;schärfe; sie kann nur Objek&shy;te zeigen, die (je nach Abstand) der Größe der Platten entspre&shy;chen, da ohne Linse auch nicht verklei&shy;nert und ver&shy;größert werden kann. In gewis&shy;ser Weise ist ein Holo&shy;gramm selbst eine hochkom&shy;plexe Linse – denn so wie gewöhn&shy;liche Linsen das Licht fokus&shy;sieren, so beugt das Holo&shy;gramm das Licht, um die Wellen&shy;front zu rekon&shy;struieren.
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Das holographische Bild unter&shy;liegt nicht der geomet&shy;rischen Optik, bzw. der [[Perspektive und Projektion|perspek&shy;tivi&shy;schen Projek&shy;tion]], und der damit gege&shy;benen 1:1-Korre&shy;lation von Bild- und Objekt&shy;punkten – wie sie für ana&shy;loge wie digi&shy;tale [[Fotografie|Foto&shy;grafie]], [[Film|Film]], [[Video|Video]] und sogar für die heute domi&shy;nanten (‘foto&shy;realis&shy;tischen’) Formen der [[Computergraphik|Compu&shy;tergra&shy;phik]] beherr&shy;schend ist. Vielmehr ist jeder Objekt&shy;punkt mit jedem Bildpunkt korre&shy;liert. Das führt zu einer weite&shy;ren eigen&shy;tümli&shy;chen Eigen&shy;schaft des holo&shy;graphi&shy;schen Bildes: Jeder Splitter einer zerbro&shy;chenen Holo&shy;gramm-Platte enthält das gesam&shy;te Bild, wenn auch mit propor&shy;tional zur Teil&shy;größe fallen&shy;der Auflö&shy;sung und einge&shy;schränktem Blick&shy;winkel. Der Infor&shy;mations&shy;gehalt holo&shy;graphi&shy;scher Aufzeich&shy;nungen ist mithin enorm, was noch auf lange Zeit den Versu&shy;chen holo&shy;graphi&shy;sches Fernse&shy;hen zu etab&shy;lieren, im Wege stehen dürfte.
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Durch ihre zahlreichen eigen&shy;tümli&shy;chen Eigen&shy;schaften stellen holo&shy;graphi&shy;sche Bilder ein erheb&shy;liches Irri&shy;tations&shy;poten&shy;zial für die Medien- wie Kunst- und Bildge&shy;schichte bzw. -theorie dar. In Geschich&shy;ten opti&shy;scher Medien taucht die Holo&shy;graphie nicht auf. Einer&shy;seits könnte das daran liegen, dass die meisten Formen von Medien-, Kunst- und Bildwis&shy;senschaft um das System der [[Massenmedien|Massen&shy;medien]] bzw. das Kunstsys&shy;tem<ref>Im Kunst&shy;sys&shy;tem blieb die Ho&shy;lo&shy;gra&shy;phie im&shy;mer eher rand&shy;stän&shy;dig, vgl. <bib id='Schröter 2009c'>Schrö&shy;ter 2009c</bib>: 285-307. Ein schö&shy;ner Ka&shy;ta&shy;log ho&shy;lo&shy;gra&shy;phisch-künst&shy;le&shy;ri&shy;scher Ar&shy;bei&shy;ten ist <bib id='Jung 2003a'></bib>.</ref> (Luhmann) zentriert bleiben und daher Verwen&shy;dungswei&shy;sen techno&shy;logi&shy;scher Bildme&shy;dien außer&shy;halb dieser Systeme kaum in den Blick nehmen. Ande&shy;rerseits finden sich oft metho&shy;dische Voraus&shy;setzun&shy;gen, die die Holo&shy;graphie von vorne&shy;herein exklu&shy;dieren. So schreibt Friedrich Kittler in seinem Buch «Opti&shy;sche Medien» über „Linsen&shy;syste&shy;me, wie alle opti&shy;schen Medien bis heute sie voraus[setzen]“ (<bib id='Kittler 2002b'></bib>: 85) – unter einer solchen Prämis&shy;se kann das linsen&shy;lose Bild der Holo&shy;graphie nicht Gegen&shy;stand werden.
Das ist umso proble&shy;mati&shy;scher, als verschie&shy;dene Formen holo&shy;graphi&shy;scher Bilder in zahlrei&shy;chen, wichti&shy;gen Gebie&shy;ten einge&shy;setzt werden.
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a. Die Störanfälligkeit des Aufzeich&shy;nungs- und Rekon&shy;struktions&shy;prozes&shy;ses kann genutzt werden, um die inne&shy;ren Eigen&shy;schaften und Spannungs&shy;zustän&shy;de von Bautei&shy;len und ande&shy;ren Mate&shy;rialien sehr genau zu ana&shy;lysie&shy;ren (Holo-Inter&shy;fero&shy;metrie).
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b. Da die Wellenoptik epistemo&shy;logisch die geome&shy;trische Optik einschließt, können wellen&shy;opti&shy;sche Medien alle auf geomet&shy;rischer Optik basie&shy;renden Bildtech&shy;nolo&shy;gien ein&shy;schließen, aber umge&shy;kehrt können auf geomet&shy;rischer Optik basie&shy;rende Bildtech&shy;nolo&shy;gien nicht die wellen&shy;opti&shy;schen Techno&shy;logien ein&shy;schließen, d.h.:
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b.1 Es gibt die Möglichkeit, komple&shy;xe geome&shy;trisch-opti&shy;sche Anord&shy;nungen (Linsen&shy;syste&shy;me) holo&shy;graphisch abzu&shy;bilden (‘Holo&shy;graphisch-Opti&shy;sche Ele&shy;mente’), was bedeu&shy;tet sie platzspa&shy;rend nutzen zu können. Dies kann z.B. für opti&shy;sche Syste&shy;me in Satel&shy;liten wichtig sein und wird auch in manchen Formen alltäg&shy;licher Scanner&shy;kassen einge&shy;setzt. Mit compu&shy;terge&shy;nerier&shy;ten Holo&shy;grammen können über&shy;dies opti&shy;sche Syste&shy;me erzeugt werden, die nicht physi&shy;kalisch, also mit Linsen&shy;syste&shy;men, herstell&shy;bar sind.
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b.2 Viele Eigenschaften wellen&shy;opti&shy;scher Bilder (Iri&shy;deszenz, dreidi&shy;mensio&shy;naler Bildein&shy;druck) sind mit geome&shy;trisch-opti&shy;schen Techno&shy;logien (z.B. den opti&shy;schen Syste&shy;men in Foto&shy;kopie&shy;rern) nicht repro&shy;duzier&shy;bar, daher haben Holo&shy;graphien (und auch die Lippmann-Foto&shy;grafie) ein wichti&shy;ges Einsatz&shy;feld auf dem Gebiet der Echtheits&shy;siche&shy;rung (Holo&shy;gramme auf Geldschei&shy;nen, Kredit&shy;karten, staatli&shy;chen Doku&shy;menten, Origi&shy;nalver&shy;packun&shy;gen etc., vgl. <bib id='Schröter 2009d'></bib>; <bib id='Schröter 2010b'></bib>). In diesem Bereich sind holo&shy;graphi&shy;sche Bilder ganz alltäg&shy;lich und in ständi&shy;gem “massen&shy;media&shy;lem” Einsatz, nur sind sie weniger an die Sinne der Menschen gerich&shy;tet. Vor diesem Hinter&shy;grund können manche Einsät&shy;ze der Holo&shy;graphie ein guter Beleg für die Diffe&shy;renz opti&shy;scher (auf opti&shy;schem Wissen beru&shy;hender) und visu&shy;eller (an die visu&shy;ellen Sinne gerich&shy;teter) Medien sein.


Die Holographie, obwohl sie auf fotochemischen Emulsionen beruht, unterscheidet sich von konventionellen Fotografien und auch von Stereoskopien deutlich: Eine Holographie ist im Allgemeinen einfarbig – da sie mit monochromatischem Licht hergestellt werden muss.<ref>Es gibt allerdings auch vollfarbige Hologramme, die unter gleichzeitiger Nutzung roter, grüner und blauer Laser hergestellt und rekonstruiert werden können.</ref> Die Holographie stellt meistens isolierte Objekte in einem dunklen Umraum dar, da das Bild in absoluter Dunkelheit aufgenommen werden muss, um zu vermeiden, dass das Interferenzmuster durch Streulicht gestört wird. Holographische Bilder, sind wie die Bilder der Lippmanschen Interferenz-Farbfotografie irideszent, d.h. sie erscheinen nur aus bestimmten Blickwinkeln bzw. können ihre Farbigkeit je nach Blickwinkel verändern (siehe etwa holo­graphische Kopierschutzelemente auf Banknoten). Holographien können außerordentlich plastisch wirken, man kann die abgebildete Seite der Objekte aus verschiedenen Positionen betrachten und dabei verschiedene Aspekte sehen, man kann – anders als etwa bei Stereoskopien – auch verschiedene Bildebenen fokussieren.<ref>Dass die in der Öffentlichkeit eher bekannten Weißlichthologramme in der Regel unscharfe Ebenen aufweisen, liegt daran, dass sie holographische Abbildungen nur einer Ebene eines eigentlich sehr tief reichenden dreidi-mensionalen Laser-Transmissionslicht-Masterhologramms sind.</ref> Das macht Holographien im künstlerischen Bereich v.a. für installative Strategien interessant (vgl. <bib id='Schmid 2009a'></bib>).


Es gibt prinzipiell keine holographischen ‚Negative‘, die Bilder sind immer ‚Positive‘ – da eine Umkehrung des Interferenzmusters nichts an seinen Beugungseigenschaften ändert. Auf jeder holographischen Platte können durch leichte Veränderung der Frequenz des kohärenten Lichts bzw. durch Veränderung des Einfallswinkels des Referenzstrahls im Prinzip beliebig viele Bilder gespeichert werden, die sich gegenseitig nicht stören – das ist genau die Eigenschaft, welche man seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt für holographische Speichermedien zu nutzen gedenkt.<ref>Zum gegenwärtigen Stand um die HVD (Holographic Versatile Disc), siehe die entsprechenden Einträge bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/HVD-ROM und http://de.wikipedia.org/wiki/Holographischer_Speicher, 12.08.2010.</ref> Die aufzunehmenden Objekte dürfen sich keinesfalls bewegen, so führt die leiseste Bewegung bei der Aufnahme zur starken Verrauschung bis völligen Zerstörung des Musters etc. – aber diese Störanfälligkeit des Aufzeichnungsprozesses ist zugleich Ausgangspunkt einer wichtigen Applikationen der Holographie (s.u.). Allerdings ist es seit Ende der 1960er-Jahre durch ebenso helle wie kurz gepulste Laser möglich, auch bewegte Objekte, wie etwa lebende Menschen, aufzunehmen.
==Holographische [[Visuelle und multimodale Metaphern|Meta&shy;phorik]]==
Aber vor allem: Die Holographie benötigt keine Linse. Sie kennt daher keine Probleme mit abnehmender Tiefenschärfe; sie kann nur Objekte zeigen, die (je nach Abstand) der Größe der Platten entsprechen, da ohne Linse auch nicht verkleinert und vergrößert werden kann. In gewisser Weise ist ein Hologramm selbst eine hochkomplexe Linse – denn so wie gewöhnliche Linsen das Licht fokussieren, so beugt das Hologramm das Licht, um die Wellenfront zu rekonstruieren.
Die eigentümlichen Eigen&shy;schaften der Holo&shy;graphie haben immer wieder und auf verschie&shy;dene Weise ihre Nutzung als Meta&shy;pher nahe&shy;gelegt. So wurde sie
 
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Das holographische Bild unterliegt nicht der geometrischen Optik, bzw. der perspektivischen Projektion, und der damit gegebenen 1:1-Korrelation von Bild- und Objektpunkten – wie sie für analoge wie digitale Fotografie, Film, Video und sogar für die heute dominanten (‚fotorealistischen‘) Formen der Computergrafik beherrschend ist. Vielmehr ist jeder Objektpunkt mit jedem Bildpunkt korreliert. Das führt zu einer weiteren eigentümlichen Eigenschaft des holographischen Bildes: Jeder Splitter einer zerbrochenen Hologramm-Platte enthält das gesamte Bild, wenn auch mit proportional zur Teilgröße fallender Auflösung und eingeschränktem Blickwinkel. Der Informationsgehalt holographischer Aufzeichnungen ist mithin enorm, was noch auf lange Zeit den Versuchen holographisches Fernsehen zu etablieren, im Wege stehen dürfte.
a. Metapher für den vollen&shy;deten Illu&shy;sionis&shy;mus, in dem die Bildlich&shy;keit sich selbst aufhebt (was auch immer wieder als Argu&shy;ment gegen ihre Kunstwür&shy;digkeit verwen&shy;det wurde). In popu&shy;lären Science Fiction-Forma&shy;ten wie «Star Trek – The Next Generation» spielen Bezeichnungen wie das »Holo&shy;deck« – eine fikti&shy;ve techni&shy;sche Vorrich&shy;tung, die eben einen solchen vollen&shy;deten Illu&shy;sionis&shy;mus ermög&shy;licht – auf die Holo&shy;graphie an.
 
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Durch ihre zahlreichen eigentümlichen Eigenschaften stellen holographische Bilder ein erhebliches Irritationspotenzial für die Medien- wie Kunst- und Bildgeschichte bzw. -theorie dar. In Geschichten optischer Medien taucht die Holographie nicht auf. Einerseits könnte das daran liegen, dass die meisten Formen von Medien-, Kunst- und Bildwissenschaft um das System der Massenmedien bzw. das Kunstsystem<ref>Im Kunstsystem blieb die Holographie immer eher randständig, vgl. <bib id='Schröter 2009c'></bib>: 285-307. Ein schöner Katalog holographisch-künstlerischer Arbeiten ist <bib id='Jung 2003a'></bib>.</ref> (Luhmann) zentriert bleiben und daher Verwendungsweisen technologischer Bildmedien außerhalb dieser Systeme kaum in den Blick nehmen. Andererseits finden sich oft methodische Voraussetzungen, die die Holographie von vorneherein exkludieren. So schreibt Friedrich Kittler in seinem Buch Optische Medien über „Linsensysteme, wie alle optischen Medien bis heute sie voraus[setzen]“ (<bib id='Kittler 2002b'></bib>: 85) – unter einer solchen Prämisse kann das linsenlose Bild der Holographie nicht Gegenstand werden.
b. Metapher für andere Formen der Speiche&shy;rung bzw. des Gedächt&shy;nisses, die eine Tota&shy;lität zu speichern vermö&shy;gen. Stefan Rieger (<bib id='Rieger 2009a'></bib>) hat heraus&shy;gear&shy;beitet, wie die Holo&shy;graphie zur Meta&shy;pher eines All-Gedächt&shy;nisses wurde. Inte&shy;ressan&shy;terwei&shy;se ist die Eigen&shy;schaft der Holo&shy;graphie, auf einem zweidi&shy;mensio&shy;nalen Bildträ&shy;ger die Infor&shy;mation über die dreidi&shy;mensio&shy;nale Struktur eines Objekts speichern zu können, inzwi&shy;schen auch zur Meta&shy;pher in neue&shy;ren Ansät&shy;zen kosmo&shy;logi&shy;scher Forschung geworden – die dreidi&shy;mensio&shy;nale Welt, die wir erleben, ist dann in gewis&shy;ser Weise auf einem zweidi&shy;mensio&shy;nalen “Hori&shy;zont” gespeichert (vgl. <bib id='Bousso 2002a'></bib>, siehe dort die Fußnote 1, wo Bousso expli&shy;zit auf den meta&shy;phori&shy;schen Charak&shy;ter seiner Bezug&shy;nahme auf die Holo&shy;graphie eingeht). Dann wäre das holo&shy;graphi&shy;sche Bild Meta&shy;pher der Welt über&shy;haupt.
Das ist umso problematischer, als verschiedene Formen holographischer Bilder in zahlreichen, wichtigen Gebieten eingesetzt werden.
 
a. Die Störanfälligkeit des Aufzeichnungs- und Rekonstruktionsprozesses kann genutzt werden, um die inneren Eigenschaften und Spannungszustände von Bauteilen und anderen Materialien sehr genau zu analysieren (Holo-Interferometrie).
 
b. Da die Wellenoptik epistemologisch die geometrische Optik einschließt, können wellenoptische Medien alle auf geometrischer Optik basierenden Bildtechnologien einschließen, aber umgekehrt können auf geometrischer Optik basierenden Bildtechnologien nicht die wellenoptischen Technologien einschließen, d.h.:
 
b.1 Es gibt die Möglichkeit, komplexe geometrisch-optische Anordnungen (Linsensysteme) holographisch abzubilden (‚Holographisch-Optische Elemente‘), was bedeutet sie platzsparend nutzen zu können. Dies kann z.B. für optische Systeme in Satelliten wichtig sein und wird auch in manchen Formen alltäglicher Scannerkassen eingesetzt. Mit computergenerierten Hologrammen können überdies optische Systeme erzeugt werden, die nicht physikalisch, also mit Linsensystemen, herstellbar sind.
 
b.2 Viele Eigenschaften wellenoptischer Bilder (Irideszenz, dreidimensionaler Bildeindruck) sind mit geometrisch-optischen Technologien (z.B. den optischen Systemen in Fotokopierern) nicht reproduzierbar, daher haben Holographien (und auch die Lippmann-Fotografie) ein wichtiges Einsatzfeld auf dem Gebiet der Echtheitssicherung (Hologramme auf Geldscheinen, Kreditkarten, staatlichen Dokumenten, Originalverpackungen etc., vgl. <bib id='Schröter 2009d'></bib>; <bib id='Schröter 2010d'></bib>). In diesem Bereich sind holographische Bilder ganz alltäglich und in ständigem ‚massenmedialem‘ Einsatz, nur sind sie weniger an die Sinne der Menschen gerichtet. Vor diesem Hintergrund können manche Einsätze der Holographie ein guter Beleg für die Differenz optischer (auf optischem Wissen beruhender) und visueller (an die visuellen Sinne gerichteter) Medien sein.
 
 
=====Holographische Metaphorik=====
 
Die eigentümlichen Eigenschaften der Holographie haben immer wieder und auf verschiedene Weise ihre Nutzung als Metapher nahegelegt. So wurde sie
 
a. Metapher für den vollendeten Illusionismus, in dem die Bildlichkeit sich selbst aufhebt (was auch immer wieder als Argument gegen ihre Kunstwürdigkeit verwendet wurde). In populären Science Fiction-Formaten wie Star Trek – The Next Generation spielen Begriffe wie das ‚Holodeck‘ – eine fiktive technische Vorrichtung, die eben einen solchen vollendeten Illusionismus ermöglicht – auf die Holographie an.
 
b. Metapher für andere Formen der Speicherung bzw. des Gedächtnisses, die eine Totalität zu speichern vermögen. Stefan Rieger (<bib id='Rieger 2009a'></bib>) hat herausgearbeitet, wie die Holographie zur Metapher eines All-Gedächtnisses wurde. Interessanterweise ist die Eigenschaft der Holographie auf einem zweidimensionalen Bildträger die Information über die dreidimensionale Struktur eines Objekts speichern zu können, inzwischen auch zur Metapher in neueren Ansätzen kosmologischer Forschung geworden – die dreidimensionale Welt, die wir erleben, ist dann in gewisser Weise auf einem zweidimensionalen ‚Horizont‘ gespeichert (vgl. <bib id='Bousso 2002a'></bib>, siehe dort die Fußnote 1, wo Bousso explizit auf den metaphorischen Charakter seiner Bezugnahme auf die Holographie eingeht). Dann wäre das holographische Bild Metapher der Welt überhaupt.
 
 
Literatur:
 
<ref>Dank an Benjamin Beil für die Durchsicht des Textes. ''Kommt später in separate Danksagungsbox.''</ref>


{{GlossarSiehe}}
* [[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie]]
* [[Computergraphik]]
* [[Film]]
* [[Fotografie]]
* [[Installation und Montage]]
* [[Massenmedien]]
* [[Perspektive und Projektion]]
* [[Technische Medien]]
* [[Video]]
* [[Visuelle und multimodale Metaphern]]


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''Verantwortlich:''  


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[[Benutzer:Jens Schröter|Jens Schröter]]
 
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* [[Benutzer:Dimitri Liebsch|Liebsch, Dimitri]]
 
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* Benjamin Beil für die Durchsicht des Textes
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<!--Das war's-->
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Bildmedien


Definition und Gliederung

Die Holographie ist das Verfah­ren, die Inter­ferenz­muster, welche sich bei der Über­lage­rung von zwei kohä­renten Wellen­fronten erge­ben, aufzu­zeichnen. Die foto­grafi­sche Aufzeich­nung dieser Muster wird Holo­gramm genannt. Ein solches Holo­gramm erlaubt die Rekon­struktion der Objekt­welle, d.h. eines dreidi­mensio­nalen Bildes des aufge­zeichne­ten Gegen­standes. Dieses unge­wöhnli­che Verfah­ren wurde um 1948 von Denis Gabor theore­tisch entwor­fen. Seit der Entwick­lung des Laser­lichts Anfang der 1960er Jahre kommt es in zahlrei­chen, keines­wegs nur im enge­ren Sinne bildli­chen, Verfah­ren zum Einsatz. Die holo­graphi­schen Bilder weichen in vieler­lei Hinsicht von allen ande­ren bekann­ten techni­schen Bildern ab und waren bislang kaum Gegen­stand der kunst-, medien- oder bildwis­senschaft­lichen Forschung (vgl. aber neuer­dings [Rieger & Schröter 2009a]Rieger, Stefan & Schröter, Jens (Hg.) (2009): Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
).


Geschichte und Verfah­ren[1]

Die epistemologische Bedingung der Möglic­hkeit der Holo­graphie liegt in der Beschrei­bung des Lichts als transver­saler Wellen­front, also in der Wellen­optik. Diese Beschrei­bung wurde schon im 17. Jahrhun­dert von Christiaan Huyghens vorge­schlagen, da Phäno­mene wie die Beugung mit dem zu dieser Zeit domi­nieren­den Modell der geome­trischen Optik (Licht als Bündel gera­der Lichtstrah­len; oder als Strom von Parti­keln auf gera­der Bahn) nicht erklär­bar waren. Zunächst konnte sich diese Beschrei­bung aber nicht durchset­zen. Erst als Anfang des 19. Jahrhun­derts Thomas Young seine Doppel­spaltex­peri­mente durchführ­te, wurde die Beschrei­bung des Lichts als Welle unab­weisbar, auch wenn es noch eini­ge Zeit und weite­rer Forschung bedurf­te, bis sich dieses Modell endgül­tig durch­setzte ([Buchwald 1989a]Buchwald, Jed Z. (1989): The Rise of the Wave Theory of Light. University of Chicago Press, Chicago.
).[2] Die Wellen­optik erlaubt nicht nur die Erklä­rung der Beugung, sondern auch die der Inter­ferenz, also die Über­lage­rung von Wellen, die wegen der parti­ellen Auslö­schung bzw. Verstär­kung von Wellen zu Inter­ferenz­mustern führt. 1891 stellte der Physi­ker Gabriel Lippmann (Paris) sein Verfah­ren der Inter­ferenz­farbfo­togra­fie vor, das unter Ausnut­zung der Inter­ferenz die Repro­duktion von Farben mithil­fe von hochauf­lösen­den S/W-Foto­emul­sionen (Silber­halo­genid-Emul­sionen) erlaub­te. Dies ist – außer den verschie­denen Formen der Holo­graphie – das einzi­ge medien­techni­sche Verfah­ren, das wellen­opti­sche Effek­te nutzt.[3] 1901 hat der Physi­ker Aimé Cotton zum ersten Mal vorge­schlagen, die Inter­ferenz­muster zweier Lichtwel­lenfron­ten ohne Benut­zung eines Objek­tivs aufzu­zeichnen, was dem Konzept eines Holo­gramms schon sehr nahe kommt (bei Lippmann war die Projek­tion des Objekts auf die Fläche noch der geomet­rischen Optik verpflich­tet).

Als eigentlicher Erfinder der Holo­graphie gilt jedoch Denis Gabor, der 1948 in «Nature» einen kurzen Aufsatz veröf­fentlich­te, in dem es darum ging, die Begren­zung der Auflö­sung von Elek­tronen­mikro­skopen zu umge­hen. Sein Vorschlag war, auf die Linsen (genau­er: Elek­tronen­linsen) zu verzich­ten und die Aufzeich­nung des Inter­ferenz­musters zwischen der einfal­lenden Welle und dem vom Objekt gebeug­ten Teil der Welle (Objekt­welle) zu nutzen, um die ursprüng­liche Objekt­welle später wieder zu rekon­struie­ren. Gabor bekam für dieses Konzept 1971 den Nobel­preis für Physik. Aller­dings war sein Versuch von zwei Proble­men belastet:

a. Gabors experimentelle Anordnung hatte eine Inline-Struktur, d.h. die bei der Wellen­frontre­konstruk­tion entste­henden zwei Bilder (reelles und virtu­elles Bild) über­lagern sich, wodurch die Rekon­struktion verun­klart wird.

b. Kohärent sind zwei Wellen, wenn sie in einer festen Phasen­bezie­hung zuein­ander stehen. Gabor hatte aber keine wirklich kohä­rente Licht­quelle. Daher konnte er keine sehr guten Inter­ferenz­muster erzeu­gen. Erst mit dem Laser, der ab ca. 1960 völlig unab­hängig von den Forschun­gen Gabors u.a. entstand, steht eine solche Lichtquel­le zur Verfü­gung.

Ab­bil­dung 1: Off­line-An­ord­nung zur Auf­nah­me ei­nes Ho­lo­gramms

1963 er­zeug­ten dann Em­meth Leith und Ju­ris Upat­nieks mit ei­ner Off­line-An­ord­nung (Abb. 1, 2) und La­ser­licht die ers­ten bild­haf­ten Ho­lo­gram­me, die so­fort die größ­te Auf­merk­sam­keit auf sich zo­gen.[4] Ab­bil­dung 1 zeigt, wie die Ob­jekt­wel­le des vom Ob­jekt re­flek­tier­ten (ge­streu­ten) La­ser­lichts vor der hoch­auf­lö­sen­den Ho­lo­gramm-Plat­te mit der Re­fe­renz­wel­le über­la­gert wird. Die Platte speichert kein Bild des Objekts, sondern das Inter­ferenz­muster, das sich visu­ell unter dem Mikro­skop als wirre Anord­nung schwarzer und weißer Linien zeigt.

Ab­bil­dung 2: Re­kon­struk­ti­on des Ho­lo­gramms bei ei­ner Off­line-An­ord­nung. Das re­el­le und das vir­tu­el­le Bild wer­den an ver­schie­de­nen Or­ten re­kon­stru­iert und über­la­gern sich al­so nicht.

Zur Re­kon­struk­ti­on der ur­sprüng­li­chen Ob­jekt­wel­le wird, wie in Ab­bil­dung 2, das zur Auf­nah­me ver­wen­de­te Licht wie­der durch die Plat­te ge­lei­tet, wo­bei die­se Wel­le an den schwarz/weißen-In­ter­fe­renz­mus­tern ge­beugt und so die ur­sprüng­li­che Ob­jekt­wel­le wie­der her­ge­stellt wird. Es ent­ste­hen ein vir­tu­el­les und ein (pseu­do­sko­pi­sches) re­el­les Bild. Das virtu­elle Bild erscheint als dreidi­mensio­nales Bild der beleuch­teten Seite des Objekts. So erzeug­te Holo­gramme kann man nicht in weißem Licht als holo­graphi­sche Bilder sehen – sondern nur im zur Aufnah­me verwen­deten Laser­licht (Laser-Transmis­sionslicht-Holo­graphie).

Es gibt allerdings auch noch andere geome­trische Anord­nungen, um Holo­gramme aufzu­zeichnen (z.B. Denisyuk-Holo­gramme); Verfah­ren, um Holo­gramme herzu­stellen, die man auch in weißem Licht sehen kann (Volu­menho­logram­me, Denisyuk-Holo­gramme gehö­ren etwa dazu; aber auch sog. Regen­bogen­holo­gramme); Verfah­ren, um vollfar­bige Holo­gramme aufzu­nehmen; Verfah­ren, um Holo­gramme mit Compu­tern zu gene­rieren oder Verfah­ren, um Film und Holo­graphie zu verknüp­fen (Multi­plex-Holo­graphie und holo­graphi­scher Film im enge­ren Sinne) und vieles mehr. Sehr ausführ­liche und hilfrei­che Erläu­terun­gen zu all diesen Verfah­ren findet man bei [Johnston 2006a]Johnston, Sean (2006): Holographic Visions. A History of New Science. Oxford University Press, Oxford.
. Hier können nur die basa­len Züge holo­graphi­scher Bildlich­keit disku­tiert werden.


Bildliche Eigen­heiten und Einsatz­gebie­te der Holo­graphie

Die Holographie, obwohl sie auf foto­chemi­schen Emul­sionen beruht, unter­scheidet sich von konven­tionel­len Foto­grafien und auch von Stereo­skopien deutlich: Eine Holo­graphie ist im Allge­meinen einfar­big – da sie mit mono­chroma­tischem Licht herge­stellt werden muss.[5] Die Holo­graphie stellt meistens iso­lierte Objek­te in einem dunklen Umraum dar, da das Bild in abso­luter Dunkel­heit aufge­nommen werden muss, um zu vermei­den, dass das Inter­ferenz­muster durch Streulicht gestört wird. Holo­graphi­sche Bilder, sind wie die Bilder der Lippman­schen Inter­ferenz-Farbfo­togra­fie iri­deszent, d.h. sie erschei­nen nur aus bestimm­ten Blickwin­keln bzw. können ihre Farbig­keit je nach Blickwin­kel verän­dern (siehe etwa holo­graphi­sche Kopier­schutz­ele­mente auf Bankno­ten). Holo­graphien können außer­ordent­lich plastisch wirken, man kann die abge­bilde­te Seite der Objekte aus verschie­denen Posi­tionen betrach­ten und dabei verschie­dene Aspek­te sehen, man kann – anders als etwa bei Stereo­skopien – auch verschie­dene Bild­ebenen fokus­sieren.[6] Das macht Holo­graphien im künstle­rischen Bereich v.a. für instal­lative Strate­gien inte­ressant (vgl. [Schmid 2009a]Schmid, Gabriele (2009): Zwischen Bildern. Die holographische Installation als Handlungsfeld. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
).

Es gibt prinzipiell keine holo­graphi­schen Nega­tive, die Bilder sind immer Posi­tive – da eine Umkeh­rung des Inter­ferenz­musters nichts an seinen Beugungs­eigen­schaften ändert. Auf jeder holo­graphi­schen Platte können durch leichte Verän­derung der Frequenz des kohä­renten Lichts bzw. durch Verän­derung des Einfalls­winkels des Refe­renzstrahls im Prinzip belie­big viele Bilder gespei­chert werden, die sich gegen­seitig nicht stören – das ist genau die Eigen­schaft, welche man seit Jahrzehn­ten als Ausgangs­punkt für holo­graphi­sche Speicher­medien zu nutzen gedenkt.[7] Die aufzu­nehmen­den Objek­te dürfen sich keines­falls bewe­gen, so führt die leises­te Bewe­gung bei der Aufnah­me zur starken Verrau­schung bis völli­gen Zerstö­rung des Musters etc. – aber diese Störan­fällig­keit des Aufzeich­nungspro­zesses ist zugleich Ausgangs­punkt einer wichti­gen Appli­kation der Holo­graphie (s. unten). Aller­dings ist es seit Ende der 1960er Jahre durch eben­so helle wie kurz gepuls­te Laser möglich, auch beweg­te Objek­te, wie etwa leben­de Menschen, aufzu­nehmen. Aber vor allem: Die Holo­graphie benö­tigt keine Linse. Sie kennt daher keine Proble­me mit abneh­mender Tiefen­schärfe; sie kann nur Objek­te zeigen, die (je nach Abstand) der Größe der Platten entspre­chen, da ohne Linse auch nicht verklei­nert und ver­größert werden kann. In gewis­ser Weise ist ein Holo­gramm selbst eine hochkom­plexe Linse – denn so wie gewöhn­liche Linsen das Licht fokus­sieren, so beugt das Holo­gramm das Licht, um die Wellen­front zu rekon­struieren.

Das holographische Bild unter­liegt nicht der geomet­rischen Optik, bzw. der perspek­tivi­schen Projek­tion, und der damit gege­benen 1:1-Korre­lation von Bild- und Objekt­punkten – wie sie für ana­loge wie digi­tale Foto­grafie, Film, Video und sogar für die heute domi­nanten (‘foto­realis­tischen’) Formen der Compu­tergra­phik beherr­schend ist. Vielmehr ist jeder Objekt­punkt mit jedem Bildpunkt korre­liert. Das führt zu einer weite­ren eigen­tümli­chen Eigen­schaft des holo­graphi­schen Bildes: Jeder Splitter einer zerbro­chenen Holo­gramm-Platte enthält das gesam­te Bild, wenn auch mit propor­tional zur Teil­größe fallen­der Auflö­sung und einge­schränktem Blick­winkel. Der Infor­mations­gehalt holo­graphi­scher Aufzeich­nungen ist mithin enorm, was noch auf lange Zeit den Versu­chen holo­graphi­sches Fernse­hen zu etab­lieren, im Wege stehen dürfte.

Durch ihre zahlreichen eigen­tümli­chen Eigen­schaften stellen holo­graphi­sche Bilder ein erheb­liches Irri­tations­poten­zial für die Medien- wie Kunst- und Bildge­schichte bzw. -theorie dar. In Geschich­ten opti­scher Medien taucht die Holo­graphie nicht auf. Einer­seits könnte das daran liegen, dass die meisten Formen von Medien-, Kunst- und Bildwis­senschaft um das System der Massen­medien bzw. das Kunstsys­tem[8] (Luhmann) zentriert bleiben und daher Verwen­dungswei­sen techno­logi­scher Bildme­dien außer­halb dieser Systeme kaum in den Blick nehmen. Ande­rerseits finden sich oft metho­dische Voraus­setzun­gen, die die Holo­graphie von vorne­herein exklu­dieren. So schreibt Friedrich Kittler in seinem Buch «Opti­sche Medien» über „Linsen­syste­me, wie alle opti­schen Medien bis heute sie voraus[setzen]“ ([Kittler 2002b]Kittler, Friedrich (2002): Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999. Merve, Berlin.
: 85) – unter einer solchen Prämis­se kann das linsen­lose Bild der Holo­graphie nicht Gegen­stand werden. Das ist umso proble­mati­scher, als verschie­dene Formen holo­graphi­scher Bilder in zahlrei­chen, wichti­gen Gebie­ten einge­setzt werden.

a. Die Störanfälligkeit des Aufzeich­nungs- und Rekon­struktions­prozes­ses kann genutzt werden, um die inne­ren Eigen­schaften und Spannungs­zustän­de von Bautei­len und ande­ren Mate­rialien sehr genau zu ana­lysie­ren (Holo-Inter­fero­metrie).

b. Da die Wellenoptik epistemo­logisch die geome­trische Optik einschließt, können wellen­opti­sche Medien alle auf geomet­rischer Optik basie­renden Bildtech­nolo­gien ein­schließen, aber umge­kehrt können auf geomet­rischer Optik basie­rende Bildtech­nolo­gien nicht die wellen­opti­schen Techno­logien ein­schließen, d.h.:

b.1 Es gibt die Möglichkeit, komple­xe geome­trisch-opti­sche Anord­nungen (Linsen­syste­me) holo­graphisch abzu­bilden (‘Holo­graphisch-Opti­sche Ele­mente’), was bedeu­tet sie platzspa­rend nutzen zu können. Dies kann z.B. für opti­sche Syste­me in Satel­liten wichtig sein und wird auch in manchen Formen alltäg­licher Scanner­kassen einge­setzt. Mit compu­terge­nerier­ten Holo­grammen können über­dies opti­sche Syste­me erzeugt werden, die nicht physi­kalisch, also mit Linsen­syste­men, herstell­bar sind.

b.2 Viele Eigenschaften wellen­opti­scher Bilder (Iri­deszenz, dreidi­mensio­naler Bildein­druck) sind mit geome­trisch-opti­schen Techno­logien (z.B. den opti­schen Syste­men in Foto­kopie­rern) nicht repro­duzier­bar, daher haben Holo­graphien (und auch die Lippmann-Foto­grafie) ein wichti­ges Einsatz­feld auf dem Gebiet der Echtheits­siche­rung (Holo­gramme auf Geldschei­nen, Kredit­karten, staatli­chen Doku­menten, Origi­nalver­packun­gen etc., vgl. [Schröter 2009d]Schröter, Jens (2009): Das holographische Wissen und die Nicht-Reproduzierbarkeit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
; [Schröter 2010b]Schröter, Jens (2010): Das Zeitalter der technischen Nicht-Reproduzierbarkeit. Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, 10, 1.
). In diesem Bereich sind holo­graphi­sche Bilder ganz alltäg­lich und in ständi­gem “massen­media­lem” Einsatz, nur sind sie weniger an die Sinne der Menschen gerich­tet. Vor diesem Hinter­grund können manche Einsät­ze der Holo­graphie ein guter Beleg für die Diffe­renz opti­scher (auf opti­schem Wissen beru­hender) und visu­eller (an die visu­ellen Sinne gerich­teter) Medien sein.


Holographische Meta­phorik

Die eigentümlichen Eigen­schaften der Holo­graphie haben immer wieder und auf verschie­dene Weise ihre Nutzung als Meta­pher nahe­gelegt. So wurde sie

a. Metapher für den vollen­deten Illu­sionis­mus, in dem die Bildlich­keit sich selbst aufhebt (was auch immer wieder als Argu­ment gegen ihre Kunstwür­digkeit verwen­det wurde). In popu­lären Science Fiction-Forma­ten wie «Star Trek – The Next Generation» spielen Bezeichnungen wie das »Holo­deck« – eine fikti­ve techni­sche Vorrich­tung, die eben einen solchen vollen­deten Illu­sionis­mus ermög­licht – auf die Holo­graphie an.

b. Metapher für andere Formen der Speiche­rung bzw. des Gedächt­nisses, die eine Tota­lität zu speichern vermö­gen. Stefan Rieger ([Rieger 2009a]Rieger, Stefan (2009): Holographie. Das Versprechen der Ganzheit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.
) hat heraus­gear­beitet, wie die Holo­graphie zur Meta­pher eines All-Gedächt­nisses wurde. Inte­ressan­terwei­se ist die Eigen­schaft der Holo­graphie, auf einem zweidi­mensio­nalen Bildträ­ger die Infor­mation über die dreidi­mensio­nale Struktur eines Objekts speichern zu können, inzwi­schen auch zur Meta­pher in neue­ren Ansät­zen kosmo­logi­scher Forschung geworden – die dreidi­mensio­nale Welt, die wir erleben, ist dann in gewis­ser Weise auf einem zweidi­mensio­nalen “Hori­zont” gespeichert (vgl. [Bousso 2002a]Bousso, Raphael (2002): The Holographic Principle. Reviews of Modern Physics, 74.
, siehe dort die Fußnote 1, wo Bousso expli­zit auf den meta­phori­schen Charak­ter seiner Bezug­nahme auf die Holo­graphie eingeht). Dann wäre das holo­graphi­sche Bild Meta­pher der Welt über­haupt.

Anmerkungen
  1. ↑ Vgl. zum Fol­gen­den vor al­lem [Johnston 2006a]Johnston, Sean (2006): Holographic Visions. A History of New Science. Oxford University Press, Oxford.
    und auch [Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.
    , S. 239-261.
  2. ↑ Seit den For­schun­gen von Max Planck und ins­be­son­de­re seit Ein­steins Vor­schlag ei­ner Er­klä­rung des pho­to­elek­tri­schen Ef­fekts von 1905 wird Licht als Wel­le und Par­ti­kel­strom zu­gleich ver­stan­den; dies ist das Feld der Quan­ten­op­tik, vgl. [Fox 2006a]Fox, Mark (2006): Quantum Optics. An Introduction. Cambridge University Press, Oxford.
    .
  3. ↑ Für die­ses phy­si­ka­lisch ge­nau­es­te Farb­fo­to­ver­fah­ren be­kam er 1908 den No­bel­preis. Das Ver­fah­ren konn­te sich auf­grund ver­schie­de­ner Nach­tei­le (z.B. Nicht-Re­pro­du­zier­bar­keit) aber nicht ge­gen an­de­re Farb­fo­to­ver­fah­ren durch­set­zen (vgl. [Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.
    : Ka­pi­tel 4).
  4. ↑ In­so­fern die­se Ho­lo­gra­phien zu ih­rer Er­stel­lung La­ser­licht be­nö­ti­gen, ge­hen sie al­so nicht nur auf die Wel­len-, son­dern auch auf die Quan­ten­op­tik zu­rück.
  5. ↑ Es gibt al­ler­dings auch voll­far­bi­ge Ho­lo­gram­me, die un­ter gleich­zei­ti­ger Nut­zung ro­ter, grü­ner und blau­er La­ser her­ge­stellt und re­kon­stru­iert wer­den kön­nen.
  6. ↑ Dass die in der Öf­fent­lich­keit eher be­kann­ten Weiß­licht­ho­lo­gram­me in der Re­gel un­schar­fe Ebe­nen auf­wei­sen liegt da­ran, dass sie ho­lo­gra­phi­sche Ab­bil­dun­gen nur ei­ner Ebe­ne ei­nes ei­gent­lich sehr tief rei­chen­den drei­di­men­si­o­na­len La­ser-Trans­mis­si­ons­licht-Mas­ter­ho­lo­gramms sind.
  7. ↑ Zum ge­gen­wär­ti­gen Stand um die HVD (Ho­lo­gra­phic Ver­sa­tile Disc), sie­he die ent­spre­chen­den Ein­trä­ge bei Wi­ki­pe­dia: HVD-ROM und Ho­lo­gra­phi­scher Spei­cher.
  8. ↑ Im Kunst­sys­tem blieb die Ho­lo­gra­phie im­mer eher rand­stän­dig, vgl. [Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.
    : 285-307. Ein schö­ner Ka­ta­log ho­lo­gra­phisch-künst­le­ri­scher Ar­bei­ten ist [Jung 2003a]Jung, Dieter (Hg.) (2003): Holographic Network. Rasch, Bramsche.
    .
Literatur
[Bousso 2002a]Bousso, Raphael (2002): The Holographic Principle. Reviews of Modern Physics, 74.[Buchwald 1989a]Buchwald, Jed Z. (1989): The Rise of the Wave Theory of Light. University of Chicago Press, Chicago.[Fox 2006a]Fox, Mark (2006): Quantum Optics. An Introduction. Cambridge University Press, Oxford.[Johnston 2006a]Johnston, Sean (2006): Holographic Visions. A History of New Science. Oxford University Press, Oxford.[Jung 2003a]Jung, Dieter (Hg.) (2003): Holographic Network. Rasch, Bramsche.[Kittler 2002b]Kittler, Friedrich (2002): Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999. Merve, Berlin.[Rieger & Schröter 2009a]Rieger, Stefan & Schröter, Jens (Hg.) (2009): Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Rieger 2009a]Rieger, Stefan (2009): Holographie. Das Versprechen der Ganzheit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Schmid 2009a]Schmid, Gabriele (2009): Zwischen Bildern. Die holographische Installation als Handlungsfeld. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Schröter 2009c]Schröter, Jens (2009): 3D. Zur Theorie, Geschichte und Medienästhetik des technischtransplanen Bildes. Fink, München.[Schröter 2009d]Schröter, Jens (2009): Das holographische Wissen und die Nicht-Reproduzierbarkeit. In: Rieger, S. & Schröter, J. (Hg.), Das holographische Wissen. diaphanes, Zürich, Berlin.[Schröter 2010b]Schröter, Jens (2010): Das Zeitalter der technischen Nicht-Reproduzierbarkeit. Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, 10, 1.

Ausgabe 1: 2013

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Lektorat:

Dank an die konstruktiven Beiträge von:

  • Benjamin Beil für die Durchsicht des Textes

Zitierhinweis:

Schröter, Jens (2013). Hologramm. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Hologramm].