Glossar-English:Context

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Unterpunkt zu: Sign theories: Overview

Original: Kontext


Sign actions and their context

Aspects of the utterance situation on which the success of the sign act depends are generally regarded as the context of a sign act ([Levinson 1983a]Levinson, Stephen C. (1983): Pragmatics. Cambridge University Press, Cambridge.
). This is particularly obvious in the case of the deictic sign components, in which the sign user points directly (e.g., gesturally) to parts of the utterance situation, or the anaphoric sign components, in which he employs references to other sign acts carried out immediately beforehand (his own and others, in particular, those directed at him).

However, it is also attributed to the influence of the respective context when actually ambiguous expressions are understood without a corresponding explanation: If, for example, a 'bank' is mentioned in connection with a financial crisis, nobody will think of park furniture because of this context. The content and manner of use of images can also depend on aspects of the usage situation.


Context and propositional angle

In addition, one can only speak of a propositional angle of a sign act in connection with an associated context because the propositional angle depends on the modality of the sign act. That is, it can only be determined relative to a situation that one can perceive or relate to. This applies in particular to the nomination, which, as a necessary part of every proposition, is employed to attempt to identify for the interlocutor an object from the current discourse universe (cf. [Tugendhat 1976a]Tugendhat, Ernst (1976): Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
).

Contexts in this sense are generalized from the usage situation of a sign to any situation. Sign acts with a propositional angle, therefore, have a double reference to a context, namely, on the one hand, with regard to their usage situation and, on the other hand, with regard to the (usually deviating) context for their propositional angle. Formal linguistic-logical approaches to contexts can be found, for example, as Situation Semantics ([Barwise & Perry 1984a]Barwise, Jon & Perry, John (1984): Situations and Attitudes. MIT Press, Cambridge, MA.
), Possible World Semantics ([Kripke 1972a]Kripke, Saul A. (1972): Naming and Necessity. In: Davidson, D. & Harman, G. (Hg.), Semantics of Natural Language. Reidel, Dordrecht.
), Mental Spaces Theory ([Fauconnier 1985a]Fauconnier, Gilles (1985): Mental Spaces. Aspects of Meaning Construction in Natural Language. MIT Press, Cambridge, MA.
), or also within the Discourse Structure Theory (([Kamp 1990a]Kamp, Hans (1990): On the Representation and Transmission of Information: Sketch of a Theory of Verbal Communication Based On Discourse Representation Theory. In: Klein, E. & Veltman, F. (Hg.), Natural Language and Speech. Springer, Berlin.
). [1][1]

Contexts can be described in a first approximation as structured sets of intentional objects to which one can refer communicatively under favorable conditions.[2] More adequate, however, is the definition as potential behavioral situations to which someone directs their attention. For, on the one hand, behavioral situations intrinsically fulfill the property of deductive completeness, which must first be extrinsically generated over arbitrary sets of objects: A situation is always presupposed to be intrinsically consistent in its totality,Referenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag. Der Schule der «cogni­tive linguis­tics» folgend sind derar­tige meta­phori­sche Über­tragun­gen sogar die eigent­liche Basis dafür, über­haupt mit Abstrak­ta umge­hen zu können (vgl. etwa [Lakoff & Johnson 1980a]Lakoff, George & Johnson, Mark (1980): Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago & London.
). Der meta­phori­sche Raum liefert den Kontext: eine ima­ginä­re Verhal­tenssi­tuation, in der solche eigent­lich nicht raumzeit­lich einge­ordne­te Gegen­stände über­haupt erschei­nen können, so dass es möglich wird, über sie inter­indi­vidu­ell mittels Zeichen­handlun­gen mit Sachbe­zug zu kommu­nizie­ren.


Bild und Kontext

Der Zusammenhang zwischen den Begrif­fen »Bild« und »Kontext«  besteht auf zwei Ebe­nen: Zum einen ist die Bildver­wendung selbst kontext­abhän­gig. Zum ande­ren werden Bilder oft, wenn nicht gar grundsätz­lich, zur Kontext­bildung verwen­det.

Situations­abhän­gigkeit der Bild­ver­wen­dung

Abgesehen davon, dass ein Gegen­stand nur, inso­fern einer ihn auf bestimm­te Weise verwen­det, über­haupt zum Bild wird, macht sich auch inner­halb seiner Verwen­dung als Bild der Einfluss des jewei­ligen Verwen­dungskon­textes unum­gänglich bemerk­bar. Einer­seits hängt die Bildver­wendung etwa direkt von den Lichtver­hältnis­sen im jewei­ligen Kontext ab: Ein Tafel­bild beispiels­weise in einer dämmri­gen Kathe­drale unter durch bunte Glasfens­ter einge­färbtem Licht oder bei flackern­dem Kerzen­schein zu sehen oder aber in einem gut und neutral ausge­leuchte­ten Museums­saal prägt dem jewei­ligen Bilder­lebnis zweifels­ohne einen je eige­nen Stempel auf. Dass die Bildfläche selbst gege­benen­falls durch Refle­xion, Transpa­renz oder textur­beding­ten Schatten­wurf inde­xika­lische Momen­te aufweist, kann dabei als eine ledig­lich beson­ders ausge­prägte Form dieser eher auf syntak­tische Aspek­te bezo­genen Art von Kontext­abhän­gigkeit verstan­den werden. Soll in dieser Hinsicht also mit Blick auf einen Bildträ­ger von dem Bild gespro­chen werden, so wird impli­zit eine Standard­situ­ation für Beleuch­tung und inde­xika­lisch wirksa­me Umge­bungsein­flüsse voraus­gesetzt, die keines­wegs inter­kultu­rell eindeu­tig ist.

Andererseits konsti­tuieren die jewei­ligen Verwen­dungsab­sichten der Betei­ligten über­haupt erst die aktu­ell wirksa­men Bildin­halte und Bildre­feren­zen: Ein und dersel­be Bildträ­ger mag daher tatsäch­lich in unter­schiedli­cher Absicht als verschie­dene Bilder erschei­nen. Der in Zeitun­gen publi­zierte Ausschnitt eines von Nick Ut aufge­nomme­nen Photos aus dem Vietnam­krieg wurde entspre­chend sowohl von Kriegsgeg­nern wie -befür­wortern mit ganz unter­schiedli­chen Rollen­zuwei­sungen der abge­bilde­ten Figu­ren verwen­det. Auch hier bleibt bei der Rede von dem Bild ange­sichts eines Bildträ­gers nur zu oft eine voraus­gesetz­te Standard­situ­ation von Verwen­dungs­inten­tionen und benö­tigtem Kontext­wissen impli­zit. Entspre­chend verwei­sen die neue­ren kunsthis­tori­schen Ansät­ze zurecht auf die Bedeu­tung der expli­ziten Kontex­tuali­sierung bei jeder Bild­analy­se.

Des weiteren können im Umfeld vorhan­dene Bilder die Verwen­dung eines Bildträ­gers beein­flussen: Die Hängung in einer Ausstel­lung, das Zusam­menstel­len in einer Bilder­folge etwa im Rahmen einer Gebrauchs­anwei­sung oder als Comic sind hierfür typi­sche Beispie­le. Zusam­menstel­lungen mit Texten oder Zeichen in ande­ren Medien kommen für diese Art der Kontext­abhän­gigkeit eben­falls in Frage. Aller­dings ist bei solchen Anord­nungen – seien es nun nur Bilder oder Bilder mit ande­ren Medien – darauf zu achten, ob der wechsel­seiti­ge kontex­tuelle Einfluss über­geht zu einer neuen Zeichen­bildung auf höhe­rer Ebene.[3]

Bildinhalt als Kontext

Von der Renaissance-Vorstel­lung von Alber­tis “Fenster” bis zur Konzep­tion von Gegen­ständen in “reiner Sichtbar­keit” in phäno­meno­logi­schen Bildthe­orien des 20. Jh.s sind die mithil­fe von Bildern evo­zierten und inter­indi­vidu­ell vor Augen geführ­ten Szenen als Kontex­te verstan­den worden. Über sie kann man sich etwa mittels sachbe­zügli­cher Sprechak­te austau­schen, auf darin enthal­tene Gegen­stände (oder bestimm­te derer Eigen­schaften) mit Zeige­gesten aufmerk­sam machen. Sofern es sich dabei um sorta­le Gegen­stände handelt, können die im Bild vorge­führten Erschei­nungen mit Erschei­nungen in ande­ren Kontex­ten iden­tifi­ziert werden, etwa mithil­fe von Iden­titäts­behaup­tungen.[4] Gera­de auch beim bildli­chen Zugang zu abstrak­ten “Gegen­ständen” in Struktur­bildern werden diese an sich nicht raumzeit­lich einord­ba­ren Gegen­stände als (mehr oder weni­ger) eindeu­tig abgrenz­bare räumli­che (oder raumzeit­liche) Enti­täten in einer Situ­ation, einem meta­phori­schen Kontext präsen­tiert, wo sie und bestimm­te ihrer Eigen­schaften und Rela­tionen unter­einan­der in (visu­elle) Erschei­nen treten.[5]

Allerdings bleiben die oben genann­ten Konzep­tionen der Spezi­fität pikto­rialer Kontex­te wichti­ge Aspek­te schuldig: Die Konzep­tion von Alber­tis Fenster igno­riert, dass mit dem Bildge­brauch ein Kontext eröff­net wird, der gemein­hin nicht mit dem Verwen­dungskon­text iden­tisch ist: Die Szene hinter einem echten Fenster bleibt hinge­gen stets einfach nur ein Teil des je aktu­ellen Kontex­tes. Die Bildflä­che wird hier als transpa­rente Glasschei­be missver­standen, wobei die scheinba­re “Transpa­renz des Mediums”, wie sie nur für trompe l'oeils typisch wäre, eine wesent­lichen Kompo­nente der Bildfunk­tion verschlei­ert: Das Heraus­treten aus dem Gege­benen des “Hier und Jetzt”.

Die Konzeption von Gegen­ständen in reiner Sichtbar­keit bezieht sich im Grunde zwar gera­de auf Gegen­ständen, die unter sorta­le Begrif­fe fallen.[6] Doch wird dabei außer Acht gelas­sen, dass etwa ein nur sichtba­res Haus, das also weder Gewicht hat noch Wider­stand leistet, wenn man sich daran anlehnt, und sich insge­samt also nicht nach den für (sorta­le) Häuser norma­lerwei­se gelten­den physi­kali­schen Geset­zen verhal­ten würde, über­haupt nicht unter unse­ren übli­chen Begriff eines Hauses fallen würde und somit auch gar nicht ohne Weite­res als Haus klassi­fiziert werden kann: Was aber in einem entspre­chenden Bild erscheint, wird gemein­hin durchaus als ein solches sortales Indi­viduum begrif­fen – oder genau­er: als aktu­elle Erschei­nung eines solchen, denn sorta­le Gegen­stände begeg­nen uns nie anders. Andern­falls würden alle entspre­chenden Sprechak­te, die sich mit ihrem Sachbe­zug auf den Inhalt des Bildraums richten, entwe­der unver­ständlich oder stark erklä­rungsbe­dürftig, denn eine Regel für einen von der Norm abwei­chenden Sonder­gebrauch ist hier keines­wegs offen­sichtlich. So bleibt bei jenen “Gegen­ständen in reiner Sichtbar­keit” also unklar, was für Gegen­stände das eigent­lich sein sollen.

Die modale Bildtheorie versucht, diese Unzu­länglich­keiten der älte­ren Ansät­ze zu vermei­den, indem Bildge­brauch ausdrück­lich als kontext­bilden­de Nutzung von Bildträ­gern ange­setzt wird. Mit dem Bild versucht einer, eine in der Regel nicht anwe­sende Situ­ation als inter­indi­vidu­ell verfüg­baren Kontext zu etab­lieren. Auch für diesen Kontext gelten natür­lich die oben erwähn­ten vier Gebrauchs­zusam­menhän­ge, wobei hier insbe­sonde­re auch die Gestalt­bildung durch visu­elle Wahrneh­mung der Situ­ation verfüg­bar wird (empi­rische Kontext­bildung).


Kontext und Diegese

Der Kontextbegriff der modalen Bildthe­orie ist eng verwandt mit der film- und lite­ratur­wissen­schaftli­chen Verwen­dung des Ausdrucks ‘Diege­se’.[7] Nach [Wulff 2007a]Wulff, Hans J. (2007): Schichtenbau und Prozesshaftigkeit des Diegetischen: Zwei Anmerkungen. montage AV - Zeitschrift für Theorie & Geschichte audiovisueller Kommunikation, 16, 2.
„hat sich die Bezeich­nung Diege­se für die Weltvor­stellung, die eine Fiktion anbie­tet, seit Etienne Souriau einge­bürgert“ (S. 40; vgl. [Souriau 1951a]Souriau, Etienne (1951): La structure de l’univers filmique et le vocabulaire de la filmologie. Revue de Filmologie, 7, 8.
Notiz: Dt.: Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie. In: Montage AV 6,2, 1997, S. 140–157
; [Souriau 1953a]Souriau, Etienne (1953): L’Univers filmique. Flammarion, Paris.
). Für Souriau ist „alles, was man als vom Film darge­stellt betrach­tet und was zur Wirklich­keit, die er in seiner Bedeu­tung voraus­setzt, gehört“ Teil der ‘diégèse’ ([Souriau 1951a]Souriau, Etienne (1951): La structure de l’univers filmique et le vocabulaire de la filmologie. Revue de Filmologie, 7, 8.
Notiz: Dt.: Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie. In: Montage AV 6,2, 1997, S. 140–157
: (dt.) S. 151). Ganz entspre­chend begreift auch Domi­nique Chateau die Diege­se eines Films als eine durch diver­se Vorga­ben vorstruk­turier­te Menge von Verhal­tenssi­tuatio­nen, die wechsel­seitig zugäng­lich sind ([Chateau 1976a]Chateau, Dominique (1976): La sémantique du récit. Semiotica, 18.
: S. 215). Dabei werden die jewei­ligen Zugän­ge vor allem durch film-narra­tive Ele­mente etab­liert. Von seiner filmwis­senschaft­lichen Einfüh­rung in den 50er Jahren des 20. Jahrhun­derts ist der Diege­sebe­griff beson­ders in Frankreich in den 1970er und 1980er-Jahren in die Lite­ratur­wissen­schaft über­nommen worden (etwa [Genette 1972a]Genette, Gérard (1972): Figures III. Seuil, Paris.
).[8]

Wulff verweist in dem bereits erwähn­ten Arti­kel unter ande­rem darauf, dass das Diege­tische eines Films in der Regel als ausge­sprochen komple­xe, raumzeit­liche, zudem auf mehre­re Ebe­nen verteil­te Struktur von Situ­atio­nen zu verste­hen ist, in denen die Akteu­re handeln, die von ihnen (und bei Filmen in Grenzen eben auch von den Zuschau­ern) wahrge­nommen werden können – und schließlich: über die (propo­sitio­nal) gespro­chen werden kann. Es handelt sich also, anders gesagt, um eine Vielzahl von mit­einan­der verbun­denen Verhal­tenssi­tuatio­nen – Kontex­ten im oben ausge­führten Sinn.

Im Gegensatz zum Kontext­begriff der moda­len Bildthe­orie mit ihren über Einzel­analy­sen weit hinaus­reichen­den Bezü­gen zur logi­schen Propä­deutik, Sprachphi­loso­phie und Bildanth­ropo­logie wird der Begriff der Diege­se bislang hauptsäch­lich dazu einge­setzt, die Struktu­ren eines Werkes zu ana­lysie­ren.[9]

Notes
  1. ↑ The concept »opaque context«, as used in the philosophy of language, also belongs in this context: cf. Wikipedia: Opaque context.
  2. ↑ Intentional object is anything one directs one's attention to, whether real, fictional, hallucinated, or future planned object; see in particular [Brentano 1874a]Brentano, Franz (1874): Psychologie vom empirischen Standpunkt. Duncker & Humblot, Leipzig.
    , [Meinong 1907a]Meinong, Alexius (1907): Über die Stellung der Gegenstandstheorie im System der Wissenschaften. Voigtländer, Leipzig
    and [Husserl 1929a]Husserl, Edmund (1929): Formale und Transzendentale Logik. Niemeyer, Halle (Saale).
    . See also Wikipedia: Intentionality.
  3. ↑ In ei­nem dann zu be­trach­ten­den kom­p­le­xen Zei­chen kön­nen die Ele­ment­zei­chen ei­nen Teil ih­rer je­wei­li­gen Cha­rak­te­ris­ti­ken ver­lie­ren: So wer­den vir­tu­el­le Räu­me in im­mer­si­ven Sys­te­men zwar mit Hil­fe von Bil­dern im Zu­sam­men­hang mit Ge­räu­schen auf­ge­baut, doch ver­lie­ren die­se Bil­der da­bei zu­min­dest ten­den­zi­ell den Bild­cha­rak­ter, nimmt man sie im im­mer­si­ven Zu­sam­men­hang doch meist nicht mehr als Bil­der wahr (⊳ in­ter­ak­ti­ves Bild, Cy­ber­space).
  4. ↑ Ei­nen Son­der­fall stel­len hier si­cher Bil­der dar, bei de­nen meh­re­re Er­schei­nun­gen des­sel­ben sor­ta­len In­di­vi­du­ums vor­kom­men: Al­ler­dings kön­nen sol­che Exem­pla­re auch als Bild­fol­gen mit un­kla­ren Bild­gren­zen in­ter­pre­tiert wer­den, de­ren Zweck es ins­be­son­de­re ist, Be­zie­hun­gen zwi­schen ver­schie­de­nen Kon­tex­ten her­zu­stel­len.
  5. ↑ Le­dig­lich für die re­fle­xiv ver­wen­de­ten Bil­der sind Aus­nah­men mög­lich; ⊳ auch Kontext­bildung.
  6. ↑ Hier­für spre­chen die von den zu­ge­hö­ri­gen Au­to­ren an­ge­führ­ten Bei­spie­le ei­ne ein­deu­ti­ge Spra­che, geht es doch et­wa um Häu­ser; vgl. [Wiesing 2008a]Wiesing, Lambert (2008): Die Sichtbarkeit des Bildes. Geschichte und Perspektiven der formalen Ästhetik. Campus, Frankfurt/M. & New York.
    Nicht angezeigt: mit einem aktuellen Vorwort des Autors zur Neuvolume
    .
  7. ↑ Vgl. Wi­ki­pe­dia: Di­e­ge­se.
  8. ↑ Man be­ach­te den Be­deu­tungs­wan­del ge­gen­über dem äl­te­ren, di­rek­ter auf die an­ti­ke Phi­lo­so­phie zu­rück­ge­hen­den Di­e­ge­sis-Be­griff in der Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft (vgl. Wi­ki­pe­dia: Di­e­ge­sis): Di­e­ge­sis be­zeich­net ei­nen be­stimm­ten Mo­dus der po­e­ti­schen Hand­lung, der im Ge­gen­satz zur Mi­me­sis steht. Nicht durch Nach­ah­mung son­dern durch Be­richt wird ein Teil der Welt mo­del­liert. Der mo­der­ne Di­e­ge­se-Be­griff ver­weist hin­ge­gen auf die (als lo­gisch ab­ge­schlos­sen be­grif­fe­ne) Welt­struk­tur, die durch ei­ne po­e­ti­sche Hand­lung “zu­gäng­lich” wird. Da­mit steht Di­e­ge­se dem Kon­text­be­griff na­he, Di­e­ge­sis dem Be­griff der Kon­text­bil­dung.
  9. ↑ Vgl. aber auch den Über­sichts­ar­ti­kel zur For­ma­li­sie­rung di­e­ge­ti­scher Be­trach­tun­gen durch mo­dal­lo­gi­sche An­sät­ze in [Kaczmarek 2007a]Kaczmarek, Ludger (2007): Allyfying Leibniz. Einige Aspekte von Kompossibilität und Diegese in filmischen Texten. montage AV - Zeitschrift für Theorie & Geschichte audiovisueller Kommunikation, 12, 2.
    .
Literature
[Barwise & Perry 1984a]Barwise, Jon & Perry, John (1984): Situations and Attitudes. MIT Press, Cambridge, MA.[Brentano 1874a]Brentano, Franz (1874): Psychologie vom empirischen Standpunkt. Duncker & Humblot, Leipzig.[Chateau 1976a]Chateau, Dominique (1976): La sémantique du récit. Semiotica, 18.[Fauconnier 1985a]Fauconnier, Gilles (1985): Mental Spaces. Aspects of Meaning Construction in Natural Language. MIT Press, Cambridge, MA.[Frege 1892a]Frege, Gottlob (1892): Über Sinn und Bedeutung. Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik, 100.[Genette 1972a]Genette, Gérard (1972): Figures III. Seuil, Paris.[Husserl 1929a]Husserl, Edmund (1929): Formale und Transzendentale Logik. Niemeyer, Halle (Saale).[Kaczmarek 2007a]Kaczmarek, Ludger (2007): Allyfying Leibniz. Einige Aspekte von Kompossibilität und Diegese in filmischen Texten. montage AV - Zeitschrift für Theorie & Geschichte audiovisueller Kommunikation, 12, 2.[Kamp 1990a]Kamp, Hans (1990): On the Representation and Transmission of Information: Sketch of a Theory of Verbal Communication Based On Discourse Representation Theory. In: Klein, E. & Veltman, F. (Hg.), Natural Language and Speech. Springer, Berlin.[Kripke 1972a]Kripke, Saul A. (1972): Naming and Necessity. In: Davidson, D. & Harman, G. (Hg.), Semantics of Natural Language. Reidel, Dordrecht.[Lakoff & Johnson 1980a]Lakoff, George & Johnson, Mark (1980): Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago & London.[Levinson 1983a]Levinson, Stephen C. (1983): Pragmatics. Cambridge University Press, Cambridge.[Meinong 1907a]Meinong, Alexius (1907): Über die Stellung der Gegenstandstheorie im System der Wissenschaften. Voigtländer, Leipzig [Schirra 2001a]Schirra, Jörg R.J. (2001): Bilder   ——   Kontextbilder. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildhandeln. Interdisziplinäre Forschungen zur Pragmatik bildhafter Darstellungsformen. Skriptum, Magdeburg.[Souriau 1951a]Souriau, Etienne (1951): La structure de l’univers filmique et le vocabulaire de la filmologie. Revue de Filmologie, 7, 8.[Souriau 1953a]Souriau, Etienne (1953): L’Univers filmique. Flammarion, Paris.[Tugendhat 1976a]Tugendhat, Ernst (1976): Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Wiesing 2008a]Wiesing, Lambert (2008): Die Sichtbarkeit des Bildes. Geschichte und Perspektiven der formalen Ästhetik. Campus, Frankfurt/M. & New York.[Wulff 2007a]Wulff, Hans J. (2007): Schichtenbau und Prozesshaftigkeit des Diegetischen: Zwei Anmerkungen. montage AV - Zeitschrift für Theorie & Geschichte audiovisueller Kommunikation, 16, 2.

Version 1: 2013

Responsible:

Contributions by: Joerg R.J. Schirra und Marcel Lemmes — (Note)

Quote as:

[Schirra 2013g-o]Schirra, Jörg R.J. (2013). Kontext. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Kontext].
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Schirra, Jörg R.J. (2013). Context. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Glossar-English:Context].