Theorien des Bildraums: Unterschied zwischen den Versionen
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Alois Riegls historische Periodi­sierung des „Kunst­wollens“ (<bib id='Riegl 1901a'></bib>) vom „Taktisch-​Nahsich­tigen“ (für die alt­ägyp­tische Kunst) über das „Taktisch-​Opti­sche“ (für die klassi­sche Kunst Griechen­lands) zur dritten Stufe des „Optisch-​Fernsich­tigen“ der spätrö­mischen Kunst wird später von Walter Benja­min und De­leuze/​Guatta­ri umge­wertet: Im Sinne von Panof­skys Kritik an der Zentral­perspek­tive fordern sie, das „Taktisch-​Nahsich­tige“ in Kunst und Philo­sophie erneut in seine Rechte zu verset­zen. Riegls Schrift «Das hollän­dische Gruppen­porträt» (1902), das zwischen den „zwei Erschei­nungsfor­men des drei­dimen­sionalen (Bild)​Raums“, dem „kubi­schen, der an den Körpern haftet, und dem Freiraum, der zwischen den Figu­ren ist“ (<bib id='Riegl 1931a'></bib>: S. 22), diffe­renziert, liefert die metho­dische Vorga­be für Erwin Panof­skys späte­re Raum­perio­disie­rungen. Auch bei Riegl findet sich ein unter­schwelli­ger Fort­schritts­gedan­ke: Während die anti­ke Kunst nie zur Darstel­lung des Freiraums gelan­ge, habe die christli­che Kunst der römi­schen Kaiser­zeit „den Freiraum eman­zipiert“ (ebd.). Mit der endgül­tigen Eman­zipa­tion des Freiraums im 15. Jahrhun­dert werde der Raum „beson­derer Gegen­stand“ der bilden­den Kunst, wobei noch einmal zwischen der ita­lieni­schen „Linien­perspek­tive“ und der „nordi­schen“ Kunst der „Luft­perspek­tive“ (S. 23) zu unter­scheiden sei. Dem hollän­dischen „Kunst­wollen“ gelin­ge die beson­dere Leistung, den Dualis­mus von Körper- und Freiraum in der Farbge­staltung des Helldunkel aufzu­heben. | Alois Riegls historische Periodi­sierung des „Kunst­wollens“ (<bib id='Riegl 1901a'></bib>) vom „Taktisch-​Nahsich­tigen“ (für die alt­ägyp­tische Kunst) über das „Taktisch-​Opti­sche“ (für die klassi­sche Kunst Griechen­lands) zur dritten Stufe des „Optisch-​Fernsich­tigen“ der spätrö­mischen Kunst wird später von Walter Benja­min und De­leuze/​Guatta­ri umge­wertet: Im Sinne von Panof­skys Kritik an der Zentral­perspek­tive fordern sie, das „Taktisch-​Nahsich­tige“ in Kunst und Philo­sophie erneut in seine Rechte zu verset­zen. Riegls Schrift «Das hollän­dische Gruppen­porträt» (1902), das zwischen den „zwei Erschei­nungsfor­men des drei­dimen­sionalen (Bild)​Raums“, dem „kubi­schen, der an den Körpern haftet, und dem Freiraum, der zwischen den Figu­ren ist“ (<bib id='Riegl 1931a'></bib>: S. 22), diffe­renziert, liefert die metho­dische Vorga­be für Erwin Panof­skys späte­re Raum­perio­disie­rungen. Auch bei Riegl findet sich ein unter­schwelli­ger Fort­schritts­gedan­ke: Während die anti­ke Kunst nie zur Darstel­lung des Freiraums gelan­ge, habe die christli­che Kunst der römi­schen Kaiser­zeit „den Freiraum eman­zipiert“ (ebd.). Mit der endgül­tigen Eman­zipa­tion des Freiraums im 15. Jahrhun­dert werde der Raum „beson­derer Gegen­stand“ der bilden­den Kunst, wobei noch einmal zwischen der ita­lieni­schen „Linien­perspek­tive“ und der „nordi­schen“ Kunst der „Luft­perspek­tive“ (S. 23) zu unter­scheiden sei. Dem hollän­dischen „Kunst­wollen“ gelin­ge die beson­dere Leistung, den Dualis­mus von Körper- und Freiraum in der Farbge­staltung des Helldunkel aufzu­heben. | ||
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=== | ===Cassirer und Raphael=== | ||
Im 20. Jahrhundert vervielfa­chen sich trotz der natur­wissen­schaftli­chen Formu­lierung der ‘Vier­dimen­siona­lität’ des [[Raum und Geometrie|Raums]] und der in Mathe­matik und Physik begrün­deten Verschwis­terung von Raum und Zeit die kunstge­schichtli­chen Über­legun­gen zu den Raumbe­zügen der Kunst. Auch ande­re Diszi­plinen tragen zur Verviel­fälti­gung von Bildraum­theorien bei: die phäno­meno­logi­sche und psycho­logi­sche Wahrneh­mungsleh­re, medien­theore­tische Diskus­sionen zur Gattungs­spezi­fik von Male­rei und [[Film]], erkennt­niskri­tische Unter­scheidun­gen von symbo­lischen, lebens­weltli­chen, ästhe­tischen Räumen und ande­rer mehr. Der Kunst­histo­riker Adolf von Hilde­brand erklärt 1903 (<bib id='Hildebrand 1969a'>Hilde­brand 1969a</bib>) die künstle­rische Raum­schöpfung aus unse­rem räumli­chen Verhält­nis zur Natur. Die male­rische Darstel­lung müsse demnach Raum­vorstel­lungen wecken, „um im Beschau­er dies Raumge­fühl, diese ele­mentar­ste Wirkung der Natur (zu) erzeu­gen“ (S. 220). Der Psycho­loge Theodor Lipps leitet eben­falls „das abge­schlosse­ne Ganze des räumli­chen Gebil­des“ aus der „auffas­senden, heraus­heben­den und begren­zenden Tätig­keit“ (<bib id='Lipps 1920a'></bib>: S. 402) des Betrach­ters ab. Inner­halb der „Kunst der räumli­chen Form“ unter­scheidet er die Male­rei als „Natur­formen wieder­geben­de“ von den „frei schaffen­den Künsten“ (S. 398), die den „mit Leben erfüll­ten Raum“ (S. 399) gene­rieren. Er berück­sichtigt dabei nicht nur „abstrak­te“ Raum­künste, sondern auch solche, die Masse gestal­ten: Zur „Massen­raumkunst“ zählt er „techni­sche Kunst­formen“ (S. 400) wie etwa das Design. | Im 20. Jahrhundert vervielfa­chen sich trotz der natur­wissen­schaftli­chen Formu­lierung der ‘Vier­dimen­siona­lität’ des [[Raum und Geometrie|Raums]] und der in Mathe­matik und Physik begrün­deten Verschwis­terung von Raum und Zeit die kunstge­schichtli­chen Über­legun­gen zu den Raumbe­zügen der Kunst. Auch ande­re Diszi­plinen tragen zur Verviel­fälti­gung von Bildraum­theorien bei: die phäno­meno­logi­sche und psycho­logi­sche Wahrneh­mungsleh­re, medien­theore­tische Diskus­sionen zur Gattungs­spezi­fik von Male­rei und [[Film]], erkennt­niskri­tische Unter­scheidun­gen von symbo­lischen, lebens­weltli­chen, ästhe­tischen Räumen und ande­rer mehr. Der Kunst­histo­riker Adolf von Hilde­brand erklärt 1903 (<bib id='Hildebrand 1969a'>Hilde­brand 1969a</bib>) die künstle­rische Raum­schöpfung aus unse­rem räumli­chen Verhält­nis zur Natur. Die male­rische Darstel­lung müsse demnach Raum­vorstel­lungen wecken, „um im Beschau­er dies Raumge­fühl, diese ele­mentar­ste Wirkung der Natur (zu) erzeu­gen“ (S. 220). Der Psycho­loge Theodor Lipps leitet eben­falls „das abge­schlosse­ne Ganze des räumli­chen Gebil­des“ aus der „auffas­senden, heraus­heben­den und begren­zenden Tätig­keit“ (<bib id='Lipps 1920a'></bib>: S. 402) des Betrach­ters ab. Inner­halb der „Kunst der räumli­chen Form“ unter­scheidet er die Male­rei als „Natur­formen wieder­geben­de“ von den „frei schaffen­den Künsten“ (S. 398), die den „mit Leben erfüll­ten Raum“ (S. 399) gene­rieren. Er berück­sichtigt dabei nicht nur „abstrak­te“ Raum­künste, sondern auch solche, die Masse gestal­ten: Zur „Massen­raumkunst“ zählt er „techni­sche Kunst­formen“ (S. 400) wie etwa das Design. | ||
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In der Nachkriegszeit bekundet sich in Max Raphaels «Raumge­staltun­gen» von 1949 schließlich eine ausdif­feren­zierte Wahrneh­mung der unter­schiedli­chen Raumbe­zugnah­men der Male­rei: „Hals, Velas­quez und ande­re – der Raum der Traum­welt; Vermeer – der Raum des Unbe­wußten; Hugo van der Goes und Tinto­retto – der Raum des Über­gangs vom Dies­seits zum Jenseits; […] Bosch – der Raum der Auflö­sung des Daseins“ (<bib id='Raphael 1986a'></bib>: S. 63). Rück­blickend setzt er den „Beginn eines neuen Raum­›ideals‹“ mit dem Kubis­mus an, denn Picas­so und Braque hätten „die mögli­chen Raumer­lebnis­se und Raumge­staltun­gen“ (S. 56f.) zum Thema ihrer Kunst gemacht. Er unter­scheidet von daher zwischen einer über­zeitli­chen „Kate­gorie des Raums“ und den geschich­tlich beding­ten „Reali­sierun­gen dieser Kate­gorie“ (S. 59). Die moder­nen Avant­garden erschei­nen als aufein­ander folgen­de Strate­gien der Raumver­vielfäl­tigung, die sich in der Nachkriegs­zeit noch multi­pliziert. | In der Nachkriegszeit bekundet sich in Max Raphaels «Raumge­staltun­gen» von 1949 schließlich eine ausdif­feren­zierte Wahrneh­mung der unter­schiedli­chen Raumbe­zugnah­men der Male­rei: „Hals, Velas­quez und ande­re – der Raum der Traum­welt; Vermeer – der Raum des Unbe­wußten; Hugo van der Goes und Tinto­retto – der Raum des Über­gangs vom Dies­seits zum Jenseits; […] Bosch – der Raum der Auflö­sung des Daseins“ (<bib id='Raphael 1986a'></bib>: S. 63). Rück­blickend setzt er den „Beginn eines neuen Raum­›ideals‹“ mit dem Kubis­mus an, denn Picas­so und Braque hätten „die mögli­chen Raumer­lebnis­se und Raumge­staltun­gen“ (S. 56f.) zum Thema ihrer Kunst gemacht. Er unter­scheidet von daher zwischen einer über­zeitli­chen „Kate­gorie des Raums“ und den geschich­tlich beding­ten „Reali­sierun­gen dieser Kate­gorie“ (S. 59). Die moder­nen Avant­garden erschei­nen als aufein­ander folgen­de Strate­gien der Raumver­vielfäl­tigung, die sich in der Nachkriegs­zeit noch multi­pliziert. | ||
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=== | ===Balázs, Kracau­er und Bazin=== | ||
Auch in der Filmtheorie des 20. Jahrhun­derts wird der Raumbe­zug des Filmbil­des thema­tisiert, zunächst aller­dings unter dem Blick­winkel der verän­derten Raumwahr­nehmung des Zuschau­ers im [[Kino]], ausge­löst durch die neuen techni­schen Möglich­keiten des [[Film|Films]]. Als einer der ersten erör­tert der unga­rische Film­theore­tiker Béla Balázs (<bib id='Balázs 2001a'></bib>) die insbe­sonde­re von der Großauf­nahme herbei­geführ­ten filmi­schen Raum­modi­fika­tionen. Die Großauf­nahmen würden sogar erlau­ben, „aus dem Raum über­haupt heraus und in eine ganz ande­re Dimen­sion“ (S. 16) hinein zu führen. Die Eröff­nung neuer Raum­dimen­sionen und verän­derter „Raumge­fühle“ schreibt Balázs auch der filmspe­zifi­schen Kame­rabe­wegung und Monta­ge zu: Durch Über­blendun­gen etwa werden Raum­wechsel ohne Perspek­tiven­wechsel gebo­ten, was der Hervor­bringung reiner Phanta­siebil­der zuar­beite. Ande­rerseits führe die Kame­rabe­wegung durch Räume hindurch und lasse Raum „wirklich erle­ben. Den Raum, der nicht zur Perspek­tive gewor­den ist, nicht zum Bild, das wir von außen betrach­ten“ (S. 59f.), als psychi­sche Reali­tät: „Wir durch­schreiten mit ihr (der Kame­ra) den Raum und fühlen ihn“ (S. 60). Für Balázs wie später für Christian Metz entste­hen dank ihrer Erschlie­ßung in Zeit quali­tativ ande­re Räume – Räume, die nicht visuell erfass­bar, sondern fühlend und [[Chock / taktile Wahrnehmung|taktil]] [[Erfahrung / Unmittelbarkeit|erfahr­bar]] sind. | Auch in der Filmtheorie des 20. Jahrhun­derts wird der Raumbe­zug des Filmbil­des thema­tisiert, zunächst aller­dings unter dem Blick­winkel der verän­derten Raumwahr­nehmung des Zuschau­ers im [[Kino]], ausge­löst durch die neuen techni­schen Möglich­keiten des [[Film|Films]]. Als einer der ersten erör­tert der unga­rische Film­theore­tiker Béla Balázs (<bib id='Balázs 2001a'></bib>) die insbe­sonde­re von der Großauf­nahme herbei­geführ­ten filmi­schen Raum­modi­fika­tionen. Die Großauf­nahmen würden sogar erlau­ben, „aus dem Raum über­haupt heraus und in eine ganz ande­re Dimen­sion“ (S. 16) hinein zu führen. Die Eröff­nung neuer Raum­dimen­sionen und verän­derter „Raumge­fühle“ schreibt Balázs auch der filmspe­zifi­schen Kame­rabe­wegung und Monta­ge zu: Durch Über­blendun­gen etwa werden Raum­wechsel ohne Perspek­tiven­wechsel gebo­ten, was der Hervor­bringung reiner Phanta­siebil­der zuar­beite. Ande­rerseits führe die Kame­rabe­wegung durch Räume hindurch und lasse Raum „wirklich erle­ben. Den Raum, der nicht zur Perspek­tive gewor­den ist, nicht zum Bild, das wir von außen betrach­ten“ (S. 59f.), als psychi­sche Reali­tät: „Wir durch­schreiten mit ihr (der Kame­ra) den Raum und fühlen ihn“ (S. 60). Für Balázs wie später für Christian Metz entste­hen dank ihrer Erschlie­ßung in Zeit quali­tativ ande­re Räume – Räume, die nicht visuell erfass­bar, sondern fühlend und [[Chock / taktile Wahrnehmung|taktil]] [[Erfahrung / Unmittelbarkeit|erfahr­bar]] sind. | ||
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Der französische Filmtheoriker André Bazin fordert in seinem gegen­über Kracau­er zuge­spitzten Realis­musver­ständnis der 50er Jahre, dass Filmbil­der die raumzeit­lichen Konti­nua von Vorgän­gen, die vielfäl­tigen und gegen­läufi­gen Bewe­gungen des Lebens und dessen wesent­liche „Ambi­guität“ einzu­fangen hätten. Der Film habe durch filmi­sche Raumge­bungen wie in den Filmen Erich von Stoheims, Jean Renoirs und Orson Welles’, durch lange Planse­quenzen mit beweg­ter Kame­ra, durch Schärfen­tiefe, tiefen­räumli­che Insze­nierung und eine Wieder­gabe des Darge­stellten als Ausschnitt aus einem über den Bildrah­men hinaus­reichen­den, realen Konti­nuum der realen Dauer der Vorkomm­nisse zu entspre­chen. | Der französische Filmtheoriker André Bazin fordert in seinem gegen­über Kracau­er zuge­spitzten Realis­musver­ständnis der 50er Jahre, dass Filmbil­der die raumzeit­lichen Konti­nua von Vorgän­gen, die vielfäl­tigen und gegen­läufi­gen Bewe­gungen des Lebens und dessen wesent­liche „Ambi­guität“ einzu­fangen hätten. Der Film habe durch filmi­sche Raumge­bungen wie in den Filmen Erich von Stoheims, Jean Renoirs und Orson Welles’, durch lange Planse­quenzen mit beweg­ter Kame­ra, durch Schärfen­tiefe, tiefen­räumli­che Insze­nierung und eine Wieder­gabe des Darge­stellten als Ausschnitt aus einem über den Bildrah­men hinaus­reichen­den, realen Konti­nuum der realen Dauer der Vorkomm­nisse zu entspre­chen. | ||
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===Deleuze=== | |||
In den 80er Jahren verbindet sich für Gilles De­leuze mit dem Filmi­schen, noch immer in Nähe zu Kracau­er und Benja­min, die Forde­rung nach mikro­skopi­scher Durchdrin­gung der Reali­tätswie­derga­ben auf etwas “in” den Bildern hin – auch auf neue Raumzeit­dimen­sionie­rungen. In seiner zeichen­orien­tierten Perspek­tive bindet er die Erör­terung des Räumli­chen nicht an die Zuschau­erwahr­nehmung, sondern an die filmi­sche [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichen­gebung]], der er die Potenz zu Entkon­venti­ona­lisie­rung übli­cher Raumper­spekti­ven und zur Binnen­diffe­renzie­rung des Bildes zuer­kennt. Dank ihrer vom menschli­chen Blick­winkel abwei­chenden Einstel­lungsgrö­ßen und dank ihrer Bilder­abfol­ge seien Filmbil­der befä­higt, unbe­stimmte Raumzei­ten zu gene­rieren. Diese von ihm geschätz­ten „belie­bigen Räume“ sieht er immer dort entste­hen, wo die Wieder­gabe äuße­rer Raumkon­tinua und auswen­diger Bewe­gungsab­läufe durch filmspe­zifi­sche Einstel­lungen und anders montier­te Raumzeit­forma­tionen durchbro­chen wird: | In den 80er Jahren verbindet sich für Gilles De­leuze mit dem Filmi­schen, noch immer in Nähe zu Kracau­er und Benja­min, die Forde­rung nach mikro­skopi­scher Durchdrin­gung der Reali­tätswie­derga­ben auf etwas “in” den Bildern hin – auch auf neue Raumzeit­dimen­sionie­rungen. In seiner zeichen­orien­tierten Perspek­tive bindet er die Erör­terung des Räumli­chen nicht an die Zuschau­erwahr­nehmung, sondern an die filmi­sche [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichen­gebung]], der er die Potenz zu Entkon­venti­ona­lisie­rung übli­cher Raumper­spekti­ven und zur Binnen­diffe­renzie­rung des Bildes zuer­kennt. Dank ihrer vom menschli­chen Blick­winkel abwei­chenden Einstel­lungsgrö­ßen und dank ihrer Bilder­abfol­ge seien Filmbil­der befä­higt, unbe­stimmte Raumzei­ten zu gene­rieren. Diese von ihm geschätz­ten „belie­bigen Räume“ sieht er immer dort entste­hen, wo die Wieder­gabe äuße­rer Raumkon­tinua und auswen­diger Bewe­gungsab­läufe durch filmspe­zifi­sche Einstel­lungen und anders montier­te Raumzeit­forma­tionen durchbro­chen wird: | ||
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Version vom 8. Dezember 2013, 15:55 Uhr
Unterpunkt zu: Bildwahrnehmung
Historischer Diskurs zum BildraumKants „transzendentale Ästhetik“ ([Kant 1968a]Kant, Immanuel (1968): Kritik der reinen Vernunft. de Gruyter, Berlin. Bis heute überbieten sich Kognitions- und Wahrnehmungspsychologen mit Erklärungsmodellen für die Fähigkeit des Gehirns, aus zweidimensionalen Netzhautprojektionen räumliche Informationen zu entnehmen. Sie konzentrieren sich dabei weitgehend auf zentralperspektivisch organisierte Bildformate, die bekanntlich seit der Renaissance als der anthropomorphen Raumerfassung entsprechende Raumwiedergaben verstanden worden sind. Erwin Panofskys daran vorgetragene Kritik ([Panofsky 1924a]Panofsky, Erwin (1998): Die Perspektive als symbolische Form (1924). In: Michels, K. & Warnke, M. (Hg.), Erwin Panofsky, Deutschsprachige Aufsätze, Bd. 2. Akademie, Berlin. Lessing und HegelErste gattungstheoretische Ausführungen zur Abgrenzung der bildenden von den literarischen Künsten entlang ihrer Raum- und Zeitbezugnahmen begegnen ebenfalls in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 1766 unterscheidet Gotthold Ephraim Lessing ([Lessing 1974a]Lessing, Gotthold Ephraim (1974): Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. In: Göpfert, H. G. (Hg.), Werke, Bd. 6. Hanser, München. Artikuliert sich bei Lessing noch eine Gleichrangigkeit der Künste, so privilegiert die auf ihn folgende idealistische Philosophie die Zeit- gegenüber den Raumkünsten, weshalb die Ästhetiken des 19. Jahrhunderts die Künste in eine entwicklungsgeschichtlich-logische Abfolge bringen. G. W. F. Hegel geht in den «Vorlesungen über die Ästhetik» zwischen 1818 und 1826 von der Vorstellung eines künstlerischen Einheitsraums aus, da „an sich, dem Begriffe nach, die Gesamtheit dieser neuen Wirklichkeit der Kunst zu einer Totalität“ ([Hegel 1970a]Hegel, Georg W. F. (1970): Vorlesungen über die Ästhetik II. In: Moldenhauer, E. & Michel, K. M. (Hg.), Werke. Suhrkamp, Frankfurt/M. Burckhardt und RieglDiesen philosophischen Raumabwertungen setzt Jakob Burckhardt 1855 seine kunsthistorische Schrift «Der Cicerone. Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens» entgegen, in welcher er dem Raumbegriff erstmals methodische Geltung verleiht: Er grenzt darin die italienische Gotik mit ihrer horizontalen „Weiträumigkeit“ vom „nordischen Raum der Höhe“ ([Burckhardt 2001a]Burckhardt, Jacob (2001): Der Cicerone. Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens. In: B. Roeck et al. (Hg.), Werke. Kritische Gesamtausgabe. Beck, München, Basel. Burckhardts Ansatz macht Schule: Ende des 19. Jahrhunderts, als die an die Nachahmungstheorie gebundenen Erörterungen von Ort, Szene, Vertiefung und Bildtiefe von einer historisch-kritischen, stilanalytischen Kunstbetrachtung abgelöst werden, wird die Raumbehandlung „das allgemeinste Thema der modernen Kunstgeschichte“ ([Badt 1963a]Badt, Kurt (1963): Raumphantasien und Raumillusionen: Wesen der Plastik. DuMont, Köln. Alois Riegls historische Periodisierung des „Kunstwollens“ ([Riegl 1901a]Riegl, Alois (1901): Die spätrömische Kunstindustrie nach den Funden in Österreich-Ungarn im Zusammenhange mit der Gesamtentwicklung der Bildenden Künste bei den Mittelmeervölkern. KuK Hof- und Staatsdruckerei, Wien. Cassirer und RaphaelIm 20. Jahrhundert vervielfachen sich trotz der naturwissenschaftlichen Formulierung der ‘Vierdimensionalität’ des Raums und der in Mathematik und Physik begründeten Verschwisterung von Raum und Zeit die kunstgeschichtlichen Überlegungen zu den Raumbezügen der Kunst. Auch andere Disziplinen tragen zur Vervielfältigung von Bildraumtheorien bei: die phänomenologische und psychologische Wahrnehmungslehre, medientheoretische Diskussionen zur Gattungsspezifik von Malerei und Film, erkenntniskritische Unterscheidungen von symbolischen, lebensweltlichen, ästhetischen Räumen und anderer mehr. Der Kunsthistoriker Adolf von Hildebrand erklärt 1903 ([Hildebrand 1969a]Hildebrand, Adolf von (1969): Das Problem der Form. In: Bock, H. (Hg.), Hildebrand: Gesammelte Schriften zur Kunst. Westdeutscher Verlag, Köln, Opladen. Philosophie und Kunstgeschichte zusammenführend, erkennt der Philosoph Ernst Cassirer in seinem Vortrag «Mystischer, ästhetischer und theoretischer Raum» ([Cassirer 1930a]Cassirer, Ernst (2004): Mythischer, ästhetischer und theoretischer Raum (1930). In: Recki, B. (Hg.), Ernst Cassirer: Gesammelte Werke, Bd. 17. Meiner, Hamburg. In der Nachkriegszeit bekundet sich in Max Raphaels «Raumgestaltungen» von 1949 schließlich eine ausdifferenzierte Wahrnehmung der unterschiedlichen Raumbezugnahmen der Malerei: „Hals, Velasquez und andere – der Raum der Traumwelt; Vermeer – der Raum des Unbewußten; Hugo van der Goes und Tintoretto – der Raum des Übergangs vom Diesseits zum Jenseits; […] Bosch – der Raum der Auflösung des Daseins“ ([Raphael 1986a]Raphael, Max (1986): Raumgestaltungen. Der Beginn der modernen Kunst im Kubismus und im Werk von Georges Braque. Balázs, Kracauer und BazinAuch in der Filmtheorie des 20. Jahrhunderts wird der Raumbezug des Filmbildes thematisiert, zunächst allerdings unter dem Blickwinkel der veränderten Raumwahrnehmung des Zuschauers im Kino, ausgelöst durch die neuen technischen Möglichkeiten des Films. Als einer der ersten erörtert der ungarische Filmtheoretiker Béla Balázs ([Balázs 2001a]Balázs, Béla (2001): Der Geist des Films. Suhrkamp, Frankfurt/M. Zeitgleich mit Balázs gelangt Siegfried Kracauer im Feuilleton «Über Arbeitsnachweise» (1930) zu einem eher soziologisch ausgerichteten Raumbefund:
Kracauers Suche nach unbewusst-affektiven Raumbildern motiviert nicht zuletzt seine Zuwendung zum filmischen Medium, wie seine Studie «From Caligari to Hitler. A Psychological History of the German Film» von 1947 zeigt, in der er die psychischen Dispositionen der Gesellschaft der Weimarer Republik retrospektiv aus ihren filmischen Raumbildern erschließt. Raumbilder sind zwangsläufig unbestimmte, numinose Größen, die von affektiven und unbewussten Besetzungen erzählen und “in” dem von ihnen Dargestellten Ungesehenes und Ungedachtes mitartikulieren. Der französische Filmtheoriker André Bazin fordert in seinem gegenüber Kracauer zugespitzten Realismusverständnis der 50er Jahre, dass Filmbilder die raumzeitlichen Kontinua von Vorgängen, die vielfältigen und gegenläufigen Bewegungen des Lebens und dessen wesentliche „Ambiguität“ einzufangen hätten. Der Film habe durch filmische Raumgebungen wie in den Filmen Erich von Stoheims, Jean Renoirs und Orson Welles’, durch lange Plansequenzen mit bewegter Kamera, durch Schärfentiefe, tiefenräumliche Inszenierung und eine Wiedergabe des Dargestellten als Ausschnitt aus einem über den Bildrahmen hinausreichenden, realen Kontinuum der realen Dauer der Vorkommnisse zu entsprechen. DeleuzeIn den 80er Jahren verbindet sich für Gilles Deleuze mit dem Filmischen, noch immer in Nähe zu Kracauer und Benjamin, die Forderung nach mikroskopischer Durchdringung der Realitätswiedergaben auf etwas “in” den Bildern hin – auch auf neue Raumzeitdimensionierungen. In seiner zeichenorientierten Perspektive bindet er die Erörterung des Räumlichen nicht an die Zuschauerwahrnehmung, sondern an die filmische Zeichengebung, der er die Potenz zu Entkonventionalisierung üblicher Raumperspektiven und zur Binnendifferenzierung des Bildes zuerkennt. Dank ihrer vom menschlichen Blickwinkel abweichenden Einstellungsgrößen und dank ihrer Bilderabfolge seien Filmbilder befähigt, unbestimmte Raumzeiten zu generieren. Diese von ihm geschätzten „beliebigen Räume“ sieht er immer dort entstehen, wo die Wiedergabe äußerer Raumkontinua und auswendiger Bewegungsabläufe durch filmspezifische Einstellungen und anders montierte Raumzeitformationen durchbrochen wird:
Wie in [Ott 2007a]Ott, Michaela (2007): Der unbestimmte Raum in Philosophie und Film. Philo, Berlin. In Nähe zu Balázs lobt Deleuze die Qualität der Großaufnahme und des „Affektbildes“ zur Hervorbringung neuer Raumrelationen, die den Fluss der filmischen Bewegung scheinbar arretieren und dem Film eine vertikale Intensitätsdimension verleihen:
Ungewohnt flächige Räume und unübliche Kombinationen von Vorder- und Hintergrund sieht Deleuze aber nicht nur dank der filmischen Vergesichtlichungsverfahren entstehen. Räume ohne „Maßverhältnisse“ mit „taktiler Wertigkeit“ entdeckt er auch in gleichsam umgekehrten Verfahren der Entgesichtlichung wie etwa in den Filmen von Robert Bresson. Dessen Strategie der „Entthronung“ des Gesichts in unüblichen Kadrierungen und Montagefolgen unterwerfe das Bewegungsbild einem „Gesetz der Fragmentierung“ (S. 152) und brächte ebenfalls beliebige Räume hervor. Solchermaßen entziffert Deleuze die gesamte Filmgeschichte auf Erfindungen neuer Raumbilder hin: Im deutschen expressionistischen Film lasse der Einsatz von Licht und Schatten und deren „Hell-Dunkel-Werte“ das Räumliche zu etwas „Unbegrenztem“ (S. 155) werden. In den Filmen der „poetischen Abstraktion“ verliere das Räumliche ebenfalls seine herkömmliche Begrenzung und werde „mit der Macht des Geistes, mit einer stets zu erneuernden geistigen Entscheidung identisch“ (S. 163). An strukturalistischen Filmen wie Alain Resnais’ «L’année dernière à Marienbad» (F, 1961) stellt er richtungsgebundene „topologische“ Konstruktionen heraus, die der Verschwisterung von Raum und Zeit Rechnung trügen. Beliebige Räume sind für ihn sogar in Dokumentarfilmen zu finden, wie beispielsweise in Joris Ivens’ Film «Der Regen»: Der Regen, Subjekt des Films, wird dank der vielfältigen Perspektivierungen in seinen schillernden Erscheinungsweisen und Affektmodi ins Bild gesetzt.
Zeitgenössische BildraumbestimmungenIn der Gegenwart lässt insbesondere der spatial turn der Kulturwissenschaften den Raumbezug des Bildes thematisch werden. Die moderne Kunst, die sich sogar in ihren realitätsnahen Medien Fotografie und Film als konstruktive Praxis begreift, bearbeitet nach dem Zweiten Weltkrieg, mit der postmodernen Kritik am fortschrittsbetonenden Zeitparadigma, erneut ihr Verhältnis zum Raum. Ihre selbstreflexiven Verfahren bringen einen neuen Reichtum an Raumzeitexperimenten hervor, wodurch auch das Bedürfnis aufkommt, den Raum des Kunstwerks zu überschreiten hin auf Interventionen im „realen Raum“. Vor allem aber befördert die sich globalisierende Gegenwart theoretische und künstlerische Raumbezugnahmen ohne gleichen, die sich im beginnenden 21. Jahrhundert als Boom an Ausstellungen mit Raumthematiken manifestiert. Der Katalog zur Ausstellung «RAUM. Orte der Kunst» ([Flügge et al. 2007a]Flügge, Matthias & Kudielka, Robert & Lammert, Angela (Hg.) (2007): RAUM. Orte der Kunst. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg. Der unübersichtlichen Vielzahl künstlerischer Raumumbrüche in der Moderne sucht man durch Nachzeichnung signifikanter Filiationen nachzukommen: des bildnerischen Raums in den Gemälden von Malewitsch bis Picasso, des fotografischen Raums bei Medardo Rosso und Man Ray, des leeren Raums bei Alberto Giacometti und Francis Bacon, des sozialen Raums bei Gordon Matta-Clark und Francis Alÿs, der Körper im Raum bei Gary Hill und Trisha Brown und anderen mehr. Als bedeutsame Umbrüche werden gedeutet die Modifikationen des zentralperspektivischen Kastenraums ([Hofmann 2007a]Hofmann, Werner (2007): Spielräume und Raumverstecke. In: Flügge, M.; Kudielka, R. & Lammert, A. (Hg.), RAUM. Orte der Kunst. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg. Den dazugehörigen Tagungsreader «Topos RAUM» eröffnet Georges Didi-Huberman ([Didi-Huberman 2005a]Didi-Huberman, Georges (2005): L’espace danse – Der Raum tanzt. In: Lammert, A.; Diers, M.; Kudielka, R. & Mattenklott, G. (Hg.), Topos RAUM. Die Aktualität des Raumes in den Künsten der Gegenwart. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg. Diagnostiziert wird aber auch die Mutation des Museumsraums dank der Einführung bewegter Bilder und installativer Präsentationen zu einer „new geography of (re)collection“ ([Bruno 2007a]Bruno, Giuliana (2007): Public Intimacy. Architecture and the Visual Arts. MIT Press, Cambridge. Diese frenetischen Ausstellungs- und Theoriebewegungen unter dem Zeichen des Räumlichen lassen abschließend deutlich werden, dass der ‘Raum’ die letzte umfassende Bezeichnung für die zeitgenössischen Umbrüche im Theorie- und Kunstselbstverständis abzugeben scheint (auch hierzu ⊳ Bild in reflexiver Verwendung). Siehe auch:
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Anmerkungen
Literatur
[Badt 1963a]Badt, Kurt (1963): Raumphantasien und Raumillusionen: Wesen der Plastik. DuMont, Köln.[Balázs 2001a]Balázs, Béla (2001): Der Geist des Films. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Bechtloff 2001a]Bechtloff, Dieter (Hg.) (2001): Choreographie der Gewalt. Kunstforum International.[Bruno 2007a]Bruno, Giuliana (2007): Public Intimacy. Architecture and the Visual Arts. MIT Press, Cambridge.[Burckhardt 2001a]Burckhardt, Jacob (2001): Der Cicerone. Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens. In: B. Roeck et al. (Hg.), Werke. Kritische Gesamtausgabe. Beck, München, Basel.[Cassirer 1930a]Cassirer, Ernst (2004): Mythischer, ästhetischer und theoretischer Raum (1930). In: Recki, B. (Hg.), Ernst Cassirer: Gesammelte Werke, Bd. 17. Meiner, Hamburg.[Deleuze 1989a]Deleuze, Gilles (1989): Das Bewegungs-Bild. Kino1. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Demuth 2007a]Demuth, Volker (2007): Extreme Expeditionen. Digitale, hybride und künstlerische Räume. In: Flügge, M.; Kudielka, R. & Lammert, A. (Hg.), RAUM. Orte der Kunst. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Didi-Huberman 2005a]Didi-Huberman, Georges (2005): L’espace danse – Der Raum tanzt. In: Lammert, A.; Diers, M.; Kudielka, R. & Mattenklott, G. (Hg.), Topos RAUM. Die Aktualität des Raumes in den Künsten der Gegenwart. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Flügge et al. 2007a]Flügge, Matthias & Kudielka, Robert & Lammert, Angela (Hg.) (2007): RAUM. Orte der Kunst. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Flügge et al. 2007b]Flügge, Matthias; Kudielka, Robert & Lammert, Angela (2007): Vorwort und Dank. In: Flügge, M.; Kudielka, R. & Lammert, A. (Hg.), RAUM. Orte der Kunst. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Hegel 1970a]Hegel, Georg W. F. (1970): Vorlesungen über die Ästhetik II. In: Moldenhauer, E. & Michel, K. M. (Hg.), Werke. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Hildebrand 1969a]Hildebrand, Adolf von (1969): Das Problem der Form. In: Bock, H. (Hg.), Hildebrand: Gesammelte Schriften zur Kunst. Westdeutscher Verlag, Köln, Opladen.[Hofmann 2007a]Hofmann, Werner (2007): Spielräume und Raumverstecke. In: Flügge, M.; Kudielka, R. & Lammert, A. (Hg.), RAUM. Orte der Kunst. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Kant 1968a]Kant, Immanuel (1968): Kritik der reinen Vernunft. de Gruyter, Berlin.[Kracauer 1992a]Kracauer, Siegfried (1992): Der verbotene Blick. Reclam, Leipzig.[Kudielka 2005a]Kudielka, Robert (2005): Gegenstände der Betrachtung – Orte der Erfahrung. Zum Wandel der Kunstauffassung im 20. Jahrhundert. In: Lammert, A.; Diers, M.; Kudielka, R. & Mattenklott, G. (Hg.), Topos RAUM. Die Aktualität des Raumes in den Künsten der Gegenwart. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Lammert 2007a]Lammert, Angela (2007): Die vertrauten Sichtweisen sind umzustoßen. Zum Raum der Nachkriegszeit in ungewohnten Begegnungen. In: Flügge, M.; Kudielka, R. & Lammert, A. (Hg.), RAUM. Orte der Kunst.[Lessing 1974a]Lessing, Gotthold Ephraim (1974): Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. In: Göpfert, H. G. (Hg.), Werke, Bd. 6. Hanser, München.[Lipps 1920a]Lipps, Theodor (1920): Zur Einfühlung, in: «Psychologische Untersuchungen» 2/3, 1913. In: Lipps, T. (Hg.), Die ästhetische Betrachtung und die bildende Kunst. Voss, Leipzig.[Manovich 2005a]Manovich, Lev (2005): Die Poetik des erweiterten Raums. In: Lammert, A.; Diers, M.; Kudielka, R. & Mattenklott, G. (Hg.), Topos RAUM. Die Aktualität des Raumes in den Künsten der Gegenwart. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.[Ott 2007a]Ott, Michaela (2007): Der unbestimmte Raum in Philosophie und Film. Philo, Berlin.[Panofsky 1924a]Panofsky, Erwin (1998): Die Perspektive als symbolische Form (1924). In: Michels, K. & Warnke, M. (Hg.), Erwin Panofsky, Deutschsprachige Aufsätze, Bd. 2. Akademie, Berlin.[Pesch 2001a]Pesch, Martin (2001): Raumbilder-Bildräume. Zu den Arbeiten von Julia Ziegler. Kunstforum International, 153.[Raphael 1986a]Raphael, Max (1986): Raumgestaltungen. Der Beginn der modernen Kunst im Kubismus und im Werk von Georges Braque. [Riegl 1901a]Riegl, Alois (1901): Die spätrömische Kunstindustrie nach den Funden in Österreich-Ungarn im Zusammenhange mit der Gesamtentwicklung der Bildenden Künste bei den Mittelmeervölkern. KuK Hof- und Staatsdruckerei, Wien.[Riegl 1931a]Riegl, Alois (1931): Das holländische Gruppenporträt. Staatsdruckerei, Wien. Verantwortlich: Lektorat: Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra, Julia Bonn und Marcel Lemmes — (Hinweis) |