Bildsemiotik

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Unterpunkt zu: Bildtheoretische Ansätze


Semiotik ist die Wissenschaft von den Zeichen. Sie unter­sucht Zeichen­prozes­se, d.h. Prozes­se der Bedeu­tungsver­mittlung bzw. -konsti­tution. Der Zentral­begriff der Semi­otik ist der des​ »Zeichens«​ (von griech. semeion), das – ganz allge­mein – als etwas aufge­fasst werden kann, das in irgend­einer Hinsicht für etwas ande­res steht (vgl. [Peirce CP]Hartshorne, C. & Weiss, P. / Burks, A.W. (Hg.) (1994): Charles Sanders Peirce: Collected Papers. Bd. 1-6 / 7-8. Harvard University Press, Cambrigde, Mass.
2.228).[1] So unmit­telbar einleuch­tend das Konzept des Zeichens für viele kommu­nika­tive Phäno­mene ist (etwa im Fall der Sprache als Zeichen­system oder – erst recht – bei sekun­dären Syste­men wie dem Morse­alpha­bet, der Braille­schrift u.ä.), so sehr scheint der Zeichen­charak­ter von Bildern im allge­meinen einer beson­deren Klärung zu bedür­fen. Bildse­mioti­sche Theorien widmen sich genau dieser Frage.

Anders als bei vielen anderen semi­oti­schen Subdis­zipli­nen,[2] bei denen die zeichen­theore­tischen Frage­stellun­gen auf die tradi­tionel­len Objekt­berei­che von bereits etab­lierten Einzel­wissen­schaften appli­ziert werden, ist der Unter­suchungs­gegen­stand der Bildse­miotik – das (proto­typisch: stati­sche) Bild – im allge­meinen nicht auf bestimm­te Bild­genres beschränkt und berührt daher eine Vielzahl von Wissen­schaften und Alltags­berei­chen, die mit Bildern zu tun haben (vgl. [Sonesson 1993a]Sonesson, Göran (1993): Pictorial Semiotics, Perceptual Ecology, and Gestalt Theory. Review of Saint-Martin, Fernande, «La théorie de la Gestalt et l'art visuel». Semiotica , 99, 3.
: S. 319). Im Zentrum bildse­mioti­scher Theorien stehen die spezi­fischen Eigen­schaften von Bildern als komple­xen Zeichen, d.h. deren Bildhaf­tigkeit (oder Pikto­rali­tät). Inso­fern verhal­ten sich die Bildse­miotik und Kunstge­schichte, der es im Kern um die Würdi­gung künstle­rischer Einzel­bilder geht, ähnlich wie die Diszi­plinen der Text­lingu­istik/​-semio­tik und der Lite­ratur­wissen­schaft zuein­ander.


Bildsemiotische Theorien

Der Beginn der Bildsemiotik wird gewöhn­lich in die Mitte der 1960er Jahre datiert, als der franzö­sische Semi­oti­ker und Philo­soph Roland Barthes ([Barthes 1964c]Barthes, Roland (1964): Rhétorique de l'image. Communications , 4.
) eine Werbe­anzei­ge exem­plarisch ana­lysier­te und darin ein ganzes Spektrum an grundle­gend rele­vanten bildse­mioti­schen Fragen (Iko­nizi­tät des Bildes, bildli­che Rheto­rik und Verweis­strate­gien, Deno­tation und Konno­tation des Bildes, Text-​Bild-​Rela­tionen) aufwarf. Seine darin vorge­schlage­nen Antwor­ten basier­ten auf den von den Lingu­isten Ferdi­nand de Saus­sure ([Saussure 1916a]Saussure, Ferdinand de (1916): Cours de linguistique générale. Payot, Paris.
Notiz: Deutsch: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. 3. Aufl. Berlin 2001
) und Louis Hjelms­lev ([Hjelmslev 1943a]Hjelmslev, Louis (1943): Omkring sprogteoriens grundlæggelse. Nordisk Sprog- od Kulturforlag, Kopenhagen.
Notiz: (auch in: Festskrift udgivet i anledning af Universitetets Aarsfest. Kopenhagen: Munksgaard. S. 3-113)
Nicht angezeigt: Dt.: Prolegomena zu einer Sprachtheorie. München: Hueber
) gepräg­ten struktu­ralis­tischen Grundbe­griffen der Semi­olo­gie,[3] die zwar grundsätz­lich von ihnen als allge­meine, und nicht nur auf Sprache bezo­gene Zeichen­theorie ange­legt war, aber erst von Barthes expli­zit auf eine ganze Reihe nicht-​sprachli­cher Phäno­mene ange­wandt wurde ([Barthes 1961a]Barthes, Roland (1961): Le message photographique. Communications , 1.
, [Barthes 1963a]Barthes, Roland (1963): Le message publicitaire. Cahiers de publicité , 7.
, [Barthes 1964c]Barthes, Roland (1964): Rhétorique de l'image. Communications , 4.
, [Barthes 1967a]Barthes, Roland (1967): Système de la Mode. Éditions du Seuil, Paris.
). So vorläu­fig und auch unzu­reichend[4] Barthes’ theore­tische Annah­men in seiner Werbe­ana­lyse «Rhéto­rique de l'ima­ge» ([Barthes 1964c]Barthes, Roland (1964): Rhétorique de l'image. Communications , 4.
) zunächst waren, so blieben sie in der Folge nicht selten ein konstruk­tiver Ausgangs­punkt für diffe­renzier­tere Theorien.

Die belgische Forschergruppe Groupe µ richte­te im Rahmen ihres rheto­rischen Projekts ([Groupe µ 1970a]Groupe µ (1970): Rhétorique générale. Larousse, Paris.
Nicht angezeigt: Dubois, J., Dubois, Ph., Edeline, F., Klinkenberg, J.F., Minguet, Ph.
, [Groupe µ 1980a]Groupe µ (1980): Plan d'une rhétorique de l'image. Kodi­kas / Code, 3.
) ihr Augen­merk auf die Bild­rheto­rik und legte 1992 einen «Traktat des visu­ellen Zeichens» vor ([Groupe µ 1992a]Groupe µ (1992): Traité du signe visuel. Seuil, Paris.
Nicht angezeigt: Edeline, F., Klinkenberg, J.F., Minguet, P.
), in dem u.a. die rheto­rischen Ope­rati­onen beschrie­ben werden, die authen­tische Bilder von einem – ange­nomme­nen – Normal-​Zustand („degrée zero“) der Reprä­senta­tion abwei­chen lassen.

Mit Jean-Marie Floch und Felix Thürle­mann gibt es zwei Vertre­ter der struktu­ralse­manti­schen Pari­ser Schule, die das textse­mioti­sche Modell des Semio­tikers Algir­das Julien Greimas ([Greimas 1966a]Greimas, Algirdas Julien (1966): Sémantique structurale. Seuil, Paris.
Nicht angezeigt: Dt.: Strukturale Semantik. Braunschweig: Vieweg, 1971
, [Greimas & Courtés 1979a]Greimas, Algirdas Julien & Courtés, Joseph (1979): Sémiotique: Dictionnaire raisonné de la théorie du langage. Hachette, Paris.
) auf Bilder über­tragen haben (vgl. [Thürlemann 1990a]Thürlemann, Felix (1990): Vom Bild zum Raum. Beiträge zu einer semiotischen Kunstwissenschaft. DuMont, Köln.
, [Floch 1985a]Floch, Jean-Marie (1985): Petites mythologies de l'oeil et de l'esprit: Pour une sémiotique plastique. Hades Benjamin, Paris, Amsterdam.
, [Floch 1989a]Floch, Jean-Marie (1989): The Semiotics of the Plastic Arts and the Language of Advertising. In: Perron, P. & Collins, F. (Hg.), Paris School Semiotics II: Practice. Benjamins, Amsterdam.
, [Floch 1990a]Floch, Jean-Marie (1990): Sémiotique, marketing et communication. Presses Universitaires de France, Paris.
). Sie gehen davon aus, dass bildli­che Bedeu­tungssys­teme semi-​symbo­lische Syste­me sind, die sich über inner­bildli­che Korre­lati­onen von Farb- und Formkon­trasten konsti­tuieren (⊳ Bildsyn­tax). Die bild­ana­lyti­schen Verfah­ren lassen sich dabei sowohl auf gegen­ständli­che als auch abstrak­te Bilder anwen­den.

Fernande Saint-Martin ([Saint-Martin 1990a]Saint-Martin, Fernande (1990): Semiotics of Visual Language. Indiana University Press, Bloomington, IN.
) ent­wickel­te ein bildgram­mati­sches Modell auf der Grund­lage von Hjelms­levs glosse­mati­schem Zeichen­modell ([Hjelmslev 1943a]Hjelmslev, Louis (1943): Omkring sprogteoriens grundlæggelse. Nordisk Sprog- od Kulturforlag, Kopenhagen.
Notiz: (auch in: Festskrift udgivet i anledning af Universitetets Aarsfest. Kopenhagen: Munksgaard. S. 3-113)
Nicht angezeigt: Dt.: Prolegomena zu einer Sprachtheorie. München: Hueber
). Das Bild wird dabei zunächst schema­tisch segmen­tiert und in einer syntak­tischen Ana­lyse nach topo­logi­schen, chroma­tischen und gestalt­psycho­logi­schen Krite­rien ausge­wertet. Diese im wesent­lichen struktu­ralis­tisch fundier­ten Ansät­ze machen einen Großteil der bild­semio­tischen Arbei­ten aus. Selbst die frühe Barthes’​sche Muster­ana­lyse dient bis heute als produk­tive Grund­lage exem­plari­scher Ana­lysen (vgl. [Friedrich & Schweppenhäuser 2010a]Friedrich, Thomas & Schweppenhäuser, Gerhard (2010): Bildsemiotik. Grundlagen und exemplarische Analysen visueller Kommunikation. Birkäuser, Basel, Boston, Berlin
).

Etwa zeitlich parallel zu den Anfän­gen der struktu­ralis­tisch ausge­richte­ten Bildse­miotik ent­wickel­te der Philo­soph Nelson Goodman eine (aller­dings nur impli­zite) Zeichen­theorie der Künste ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notiz: 2. rev. Aufl. 1976
Nicht angezeigt: dt.: Sprachen der Kunst. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1998
). Er unter­schied Typen von künstle­rischen Zeichen­komple­xen (gedruck­te Lite­ratur, Tanz, Musik, Male­rei, Foto­grafie u.a.) im Hinblick auf ihre Notier­barkeit und stellte für das Bild u.a. die fehlen­de Disjunk­tivi­tät der Zeichen fest: Bildli­che Zeichen­schema­ta seien syntak­tisch und seman­tisch dicht ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notiz: 2. rev. Aufl. 1976
Nicht angezeigt: dt.: Sprachen der Kunst. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1998
: S. 130ff, 148ff; ⊳ Syntak­tische Dichte),[5] eine Zerle­gung in kleine­re Zeichen­einhei­ten sei demnach für ein Bild nicht möglich. Goodman beschreibt darü­ber hinaus mit der Exem­plifi­kation eine bildty­pische Art der Bezug­nahme. Bei der Exem­plifi­kation verweist das Bild auf ein Eti­kett, d.h. ein Prädi­kat, das auf es selbst zutrifft: Es exem­plifi­ziert z.B. eine Farbe, einen Kontrast oder meta­phorisch auch eine Stimmung ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notiz: 2. rev. Aufl. 1976
Nicht angezeigt: dt.: Sprachen der Kunst. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1998
: S. 52ff und 253). Diese Art von Zeichen­bezug ist unab­hängig von der Exis­tenz eines Bildre­feren­ten und trifft auch auf nicht-​figu­rati­ve (abstrak­te) Bilder zu.

Die Peirce’sche Semiotik, die neben den struktu­ralis­tischen Ansät­zen die einfluss­reichste zeichen­theore­tische Richtung inner­halb der Semi­otik ist, ist keines­wegs primär auf Sprache ausge­richtet, sondern wesent­lich uni­versel­ler konzi­piert und erscheint von daher mit ihren allge­meinen (drei­gliedri­gen) Grundbe­griffen für eine Anwen­dung auf Bilder als Zeichen prädes­tiniert. Auch wenn Peirce selbst keine Bild­theorie vorge­legt hat, so ist doch sein Begriffs­system in bildtheo­retischen Arbei­ten immer wieder genutzt worden (vgl. [Deledalle 1979a]Deledalle, Gérard (1989): Théorie et pratique du signe. Payot, Paris.
, [Schönrich 1990a]Schönrich, Gerhard (1990): Zeichenhandeln. Suhrkamp, Frankfurt/M.
, [Nöth & Santaella 2000a]Nöth, Winfried & Santaella, Lucia (2000): Bild, Malerei und Photographie aus der Sicht der Peirceschen Semiotik. In: Wirth, U. (Hg.), Die Welt als Zeichen und Hypothese. Suhrkamp, Frankfurt/M.
, [Nöth 2005a]Nöth, Winfried (2005): Zeichentheoretische Grundlagen der Bildwissenschaft. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.
, [Nöth 2007a]Nöth, Winfried (2007): Metapictures and Self-referential Pictures. In: Nöth, W. & Bishara, N. (Hg.), Self-Reference in the Media. Mouton de Gruyter, Berlin.
, [Halawa 2008a]Halawa, Mark A. (2008): Wie sind Bilder möglich? Argumente für eine semiotische Fundierung des Bildbegriffs. Halem, Köln.
). So stützen sich zum Beispiel Nöth und Santa­ella ([Nöth & Santaella 2000a]Nöth, Winfried & Santaella, Lucia (2000): Bild, Malerei und Photographie aus der Sicht der Peirceschen Semiotik. In: Wirth, U. (Hg.), Die Welt als Zeichen und Hypothese. Suhrkamp, Frankfurt/M.
) und Nöth ([Nöth 2007a]Nöth, Winfried (2007): Metapictures and Self-referential Pictures. In: Nöth, W. & Bishara, N. (Hg.), Self-Reference in the Media. Mouton de Gruyter, Berlin.
) bei der Diskus­sion der Zeichen­haftig­keit von abstrak­ten Bildern auf Peirce’s Begriff des puren Ikons, das „nichts ande­res reprä­sentie­ren könne als Formen und Gefüh­le“ ([Peirce CP]Hartshorne, C. & Weiss, P. / Burks, A.W. (Hg.) (1994): Charles Sanders Peirce: Collected Papers. Bd. 1-6 / 7-8. Harvard University Press, Cambrigde, Mass.
4.544) und damit ein selbst-​refe­rentiel­les Zeichen sei (vgl. [Nöth 2011a]Nöth, Winfried (2011): Visual Semiotics: Key Features and an Application to Picture Ads. In: Margolis, E. & Pauwels, L. (Hg.), The SAGE Handbook of Visual Research Methods. SAGE, London.
: S. 304ff).


Methoden und spezifische Frage­stellun­gen der Bild­semi­otik

Schon früh hat sich in der Bildse­miotik gezeigt, dass eine Ana­logie von sprachli­chen und bildli­chen Zeichen­prozes­sen nur sehr bedingt besteht und dass es spezi­fischer Beschrei­bungsmo­delle und Instru­menta­rien bedarf, um den Zeichen­charak­ter von Bildern ange­messen heraus­zuar­beiten. So ist zum Beispiel die Annah­me einer doppel­ten Arti­kula­tion (eine mögli­che Zerle­gung von Zeichen in bedeu­tungstra­gende und bedeu­tungsun­terschei­dende Ele­mente), wie sie für die Sprache typisch ist, für das Bild nicht haltbar. Sinnvoll ist es dage­gen, wie Groupe µ ([Groupe µ 1979a]Groupe µ (1979): Iconique et plastique: sur un fondement de la rhétorique visuelle. Revue d'ésthe­tique, 1-2.
) es vorge­schlagen hat, für Bilder die iko­nische von der plasti­schen Bedeu­tungsebe­ne zu unter­scheiden. Die iko­nische Bedeu­tungsschicht enthält die figu­rati­ve Lesart des Bildes, d.h. die bildhaft akzen­tuierte Darstel­lung drei­dimen­siona­ler Szenen oder Gegen­stände, während die plasti­sche Bedeu­tungsschicht das Zeichen­poten­tial des Bildes als flächi­gen Gegen­stand umfasst: sein Format, seine Pigmen­tierung, seine Textur. Intu­iti­ve Segmen­tierun­gen von Bildern nach plasti­schen Krite­rien sind zum Beispiel in struktu­ralse­manti­schen Arbei­ten metho­dische Ausgangs­punkte für die Bild­ana­lyse (vgl. [Sonesson 1993a]Sonesson, Göran (1993): Pictorial Semiotics, Perceptual Ecology, and Gestalt Theory. Review of Saint-Martin, Fernande, «La théorie de la Gestalt et l'art visuel». Semiotica , 99, 3.
: S. 228ff; ⊳ Bild­morpho­logie).

Bildsemiotische Theorien haben sich inzwi­schen breit entfä­chert (vgl. [Blanke 1998a]Blanke, Börries (1998): Semiotische Perspektiven auf das Bild. Zeitschrift für Semiotik, 20, 3.
und [Nöth 2011a]Nöth, Winfried (2011): Visual Semiotics: Key Features and an Application to Picture Ads. In: Margolis, E. & Pauwels, L. (Hg.), The SAGE Handbook of Visual Research Methods. SAGE, London.
: S. 299). Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Model­len, sondern auch verschie­dene Metho­den[6] sowie unter­schiedli­che Schwer­punktset­zungen.

Sonesson ([Sonesson 1993b]Sonesson, Göran (1993): Die Semiotik des Bildes. Zum Forschungsstand am Anfang der 90er Jahre. Zeitschrift für Semiotik, 15, 1.
) unter­scheidet vier metho­dische Heran­gehens­weisen für die Bildse­miotik:

  1. die Textanalyse, die von einem oder mehre­ren exem­plari­schen Bildern ausgeht, und zu einer heuris­tischen Model­lierung der rele­vanten Prozes­se führt (z.B. [Saint-Martin 1990a]Saint-Martin, Fernande (1990): Semiotics of Visual Language. Indiana University Press, Bloomington, IN.
    ).
  2. die Systemanalyse, bei der die Kombi­nato­rik von Bild­eigen­schaften auf rein konzep­tueller Basis geklärt werden soll (z.B. [Van Lier 1983a]Van Lier, Henri (1983): Philosophie de la photographie. Contrejour, Paris, Laplume.
    Notiz: (Les cahiers de la photographie)
    ),
  3. experimentelle Methoden (z.B. [Espe 2004a]Espe, Hartmut (2004): Paarbilder aus fünf Jahrhunderten: Eine Sortierstudie.
    Webadresse: psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2004/381/pdf/paarbilder_gesamt.pdf
    Notiz: Diplomarbeit
    ) sowie
  4. die Textklassifikation als eine Mischung aus Text- und System­ana­lyse – letzte­re Metho­de findet sich zum Teil bei Groupe µ ([Groupe µ 1992a]Groupe µ (1992): Traité du signe visuel. Seuil, Paris.
    Nicht angezeigt: Edeline, F., Klinkenberg, J.F., Minguet, P.
    ), aber auch bei Sones­son selbst ([Sonesson 1989a]Sonesson, Göran (1989): Pictorial Concepts: Inquiries into the Semiotic Heritage and its Relevance to the Interpretation of the Visual World. Lund University Press, Lund.
    ).

Eine grundlegende bildsemioti­sche Frage bleibt die Frage nach der Iko­nizi­tät von Bildern, d.h. die Frage nach der Ähnlich­keit von Bild­träger und Bildin­halt bzw. Refe­rent als einer bild­spezi­fischen Rela­tion. Peirce, auf den der Begriff des Ikons in seiner semi­oti­schen Verwen­dung zurück­geht, grenzt das Ikon zeichen­typo­logisch inner­halb einer Tricho­tomie der Objekt­rela­tion (Verhält­nis von Zeichen­träger und Refe­rent)[7] gegen den Index und das Symbol ab (⊳ Symbol, Index, Ikon). Er versteht unter einem Ikon ein Zeichen, „das auf das bezeich­nete Objekt allein auf Grund von ihm eige­nen Eigen­schaften verweist“ ([Peirce CP]Hartshorne, C. & Weiss, P. / Burks, A.W. (Hg.) (1994): Charles Sanders Peirce: Collected Papers. Bd. 1-6 / 7-8. Harvard University Press, Cambrigde, Mass.
2.247), wobei es der Uni­versal­kate­gorie der​ »Erst­heit«,​ einer Kate­gorie der Unmit­telbar­keit ange­hört.[8] Der Grad, zu dem ein solcher Verweis aufgrund einer Ähnlich­keit von Zeichen­träger und Refe­rent zustan­de kommt, bemisst die Iko­nizi­tät des Zeichens. Peirce (CP 2.277) unter­scheidet folge­richtig für das Ikon selbst wiederum triadisch

  1. das »Bild« (‘image’)[9] als ein Ikon, bei dem die mate­rielle Ähnlich­keit für die Zeichen­bezie­hung ausschlag­gebend ist,
  2. das »Diagramm« als Ikon, bei dem ana­loge Rela­tionen zu einer immer­hin struktu­rellen Ähnlich­keit (Isomorphie) führen und
  3. die Metapher als ein Ikon, bei dem es ledig­lich meta­phori­sche, d.h. transfe­rierte Paral­lelen gibt.

Der Grad der Ikonizität ist in dieser Reihen­folge abneh­mend.

Schon Gombrich ([Gombrich 1962a]Gombrich, Ernst H. (1962): Art and Illusion. A Study in the Psychology of Pictorial Representation. Phaidon, London.
) hatte die Annah­me der gene­rellen Iko­nizi­tät von Bildern rela­tiviert. Eine radi­kale­re Sicht findet sich sowohl bei Goodman ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notiz: 2. rev. Aufl. 1976
Nicht angezeigt: dt.: Sprachen der Kunst. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1998
) als auch bei Eco ([Eco 1968a]Eco, Umberto (1968): La struttura assente. Bompiani, Milano.
Nicht angezeigt: Deutsch: Einführung in die Semiotik. München: Fink 1972.
, [Eco 1976a]Eco, Umberto (1976): A Theory of Semiotics. Indiana University Press, Bloomington.
), die die Iko­nizi­tät als grundle­gende Eigen­schaft von Bildern zurück­gewie­sen und stattdes­sen den hohen Grad an Konven­tiali­tät betont haben.

Groupe µ entwickelte hingegen ein eige­nes triadi­sches Modell des iko­nischen Zeichens ([Groupe µ 1992a]Groupe µ (1992): Traité du signe visuel. Seuil, Paris.
Nicht angezeigt: Edeline, F., Klinkenberg, J.F., Minguet, P.
: S. 136, vgl. [Blanke 1998b]Blanke, Börries (1998): Modelle des ikonischen Zeichens. Zeitschrift für Semiotik, 20.
und [Blanke 2003a]Blanke, Börries (2003): Vom Bild zum Sinn. Das ikonische Zeichen zwischen strukturalistischer Semiotik und analytischer Philosophie. Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden.
Nicht angezeigt: Reihe Bildwissenschaft, Bd. 4
), in dem zwischen den Bezug von Bild­träger („Signi­fikant“) und Refe­renten ein Bezug auf einen iko­nischen Typ gescho­ben wird, eine kogni­tive Inva­riante. Bildträ­ger und Refe­rent weisen darin inso­fern Ähnlich­keit auf, als sie beide Merkma­le des ikoni­schen Typs aufwei­sen (vgl. [Blanke 1998b]Blanke, Börries (1998): Modelle des ikonischen Zeichens. Zeitschrift für Semiotik, 20.
: S. 287). Sones­son ([Sonesson 1989a]Sonesson, Göran (1989): Pictorial Concepts: Inquiries into the Semiotic Heritage and its Relevance to the Interpretation of the Visual World. Lund University Press, Lund.
: S. 220ff), der die Iko­nizi­tätsde­batte ausführ­lich kommen­tiert hat, spricht sich eben­falls für eine Aufrecht­erhal­tung des Konzepts der Iko­nizi­tät aus, die er – bild­spezi­fischer – ‘Pikto­rali­tät’ nennt. Auch er nimmt jedoch keines­wegs eine naive Ähnlich­keitsbe­ziehung von Bildträ­ger und Refe­rent an, sondern setzt gera­de eine grundle­gende Verschie­denheit der domi­nanten lebens­weltli­chen Hierar­chien für Bildträ­ger und Refe­rent voraus, damit das Bild über­haupt als Zeichen für den Refe­renten gelten kann ([Sonesson 1989a]Sonesson, Göran (1989): Pictorial Concepts: Inquiries into the Semiotic Heritage and its Relevance to the Interpretation of the Visual World. Lund University Press, Lund.
: S. 249).

Neben der Ikonizität von Bildern ist auch die Inde­xika­lität von Foto­grafien im Rückgriff auf Peirce disku­tiert worden (vgl. [Nöth 2000b]Nöth, Winfried (2000): Handbuch der Semiotik. Metzler, Stuttgart, Weimar.
Nicht angezeigt: 2., vollständig neu bearbeitete u. erweiterte Auflage
: S. 497). Ein Index ist nach Peirce ein Zeichen, das aufgrund einer Kausa­litäts- bzw. Konti­guitäts­bezie­hung auf den Refe­renten („object“) verweist (vgl. [Peirce CP]Hartshorne, C. & Weiss, P. / Burks, A.W. (Hg.) (1994): Charles Sanders Peirce: Collected Papers. Bd. 1-6 / 7-8. Harvard University Press, Cambrigde, Mass.
2.248). Für die Foto­grafie ist durch den physi­kali­schen Prozess der Belich­tung gene­rell eine Inde­xika­lität anzu­nehmen. Jedoch können auch in der Foto­grafie ande­re bildli­che Zeichen­prozes­se diesen Refe­renzbe­zug domi­nieren. Umge­kehrt können inde­xika­lische Prozes­se inner­halb der Bild­kompo­sition zu inde­xika­lischen Bedeu­tungstrans­fers führen, ein Phäno­men, das Nöth ([Nöth 1975a]Nöth, Winfried (2000): Semiotik. Eine Einführung mit Beispielen für Reklameanalysen. Niemeyer, Tübingen.
: S. 29ff, [Nöth 2011a]Nöth, Winfried (2011): Visual Semiotics: Key Features and an Application to Picture Ads. In: Margolis, E. & Pauwels, L. (Hg.), The SAGE Handbook of Visual Research Methods. SAGE, London.
: S. 312f) beschrie­ben hat und das nicht nur für (insze­nierte) Foto­grafien gilt.

Eine weitere bildsemiotische Schwerpunkt­setzung liegt bei der Ana­lyse von Bildern im Zusam­menspiel mit Zeichen­trägern ande­rer Moda­litä­ten, z.B. Sprache und Ton. Schon Barthes ([Barthes 1964c]Barthes, Roland (1964): Rhétorique de l'image. Communications , 4.
) thema­tisier­te das Verhält­nis von Bild und Text, doch vor allem die sozial­semi­oti­schen Arbeiten von Kress & van Leeuwen ([Kress & Leeuwen 1996a]Kress, Gunther & Leeuwen, Theo van (1996): Reading Images. The Grammar of Visual Design. Routledge, London.
, [Kress & Leeuwen 2001a]Kress, Gunther & Leeuwen, Theo van (2001): Multimodal Discourse. The Modes and Media of Contemporary Communication. Arnold, London.
) haben der Frage nach Multi­moda­lität einen fundier­ten theore­tischen Rahmen gege­ben, der auch den umfang­reichen Arbei­ten von Stöckl ([Stöckl 2004a]Stöckl, Hartmut (2004): Die Sprache im Bild – Das Bild in der Sprache. Zur Verknüpfung von Sprache und Bild im massenmedialen Text. de Gruyter, Berlin.
, [Stöckl 2004c]Stöckl, Hartmut (2004): In Between Modes. Language and Image in Printed Media. In: Eija Ventola, E.; Charles, C. & Kaltenbacher, M. (Hg.), Perspectives on Multimodality. Benjamins, Amsterdam.
Nicht angezeigt: = Document Design Companion Series 6
, [Stöckl 2010a]Stöckl, Hartmut (2010): Sprache-Bild-Texte lesen. Bau​steine zur Metho​dik einer Grund​kompe​tenz. In: Diekmannshenke, H.; Klemm, M. & Stöckl, H. (Hg.), Bildlinguistik. Erich Schmidt, Berlin.
) zu diesem Thema zugrun­de liegt (⊳ Sprach-​Bild-​Bezü­ge).


Abgrenzung zu anderen Bild­theorien

Anders als andere Bildtheorien haben wir es bei der Bild­semi­otik mit einem wissen­schaftsso­ziolo­gisch ausge­sprochen hete­rogenen Forschungs­bereich zu tun, der zudem weder begriff­lich, noch metho­disch einheit­lich ist. Das liegt unter ande­rem daran, dass die Semi­otik inter- bzw. transdis­zipli­när ange­legt ist, wodurch völlig verschie­denar­tige Forschungs­hinter­gründe und Diskur­se aufein­ander­treffen. Geeint werden bildse­mioti­sche Ansät­ze jedoch durch die Grundan­nahme, dass Bilder (komple­xe) Zeichen sind und dass es die Aufga­be der Bildse­miotik bleibt zu zeigen, wie sich bildli­che Bedeu­tung von ande­ren Bedeu­tungskon­stitu­tionen unter­scheiden. Metho­disch bleiben die Wege dabei verschie­den und sollen es auch.

Phäno­meno­logi­sche Bildthe­orien grenzen sich zum Teil entschie­den und expli­zit gegen die semi­oti­schen ab (vgl. [Böhme 1999a]Böhme, Gernot (1999): Theorie des Bildes. Wilhelm Fink, München.
: S. 10, [Wiesing 1998a]Wiesing, Lambert (1998): Sind Bilder Zeichen?. In: Sachs-Hombach, & Rehkämper, K. (Hg.), Bild – Bildwahrnehmung – Bildverarbeitung: Interdisziplinäre Beiträge zur Bildwissenschaft. Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden.
), wobei deren Annah­men über bildse­mioti­sche Theorien dabei oft zu kurz greifen (vgl. [Nöth 2005a]Nöth, Winfried (2005): Zeichentheoretische Grundlagen der Bildwissenschaft. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.
: S. 33-35).

Die Bildsemiotik ist heute Bestand­teil einer allge­meinen transdis­zipli­nären Bildwis­senschaft, die sich jenseits einer Fixierung auf Bild­kommu­nika­tion oder auf Kunst (vgl. [Posner 2003a]Posner, Roland (2003): Ebenen der Bildkompetenz. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Was ist Bildkompetenz? Studien zur Bildwissenschaft. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden.
: S. 18) bewegt, und stattdes­sen medi­ale und wahrneh­mungsthe­oreti­sche Aspek­te ange­messen berück­sichtigt (vgl. [Sachs-Hombach 2003a]Sachs-Hombach, Klaus (2003): Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Halem, Köln.
: S. 11).

Anmerkungen
  1. ↑ Ei­ne knap­pe Ein­füh­rung in die Se­mi­o­tik als Hin­ter­grund­the­o­rie der Bild­wis­sen­schaft ge­ben [Birk et al. 2014a]Birk, Elisabeth & Halawa, Mark A. & Mosbach, Doris (2014): Semiotik. In: Netzwerk Bildphilosophie (Hg.), Bild und Methode. Theoretische Hintergründe und methodische Verfahren der Bildwissenschaft. Halem, Köln.
    .
  2. ↑ Auch ‘spe­zi­el­le Se­mi­o­ti­ken’ ([Eco 1984b]Eco, Umberto (1984): Semiotica e filosofia del linguaggio. Einaudi, Turin.
    Nicht angezeigt: Deutsch: Semiotik und Philosophie der Sprache. München: Fink 1985
    : S. 16) ge­nannt, wie z.B. The­a­ter­se­mi­o­tik, Ar­chi­tek­tur­se­mi­o­tik, Com­pu­ter­se­mi­o­tik.
  3. ↑ Mit ‘Se­mi­o­lo­gie’ wird die frü­he Se­mi­o­tik struk­tu­ra­lis­ti­scher Prä­gung be­zeich­net. Der Ter­mi­nus ‘Se­mi­o­tik’ hat sich al­ler­dings als all­ge­mei­ne Be­zeich­nung ei­ner the­o­re­tisch und me­tho­disch viel­fäl­ti­gen all­ge­mei­nen und trans­dis­zi­pli­nä­ren Zei­chen­wis­sen­schaft durch­ge­setzt.
  4. ↑ Vgl. die kri­ti­sche Dis­kus­si­on zu [Barthes 1964a]Barthes, Roland (1990): Rhetorik des Bildes (1964). In: Barthes, R. (Hg.), Der entgegenkommende und der stumpfe Sinn. Kritische Essays III. Suhrkamp, Frankfurt/M.
    Nicht angezeigt: aus dem Französischen von Hornig, Dieter
    in [Sonesson 1989a]Sonesson, Göran (1989): Pictorial Concepts: Inquiries into the Semiotic Heritage and its Relevance to the Interpretation of the Visual World. Lund University Press, Lund.
    : S. 125ff.
  5. ↑ Vgl. zu Good­mans Bild­be­griff auch [Scholz 1991a]Scholz, Oliver R. (1991): Bild, Darstellung, Zeichen. Philosophische Theorien bildhafter Darstellungen. Klostermann, Frankfurt/M.
    Nicht angezeigt: (1. Aufl.)
    und [Birk 2011a]Birk, Elisabeth (2011): Bezugnahme und Weltkonstruktion. Elemente einer symboltheoretischen Bildanalyse. In: Schneider, J.G. & Stöckl, H. (Hg.), Medientheorien und Multimodalität. Halem, Köln.
    .
  6. ↑ Zu den Un­ter­schie­den bild­ana­ly­ti­scher Me­tho­den vgl. [Netzwerk Bildphilosophie 2014a]Netzwerk Bildphilosophie (Hg.) (2014): Bild und Methode. Theoretische Hintergründe und methodische Verfahren der Bildwissenschaft. Halem, Köln.
    Webadresse: http://www.halem-verlag.de/2014/bild-und-methode/
    Nicht angezeigt: ISBN 978-3-86962-067-1
    .
  7. ↑ Peirce klas­si­fi­ziert Zei­chen in drei Tri­cho­to­mi­en (des​ »Re­prä­sen­ta­mens«,​ der​ »Ob­jekt­re­la­ti­on«​ und des​ »In­ter­pre­tan­ten­be­zugs«).​ Die Zei­chen­ty­po­lo­gie von Ikon, In­dex und Sym­bol ist ei­ne weit­hin ak­zep­tier­te Un­ter­schei­dung in der all­ge­mei­nen Se­mi­o­tik ge­wor­den.
  8. ↑ Die Peir­ce’​sche Phä­no­me­no­lo­gie ba­siert auf den drei Uni­ver­sal­ka­te­go­ri­en:​ »Erst­heit«,​ »Zweit­heit«,​ »Dritt­heit«​ (vgl. [Nöth 2000a]Nöth, Winfried (2000): Der Zusammenhang von Text und Bild. In: Brinker, K. et al. (Hg.), Text- und Gesprächslinguistik. Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 16. de Gruyter, Berlin.
    : S. 61ff).
  9. ↑ Ein Bild im Peir­ce’​schen Sinn muss da­bei nicht not­wen­di­ger­wei­se vi­su­ell sein. Auch au­di­ti­ve oder ol­fak­to­ri­sche Bil­der sind z.B. mög­lich.
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Ausgabe 1: 2014

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Lektorat:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra und Marcel Lemmes — (Hinweis)

Zitierhinweis:

Mosbach, Doris (2014). Bildsemiotik. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Bildsemiotik].