Referenz, Denotation, Exemplifikation: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Elisabeth Birk (Diskussion | Beiträge)
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=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====
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Eine der grundlegenden Debatten in der Bildtheorie beschäftigt sich mit der Frage, ob Ähnlichkeit [http://www.bildwissenschaft.org/netzwerk/glossar/index.php/%C3%84hnlichkeit_und_wahrnehmungsnahe_Zeichen]konstitutiv für ikonische Darstellung ist. Neuestens hat etwa F. Stjernfelt  im Rückgriff auf Peirce diese Position vertreten (vgl. <bib id='Stjernfelt 2007a'>Stjernfelt 2007a</bib>). Eine der Gegenpositionen gegen eine solche Ähnlichkeitstheorie vertreten Referenzsemantiken<ref>Die Bezeichnung wird hier der Kürze halber für Goodmans Theorie verwendet, weil das dem allgemeinen Gebrauch entspricht (vgl. etwa <bib id='Nöth 2000a'>Nöth 2000a</bib>: S.152ff.), es sei aber darauf hingewiesen, daß Goodmans Extensionalismus sich in etlichen Punkten von der Herangehensweise anderer, ebenfalls einer Referenzsemantik zugerechneten Autoren wie Russell oder Carnap unterscheidet.</ref>, die Abbildbeziehungen auf Bezugnahmerelationen zurückführen. Nelson Goodmans Symboltheorie ist eine der  komplexesten und für die die Bildtheorie interessantesten Theorien dieses Typs: Er führt neben der Denotation einen weiteren Typ von Bezugnahmerelation ein, die Exemplifikation, und macht seine Theorie dadurch allgemein anwendbar.  
Eine der grundlegenden Debatten in der Bildtheorie beschäftigt sich mit der Frage, ob Ähnlichkeit [http://www.bildwissenschaft.org/netzwerk/glossar/index.php/%C3%84hnlichkeit_und_wahrnehmungsnahe_Zeichen]konstitutiv für ikonische Darstellung ist. Neuestens hat etwa F. Stjernfelt  im Rückgriff auf Peirce diese Position vertreten (vgl. <bib id='Stjernfelt 2007a'>Stjernfelt 2007a</bib>). Eine der Gegenpositionen gegen eine solche Ähnlichkeitstheorie vertreten Referenzsemantiken<ref>Die Bezeichnung wird hier der Kürze halber für Goodmans Theorie verwendet, weil das dem allgemeinen Gebrauch entspricht (vgl. etwa <bib id='Nöth 2000b'>Nöth 2000b</bib>: S.152ff.), es sei aber darauf hingewiesen, daß Goodmans Extensionalismus sich in etlichen Punkten von der Herangehensweise anderer, ebenfalls einer Referenzsemantik zugerechneten Autoren wie Russell oder Carnap unterscheidet.</ref>, die Abbildbeziehungen auf Bezugnahmerelationen zurückführen. Nelson Goodmans Symboltheorie ist eine der  komplexesten und für die die Bildtheorie interessantesten Theorien dieses Typs: Er führt neben der Denotation einen weiteren Typ von Bezugnahmerelation ein, die Exemplifikation, und macht seine Theorie dadurch allgemein anwendbar.  
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Version vom 6. September 2011, 19:44 Uhr

Unterpunkt zu: Bildsemantik


Darstellung des gr. Zusammenhangs

Eine der grundlegenden Debatten in der Bildtheorie beschäftigt sich mit der Frage, ob Ähnlichkeit [1]konstitutiv für ikonische Darstellung ist. Neuestens hat etwa F. Stjernfelt im Rückgriff auf Peirce diese Position vertreten (vgl. [Stjernfelt 2007a]Stjernfelt, Frederik (2007): Diagrammatology. An Investigation on the Borderlines of Phenomenology, Ontology, and Semiotics. Springer, Dordrecht.
). Eine der Gegenpositionen gegen eine solche Ähnlichkeitstheorie vertreten Referenzsemantiken[1], die Abbildbeziehungen auf Bezugnahmerelationen zurückführen. Nelson Goodmans Symboltheorie ist eine der komplexesten und für die die Bildtheorie interessantesten Theorien dieses Typs: Er führt neben der Denotation einen weiteren Typ von Bezugnahmerelation ein, die Exemplifikation, und macht seine Theorie dadurch allgemein anwendbar.

Engere Begriffsbestimmung
optional Beispiele
Auswirkungen auf andere Begriffe
Anmerkungen
  1. ↑ Die Bezeichnung wird hier der Kürze halber für Goodmans Theorie verwendet, weil das dem allgemeinen Gebrauch entspricht (vgl. etwa [Nöth 2000b]Nöth, Winfried (2000): Handbuch der Semiotik. Metzler, Stuttgart, Weimar.
    Nicht angezeigt: 2., vollständig neu bearbeitete u. erweiterte Auflage
    : S.152ff.), es sei aber darauf hingewiesen, daß Goodmans Extensionalismus sich in etlichen Punkten von der Herangehensweise anderer, ebenfalls einer Referenzsemantik zugerechneten Autoren wie Russell oder Carnap unterscheidet.
Literatur
[Elgin 1993a]Elgin, Catherine Z. (1993): Relocating Aesthetics. Goodman’s Epistemic Turn. Revue Internationale de Philosophie, 46.[Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.[Goodman 1978a]Goodman, Nelson (1978): Ways of Worldmaking. Hackett, Indianapolis.[Nöth 2000b]Nöth, Winfried (2000): Handbuch der Semiotik. Metzler, Stuttgart, Weimar.[Scholz 2004a]Scholz, Oliver R. (2004): Bild, Darstellung, Zeichen. Philosophische Theorien bildhafter Darstellungen. Klostermann, Frankfurt/M.[Stjernfelt 2007a]Stjernfelt, Frederik (2007): Diagrammatology. An Investigation on the Borderlines of Phenomenology, Ontology, and Semiotics. Springer, Dordrecht.

Verantwortlich:

Elisabeth Birk

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra, Elisabeth Birk und Marcel Lemmes — (Hinweis)