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Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
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* ''Bildlichkeit: Bedingungen und Folgen'': Nach reiflicher Überlegung erscheint es den Herausgebern sinnvoller, eine eigene Theorieperspektive für eine Reihe von bildphilosophisch wichtigen Begriffen bereitzustellen, als diese in die fünf anderen Kapitel einzuordnen (obwohl auch das möglich wäre), da auf diese Weise eine spezifische, von den anderen Theorieperspektiven nicht (oder jedenfalls nicht deutlich) aufgezeigte Herangehensweise aufgezeigt werden kann. Dabei wird unter dem Ausdruck "Bildlichkeit" in verschiedenen Forschungstraditionen durchaus recht Unterschiedliches verstanden. Einerseits wird mit dem Ausdruck Bezug genommen auf die charakteristischen Eigenheiten, die einem Gegenstand überhaupt zukommen, wenn er als ein Bild gewertet wird (bzw. die Kompetenzen, die Wesen benötigen, um jene Eigenschaften zuschreiben zu können). Andererseits soll mit dem Wort ein ganz besonderer Komplex von Bildeigenschaften zum Ausdruck gebracht werden, die nämlich nur den "Bildern im emphatischen Sinn" (...) zukommen. "Bildlichkeit" in diesem zweiten Sinn käme also gar nicht Bildern allgemein zu, sondern nur speziellen, ihre Bildlichkeit (im ersten Sinn) besonders hervorhebenden Bildern (oder: Bildern, mit denen sich Bildlichkeit besonders deutlich aufzeigen läßt). Der spezifische Zugang dieser Theorieperspektive besteht in der (wahlweise transzendental-philosophisch oder argumentationstheoretisch-begriffsgenetisch zu verstehnden) Frage nach den ''Grundbegriffen der Bildlichkeit'' in dem einen oder anderen Sinn. Zudem ergeben sich aus den begriffsgenetischen Betrachtungen bestimmte ''Auswirkungen'', die die Synthese eines Bildbegriffs auf andere Zusammenhänge hat.
* ''Bildlichkeit: Bedingungen und Folgen'': Nach reiflicher Überlegung erscheint es den Herausgebern sinnvoller, eine eigene Theorieperspektive für eine Reihe von bildphilosophisch wichtigen Begriffen bereitzustellen, als diese in die fünf anderen Kapitel einzuordnen (obwohl auch das möglich wäre), da auf diese Weise eine spezifische, von den anderen Theorieperspektiven nicht (oder jedenfalls nicht deutlich) aufgezeigte Herangehensweise aufgezeigt werden kann. Dabei wird unter dem Ausdruck "Bildlichkeit" in verschiedenen Forschungstraditionen durchaus recht Unterschiedliches verstanden. Einerseits wird mit dem Ausdruck Bezug genommen auf die charakteristischen Eigenheiten, die einem Gegenstand überhaupt zukommen, wenn er als ein Bild gewertet wird (bzw. die Kompetenzen, die Wesen benötigen, um jene Eigenschaften zuschreiben zu können). Andererseits soll mit dem Wort ein ganz besonderer Komplex von Bildeigenschaften zum Ausdruck gebracht werden, die nämlich nur den "Bildern im emphatischen Sinn" (...) zukommen. "Bildlichkeit" in diesem zweiten Sinn käme also gar nicht Bildern allgemein zu, sondern nur speziellen, ihre Bildlichkeit (im ersten Sinn) besonders hervorhebenden Bildern (oder: Bildern, mit denen sich Bildlichkeit besonders deutlich aufzeigen läßt). Der spezifische Zugang dieser Theorieperspektive besteht in der (wahlweise transzendental-philosophisch oder argumentationstheoretisch-begriffsgenetisch zu verstehnden) Frage nach den ''Grundbegriffen der Bildlichkeit'' in dem einen oder anderen Sinn. Zudem ergeben sich aus den begriffsgenetischen Betrachtungen bestimmte ''Auswirkungen'', die die Synthese eines Bildbegriffs auf andere Zusammenhänge hat.
   
   
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[[Image:Glossar1.jpg|frame|30em|center|Graphische Darstellung der inhaltlichen Aufteilung]] 
 


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Version vom 29. September 2010, 14:48 Uhr


Achtung: Das Glossar wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt erst aufgebaut. Daher ist der Zugang zu den Glossarartikeln noch auf die Mitglieder des Netzwerks und die akkreditierten Gastautoren beschränkt. Nur einzelne "Verwaltungs"seiten sind bereits allgemein zugänglich. Die Veröffentlichung ist für Anfang 2012 geplant.


Vorwort

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Intentionen

»Glossar«:

"Ein fachsprachliches oder technisches Glossar listet die Terminologie einer Fachsprache oder eines technischen Sachgebietes mit begrifflich-sachlichen Definitionen auf, die den richtigen Gebrauch dieser Fachausdrücke und deren eindeutiges Verständnis sichern sollen." heißt es bei Wikipedia.[1] Faktisch variiert die Länge der einzelnen Artikel bei bestehenden Glossaren beträchtlich. Von knappen, nur wenige Zeilen umfassenden Wörterbucheinträgen zu je einem einzelnen Fachterminus reicht die Spannbreite bis zu umfangreichen Abhandlungen, die größere Zusammenhänge eher im Sinne eines Handbuchs erläutern und entsprechend oft viele Fachtermini in ihrem jeweiligen Kontext ausführlicher betrachten. Die Art der Artikel hat natürlich neben den sachlichen, dem jeweiligen Fachgebiet geschuldeten Gründen auch merklichen Einfluß darauf, wie die Schlagwörter im Glossar geordnet sind, insbesondere wenn neben rein äußerliche Gliederungskriterien, wie die alphabetische Anordnung der Lemmata, inhaltliche Gliederungskriterien treten. Dabei führt eine strikte hierarchische Aufgliederung zwar zu einer besonders übersichtlichen Strukturierung, entspricht aber häufig nicht den sachlichen Gegebenheiten des betrachteten Sachgebiets. In den mit diesem System präsentierten Seiten handelt es sich um ein online-verfügbares Glossar zum Fachgebiet "Bildphilosophie".[2]


»Bildphilosophie«:

Dieses Glossar soll die spezifischen Begriffe der Bildphilosophie auf kurze, sachliche Weise bestimmen und im jeweiligen Kontext verständlich machen. Sei daher das Fachgebiet Bildphilosophie zunächst von den beiden seine Bezeichnung konstituierenden Begriffen »Bild« und »Philosophie« her näher bestimmt:


»Bild«:

Im Alltagsleben kann wohl jeder mehr oder weniger intuitiv Bilder unterscheiden von anderen Dingen. Diese Intuitionen mögen zunächst auch genügen, um sich dem Thema der Bildphilosophie zu nähern. Allerdings fällt es der Fachwelt nach wie vor schwer, sich auf eine prägnante Definition des Begriffs Bild zu einigen. Tatsächlich ist immer noch umstritten, ob überhaupt nur ein einziger Begriff vorliegt oder eine Überlagung mehr oder weniger verwandter Begriffe im Sinne der Wittgensteinschen Familienähnlichkeit, oder ob schließlich nicht gar die Bildphänomene so heterogen sind, dass vernünftiger Weise nur von einer Menge teilweise völlig unterschiedlicher Bildbegriffe auszugehen ist.


»Philosophie«:

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Damit ergibt sich als nähere Bestimmung der Bildphilosophie also ...


»Glossar der Bildphilosophie«:

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Erläuterungen zur Aufteilung

"Die Logik dieses Glossars soll einer weichen, Überschneidungen zulassenden Systematik entsprechen; eher im Sinne eines Handbuches als eines Wörterbuchs. Die Struktur des Glossars ist ungefähr folgende: Es gibt sechs "Theorieperspektiven", die jeweils einen speziellen thematischen Blickwinkel auf bildphilosophische Themen werfen und aus je drei bis fünf zentralen Hauptpunkten bestehen. Jeder Hauptpunkt besteht aus einem einleitenden Artikel von ca. anderthalb bis zwei Seiten und fasst eine Menge von Unterpunkten zusammen, die je etwa vier Manuskriptseiten aufweisen. Neben den Unterpunkten gibt es Verweispunkte, mit denen Mehrdeutigkeiten aufgelöst werden und die im Wesentlichen auf andere Glossarartikel verweisen."[3]

Die inhaltliche Aufteilung des Glossars erfolgt in sechs einander durchaus partiell überlappende thematische Felder:

  • Bildtheorie/Bildwissenschaft/Bildkritik: Eine erste Theorieperspektive ist der Vielfalt an theoretischen Diskursen zu Bildern gewidmet, die häufig unter Bezeichnungen, wie Bildwissenschaft, Bildtheorie oder Bildkritik laufen. Neben die Systematik der verschiedenen bildtheoretischen Ansätze und dazu vorgeschalteten bildphilosophischen Abgrenzungen beschäftigt sich dieses Kapitel auf der metatheoretischen Ebene auch mit historischen Bildbegriffen.
  • Bild und Wahrnehmung: Viele bildtheoretische Begriffe beziehen sich auf die Besonderheiten der Beziehung zwischen Bildern und Wahrnehmung (insbesondere visuelle Wahrnehmung), was eine entsprechende Theorieperspektive rechtfertigt. Neben eine Übersicht über wichtige Begriffe, die allgemeinen Wahrnehmungstheorien eignen, geht es hier einerseits vor allem um Aspekte, die spezifisch bei der Wahrnehmung von Bildern auftreten, andererseits aber auch um Fragen der damit verbundenen bzw. dafür vorausgesetzten Einbildungskraft.
  • Bilder als Zeichen: Solche Aspekte, die sich vor allem aus den als im weiten Sinn kommunikativ verstandenen Verwendungszusammenhängen von Bildern ableiten, sind unter einer eigenen Theorieperspektive zusammengestellt. Neben eine Übersicht zu wichtigen Begriffen allgemeiner Zeichentheorien werden dabei Begriffe für die spezifischen Aspekte bildhafter Zeichen im Sinne bildsyntaktischer, bildsemantischer und bildpragmatischer Fragestellungen erläutert.
  • Bilder als Medien: Unter medientheoretischem Betrachtungswinkel ergeben sich bildtheoretische Aspekte, die weder unter einen im engeren Sinne wahrnehmungstheoretischen noch unter einen im engeren Sinne zeichentheoretischen Ansatz fallen. Dazu zählen unterschwellige Auswirkungen des jeweiligen Verwendungszusammenhangs ebenso wie (mehr oder weniger beabsichtige) Effekte des verwendeten Materials. Neben eine Übersicht über wichtige Begriffe aus allgemein medientheoretischen Ansätzen konzentriert sich diese Theorieperspektive vor allem auf eine Differenzierung in verschiedene Bildmedien und medial unterschiedliche Typen der Bildverwendung.
  • Bild und Sprache: Obwohl sowohl medien- als auch zeichentheoretische Betrachtungen gleichermaßen Bild wie Sprache ins Auge fassen, sprengt die Vielfalt der Beziehungen zwischen Sprache und Bild die jeweiligen Theorieperspektiven und motiviert ein eigenständiges Kapitel. Neben Aspekte des Sprechens über Bilder.[4] gehört die komplexe Wechselbeziehung zwischen Schrift und Bild ebenso hierher, wie der Zusammenhang zwischen Bild und rhetorischen Figuren (insbesondere Metaphern). Auch im Zusammenwirken von Bildern und gesprochener oder geschriebener Sprache zu komplexen Medien- bzw. Zeichennutzungen kommen spezifische Sprach-Bild-Bezüge in den Blick. Ergänzend wirft ein Abschnitt zu den Bildtermini in anderen Sprachen ein wenig Licht auf "blinde Flecke", die der Verwendung des modernen Deutsch geschuldet sein mögen.
  • Bildlichkeit: Bedingungen und Folgen: Nach reiflicher Überlegung erscheint es den Herausgebern sinnvoller, eine eigene Theorieperspektive für eine Reihe von bildphilosophisch wichtigen Begriffen bereitzustellen, als diese in die fünf anderen Kapitel einzuordnen (obwohl auch das möglich wäre), da auf diese Weise eine spezifische, von den anderen Theorieperspektiven nicht (oder jedenfalls nicht deutlich) aufgezeigte Herangehensweise aufgezeigt werden kann. Dabei wird unter dem Ausdruck "Bildlichkeit" in verschiedenen Forschungstraditionen durchaus recht Unterschiedliches verstanden. Einerseits wird mit dem Ausdruck Bezug genommen auf die charakteristischen Eigenheiten, die einem Gegenstand überhaupt zukommen, wenn er als ein Bild gewertet wird (bzw. die Kompetenzen, die Wesen benötigen, um jene Eigenschaften zuschreiben zu können). Andererseits soll mit dem Wort ein ganz besonderer Komplex von Bildeigenschaften zum Ausdruck gebracht werden, die nämlich nur den "Bildern im emphatischen Sinn" (...) zukommen. "Bildlichkeit" in diesem zweiten Sinn käme also gar nicht Bildern allgemein zu, sondern nur speziellen, ihre Bildlichkeit (im ersten Sinn) besonders hervorhebenden Bildern (oder: Bildern, mit denen sich Bildlichkeit besonders deutlich aufzeigen läßt). Der spezifische Zugang dieser Theorieperspektive besteht in der (wahlweise transzendental-philosophisch oder argumentationstheoretisch-begriffsgenetisch zu verstehnden) Frage nach den Grundbegriffen der Bildlichkeit in dem einen oder anderen Sinn. Zudem ergeben sich aus den begriffsgenetischen Betrachtungen bestimmte Auswirkungen, die die Synthese eines Bildbegriffs auf andere Zusammenhänge hat.
Graphische Darstellung der inhaltlichen Aufteilung

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Sonstiges

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Wir laden alle Besucher des Glossars der Bildphilosophie ein, ihre konstruktiven Kritiken in den entsprechenden Diskussionsseiten zu vermerken (nach der Publikation).



Anmerkungen
  1. ↑ siehe Wikipedia: Glossar
  2. ↑ Zum "Medium" Wiki, in dem das Glossar hier erstellt und präsentiert wird, siehe auch The University of Chicago :: Theories of Media :: Keywords Glossary :: wiki.
  3. ↑ "Als Heuristik für den Aufbau der einzelnen Artikel mag das folgende Schema dienen:
    • Darstellung des größeren Zusammenhangs,
    • engere Begriffsbestimmung,
    • optional Beispiele,
    • Auswirkungen auf andere Begriffe,
    • verwendete und weiterführende Literaturhinweise."
  4. ↑ Auf gewisse Weise bildet dieses Thema offensichtlich selbst eine Grundlage dieses Glossars


Die Diskussionsseite enthält Verweise auf die Strukturdebatte (nur intern).

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Verantwortlich: Glossargruppe