Diagramm: Unterschied zwischen den Versionen
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<!--Bei Diagrammen im hier im Folgenden zu beschreibenden weiteren Sinne handelt es sich um mehr oder minder abstrakte grafische Darstellungen von Daten oder Sachverhalten, die Beziehungen und Verhältnisse aufzeigen und die im Mit- bzw. Nachvollzug der grafischen Darstellung zugleich Möglichkeiten der Rekonfiguartion dieser Beziehungen und Verhältnisse offenlegen. Diagramme können so einerseits didaktische als auch heuristisch- epistemische Funktionen erfüllen. Sie haben abbildenden, repräsentativen Charakter, der von einer Reihe von Diagrammtheoretikern im Anschluss an Charles Sanders Peirce unter Rückgriff auf den Begriff der Ikonizität bzw. „Ähnlichkeit“ erläutert wird. Dabei wird diese Ähnlichkeit als „Strukturähnlichkeit“ aufgefasst.(vgl. Peirce: Collected Papers 2.282) | <!--Bei Diagrammen im hier im Folgenden zu beschreibenden weiteren Sinne handelt es sich um mehr oder minder abstrakte grafische Darstellungen von Daten oder Sachverhalten, die Beziehungen und Verhältnisse aufzeigen und die im Mit- bzw. Nachvollzug der grafischen Darstellung zugleich Möglichkeiten der Rekonfiguartion dieser Beziehungen und Verhältnisse offenlegen. Diagramme können so einerseits didaktische als auch heuristisch- epistemische Funktionen erfüllen. Sie haben abbildenden, repräsentativen Charakter, der von einer Reihe von Diagrammtheoretikern im Anschluss an Charles Sanders Peirce unter Rückgriff auf den Begriff der Ikonizität bzw. „Ähnlichkeit“ erläutert wird. Dabei wird diese Ähnlichkeit als „Strukturähnlichkeit“ aufgefasst.(vgl. Peirce: Collected Papers 2.282) | ||
Diagramme bzw. diagrammatische Darstellungen kommen in allen möglichen Lebens-, Wissens und Wissenschaftsbereichen zum Einsatz. In der Mathematik und den Naturwissenschaften ebenso wie in den Kulturwissenschaften und selbst in der Philosophie. Dieses bildphilosophischen Glossar beruht ja in seiner Struktur selbst auf einer diagrammatischen Begriffskarte, die auf der Webseite dieses Glossars in einer (um die Unterpunkte) reduzierten Form auch grafisch abgebildet ist. | Diagramme bzw. diagrammatische Darstellungen kommen in allen möglichen Lebens-, Wissens und Wissenschaftsbereichen zum Einsatz. In der Mathematik und den Naturwissenschaften ebenso wie in den Kulturwissenschaften und selbst in der Philosophie. Dieses bildphilosophischen Glossar beruht ja in seiner Struktur selbst auf einer diagrammatischen Begriffskarte, die auf der Webseite dieses Glossars in einer (um die Unterpunkte) reduzierten Form auch grafisch abgebildet ist. | ||
Die zentralen funktional relevanten Strukturmerkmale von Diagrammen, sollen im Folgenden unter drei Stichwortpunkten expliziert und verdeutlicht werden | Die zentralen funktional relevanten Strukturmerkmale von Diagrammen, sollen im Folgenden unter drei Stichwortpunkten expliziert und verdeutlicht werden: | ||
a) die spezifische Fähigkeit von Diagrammen zur Sichtbarmachung und Veranschaulichung. | a) die spezifische Fähigkeit von Diagrammen zur Sichtbarmachung und Veranschaulichung. | ||
b) die Syntaktizität von Diagrammen | b) die Syntaktizität von Diagrammen | ||
c) die „Operativität“ bzw. Pragmatik von Diagrammen | c) die „Operativität“ bzw. Pragmatik von Diagrammen | ||
a) zur Sichtbarmachung und Veranschaulichung durch Diagramme. | a) zur Sichtbarmachung und Veranschaulichung durch Diagramme. | ||
Version vom 8. Januar 2012, 18:20 Uhr
Unterpunkt zu: Bildmedien
Darstellung des gr. ZusammenhangsEngere Begriffsbestimmungoptional BeispieleAuswirkungen auf andere Begriffe |
Anmerkungen
Literatur
[Bauer & Ernst 2010a]Bauer, Matthias & Ernst, Christoph (2010): Diagrammatik. Einführung in ein kultur- und medienwissenschaftliches Forschungsfeld. transcript, Bielefeld.[Birk 2012b]Birk, Elisabeth (2012): Review to: Frederik Stjernfelt: Diagrammatology: An Investigation on the Borderlines of Phenomenology, Ontology, and Semiotics, New York 2007.[Bogen & Thürlemann 2003a]Bogen, Steffen & Thürlemann, Felix (2003): Jenseits der Opposition von Text und Bild. In: Patschovsky, A. (Hg.), Die Bildwelt der Diagramme Joachims von Fiore: Zur Medialität religiös-politischer Programme im Mittelalter. Jan Thorbecke, Ostfildern.[Bogen 2005b]Bogen, Steffen (2005): Schattenriss und Sonnenuhr. Überlegungen zu einer kunsthistorischen Diagrammatik. Zeitschrift für Kunstgeschichte, 68, 2.[Dirmoser 2004a]Dirmoser, Gerhard (2004): Vom Nutzen schematischer Zeichnungen – Teil I.[Dirmoser 2006a]Dirmoser, Gerhard (2006): Ein Diagramm ist (k)ein Bild.[Gehring 1992a]Gehring, Petra (1992): Paradigma einer Methode. Der Begriff des Diagramms im Strukturdenken von M. Foucault und M. Serres. In: Gehring, P.; Keutner, T.; Maas, J.F. & Ueding, W. M. (Hg.), Diagrammatik und Philosophie. Rodopi, Amsterdam, Atlanta.[Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.[Krämer 2009a]Krämer, Sybille (2009): Operative Bildlichkeit: Von der Grammatologie zu einer Diagrammatologie? Reflexionen über erkennendes ‚Sehen’. In: Heßler, M. & Mersch, D. (Hg.), Logik des Bildlichen. Zur Kritik der ikonischen Vernunft. transcript, Bielefeld.[Peirce 1998a]Peirce, Charles S. (1998): Collected Papers, Vol. 2: Elements of Logic. Thoemmes, Bristol.[Reichert 2011a]Reichert, André (2011): Diagrammatik als Präphilosophie und Metaphysik. Von einer schriftbildlichen Perspektive zu einer Perspektivierung von Schriftbildlichkeit. In: Krämer, S. & Giertler, M. (Hg.), Schriftbildlichkeit. Fink, Paderborn.[Sachs-Hombach 2003a]Sachs-Hombach, Klaus (2003): Das Bild als kommunikatives Medium. Elemente einer allgemeinen Bildwissenschaft. Halem, Köln.[Schirra 2007b]Schirra, Jörg R.J. (2007): Computational Visualistics and Picture Morphology. An Introduction. In: Schirra, J.R.J. (Hg.), Computational Visualistics and Picture Morphology. Halem, Köln.[Shin 2002a]Shin, Sun-Joo (2002): The Iconic Logic of Peirce’s Graphs. MIT Press, Bradford, Cambridge, Ma.[Siegel 2009a]Siegel, Steffen (2009): TABULA. Figuren der Ordnung um 1600. Akademie, Berlin.[Stetter 2005a]Stetter, Christian (2005): Bild, Diagramm, Schrift. In: Grube, G. & Kogge, W. & Krämer, S. (Hg.), Schrift. Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine. Fink, München.[Stjernfelt 2007a]Stjernfelt, Frederik (2007): Diagrammatology. An Investigation on the Borderlines of Phenomenology, Ontology, and Semiotics. Springer, Dordrecht.[Wilharm 1992a]Wilharm, Heiner (1992): Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. In: Gehring, P.; Keutner, T.; Maas, J.F. & Ueding, W.M. (Hg.), Diagrammatik und Philosophie. Rodopi, Amsterdam & Atlanta. Verantwortlich: Seitenbearbeitungen durch: Rainer Totzke, Joerg R.J. Schirra, Dimitri Liebsch, Christoph Martin und Marcel Lemmes — (Hinweis) |