GIB - Glossar der Bildphilosophie:Vorwort: Unterschied zwischen den Versionen
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'''»Bild«:''' Im Alltags­leben kann wohl jeder mehr oder weni­ger intu­itiv Bilder unter­scheiden von anderen Dingen. Diese Intu­iti­onen mögen zunächst auch genü­gen, um sich dem Thema der Bild­philo­sophie zu nähern. Aller­dings fällt es der Fachwelt nach wie vor schwer, sich auf eine prägnan­te Defi­niti­on des Begriffs »Bild« zu eini­gen. Tatsäch­lich ist immer noch umstrit­ten, ob über­haupt nur ein einzi­ger Begriff vorliegt oder eine Über­lagung mehr oder weni­ger verwand­ter Begrif­fe im Sinne der Wittgen­steinschen Fami­lienähn­lichkeit, oder ob schließ­lich nicht gar die Bild­phäno­mene so hete­rogen sind, dass vernünf­tiger Weise nur von einer Menge teil­weise völlig unter­schiedli­cher Bildbe­griffe auszu­gehen ist. Meta­phori­sche Über­tragun­gen vom Bereich der Bilder im enge­ren Sinn auf ansons­ten ganz anders gear­tete Phäno­mene verkom­plizie­ren die Lage zusätz­lich: Ist etwa ein Feind­bild tatsäch­lich ein Bild oder nur eine – dann wie gear­tete – Meta­pher? | '''»Bild«:''' Im Alltags­leben kann wohl jeder mehr oder weni­ger intu­itiv Bilder unter­scheiden von anderen Dingen. Diese Intu­iti­onen mögen zunächst auch genü­gen, um sich dem Thema der Bild­philo­sophie zu nähern. Aller­dings fällt es der Fachwelt nach wie vor schwer, sich auf eine prägnan­te Defi­niti­on des Begriffs »Bild« zu eini­gen. Tatsäch­lich ist immer noch umstrit­ten, ob über­haupt nur ein einzi­ger Begriff vorliegt oder eine Über­lagung mehr oder weni­ger verwand­ter Begrif­fe im Sinne der Wittgen­steinschen Fami­lienähn­lichkeit, oder ob schließ­lich nicht gar die Bild­phäno­mene so hete­rogen sind, dass vernünf­tiger Weise nur von einer Menge teil­weise völlig unter­schiedli­cher Bildbe­griffe auszu­gehen ist. Meta­phori­sche Über­tragun­gen vom Bereich der Bilder im enge­ren Sinn auf ansons­ten ganz anders gear­tete Phäno­mene verkom­plizie­ren die Lage zusätz­lich: Ist etwa ein Feind­bild tatsäch­lich ein Bild oder nur eine – dann wie gear­tete – Meta­pher? | ||
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Selbst innerhalb des | Selbst innerhalb des zentra­len Phäno­menbe­reichs gibt es bekannt­lich so große Unter­schiede, dass realis­tische, abstrak­te, struktu­relle oder refle­xiv gebrauch­te Bildty­pen (um nur eini­ge zu nennen) nur schwer auf einen gemein­samen Nenner gebracht werden können. Aller­dings scheint weitge­hend Einig­keit unter den gegen­wärti­gen Bildfor­schern zu herrschen, dass eine ausge­arbei­tete Ana­lyse des Begriffs­feldes um den Begriff »Bild« jeden­falls die folgen­den Diffe­renzie­rungen aufgrei­fen sollte: 1) Bei vielen, aber nicht bei allen Bildern kann von etwas Abge­bildetem – das im Übri­gen nicht real sein muss – gere­det werden. 2) Wenn wir von etwas Abge­bilde­tem sprechen, kann das entwe­der etwas sein, was man visu­ell wahrneh­men kann, oder nicht: Im ersten Fall kann das (dann oft als ‘darstel­lendes Bild’ bezeich­nete) Bild dem Abge­bilde­ten visuell mehr oder weni­ger ähneln – das darstel­lende Bild ist mehr oder weni­ger natu­ralis­tisch (bzw. weni­ger oder mehr abstra­hiert). Im zweiten Fall – etwas Nicht-​Visuel­les wird abge­bildet – handelt es sich um eine Art Struktur­bild. 3) Alle Bilder, auch die ohne Abge­bilde­tes, können dazu verwen­det werden, auf Aspek­te der Bildver­wendung exem­plarisch hinzu­weisen: das ist der refle­xive Gebrauch des Bildes. Bei Bildern ohne Abge­bilde­tes (den so genannten ‘nicht-​gegen­ständli­chen’ Bildern) ist das der einzi­ge Gebrauch. | ||
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'''»Philosophie«:''' Eine | '''»Philosophie«:''' Eine gleicher­massen allge­mein aner­kannte wie aussa­gekräf­tige Charak­teri­sierung der Philo­sophie zu geben gehört bekannt­lich nicht zu den einfa­cheren Aufga­ben. Eini­gen mag man sich immer­hin darauf, dass eine ihrer wesent­lichen Aufga­ben darin besteht, beste­hende Unter­scheidungs­gewohn­heiten begriffs­karto­grafisch aufzu­nehmen, zu versu­chen, sie syste­matisch zu ordnen, und ihre Zusam­menhän­ge kritisch zu hinter­fragen. Das betrifft auch die Unter­scheidungs­gewohn­heiten, die sich in den verschie­denen empi­rischen Einzel­diszi­plinen, die auf die eine oder ande­re Weise thema­tisch mit Bildern befasst sind, heraus­gebil­det haben, aber auch den mit Aspek­ten von Bildlich­keit befass­ten Teilge­bieten der Philo­sophie, insbe­sonde­re Ästhe­tik und Epis­temo­logie. | ||
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Zentrales Anliegen einer | Zentrales Anliegen einer Philo­sophie des Bildes ist insbe­sonde­re zu unter­suchen, was es grundsätz­lich bedeu­tet, mit Bildern umge­hen zu können und dabei zugleich die Frage zu beant­worten, welchen Begriff wir uns von Wesen machen müssen, die über Bildfä­higkeit verfü­gen. Als Refle­xion auf die Medi­ali­tät und Mate­riali­tät von Denken und Rati­onali­tät trägt Bild­philo­sophie zudem bei zur ständi­gen medi­alen und metho­dolo­gischen Selbst­verge­wisse­rung von Philo­sophie. | ||
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'''»Glossar der | '''»Glossar der Bild­philo­sophie«:''' Das hier vorlie­gende Glossar der Bild­philo­sophie richtet sich gleicher­massen an inte­ressier­te Laien wie das Fachpub­likum aus dem gesam­ten Bereich der Bild­wissen­schaften. Als Präsen­tations­form wurde dafür in techni­scher Hinsicht ein online-​System gewählt, das auch der seit eini­gen Jahren zuneh­mend an Bedeu­tung gewin­nenden «Wiki­pedia» als Basis dient, so dass eine gute Zugäng­lichkeit und einfa­che Bedien­barkeit mit der fundier­ten Annah­me verbun­den werden konnte, vielen poten­tiellen Nutzern des Glossars dürfe die Grund­lagen der Bedie­nung des Systems bereits von «Wiki­pedia» bekannt sein. Wie bei einer “klassi­schen” Enzyk­lopä­die wurden die Arti­kel aller­dings von jeweils dafür verpflich­teten für das jewei­lige Gebiet kompe­tenten Auto­ren verfasst, nicht vom breiten Publi­kum insge­samt. Die Arbeit an den Arti­keln ist mit Redak­tionsen­de abge­schlossen. Aller­dings erlaubt es das Glossar­system im Gegen­satz zu einem Druck­werk, auf einfa­che Weise nachträg­liche Verbes­serun­gen einzu­bringen.<ref>In Zu­sam­men­ar­beit mit der Ge­sell­schaft für in­ter­dis­zi­pli­nä­re Bild­wis­sen­schaft wird das He­raus­ge­ber­gre­mi­um da­her in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den in Ab­stim­mung mit den Au­to­ren der je­wei­li­gen Ar­ti­kel Up­dates vor­neh­men, um das Glos­sar ak­tu­ell zu hal­ten, wenn nicht gar wei­ter zu ver­bes­sern.</ref> | ||
===Erläuterungen zur Aufteilung=== | ===Erläuterungen zur Aufteilung=== | ||
Die Logik dieses Glossars soll einer weichen, | Die Logik dieses Glossars soll einer weichen, Über­schnei­dungen zulas­senden Syste­matik entspre­chen, eher im Sinne eines Handbu­ches als in dem eines Wörter­buchs. Die Struktur des Glossars ist dabei zwar grund­sätzlich hierar­chisch, erhält aber ins­beson­dere durch hyper­textu­elle Asso­ziati­onen von Arti­keln und Themen eine stärker vernetz­te zweite Struktu­rierungs­basis. Auf der ober­sten Ebe­ne der Hierar­chie gibt es sechs [[:Kategorie:Theorieperspektive|''Theorie­perspek­tiven'']], die jeweils einen spezi­ellen thema­tischen Blick­winkel auf bild­philo­sophi­sche Themen werfen und neben einer kurzen Einlei­tung aus je drei bis fünf zentra­len [[:Kategorie:Hauptpunkt|''Haupt­punkten'']] beste­hen. Jeder Haupt­punkt stellt seiner­seits einen einlei­tenden Arti­kel von ca. andert­halb bis zwei Seiten bereit und fasst eine Menge von [[:Kategorie:Unterpunkt|''Unter­punkten'']] zusam­men, die die eigent­lichen Glossar­arti­kel bilden und (im Ideal) je etwa vier Manu­skript­seiten aufwei­sen. | ||
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Die inhaltliche Aufteilung des Glossars erfolgt demnach in sechs | Die inhaltliche Aufteilung des Glossars erfolgt demnach in sechs einan­der durchaus partiell über­lappen­de thema­tische Felder, die jeweils durch eine spezi­fische Art der theore­tischen Betrach­tungswei­se bestimmt sind. Diese sollen im folgen­den ganz kurz umris­sen und mitein­ander in Bezie­hung gestellt werden: | ||
* ''[[Bildtheorie/Bildwissenschaft/Bildkritik]]'': Eine erste | * ''[[Bildtheorie/Bildwissenschaft/Bildkritik]]'': Eine erste Theorie­perspek­tive ist der Vielfalt an theore­tischen Diskur­sen zu Bildern gewidmet, die häufig unter Bezeich­nungen wie ‘Bild­wissen­schaft’, ‘Bild­theorie’ oder ‘Bild­kritik’ laufen. Neben die Syste­matik der verschie­denen ''bild­theore­tischen Ansät­ze'', zu denen etwa auch Kunst­geschich­te, Kunst­wissen­schaft und Ästhe­tik zählen, und dazu vorge­schalte­ten ''bild­wissen­schaftli­chen Abgren­zungen'' tritt in diesem Kapi­tel auch die Beschäf­tigung mit wichti­gen ''histo­rischen Bildbe­griffen'' auf der meta­theore­tischen Ebe­ne. | ||
* ''[[Bild und Wahrnehmung]]'': Viele | * ''[[Bild und Wahrnehmung]]'': Viele bild­theore­tische Begrif­fe bezie­hen sich auf die Beson­derhei­ten der Rela­tion zwischen Bildern und Wahrneh­mung (insbe­sonde­re visu­elle Wahrneh­mung), was eine entspre­chende Theorie­perspek­tive recht­fertigt. Neben eine ''Über­sicht über wichti­ge Begrif­fe, die allge­meinen Wahr­nehmungs­theorien eignen'', geht es hier einer­seits vor allem um Aspek­te, die spezi­fisch bei der ''Wahrneh­mung von Bildern'' auftre­ten, ande­rerseits aber auch um Fragen der damit verbun­denen bzw. dafür voraus­gesetz­ten ''Einbil­dungskraft''. | ||
* ''[[Bilder als Zeichen]]'': Solche Aspekte, die sich vor allem aus den als im weiten Sinn | * ''[[Bilder als Zeichen]]'': Solche Aspekte, die sich vor allem aus den als im weiten Sinn kommu­nika­tiv verstan­denen Verwen­dungszu­sammen­hängen von Bildern ablei­ten, sind unter einer eige­nen Theorie­perspek­tive zusam­menge­stellt. Neben eine ''Über­sicht zu wichti­gen Begrif­fen allge­meiner Zeichen­theorien'' werden dabei Begrif­fe für die spezi­fischen Aspek­te bildhaf­ter Zeichen im Sinne ''bild­syntak­tischer'', ''bild­seman­tischer'' und ''bild­pragma­tischer'' Frage­stellun­gen erläu­tert. | ||
* ''[[Bilder als Medien]]'': Unter | * ''[[Bilder als Medien]]'': Unter medien­theore­tischem Betrach­tungswin­kel erge­ben sich bild­theore­tische Aspek­te, die weder unter einen im enge­ren Sinne wahr­nehmungs­theore­tischen noch unter einen im enge­ren Sinne zeichen­theore­tischen Ansatz fallen. Dazu zählen unter­schwelli­ge Auswir­kungen des jewei­ligen Verwen­dungszu­sammen­hangs eben­so wie (mehr oder weni­ger beab­sichti­ge) Effek­te des verwen­deten Mate­rials. Neben eine ''Über­sicht über wichti­ge Begrif­fe aus allge­mein medien­theore­tischen Ansät­zen'' konzen­triert sich diese Theorie­perspek­tive vor allem auf eine Diffe­renzie­rung in verschie­dene ''Bild­medien'' und medi­al unter­schiedli­che ''Typen der Bildver­wendung''. | ||
* ''[[Bild und Sprache]]'': Obwohl sowohl medien- als auch | * ''[[Bild und Sprache]]'': Obwohl sowohl medien- als auch zeichen­theore­tische Betrach­tungen gleicher­maßen Bild wie Sprache ins Auge fassen, sprengt die Vielfalt der Bezie­hungen zwischen Sprache und Bild die jewei­ligen Theorie­perspek­tiven und moti­viert ein eigen­ständi­ges Kapi­tel. Neben Aspek­te des ''Sprechens über Bilder''<ref> Auf ge­wis­se Wei­se bil­det die­ses The­ma of­fen­sicht­lich selbst ei­ne Grund­la­ge die­ses Glos­sars.</ref> gehört die komple­xe Wechsel­bezie­hung zwischen ''Schrift und Bild'' eben­so hierher, wie der Zusam­menhang zwischen ''Bild und rheto­rischen Figu­ren'' (insbe­sonde­re Meta­phern). Auch im Zusam­menwir­ken von Bildern und gespro­chener oder geschrie­bener Sprache zu komple­xen Medien- bzw. Zeichen­nutzun­gen kommen spezi­fische ''Sprach-​Bild-​Bezü­ge'' in den Blick. Ergän­zend wirft ein Abschnitt zu den ''Bild­termi­ni in ande­ren Sprachen'' ein wenig Licht auf “blinde Flecke”, die der Verwen­dung des moder­nen Deutsch geschul­det sein mögen. | ||
* ''[[Bildlichkeit: Bedingungen und Folgen]]'': Da auf diese Weise eine | * ''[[Bildlichkeit: Bedingungen und Folgen]]'': Da auf diese Weise eine spezi­fische, von den ande­ren Theorie­perspek­tiven nicht (oder jeden­falls nicht deutlich) aufge­zeigte Heran­gehens­weise berück­sichtigt werden kann, erscheint es den Heraus­gebern nach reifli­cher Über­legung sinnvol­ler, unter dem Titel «Bildlich­keit» eine eige­ne Theorie­perspek­tive für eine Reihe von bild­philo­sophisch wichti­gen Begrif­fen bereit­zustel­len, als diese in die fünf ande­ren Kapi­tel einzu­ordnen (obwohl auch das möglich wäre). Dabei wird unter dem Ausdruck ‘Bildlich­keit’ in verschie­denen Forschungs­tradi­tionen durchaus recht Unter­schiedli­ches verstan­den. Einer­seits wird mit dem Ausdruck Bezug genom­men auf die charak­teris­tischen Eigen­heiten, die einem Gegen­stand über­haupt zukom­men, wenn er als ein Bild gewer­tet wird (bzw. die Kompe­tenzen, die Wesen benö­tigen, um jene Eigen­schaften zuschrei­ben zu können). Ande­rerseits soll mit dem Wort ein ganz beson­derer Komplex von Bild­eigen­schaften zum Ausdruck gebracht werden, die nämlich nur den „Bildern im empha­tischen Sinn“ (...) zukom­men. »Bildlich­keit« in diesem zweiten Sinn wäre also gar keine Quali­tät aller Bilder ganz allge­mein, sondern nur von spezi­ellen, ihre Bildlich­keit (im ersten Sinn) beson­ders hervor­heben­den Bildern (oder: Bildern, mit denen sich Bildlich­keit beson­ders deutlich aufzei­gen läßt). Der spezi­fische Zugang dieser Theorie­perspek­tive besteht in der (wahlwei­se transzen­dental-​philo­sophisch oder argu­menta­tionsthe­oretisch-​begriffs­gene­tisch zu verste­henden) Frage nach den ''Grund­begrif­fen der Bildlich­keit'' in dem einen oder ande­ren Sinn. Zudem erge­ben sich aus den begriffs­gene­tischen Betrach­tungen bestimm­te ''Auswir­kungen'', die die Synthe­se eines Bild­begriffs auf ande­re Zusam­menhän­ge hat. | ||
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Die damit aufgespannte | Die damit aufgespannte Hierar­chie mit den jeweils zuge­ordne­ten Unter­punkten wird ergänzt durch [[:Kategorie:Querverweis|Vertei­lersei­ten]], die jeweils zu allen Lemma­ta verwei­sen, in denen dassel­be Thema aus verschie­dener Perspek­tive behan­delt wird. Gene­rell soll die starre hierar­chische Grund­anord­nung durch diese Vertei­lersei­ten eben­so, wie durch die in die Arti­kel inte­grierten hyper­textu­ellen Quer­verwei­se produk­tiv unter­laufen werden. | ||
===Sonstiges=== | ===Sonstiges=== | ||
Die Vollversion von in den Texten | Die Vollversion von in den Texten einge­bunde­nen Abbil­dungen wie auch die dazu­gehö­rigen Quellen­verwei­se werden ange­zeigt, wenn man auf die einge­bunde­nen “Thumbnail”-​Versi­onen klickt. Auch bei den Lite­ratur­anga­ben führt ein Klick auf den Link gege­benen­falls zu mehr Infor­mation, die nur in der Gesamt­biblio­graphie ange­zeigt wird. | ||
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Wir laden alle | Wir laden alle Besu­cher des Glossars der Bild­philo­sophie ein, ihre konstruk­tiven Kriti­ken in den entspre­chenden Diskus­sionssei­ten zu vermer­ken ''(diese Option ist derzeit aus redak­tionel­len Gründen noch nicht akti­viert; kommt demnächst)''. | ||
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Für die Glossargruppe im Frühjahr 2013: ''Jörg R.J. Schirra'' | Für die Glossargruppe im Frühjahr 2013: ''Jörg R.J. Schirra'' | ||
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Version vom 25. Juni 2014, 11:07 Uhr
Vorwort
Eine der Aufgaben, die sich das DFG-geförderte Forschernetzwerk «Bildphilosophie» zu seiner Gründung im Jahre 2009 gestellt hatte, bestand darin, ein Glossar zu wichtigen Begriffen der Bildphilosophie zusammenzustellen und der Allgemeinheit verfügbar zu machen. Dies soll den Überblick über das mittlerweile ausgesprochen breite Spektrum bild(er)wissenschaftlicher Forschungen, die in den letzten Jahren in den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen unternommen worden sind und die noch immer unternommen werden, erleichtern helfen. Wie so oft bei vergleichbaren Projekten stellte sich diese Aufgabe letztlich als wesentlich umfangreicher heraus, als mit der im Netzwerk gebündelten Arbeitskraft in der verfügbaren Zeit trotz tatkräftiger Hilfe zahlreicher Gastautoren zu bewältigen war. Trotz zahlreicher Abstriche, die wir daher gegen unsere ursprünglichen Plänen machen mussten, freuen wir uns, hier nach ca. vier Jahren Arbeit ein über 100 Stichpunkte umfassendes Glossar wichtiger bildphilosophischer Begriffe vorlegen zu können.[1] Allen, die dazu beigetragen haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt!
Intentionen
Ein Großteil der Absichten, die wir mit dem Glossar der Bildphilosophie verfolgen, ergeben sich aus den Bestandteilen seines Namens.
»Glossar«: „Ein fachsprachliches oder technisches Glossar listet die Terminologie einer Fachsprache oder eines technischen Sachgebietes mit begrifflich-sachlichen Definitionen auf, die den richtigen Gebrauch dieser Fachausdrücke und deren eindeutiges Verständnis sichern sollen.“ heißt es bei «Wikipedia».[2] Faktisch variiert die Länge der einzelnen Artikel bei bestehenden Glossaren beträchtlich. Von knappen, nur wenige Zeilen umfassenden Wörterbucheinträgen zu je einem einzelnen Fachterminus reicht die Spannbreite bis zu umfangreichen Abhandlungen, die größere Zusammenhänge eher im Sinne eines Handbuchs erläutern und entsprechend oft viele Fachtermini in ihrem jeweiligen Kontext ausführlicher betrachten. Die Art der Artikel hat natürlich neben den sachlichen, dem jeweiligen Fachgebiet geschuldeten Gründen auch merklichen Einfluß darauf, wie die Schlagwörter im Glossar geordnet sind, insbesondere wenn neben rein äußerliche Gliederungskriterien, wie die alphabetische Anordnung der Lemmata, inhaltliche Gliederungskriterien treten. Dabei führt eine strikte hierarchische Aufgliederung zwar zu einer besonders übersichtlichen Strukturierung, entspricht aber häufig nicht den sachlichen Gegebenheiten des betrachteten Sachgebiets. In den mit diesem System präsentierten Seiten handelt es sich um ein online-verfügbares Glossar zum Fachgebiet Bildphilosophie.[3]
»Bildphilosophie«: Dieses Glossar soll die spezifischen Begriffe der Bildphilosophie auf kurze, sachliche Weise bestimmen und im jeweiligen Kontext verständlich machen. Sei daher das Fachgebiet Bildphilosophie zunächst von den beiden seine Bezeichnung konstituierenden Begriffen »Bild« und »Philosophie« her näher bestimmt:
»Bild«: Im Alltagsleben kann wohl jeder mehr oder weniger intuitiv Bilder unterscheiden von anderen Dingen. Diese Intuitionen mögen zunächst auch genügen, um sich dem Thema der Bildphilosophie zu nähern. Allerdings fällt es der Fachwelt nach wie vor schwer, sich auf eine prägnante Definition des Begriffs »Bild« zu einigen. Tatsächlich ist immer noch umstritten, ob überhaupt nur ein einziger Begriff vorliegt oder eine Überlagung mehr oder weniger verwandter Begriffe im Sinne der Wittgensteinschen Familienähnlichkeit, oder ob schließlich nicht gar die Bildphänomene so heterogen sind, dass vernünftiger Weise nur von einer Menge teilweise völlig unterschiedlicher Bildbegriffe auszugehen ist. Metaphorische Übertragungen vom Bereich der Bilder im engeren Sinn auf ansonsten ganz anders geartete Phänomene verkomplizieren die Lage zusätzlich: Ist etwa ein Feindbild tatsächlich ein Bild oder nur eine – dann wie geartete – Metapher?
Selbst innerhalb des zentralen Phänomenbereichs gibt es bekanntlich so große Unterschiede, dass realistische, abstrakte, strukturelle oder reflexiv gebrauchte Bildtypen (um nur einige zu nennen) nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können. Allerdings scheint weitgehend Einigkeit unter den gegenwärtigen Bildforschern zu herrschen, dass eine ausgearbeitete Analyse des Begriffsfeldes um den Begriff »Bild« jedenfalls die folgenden Differenzierungen aufgreifen sollte: 1) Bei vielen, aber nicht bei allen Bildern kann von etwas Abgebildetem – das im Übrigen nicht real sein muss – geredet werden. 2) Wenn wir von etwas Abgebildetem sprechen, kann das entweder etwas sein, was man visuell wahrnehmen kann, oder nicht: Im ersten Fall kann das (dann oft als ‘darstellendes Bild’ bezeichnete) Bild dem Abgebildeten visuell mehr oder weniger ähneln – das darstellende Bild ist mehr oder weniger naturalistisch (bzw. weniger oder mehr abstrahiert). Im zweiten Fall – etwas Nicht-Visuelles wird abgebildet – handelt es sich um eine Art Strukturbild. 3) Alle Bilder, auch die ohne Abgebildetes, können dazu verwendet werden, auf Aspekte der Bildverwendung exemplarisch hinzuweisen: das ist der reflexive Gebrauch des Bildes. Bei Bildern ohne Abgebildetes (den so genannten ‘nicht-gegenständlichen’ Bildern) ist das der einzige Gebrauch.
»Philosophie«: Eine gleichermassen allgemein anerkannte wie aussagekräftige Charakterisierung der Philosophie zu geben gehört bekanntlich nicht zu den einfacheren Aufgaben. Einigen mag man sich immerhin darauf, dass eine ihrer wesentlichen Aufgaben darin besteht, bestehende Unterscheidungsgewohnheiten begriffskartografisch aufzunehmen, zu versuchen, sie systematisch zu ordnen, und ihre Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen. Das betrifft auch die Unterscheidungsgewohnheiten, die sich in den verschiedenen empirischen Einzeldisziplinen, die auf die eine oder andere Weise thematisch mit Bildern befasst sind, herausgebildet haben, aber auch den mit Aspekten von Bildlichkeit befassten Teilgebieten der Philosophie, insbesondere Ästhetik und Epistemologie.
Zentrales Anliegen einer Philosophie des Bildes ist insbesondere zu untersuchen, was es grundsätzlich bedeutet, mit Bildern umgehen zu können und dabei zugleich die Frage zu beantworten, welchen Begriff wir uns von Wesen machen müssen, die über Bildfähigkeit verfügen. Als Reflexion auf die Medialität und Materialität von Denken und Rationalität trägt Bildphilosophie zudem bei zur ständigen medialen und methodologischen Selbstvergewisserung von Philosophie.
»Glossar der Bildphilosophie«: Das hier vorliegende Glossar der Bildphilosophie richtet sich gleichermassen an interessierte Laien wie das Fachpublikum aus dem gesamten Bereich der Bildwissenschaften. Als Präsentationsform wurde dafür in technischer Hinsicht ein online-System gewählt, das auch der seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnenden «Wikipedia» als Basis dient, so dass eine gute Zugänglichkeit und einfache Bedienbarkeit mit der fundierten Annahme verbunden werden konnte, vielen potentiellen Nutzern des Glossars dürfe die Grundlagen der Bedienung des Systems bereits von «Wikipedia» bekannt sein. Wie bei einer “klassischen” Enzyklopädie wurden die Artikel allerdings von jeweils dafür verpflichteten für das jeweilige Gebiet kompetenten Autoren verfasst, nicht vom breiten Publikum insgesamt. Die Arbeit an den Artikeln ist mit Redaktionsende abgeschlossen. Allerdings erlaubt es das Glossarsystem im Gegensatz zu einem Druckwerk, auf einfache Weise nachträgliche Verbesserungen einzubringen.[4]
Erläuterungen zur Aufteilung
Die Logik dieses Glossars soll einer weichen, Überschneidungen zulassenden Systematik entsprechen, eher im Sinne eines Handbuches als in dem eines Wörterbuchs. Die Struktur des Glossars ist dabei zwar grundsätzlich hierarchisch, erhält aber insbesondere durch hypertextuelle Assoziationen von Artikeln und Themen eine stärker vernetzte zweite Strukturierungsbasis. Auf der obersten Ebene der Hierarchie gibt es sechs Theorieperspektiven, die jeweils einen speziellen thematischen Blickwinkel auf bildphilosophische Themen werfen und neben einer kurzen Einleitung aus je drei bis fünf zentralen Hauptpunkten bestehen. Jeder Hauptpunkt stellt seinerseits einen einleitenden Artikel von ca. anderthalb bis zwei Seiten bereit und fasst eine Menge von Unterpunkten zusammen, die die eigentlichen Glossarartikel bilden und (im Ideal) je etwa vier Manuskriptseiten aufweisen.
Die inhaltliche Aufteilung des Glossars erfolgt demnach in sechs einander durchaus partiell überlappende thematische Felder, die jeweils durch eine spezifische Art der theoretischen Betrachtungsweise bestimmt sind. Diese sollen im folgenden ganz kurz umrissen und miteinander in Beziehung gestellt werden:
- Bildtheorie/Bildwissenschaft/Bildkritik: Eine erste Theorieperspektive ist der Vielfalt an theoretischen Diskursen zu Bildern gewidmet, die häufig unter Bezeichnungen wie ‘Bildwissenschaft’, ‘Bildtheorie’ oder ‘Bildkritik’ laufen. Neben die Systematik der verschiedenen bildtheoretischen Ansätze, zu denen etwa auch Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft und Ästhetik zählen, und dazu vorgeschalteten bildwissenschaftlichen Abgrenzungen tritt in diesem Kapitel auch die Beschäftigung mit wichtigen historischen Bildbegriffen auf der metatheoretischen Ebene.
- Bild und Wahrnehmung: Viele bildtheoretische Begriffe beziehen sich auf die Besonderheiten der Relation zwischen Bildern und Wahrnehmung (insbesondere visuelle Wahrnehmung), was eine entsprechende Theorieperspektive rechtfertigt. Neben eine Übersicht über wichtige Begriffe, die allgemeinen Wahrnehmungstheorien eignen, geht es hier einerseits vor allem um Aspekte, die spezifisch bei der Wahrnehmung von Bildern auftreten, andererseits aber auch um Fragen der damit verbundenen bzw. dafür vorausgesetzten Einbildungskraft.
- Bilder als Zeichen: Solche Aspekte, die sich vor allem aus den als im weiten Sinn kommunikativ verstandenen Verwendungszusammenhängen von Bildern ableiten, sind unter einer eigenen Theorieperspektive zusammengestellt. Neben eine Übersicht zu wichtigen Begriffen allgemeiner Zeichentheorien werden dabei Begriffe für die spezifischen Aspekte bildhafter Zeichen im Sinne bildsyntaktischer, bildsemantischer und bildpragmatischer Fragestellungen erläutert.
- Bilder als Medien: Unter medientheoretischem Betrachtungswinkel ergeben sich bildtheoretische Aspekte, die weder unter einen im engeren Sinne wahrnehmungstheoretischen noch unter einen im engeren Sinne zeichentheoretischen Ansatz fallen. Dazu zählen unterschwellige Auswirkungen des jeweiligen Verwendungszusammenhangs ebenso wie (mehr oder weniger beabsichtige) Effekte des verwendeten Materials. Neben eine Übersicht über wichtige Begriffe aus allgemein medientheoretischen Ansätzen konzentriert sich diese Theorieperspektive vor allem auf eine Differenzierung in verschiedene Bildmedien und medial unterschiedliche Typen der Bildverwendung.
- Bild und Sprache: Obwohl sowohl medien- als auch zeichentheoretische Betrachtungen gleichermaßen Bild wie Sprache ins Auge fassen, sprengt die Vielfalt der Beziehungen zwischen Sprache und Bild die jeweiligen Theorieperspektiven und motiviert ein eigenständiges Kapitel. Neben Aspekte des Sprechens über Bilder[5] gehört die komplexe Wechselbeziehung zwischen Schrift und Bild ebenso hierher, wie der Zusammenhang zwischen Bild und rhetorischen Figuren (insbesondere Metaphern). Auch im Zusammenwirken von Bildern und gesprochener oder geschriebener Sprache zu komplexen Medien- bzw. Zeichennutzungen kommen spezifische Sprach-Bild-Bezüge in den Blick. Ergänzend wirft ein Abschnitt zu den Bildtermini in anderen Sprachen ein wenig Licht auf “blinde Flecke”, die der Verwendung des modernen Deutsch geschuldet sein mögen.
- Bildlichkeit: Bedingungen und Folgen: Da auf diese Weise eine spezifische, von den anderen Theorieperspektiven nicht (oder jedenfalls nicht deutlich) aufgezeigte Herangehensweise berücksichtigt werden kann, erscheint es den Herausgebern nach reiflicher Überlegung sinnvoller, unter dem Titel «Bildlichkeit» eine eigene Theorieperspektive für eine Reihe von bildphilosophisch wichtigen Begriffen bereitzustellen, als diese in die fünf anderen Kapitel einzuordnen (obwohl auch das möglich wäre). Dabei wird unter dem Ausdruck ‘Bildlichkeit’ in verschiedenen Forschungstraditionen durchaus recht Unterschiedliches verstanden. Einerseits wird mit dem Ausdruck Bezug genommen auf die charakteristischen Eigenheiten, die einem Gegenstand überhaupt zukommen, wenn er als ein Bild gewertet wird (bzw. die Kompetenzen, die Wesen benötigen, um jene Eigenschaften zuschreiben zu können). Andererseits soll mit dem Wort ein ganz besonderer Komplex von Bildeigenschaften zum Ausdruck gebracht werden, die nämlich nur den „Bildern im emphatischen Sinn“ (...) zukommen. »Bildlichkeit« in diesem zweiten Sinn wäre also gar keine Qualität aller Bilder ganz allgemein, sondern nur von speziellen, ihre Bildlichkeit (im ersten Sinn) besonders hervorhebenden Bildern (oder: Bildern, mit denen sich Bildlichkeit besonders deutlich aufzeigen läßt). Der spezifische Zugang dieser Theorieperspektive besteht in der (wahlweise transzendental-philosophisch oder argumentationstheoretisch-begriffsgenetisch zu verstehenden) Frage nach den Grundbegriffen der Bildlichkeit in dem einen oder anderen Sinn. Zudem ergeben sich aus den begriffsgenetischen Betrachtungen bestimmte Auswirkungen, die die Synthese eines Bildbegriffs auf andere Zusammenhänge hat.
Die damit aufgespannte Hierarchie mit den jeweils zugeordneten Unterpunkten wird ergänzt durch Verteilerseiten, die jeweils zu allen Lemmata verweisen, in denen dasselbe Thema aus verschiedener Perspektive behandelt wird. Generell soll die starre hierarchische Grundanordnung durch diese Verteilerseiten ebenso, wie durch die in die Artikel integrierten hypertextuellen Querverweise produktiv unterlaufen werden.
Sonstiges
Die Vollversion von in den Texten eingebundenen Abbildungen wie auch die dazugehörigen Quellenverweise werden angezeigt, wenn man auf die eingebundenen “Thumbnail”-Versionen klickt. Auch bei den Literaturangaben führt ein Klick auf den Link gegebenenfalls zu mehr Information, die nur in der Gesamtbibliographie angezeigt wird.
Wir laden alle Besucher des Glossars der Bildphilosophie ein, ihre konstruktiven Kritiken in den entsprechenden Diskussionsseiten zu vermerken (diese Option ist derzeit aus redaktionellen Gründen noch nicht aktiviert; kommt demnächst).
Für die Glossargruppe im Frühjahr 2013: Jörg R.J. Schirra
- ↑ Einige der ursprünglich rund 200 geplanten Lemmata konnten bislang noch nicht realisiert werden, einige andere Texte sind derzeit noch in Arbeit. Daher führen aktuell noch nicht alle angegebenen Verweise zu entsprechenden Artikeln.
- ↑ siehe Wikipedia: Glossar
- ↑ Zum “Medium” Wiki, in dem das Glossar hier erstellt und präsentiert wird, siehe auch The University of Chicago :: Theories of Media :: Keywords Glossary :: wiki.
- ↑ In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft wird das Herausgebergremium daher in regelmäßigen Abständen in Abstimmung mit den Autoren der jeweiligen Artikel Updates vornehmen, um das Glossar aktuell zu halten, wenn nicht gar weiter zu verbessern.
- ↑ Auf gewisse Weise bildet dieses Thema offensichtlich selbst eine Grundlage dieses Glossars.