Sehendes Sehen

Aus Glossar der Bildphilosophie
Version vom 4. November 2013, 12:04 Uhr von Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge) (Schützte „Sehendes Sehen“: Abschluß der Bearbeitung ([edit=sysop] (unbeschränkt) [move=sysop] (unbeschränkt)))
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Unterpunkt zu: Wahrnehmungstheorien: Übersicht


»Sehendes Sehen«

Der Ausdruck ‘sehendes Sehen’ wurde geprägt von Max Imdahl (1925-1988), einem deutschen Kunst­historiker, der zeit­weise auch als bildender Künstler tätig war. Für Imdahls Methode der Werk­analyse, von ihm als ‘Ikonik’ bezeichnet, spielt der Begriff des »sehenden Sehens« im Zusammen­hang mit Imdahls Auf­fassung eines »wieder­erkennenden Sehens« eine grund­legende Rolle. Im Folgenden soll ein Über­blick gegeben werden über die folgenden Aspekte: Imdahls Ent­wicklung des Begriffes »sehendes Sehen«, Bezug zur »Ikonik«, Imdahls Bezug­nahme auf und Kritik an Autoren wie Fiedler oder Panofsky, Rezeption von Imdahls Methode, mögliche Anknüpfungs­punkte für die aktuelle bild­wissenschaftliche Forschung.


Imdahls Entwicklung des Begriffes »sehendes Sehen«

Imdahl entwickelt und konturiert den Begriff des »sehenden Sehens« durch Bezug­nahme auf sein Verständnis von einem »wieder­erkennenden Sehen« (erst­mals in einem Aufsatz von 1974; vgl. [Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
). Ausgangs­punkt ist für Imdahl dabei die Annahme einer »prinzipiell möglichen Unter­scheidung« ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 304) zwischen den beiden Weisen zu Sehen. Für Imdahls weiter­führende Über­legungen, einmal im Zusammen­hang mit – für ihn immer zentralen – konkreten Bild­analysen und dann im Besonderen grund­legend zur Ikonik, ist ihm die genaue Bestimmung des variablen Verhält­nisses zwischen den beiden Sicht­weisen von besonderem Interesse. Dabei steht das »wieder­erkennende Sehen« – in Bezug­nahme auf das normale, „zur Gewohnheit gewordene(n) Gegenstands­sehen“ – für eine Haltung, die eine Ein­lösung des „im Sehenden schon vorgefaßte[n] Konzept[es]“ ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 304) mit sich bringt. Im Unter­schied dazu wäre dann für ein »sehendes Sehen« charakteristisch, sich bei der Bild­betrachtung eben nicht auf schon vorge­gebene Konzepte zu beziehen, sondern Teile einer Bild­konstruktion als „optisch autonome, immanent geregelte“ ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 304) zu begreifen. Beispiel­gebend für die Darstellung eine derar­tigen Bild­konstruktion führt Imdahl etwa die Malerei Cézannes an, wobei hier die „Wechsel­beziehung zwischen optisch autonomer Bild­konstruktion und Gegen­stand bedingt [ist] in einer Abwand­lung jener normalen Verbindung zwischen sehendem und wieder­erkennenden Sehen“, wie sie im normalen Gegen­stand­sehen zu beobachten wäre, wobei hierbei die Bild­konstruktion „in eben dieser Um­wertung zugleich mit dem Gegen­stande verbunden“ ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 304) bliebe. Wie bereits erwähnt, ist es ein zentrales Anliegen Imdahls, seine Analyse­methoden immer am konkreten Werk zu entwickeln und zu über­prüfen. Erkennbar ist diese Haltung auch am Titel des Auf­satzes von 1974, der eben die Namen der zu besprechenden Künstler an den Beginn stellt, und nicht etwa das für die Analyse zugrunde­liegende Verhältnis zwischen Bild­autonomie und Gegenstands­sehen. Exemplarisch für Imdahls Anwendung seiner Über­legungen, nachfolgend eine Passage zum Vergleich der Werke Cézannes und Bracques:

Eben im Rahmen dieser grundsätzlichen Vergleich­barkeit lassen sich die Bilder Cézannes und Braques aber auch deutlich voneinander unter­scheiden, ja beide Bilder repräsentieren geradezu verschiedene Grund­typen einer Malerei, die auf eine optisch autonome, um Abbildung prinzipiell unbe­kümmerte Bild­konstruktion abzielt und diese dennoch auf den Gegen­stand bezogen hält. Im Falle Cézannes besteht – gemäß der Aussage des Malers – die Bild­konstruktion als eine optisch autonome, immanent geregelte Zusammen­hang­bildung von nur dem gegen­stands­freien Sehen sich zeigenden Sicht­bar­keits­werten des Gegen­standes: (...) dessen Wahr­nehmung ein zwar gegen­ständliches, aber das wieder­erkennende dem sehenden Sehen unter­ordnendes Sehen erzwingt (...). Im Falle Braques besteht dagegen – gemäß der Aussage des Malers – die optisch autonome, immanente geregelte Bild­konstruktion als das Produkt eines vom Grund auf ent­werfenden, von aller wie immer gesehenen Vor­gegeben­heit sich befreien­den Form­willens, jedoch enthält die Bild­konstruktion solche gegen­ständlichen Bezeichnungs­werte, die das weniger sehende als viel­mehr wieder­erkennende Sehen des Gegenstandes gleichermaßen beanspruchen wie auch die diesem Sehen mögliche Gegenstands­erfahrung unterbieten. ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 326)


»Erkennendes Sehen« und »Ikonik«, Bezüge zu und Kritik an Fiedler und Panofsky

Das »sehende Sehen« im Sinne Imdahls steht für eine Sicht­weise, die sich von der Praxis, das betrachtete Objekt Begriffen unter­zuordnen, grund­legend distanziert. In der Kritik an einer solchen Praxis sieht sich Imdahl den Auf­fassungen Konrad Fiedlers (1841-1895) nahestehend, der es scharf verurteilt, „die Anschauung als Mittel, zum Begriff zu gelangen“ ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 55, 312), aufzufassen. In dieser Kritik sieht Imdahl den „Ausgangs­punkt der Fiedlerschen Lehre“ ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 55). Eingefordert wäre hier,

daß die Anschauung eine von aller (begrifflichen) Abstrak­tion unab­hängige Bedeutung habe, daß das Vermögen der Anschauung so gut wie das abstrakte Denk­vermögen ein recht habe, zu einem geregelten und bewußten Gebrauch ausge­bildet zu werden (...) ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 312).

Thematisch werden damit – aus heutiger Sicht formuliert – grund­legende Fragen zur Natur nicht-propositionaler Erkenntnis­formen, in Bezug auf die Wahrnehmung von Kunst­werken. Auf dieser erkenntnis­theoretischen Ebene dürften auch Anknüpfungs­punkte zu aktuellen bild­wissen­schaft­lichen Debatten zu finden sein, dazu später mehr.

Imdahl beruft sich somit auf einer erkenntnis­theore­tischen Ebene und in Bezug auf seine Werk­auffassung explizit und wieder­holt auf Fiedler (siehe etwa [Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 42-113), aber für die Formulierung seiner »Ikonik«, distanziert er sich zu einem späteren Zeitpunkt in ent­scheidenden Punkten wiederum grundlegend, nämlich bezogen auf Fiedlers „Definitionen von Form und Komposition“ ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 92). Seine Kritik trifft in diesen Punkten und im selben Zusammen­hang auch Panofsky. Beide Autoren diskutiert Imdahl in den Passagen, die seine „ikonische Betrachtungs­weise“, die »Ikonik«, begründen, im Kapitel «Ikono­graphie – Ikono­logie – Ikonik» seines Buches über Giotto ([Imdahl 1996b]Imdahl, Max (1996): Giotto. Arenafresken. Fink, München.
: S. 84-98). Imdahls Kritik an Panofskys ikono­graphisch-ikono­logischer Inter­pretation­smethode ist dabei genau genommen, bei aller diplomatischen Bezug­nahme in den vorher­gehenden Passagen, grund­legend, da laut Imdahl „[b]eide Interpretationen (...) jeweils einseitig, (...) die der Malerei mögliche Bild­leistung [verfehlen]“ ([Imdahl 1996b]Imdahl, Max (1996): Giotto. Arenafresken. Fink, München.
: S. 91.).[1] Diese mögliche Bild­leistung sieht Imdahl gegeben im Zusammen­wirken von sehendem und wieder­erkennenden Sehen, dem »erkennenden Sehen«:

[Diese mögliche Bildleistung] besteht aber dann, wenn sich die Erfahrungen eines autonomen, sehenden Sehens und eines hetero­nomen, wieder­erkennen­den Gegenstand­sehens und die ihnen entsprechenden syntaktischen und semantischen Sinn­ebenen zu einer durch nichts anderes zu substituierenden Bild­identität ineinander vermitteln, wenn das wieder­erkennende Sehen und das sehende Sehen zu den ungeahnten oder gar unvor­denklichen Erfahrungen eines erkennenden Sehens zusammenwirken (...) ([Imdahl 1996b]Imdahl, Max (1996): Giotto. Arenafresken. Fink, München.
: S. 92)

Erst im vermittelten Verhältnis von sehendem und wieder­erkennendem Sehen sieht Imdahl also seine ikonische Betrachtungs­weise realisiert:

[D]er Ikonik wird das Bild zugänglich als ein Phänomen, in welchem gegen­ständliches, wieder­erkennendes Sehen, und formales, sehendes Sehen sich ineinander vermitteln zur Anschauung einer höheren, die praktische Seh­erfah­rung sowohl ein­schließenden als auch prinzipiell über­bietenden Ordnung und Sinn­totalität. ([Imdahl 1996b]Imdahl, Max (1996): Giotto. Arenafresken. Fink, München.
: S. 92-93)


Rezeption von Imdahls Methodik

Affirmativ etwa [Boehm 1995a]Boehm, Gottfried (1995): Bildbeschreibung. Über die Grenzen von Bild und Sprache. In: Boehm, G. & Pfotenhauer, H. (Hg.), Beschreibungskunst, Kunstbeschreibung: Ekphrasis von der Antike bis zur Gegenwart. Fink, München.
in dem von ihm heraus­gegebenen Band «Was ist ein Bild», durch Abdruck des Bei­trages von Imdahl «Ikonik. Bilder und ihre An­schauung» ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 300-324). Im selben Band auch mit direkter Bezug­nahme und weiter­führenden Über­legungen Walden­fels mit seinem Aufsatz «Ordnungen des Sicht­baren» ([Waldenfels 1994a]Waldenfels, Bernhard (1994): Ordnungen des Sichtbaren. Zum Gedenken an Max Imdahl. In: Boehm, G. (Hg.), Was ist ein Bild?. Fink, München.
), speziell der Teil «Kunst­theoretisches Vor­spiel: Sehendes und wieder­erkennendes Sehen» (234-237).[2]. Gottfried Boehm bietet eine Ein­führung zum Band «Reflexion, Theorie, Methode» ([Imdahl 1996c]Imdahl, Max (1996): Reflexion, Theorie, Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Mit e. Beitr. v. H. R. Jauß. Hrsg. u. eingel. v. G. Boehm
: S. 7-41), wobei er dort Imdahls Unter­scheidung von sehendem und wieder­erkennenden Sehen auf dem Weg zur Ikonik als „die wohl wichtigste, im übrigen auch die erfolg­reichste Etappe“ einstuft ([Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Wiederauflage der Schrift von 1974
: S. 92-29). Zur Kritik an Imdahls Geschichts­auffassung siehe etwa [Rosenberg 2006a]Rosenberg, Raphael (2006): Ikonik und Geschichte. Zur Frage der historischen Angemessenheit von Max Imdahls Kunstbetrachtung .
Webadresse: archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2006/193
. Kritisch und sehr differenziert zum Verhältnis Imdahl/Panofsky: [Thürlemann 2009a]Thürlemann, Felix (2009): Ikonographie, Ikonologie, Ikonik: Max Imdahl liest Erwin Panofsky. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildtheorien: Anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn. Suhrkamp, Frankfurt/M.
. Einmal aus analytischer Sicht, aber dann Imdahl kritisch bewertend: [Steinbrenner 1997a]Steinbrenner, Jakob (1997): Doppelbilder: Manet und Imdahl. In: Steinbrenner, J. & Winko, U. (Hg.), Bilder in der Philosophie & in anderen Künsten & Wissenschaften. Schöningh, Paderborn.
. Nahe­liegend aus analytischer Sicht ist dabei die Verbindung von »Ikonik« zu Good­mans Begriff der Exem­pli­fika­tion.

Anmerkungen
  1. ↑ Ein sehr differenzierter Beitrag zum Verhältnis Imdahl/Panofsky findet sich in [Thürlemann 2009a]Thürlemann, Felix (2009): Ikonographie, Ikonologie, Ikonik: Max Imdahl liest Erwin Panofsky. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildtheorien: Anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn. Suhrkamp, Frankfurt/M.
    .
  2. ↑ Ob es legitim ist, Imdahl explizit einer phänomeno­logischen Position zuzuordnen, bliebe aus meiner Sicht noch zu diskutieren. So wäre etwa Imdahls eher analytischer Bezug auf syntaktische und semantische Sinn­ebenen im Zusammenhang mit seiner »Ikonik« der Phäno­meno­logie doch eher fremd.
Literatur
[Boehm 1995a]Boehm, Gottfried (1995): Bildbeschreibung. Über die Grenzen von Bild und Sprache. In: Boehm, G. & Pfotenhauer, H. (Hg.), Beschreibungskunst, Kunstbeschreibung: Ekphrasis von der Antike bis zur Gegenwart. Fink, München.[Imdahl 1996a]Imdahl, Max (1996): Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, G. (Hg.), Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Imdahl 1996b]Imdahl, Max (1996): Giotto. Arenafresken. Fink, München.[Imdahl 1996c]Imdahl, Max (1996): Reflexion, Theorie, Methode. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Rosenberg 2006a]Rosenberg, Raphael (2006): Ikonik und Geschichte. Zur Frage der historischen Angemessenheit von Max Imdahls Kunstbetrachtung .[Steinbrenner 1997a]Steinbrenner, Jakob (1997): Doppelbilder: Manet und Imdahl. In: Steinbrenner, J. & Winko, U. (Hg.), Bilder in der Philosophie & in anderen Künsten & Wissenschaften. Schöningh, Paderborn.[Thürlemann 2009a]Thürlemann, Felix (2009): Ikonographie, Ikonologie, Ikonik: Max Imdahl liest Erwin Panofsky. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildtheorien: Anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Waldenfels 1994a]Waldenfels, Bernhard (1994): Ordnungen des Sichtbaren. Zum Gedenken an Max Imdahl. In: Boehm, G. (Hg.), Was ist ein Bild?. Fink, München.

Verantwortlich:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra, Marcel Lemmes und Eva Schürmann — (Hinweis)