Glossar-English:Nomination: Unterschied zwischen den Versionen

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Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
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==Arten und Voraussetzungen der Nomi­nation==
==Types and requirements of nomination==
In Verbindung mit Zeige­gesten dienen häufig deikti­sche Aus­drücke – „dies“, „diese/r/s“ etc. – dazu, die Teilhand­lung »Nomi­nation« auszu­führen, vor allem wenn die aktu­elle Kommu­nika­tionssi­tuation und die „darin gege­benen“ mate­riellen Gegen­stände gemeint sind. Die Funktion der Nomi­nation ist nicht auf solche Gegen­stände beschränkt: Auch mit den Aus­drücken „das letzte Einhorn“, „diese Idee des Schönen“, „Otto von Gue­ricke“ oder „Harry Potters Gegen­spieler“ können wir ja durchaus auf Diskurs­gegen­stände verwei­sen. Im ersten Fall handelt es sich um eine defi­nite Kennzeich­nungen auf einen fikti­ven Gegen­stand, im zweiten Fall um eine deikti­sche Kennzeich­nungen auf einen abstrak­ten Gegen­stand, im dritten Fall um einen Eigen­namen für einen realen Gegen­stand in der Vergan­genheit und im vierten Fall um eine komple­xe Nomi­nation mit Eigen­name und Kennzeich­nung für einen medial vermit­telten Gegen­stand.  
In connection with pointing gestures, deictic expressions – "this/these" etc. – often serve to perform the sub-action »nomination«, especially when the current communication situation and the material objects „given in it“ are meant. The function of nomination is not limited to such objects: Even with the expressions ‘the last unicorn’, ‘this idea of the beautiful’, ‘Otto von Guericke’, or ‘Harry Potter's antagonist’, we can indeed refer to discourse objects. In the first case, it is a definite description of a fictitious object, in the second case a deictic description of an abstract object, in the third case a proper name for a real object in the past, and in the fourth case a complex nomination with proper name and describing elements for a medially invented object.


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Version vom 17. August 2023, 11:58 Uhr

Unterpunkt zu: Sign theories: Overview

Original: Nomination


Nomination as an unsaturated part of propositions

If one asks about the pragmatics of signs, one quickly associates a combinatorial scheme similar to the one that reconstructs the pragmatic function of statements from the partial sign acts of nomination and predication. Especially in the case of images – or, more precisely, in the case of communication actions with the help of images – it is often investigated whether those partial functions might not provide a system of elementary communicative acts generating image pragmatics (cf. [Sachs-Hombach 2003a]Sachs-Hombach, Klaus (2003): Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Halem, Köln.
or [Harth 2001a]Harth, Manfred (2001): Bezugnahme bei Bildern. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildhandeln: Interdisziplinäre Forschungen zur Pragmatik bildhafter Darstellungsformen. Halem, Köln.
). Nomination is the partial act of drawing attention to an object about which something is to be communicated; This object has to be already known to both communicative partners – existing in their common discourse universe[1] (cf. [Kamlah & Lorenzen 1973a]Kamlah, Wilhelm & Lorenzen, Paul (1973): Logische Propädeutik. Vorschule des vernünftigen Redens. BI Wissenschaftsverlag, München.
Nicht angezeigt: 2. Aufl. (<sup>1</sup>1967, <sup>3</sup>1996)
: § 3, as well as [Gerhardus et al. 1975a]Gerhardus, Dietfried; Kledzik, Silke M. & Reitzig, Gerd H. (1975): Schlüssiges Argumentieren – Logisch-propädeutisches Lehr- und Arbeitsbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.
: p. 42). The nomination is regarded as unsaturated in Frege's sense, i.e., as a real partial action that is in need of supplementation and cannot meaningfully occur alone.

In particular, without the completion to a proposition by a predication, the mentioning of an object by the nomination would stand communicatively in empty space, so to speak.


Types and requirements of nomination

In connection with pointing gestures, deictic expressions – "this/these" etc. – often serve to perform the sub-action »nomination«, especially when the current communication situation and the material objects „given in it“ are meant. The function of nomination is not limited to such objects: Even with the expressions ‘the last unicorn’, ‘this idea of the beautiful’, ‘Otto von Guericke’, or ‘Harry Potter's antagonist’, we can indeed refer to discourse objects. In the first case, it is a definite description of a fictitious object, in the second case a deictic description of an abstract object, in the third case a proper name for a real object in the past, and in the fourth case a complex nomination with proper name and describing elements for a medially invented object.

Übersicht über die Arten der Nomi­nation
einfa­che deikti­sche Aus­drücke (Demon­strator) „dies“, „dieser“ zu­sam­men mit Zei­ge­ges­te ver­wen­det, kei­ne Ei­gen­schafts- oder Typ­an­ga­be
inde­xika­lische Aus­drücke „ich“, „dir“, „uns“ er­ge­ben sich un­mit­tel­bar aus der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tu­a­ti­on und ih­ren Kom­po­nen­ten; das Be­zeich­ne­te muss al­so ge­gen­wär­tig sein; gilt ins­be­son­de­re für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­part­ner selbst
Anaphern „es“, „sie“, „ihm“, „ihnen“ oh­ne Zei­ge­hand­lung ver­wen­det, Ver­weis auf vor­er­wähn­te Ge­gen­stän­de
Eigen­namen „Ludwig“, „Mona Lisa“ kon­ven­ti­o­nell (durch Tauf­akt im wei­tes­ten Sinn) etab­lier­te No­mi­na­to­ren
defi­nite Kenn­zeich­nungen[2] „das Ein­horn“, „das ver­letz­te Ein­horn“, „das Ein­horn, das sein Horn ver­lo­ren hat“ in­di­vi­du­ier­te In­stanz ei­nes be­stimm­ten Typs – ei­ne Des­krip­ti­on „das­je­ni­ge im ak­tu­el­len Dis­kurs­uni­ver­sum, von dem Du weißt, dass es die­se und je­ne Ei­gen­schaft be­sitzt“
ana­phori­sche Kenn­zeich­nungen „sein Ein­horn“ Kom­bi­na­ti­on aus ana­pho­ri­schen und des­krip­ti­ven No­mi­na­to­ren
deikti­sche Kenn­zeich­nungen „dieses Ein­horn“ Kom­bi­na­ti­on aus deik­ti­schen und des­krip­ti­ven No­mi­na­to­ren; gilt als die all­ge­mein­ste Form, aus der sich die an­de­ren For­men ab­lei­ten

Wichtig ist in allen Fällen, dass die jewei­ligen Kommu­nika­tionspart­ner die gemein­ten Gegen­stände bereits kennen und in irgend­einer Form von den ande­ren gera­de aktu­ellen Diskurs­gegen­ständen aus­einan­derhal­ten können. Eine Nomi­nation kann nämlich nur erfolg­reich durchge­führt werden, wenn klar ist, welche Menge von Gegen­ständen über­haupt gera­de zur Auswahl steht, d.h. über welches Diskurs­uni­versum die Kommu­nika­tionspart­ner sich gera­de verstän­digen. Für die deikti­schen Nomi­nations­formen ist sofort klar, dass dies die Äußerungs­situa­tion sein muss, in der sich die Gesprächs­partner befin­den, also genau­er: die Gegen­stände, die sie dort (gemein­sam) wahrneh­men können.[3] Im allge­meinen Fall bezie­hen sich die Nomi­natio­nen auf einen Kontext, der entwe­der impli­zit[4] klar ist oder expli­zit[5] ange­geben wurde.


Bildhafte Nomina­tionen?

Inwiefern ist die Teilhand­lung »Nomi­nation« für die Bildver­wendung rele­vant? Immer­hin reden wir umgangs­sprachlich oft so, dass wir uns mithil­fe eines Bildes einen bestimm­ten Gegen­stand vor Augen (und Geist) führen. Sollte mögli­cherwei­se gar die Nomi­nation die grundle­gende Form des Bildge­brauchs sein? Wäre das der Fall, dann müsste die Nomi­nation jeder Bildver­wendung zu Grunde liegen.

Ab­bil­dung 1: Ein Bei­spiel: „Ist 1936 ge­baut wor­den“

Bei­spiels­wei­se emp­fin­den wir es als nicht un­ge­wöhn­lich, wenn je­mand das Bild ei­ner gro­ßen, rot an­ge­stri­che­nen Hän­ge­brü­cke mit zwei auf­fäl­lig ge­stal­te­ten Pfei­lern prä­sen­tiert (Abb. 1) und da­zu knapp be­merkt: „Ist 1936 ge­baut wor­den.“ Der Bild­zei­chen­akt über­nimmt al­so an­schei­nend die Rol­le der No­mi­na­ti­on; hier gilt eben­so wie bei den rein sprach­li­chen No­mi­na­ti­o­nen, dass auch der pas­si­ve Dis­kurs­part­ner je­nes Ob­jekt be­reits als ge­mein­sam be­kannt ver­ste­hen muss, da er an­sons­ten nicht wüss­te, wo­rauf er die Prä­di­ka­ti­on des Bau­jah­res über­haupt be­zie­hen soll.

Die modale Bild­theorie wider­spricht dieser Ana­lyse der Beispiel­situ­ation: Bei der anschei­nend nomi­nato­risch einge­setzten Abbil­dung der Golden Gate-Brücke eröff­ne das Bild vielmehr einen refe­renti­ellen Kontext mit dem inten­tiona­len Gegen­stand als (poten­tielle) Figur vor einem (poten­tiellen) Grund. Über diesen wird dann (unter der Annah­me, dass das Gegen­über den indi­vidu­ellen Gegen­­stand auch visu­ell erkennt) das nicht wahrnehm­bare Baujahr prädi­ziert. Tatsäch­lich wird ja nicht das gesam­te Bild nomi­nato­risch benutzt – der Himmel, der Ozean, die Insel hinter der Brücke oder ein Boot davor, die eben­falls zu sehen sein mögen, sind in diesem Fall nicht ange­sprochen, obwohl im letzten Fall die ange­gebe­ne Prädi­kation durchaus auch verwend­bar sein könnte. Diese abge­bilde­ten Gegen­stände könnten aber bei Gele­genheit jeweils eben­falls als Figur heraus­gegrif­fen werden (⊳ Gegen­stand der visu­ellen Wahrneh­mung).

Tatsächlich treten, wenn man versucht, Bildver­wendung im Sinne einer der Nomi­nations­arten zu verste­hen, eine Reihe charak­teris­tischer Proble­me auf, die jeweils Beson­derhei­ten der Bildver­wendung unter­streichen können. Im Folgen­den sind diese Proble­me der Situ­ation gegen­über­gestellt, dass eine entspre­chende sprachli­che Nomi­nations­form die Bildprä­senta­tion beglei­tet.

Bilder und deiktische oder ana­phori­sche Aus­drücke

Bilder im Sinne von deikti­schen Aus­drücken zu verwen­den, also etwa an Stelle der Äuße­rung von ‘Dies!’ und zusam­men mit einer (nicht auf das Bild gerich­teten) Zeige­geste, ist nicht recht vorstell­bar, müsste doch der damit gemein­te Gegen­stand dann immer zugleich zuge­gen sein. Man würde diese Präsen­tations­handlun­gen jeden­falls übli­cherwei­se nicht in dem hier inten­dierten Sinn verste­hen.

Für anaphorische Nomina­tion gilt prinzi­piell Ana­loges: Sie können durch Bildver­wendung nicht ersetzt werden. Umge­kehrt kann man aber sehr wohl mit Ana­phern auch ohne Vorer­wähntheit auf abge­bilde­te Gegen­stände sprachlich verwei­sen, eben­so wie dazu ein Demon­strator mit Zeige­geste in Richtung auf das Bild häufig ohne Proble­me verwen­det werden kann.

Bilder und Eigen­namen

Generell wird nicht davon ausge­gangen, dass Bilder wie Eigen­namen funkti­onieren können, da Eigen­namen in einer (mehr oder weni­ger weit gefass­ten) Taufsi­tuation konven­tionell einge­setzt werden müssen. Bei Bildern steht hinge­gen zumindest im Kernbe­reich eine (mehr oder weni­ger starke) nicht-konven­tionel­le Darstel­lungsbe­ziehung im Fokus der Aufmerk­samkeit. Umge­kehrt werden Eigen­namen faktisch häufig mit einer Bildver­wendung in Zusam­menhang gebracht, etwa bei Portraits, Passbil­dern oder der Abbil­dung bekann­ter Bauwer­ke. Wäre die Bildver­wendung im Grunde ana­log einer Nomi­nation per Eigen­name, so würde ein solches Verhal­ten keinen Sinn machen, da entwe­der der sprachli­che oder der bildhaf­te Eigen­name allein bereits ausrei­chen würde, um den Gegen­stand zu iden­tifi­zieren oder aber beide als Nomi­nation jeweils versa­gen.

Bilder und Kennzeich­nungen

Viel näher scheint es hinge­gen zu liegen, Bilder im Sinne von Kennzei­chnungen zu gebrau­chen, wird ein abge­bilde­ter Gegen­stand doch vor allem mithil­fe seiner visu­ellen Eigen­schaften präsen­tiert.

Kennzeichnungstheorien des Bildes sind häufig einge­bettet in Prädi­kationsthe­orien (⊳ Prädi­kation), da jede Kennzeich­nung im Kern auf eine vorgän­gige Prädi­kation zurück­greift (so etwa bei Sachs-Hombach). Ein Gegen­stand werde entspre­chend bildlich iden­tifi­ziert, indem seine bekann­ten visu­ellen Charak­teris­tika verwen­det werden. Wie oben erwähnt wird in einem darstel­lenden Bild aber in der Regel mehr als ein einzel­ner iso­lierter Gegen­stand gezeigt.

Wie schon bei den Eigen­namen werden auch sprachli­che Kennzeich­nungen viel eher im Zusam­menhang von Bildern verwen­det, genau­er: Kennzei­chnungen werden dazu verwen­det, um auf Gegen­stände, die durch die Bildprä­senta­tion medial ins Diskurs­uni­versum einge­führt wurden, verwei­sen zu können und über diese etwas auszu­sagen. Vor allem der Gebrauch deikti­scher Kennzeich­nungen ist in dieser Hinsicht aufschluss­reich: Denn auf was zeigt man eigent­lich, wenn man auf eine Stelle eines Bildträ­gers deutet und dabei eine deikti­sche Kennzeich­nung benutzt, die einen abge­bilde­ten Gegen­stand iden­tifi­ziert? Dass dabei ein einzel­ner, dem Gesprächs­partner als bekannt voraus­gesetz­ter Gegen­stand gemeint ist ergibt sich aus der allge­meinen Funktion der Nomi­nation. Dass dieser gemein­te Gegen­stand als zumin­dest in gewis­sem Sinn anwe­send gelten muss, folgt aus der Verwen­dung der deikti­schen Parti­kel zusam­men mit der Zeige­geste. Genau­er gesagt hat die Verwen­dung des Bildes in diesem Fall also die Funktion, die Kommu­nika­tionssi­tuation um nicht anwe­sende Gegen­stände zu erwei­tern. Es handelt sich demnach um eine Kontext­bildung im Sinne der moda­len Bild­theorie.

Bilder als eigen­ständige Form der Nomi­nation

Offen bleibt derzeit, ob sich mithil­fe von Bildprä­senta­tionen eine ganz eigen­ständi­ge Art der Nomi­nation durchfüh­ren lässt, die nicht mit den Mecha­nismen der sprachli­chen Nomi­natio­nen über­einstimmt. Es müsste dabei um eine Zeichen­teilhand­lung gehen, durch die man, um darüber etwas Weite­res mitzu­teilen, einen dem Gegen­über bereits bekann­ten Gegen­stand in den gemein­samen Fokus der Aufmerk­samkeit rückt, indem man weder konven­tionell verge­bene Symbo­le noch charak­teris­tische Eigen­schaften, weder osten­sive Deixis noch Vorer­wähntheit ausnutzt.

Welche Gegenstände identi­fizieren unge­genständ­liche Bilder?

Unter der Hypothese einer prinzi­piell nomi­nato­rischen Grundver­wendung von Bildern muss auch die Frage geklärt werden, welche Gegen­stände dann eigent­lich mithil­fe von unge­genständ­lichen Bildern iden­tifi­ziert werden. Alles in allem erscheint damit die Nomi­nation als Basis­form der Bildver­wendung wenig über­zeugend (⊳ Seman­tik unge­genständ­licher Bilder).


Nominator, singulärer Ausdruck und Satz­subjekt

Die sprachlichen Ausdrücke, mit deren Hilfe eine Nomi­nation ausge­führt wird, werden ‘Nomi­nato­ren’ genannt. Sie entspre­chen weitge­hend dem, was mit dem älte­ren Ausdruck ‘singu­läre Termi­ni’ bezeich­net wurde, ana­log zu den ‘gene­rellen Termi­ni’ (cf. [Tugendhat & Wolf 1983a]Tugendhat, Ernst & Wolf, Ursula (1983): Logisch-semantische Propädeutik. Reclam, Stuttgart.
Notiz: (revid. 1986)
und [Tugendhat 1976a]Tugendhat, Ernst (1976): Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
). Der Ausdruck ‘Nomi­nator’ wurde einge­führt in [Lorenz 1970a]Lorenz, Kuno (1970): Elemente der Sprachkritik – Eine Alternative zum Dogmatismus und Skeptizismus in der Analytischen Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 214 insbe­sonde­re mit dem Ziel, eine klare­re Unter­scheidung zu erhal­ten zwischen logi­scher und lingu­isti­scher Ana­lyse.[6]

Obwohl mit dem Satzsubjekt in aller Regel eine Nomi­nation ausge­führt wird, gibt es Ausnah­men: die Sätze mit unper­sönlich gebrauch­tem ‘es’, wie in ‘es regnet’. Diese bilden daher im enge­ren Sinn auch keine Propo­siti­onen.

Notes
  1. ↑ See also Wi­ki­pe­dia: Domain of discourse and Wi­ki­pe­dia: Shared universe.
  2. ↑ Sie­he auch Wi­ki­pe­dia: Kenn­zeich­nung.
    Indefi­nite Kennzeich­nungen („ein Einhorn“) erfül­len in aller Regel keine nomi­nato­rische sondern prädi­kato­rische Funktion.
  3. ↑ Dar­über hin­aus kön­nen deik­ti­sche Aus­drü­cke und die zu­ge­hö­ri­gen Zei­ge­ges­ten auch in ei­nem wei­te­ren Sinn ver­wen­det werden. Dann kön­nen die Zei­ge­ges­ten und der da­mit ver­bun­de­ne De­mon­stra­tor auf ei­nen le­dig­lich vor­ge­stell­ten oder auch ab­strak­ten Ge­gen­stand ver­wei­sen, al­ler­dings im­mer noch so, als wä­re der in der ak­tu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tu­a­ti­on kon­kret zu­ge­gen.
    Sie­he auch Wi­ki­pe­dia: Dei­xis.
  4. ↑ Ne­ben der un­mit­tel­ba­ren Äu­ße­rungs­si­tu­a­ti­on er­gibt sich als Stan­dard­fall bei ei­ner Fol­ge von Aus­sa­gen der Kon­text ei­ner Aus­sa­ge, falls nichts an­de­res aus­drück­lich er­wähnt wird, aus dem Kon­text der vo­ran­ge­hen­den Aus­sa­ge.
  5. ↑ Ne­ben aus­drück­li­chen Ver­wei­sen auf einen Kon­text, et­wa in Form von Orts- und Zeit­an­ga­ben (‘in Pa­ris vor dem Tor der Bas­tille am 14. Ju­li 1789’, als Satz­ad­verb) oder Me­dien­an­ga­ben (‘in dem Film «Ver­ti­go» von Hitch­cock’, als Satz­ad­verb), lie­fern bei­spiels­wei­se auch die Tem­pus­an­ga­ben den ge­mein­ten Kon­text­be­zug.
  6. ↑ Vgl. hier­zu auch Wi­ki­pe­dia: No­mi­na­tor (Lo­gik).
Literature
[Gerhardus et al. 1975a]Gerhardus, Dietfried; Kledzik, Silke M. & Reitzig, Gerd H. (1975): Schlüssiges Argumentieren – Logisch-propädeutisches Lehr- und Arbeitsbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.[Harth 2001a]Harth, Manfred (2001): Bezugnahme bei Bildern. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildhandeln: Interdisziplinäre Forschungen zur Pragmatik bildhafter Darstellungsformen. Halem, Köln.[Kamlah & Lorenzen 1973a]Kamlah, Wilhelm & Lorenzen, Paul (1973): Logische Propädeutik. Vorschule des vernünftigen Redens. BI Wissenschaftsverlag, München.[Lorenz 1970a]Lorenz, Kuno (1970): Elemente der Sprachkritik – Eine Alternative zum Dogmatismus und Skeptizismus in der Analytischen Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Sachs-Hombach 2003a]Sachs-Hombach, Klaus (2003): Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Halem, Köln.[Tugendhat & Wolf 1983a]Tugendhat, Ernst & Wolf, Ursula (1983): Logisch-semantische Propädeutik. Reclam, Stuttgart.[Tugendhat 1976a]Tugendhat, Ernst (1976): Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt/M.

Version 1: 2013

Responsible:

Contributions by: Joerg R.J. Schirra und Marcel Lemmes — (Note)

Quote as:

[Schirra 2013g-u]Schirra, Jörg R.J. (2013). Nomination. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Nomination].
Webadresse: bildglossar.org/index.php?title=Nomination

Schirra, Jörg R.J. (2013). Nomination. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Nomination].