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Eine Partitur kann ihre primäre Funktion nur erfüllen, wenn das Zeichensystem, in dem sie verfasst ist, bestimmten syntaktischen und semantischen Anforderungen genügt (vgl. <bib id='Goodman 1968a'>Goodman 1968</bib>: 130–154; <bib id='Elgin 1983'>Elgin 1983</bib>: 97–104; <bib id='Elgin 1992'>Elgin 1992</bib>). Eine Notation muss syntaktisch disjunkt und differenziert sein, da eine Partitur ein Werk nur dann von Aufführung zu Aufführung identifizieren kann, wenn es bestimmt und entscheidbar ist, ob verschiedene Inskriptionen solche derselben Partitur sind. Ein Zeichensystem besteht aus einem Zeichenschema, das mit einem Bereich korreliert ist. Das Zeichenschema, das Charakteren und ihre Marken enthält, ist syntaktisch disjunkt, wenn keine Marke zu mehr als einem Charakter gehört. Die syntaktische Disjunktheit stellt sicher, dass alle Marken, die zum selben Charakter gehören, ohne syntaktische Auswirkungen durcheinander ersetzbar sind. Ein Zeichenschema ist syntaktisch differenziert, wenn es für jede seiner Marken möglich ist festzulegen, zu welchem Charakter des Schemas sie gehört. Die syntaktische Differenziertheit stellt sicher, dass wir entscheiden können, ob zwei Marken zum selben Charakter gehören. Ein Zeichenschema ist dagegen [[syntaktische Dichte|syntaktisch dicht]], wenn es unendlich viele Charaktere vorsieht, die so geordnet sind, dass zwischen jeweils zweien immer ein dritter liegt. Die syntaktische Dichte verunmöglicht es, den Charakter zu identifizieren, zu dem eine Marke gehört, weil es immer konkurrierende Kandidaten und keine Grundlage gibt, um zwischen ihnen zu entscheiden. | Eine Partitur kann ihre primäre Funktion nur erfüllen, wenn das Zeichensystem, in dem sie verfasst ist, bestimmten syntaktischen und semantischen Anforderungen genügt (vgl. <bib id='Goodman 1968a'>Goodman 1968</bib>: 130–154; <bib id='Elgin 1983'>Elgin 1983</bib>: 97–104; <bib id='Elgin 1992'>Elgin 1992</bib>). Eine Notation muss syntaktisch disjunkt und differenziert sein, da eine Partitur ein Werk nur dann von Aufführung zu Aufführung identifizieren kann, wenn es bestimmt und entscheidbar ist, ob verschiedene Inskriptionen solche derselben Partitur sind. Ein Zeichensystem besteht aus einem Zeichenschema, das mit einem Bereich korreliert ist. Das Zeichenschema, das Charakteren und ihre Marken enthält, ist syntaktisch disjunkt, wenn keine Marke zu mehr als einem Charakter gehört. Die syntaktische Disjunktheit stellt sicher, dass alle Marken, die zum selben Charakter gehören, ohne syntaktische Auswirkungen durcheinander ersetzbar sind. Ein Zeichenschema ist syntaktisch differenziert, wenn es für jede seiner Marken möglich ist festzulegen, zu welchem Charakter des Schemas sie gehört. Die syntaktische Differenziertheit stellt sicher, dass wir entscheiden können, ob zwei Marken zum selben Charakter gehören. Ein Zeichenschema ist dagegen [[syntaktische Dichte|syntaktisch dicht]], wenn es unendlich viele Charaktere vorsieht, die so geordnet sind, dass zwischen jeweils zweien immer ein dritter liegt. Die syntaktische Dichte verunmöglicht es, den Charakter zu identifizieren, zu dem eine Marke gehört, weil es immer konkurrierende Kandidaten und keine Grundlage gibt, um zwischen ihnen zu entscheiden. | ||
Ein Charakter ist mehrdeutig, wenn eine seiner Inskriptionen mehr als eine Erfüllungsklasse hat oder nicht alle seiner Inskriptionen dieselbe Erfüllungsklasse haben. Wäre eine Partitur mehrdeutig, würde sie von Aufführungen unterschiedlicher Werke erfüllt. Damit die Partitur ihre primäre Funktion erfüllen kann, muss die Notation frei von Mehrdeutigkeit sein. Das stellt sicher, dass zwei Aufführungen, die dieselbe Partitur erfüllen, Einzelfälle desselben Werks sind. Eine Notation muss zudem semantisch disjunkt und differenziert sein, da eine Partitur ein Werk nur dann von Aufführung zu Aufführung identifizieren kann, wenn es bestimmt und entscheidbar ist, ob verschiedene Aufführungen dieselbe Partitur erfüllen und damit Einzelfälle desselben Werks sind. Ein Zeichensystem ist semantisch disjunkt, wenn sich seine Erfüllungsklassen nicht überschneiden. Die semantische Disjunktheit stellt sicher, dass keine Aufführung nicht-koextensive Partituren erfüllt und ein Einzelfall von mehr als einem Werk ist. Aber sie schließt nicht aus, dass eine Aufführung verschiedene koextensive Partituren erfüllt und das System also redundant ist. Redundanzen gefährden zwar nicht die Werk-, aber die Partituridentität, da nicht alle Partituren eines Werks Einzelfälle desselben Charakters sind. Sie können ausgeschlossen werden, wenn man für die semantische Disjunktivität fordert, dass keine zwei Charaktere einen Erfüllungsgegenstand gemeinsam haben. Die Erfüllungsklassen eines Zeichensystems sind semantisch differenziert, wenn es für jeden Charakter des Systems möglich ist festzulegen, welche Gegenstände ihn erfüllen. Die semantische Differenziertheit stellt sicher, dass wir für jede Aufführung entscheiden können, welche Partitur sie erfüllt. Ein Zeichensystem ist semantisch dicht, wenn die Erfüllungsklassen so geordnet sind, dass zwischen jeweils zweien eine dritte liegt. Wären Partituren Charaktere in dichten Systemen, wäre es unmöglich, die Partitur einer Aufführung zu identifizieren, weil es immer konkurrierende Kandidaten und keine Grundlage gäbe, um zwischen ihnen zu entscheiden. | Ein Charakter ist mehrdeutig, wenn eine seiner Inskriptionen mehr als eine Erfüllungsklasse hat oder nicht alle seiner Inskriptionen dieselbe Erfüllungsklasse haben. Wäre eine Partitur mehrdeutig, würde sie von Aufführungen unterschiedlicher Werke erfüllt. Damit die Partitur ihre primäre Funktion erfüllen kann, muss die Notation frei von Mehrdeutigkeit sein. Das stellt sicher, dass zwei Aufführungen, die dieselbe Partitur erfüllen, Einzelfälle desselben Werks sind. Eine Notation muss zudem semantisch disjunkt und differenziert sein, da eine Partitur ein Werk nur dann von Aufführung zu Aufführung identifizieren kann, wenn es bestimmt und entscheidbar ist, ob verschiedene Aufführungen dieselbe Partitur erfüllen und damit Einzelfälle desselben Werks sind. Ein Zeichensystem ist semantisch disjunkt, wenn sich seine Erfüllungsklassen nicht überschneiden. Die semantische Disjunktheit stellt sicher, dass keine Aufführung nicht-koextensive Partituren erfüllt und ein Einzelfall von mehr als einem Werk ist. Aber sie schließt nicht aus, dass eine Aufführung verschiedene koextensive Partituren erfüllt und das System also redundant ist. Redundanzen gefährden zwar nicht die Werk-, aber die Partituridentität, da nicht alle Partituren eines Werks Einzelfälle desselben Charakters sind. Sie können ausgeschlossen werden, wenn man für die semantische Disjunktivität fordert, dass keine zwei Charaktere einen Erfüllungsgegenstand gemeinsam haben. Die Erfüllungsklassen eines Zeichensystems sind semantisch differenziert, wenn es für jeden Charakter des Systems möglich ist festzulegen, welche Gegenstände ihn erfüllen. Die semantische Differenziertheit stellt sicher, dass wir für jede Aufführung entscheiden können, welche Partitur sie erfüllt. Ein Zeichensystem ist semantisch dicht, wenn die Erfüllungsklassen so geordnet sind, dass zwischen jeweils zweien eine dritte liegt. Wären Partituren Charaktere in dichten Systemen, wäre es unmöglich, die Partitur einer Aufführung zu identifizieren, weil es immer konkurrierende Kandidaten und keine Grundlage gäbe, um zwischen ihnen zu entscheiden. | ||
Ein Zeichenschema, das die syntaktischen Anforderungen erfüllt, ist ein Notationsschema im formalen Sinn; ein Notationssystem im formalen Sinn erfüllt auch die semantischen Anforderungen und ist also syntaktisch und semantisch disjunkt und differenziert sowie frei von Mehrdeutigkeit.<ref> Eine praktikable Notation hat zudem technische Anforderungen zu erfüllen, die nichts mit der primären theoretischen Funktion zu tun haben, wie überschaubar kleine oder endliche Menge atomarer Charaktere, Deutlichkeit, Lesbarkeit, Dauerhaftigkeit, Handhabbarkeit, graphische Eingängigkeit, mnemotechnische Effizienz und bequeme Duplizierbarkeit (<bib id='Goodman 1968a'>Goodman 1968</bib>: 154).</ref> Eine Notation im substantiellen Sinn ist ein Notationssystem im formalen Sinn, das ein Kriterium der Werkidentität liefert, welches zwei Bedingungen erfüllt. Es muss erstens die Identität von Werken unabhängig von ihrer Entstehungsgeschichte festlegen und zweitens hinreichend mit unserer bestehenden Praxis der Identifikation von Werken übereinstimmen (vgl. <bib id='Goodman 1968a'>Goodman 1968</bib>: 195f.). Die unqualifizierten Ausdrücke ‘Notation’ und ‘Notationssystem’ verwende ich im Folgenden für Notationen im substantiellen Sinn. | Ein Zeichenschema, das die syntaktischen Anforderungen erfüllt, ist ein Notationsschema im formalen Sinn; ein Notationssystem im formalen Sinn erfüllt auch die semantischen Anforderungen und ist also syntaktisch und semantisch disjunkt und differenziert sowie frei von Mehrdeutigkeit.<ref> Eine praktikable Notation hat zudem technische Anforderungen zu erfüllen, die nichts mit der primären theoretischen Funktion zu tun haben, wie überschaubar kleine oder endliche Menge atomarer Charaktere, Deutlichkeit, Lesbarkeit, Dauerhaftigkeit, Handhabbarkeit, graphische Eingängigkeit, mnemotechnische Effizienz und bequeme Duplizierbarkeit (<bib id='Goodman 1968a'>Goodman 1968</bib>: 154).</ref> Eine Notation im substantiellen Sinn ist ein Notationssystem im formalen Sinn, das ein Kriterium der Werkidentität liefert, welches zwei Bedingungen erfüllt. Es muss erstens die Identität von Werken unabhängig von ihrer Entstehungsgeschichte festlegen und zweitens hinreichend mit unserer bestehenden Praxis der Identifikation von Werken übereinstimmen (vgl. <bib id='Goodman 1968a'>Goodman 1968</bib>: 195f.). Die unqualifizierten Ausdrücke ‘Notation’ und ‘Notationssystem’ verwende ich im Folgenden für Notationen im substantiellen Sinn. | ||
Version vom 7. November 2013, 10:55 Uhr
Unterpunkt zu: Zeichentheorien: Übersicht
Notation und die primäre Funktion einer PartiturDie Theorie der Notation wurde von Nelson Goodman ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis. Ein musikalisches Werk kann mehrmals aufgeführt werden; und ob eine Aufführung ein Einzelfall des Werks ist, hängt nicht davon ab, wer sie wann wo aufgeführt hat. Zudem können sich verschiedene Aufführungen eines Werks beträchtlich unterscheiden. Die Partitur legt fest, in welchen Hinsichten sie übereinstimmen müssen. Genau diejenigen Aufführungen, die dieselbe Partitur erfüllen, sind Einzelfälle desselben Werks. Die Partitur liefert damit ein semantisches Kriterium der Werkidentität. Ihre primäre Funktion besteht nach Goodman ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notation im formalen Sinn und im substantiellen SinnEine Partitur kann ihre primäre Funktion nur erfüllen, wenn das Zeichensystem, in dem sie verfasst ist, bestimmten syntaktischen und semantischen Anforderungen genügt (vgl. [Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis. Ein Charakter ist mehrdeutig, wenn eine seiner Inskriptionen mehr als eine Erfüllungsklasse hat oder nicht alle seiner Inskriptionen dieselbe Erfüllungsklasse haben. Wäre eine Partitur mehrdeutig, würde sie von Aufführungen unterschiedlicher Werke erfüllt. Damit die Partitur ihre primäre Funktion erfüllen kann, muss die Notation frei von Mehrdeutigkeit sein. Das stellt sicher, dass zwei Aufführungen, die dieselbe Partitur erfüllen, Einzelfälle desselben Werks sind. Eine Notation muss zudem semantisch disjunkt und differenziert sein, da eine Partitur ein Werk nur dann von Aufführung zu Aufführung identifizieren kann, wenn es bestimmt und entscheidbar ist, ob verschiedene Aufführungen dieselbe Partitur erfüllen und damit Einzelfälle desselben Werks sind. Ein Zeichensystem ist semantisch disjunkt, wenn sich seine Erfüllungsklassen nicht überschneiden. Die semantische Disjunktheit stellt sicher, dass keine Aufführung nicht-koextensive Partituren erfüllt und ein Einzelfall von mehr als einem Werk ist. Aber sie schließt nicht aus, dass eine Aufführung verschiedene koextensive Partituren erfüllt und das System also redundant ist. Redundanzen gefährden zwar nicht die Werk-, aber die Partituridentität, da nicht alle Partituren eines Werks Einzelfälle desselben Charakters sind. Sie können ausgeschlossen werden, wenn man für die semantische Disjunktivität fordert, dass keine zwei Charaktere einen Erfüllungsgegenstand gemeinsam haben. Die Erfüllungsklassen eines Zeichensystems sind semantisch differenziert, wenn es für jeden Charakter des Systems möglich ist festzulegen, welche Gegenstände ihn erfüllen. Die semantische Differenziertheit stellt sicher, dass wir für jede Aufführung entscheiden können, welche Partitur sie erfüllt. Ein Zeichensystem ist semantisch dicht, wenn die Erfüllungsklassen so geordnet sind, dass zwischen jeweils zweien eine dritte liegt. Wären Partituren Charaktere in dichten Systemen, wäre es unmöglich, die Partitur einer Aufführung zu identifizieren, weil es immer konkurrierende Kandidaten und keine Grundlage gäbe, um zwischen ihnen zu entscheiden. Ein Zeichenschema, das die syntaktischen Anforderungen erfüllt, ist ein Notationsschema im formalen Sinn; ein Notationssystem im formalen Sinn erfüllt auch die semantischen Anforderungen und ist also syntaktisch und semantisch disjunkt und differenziert sowie frei von Mehrdeutigkeit.[2] Eine Notation im substantiellen Sinn ist ein Notationssystem im formalen Sinn, das ein Kriterium der Werkidentität liefert, welches zwei Bedingungen erfüllt. Es muss erstens die Identität von Werken unabhängig von ihrer Entstehungsgeschichte festlegen und zweitens hinreichend mit unserer bestehenden Praxis der Identifikation von Werken übereinstimmen (vgl. [Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis. Musik, Literatur, bildende KünsteGoodman und Elgin argumentieren dafür, dass eine Partitur in der musikalischen Standardnotation als Charakter in einem Notationssystem zu rekonstruieren ist (vgl. [Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Dass Bilder als Zeichen in syntaktisch und semantisch dichten und nicht-disjunkten Systemen funktionieren, schliesst an sich die Möglichkeit einer Notation nicht aus. Auch musikalische Aufführungen funktionieren als expressive Zeichen in syntaktisch und semantisch dichten und nicht-disjunkten Systemen; dennoch lassen sie eine Notation zu. Die Frage nach der Möglichkeit einer Notation für eine Kunst muss von der Frage unterschieden werden, welche syntaktischen und semantischen Eigenschaften die Systeme haben, in denen ihre Werke als Zeichen funktionieren. Das wird oft übersehen, weil Goodmans Notationstheorie zugleich ein Instrumentarium für eine vergleichende Untersuchung verschiedener Zeichensysteme liefert.[4] Die erste Frage steht im Kontext der Frage nach dem Kriterium der Werkidentität, die zweite im Kontext der Frage, wie die Werke als Zeichen funktionieren. Ein bibliotheksartiges Dezimalsystem, das jedem Bild nach Maler, Entstehungszeit und -ort eine Ziffer zuordnet und ein System, das Bilder nach ihren Kosten klassifiziert, erfüllen die syntaktischen und semantischen Anforderungen an eine Notation (vgl. [Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis. Das Kriterium der Werkidentität für bildende Künste ist damit weder semantischer noch syntaktischer, sondern historischer Art: Ein Gegenstand ist genau dann ein bestimmtes Werk oder ein Einzelfall eines bestimmten Werks, wenn er die angemessene Entstehungsgeschichte hat. Das Kriterium dafür, dass wir die Mona Lisa vor Augen haben, besteht darin, dass das Bild tatsächlich von Leonardo da Vinci zwischen 1503 und 1505 gemalt wurde. Während die Malerei eine singuläre Kunst ist, ist die Druckkunst wie die Musik und die Literatur multipel. Ihre Werke lassen mehrere Einzelfälle zu. Das Kriterium dafür, dass wir einen Einzelfall eines bestimmten Werks vor Augen haben, besteht darin, dass der Druck von der Platte des Künstlers stammt ([Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.
Notation und die Unmöglichkeit der FälschungDie Verfügbarkeit einer Notation schliesst Fälschungen von bestehenden Werken oder Einzelfällen solcher (im Gegensatz zu Fälschungen von Werken ohne Original und bestimmten Einzelfällen) aus. In den bildenden Künsten sind solche Fälschungen möglich; sie geben fälschlicherweise vor, eine Entstehungsgeschichte zu besitzen, die für das oder ein Original unerlässlich ist. In der Musik und der Literatur sind sie ausgeschlossen, da die Notation ein semantisches respektive syntaktisches Identitätskriterium liefert, das die Werke unabhängig von ihrer Entstehungsgeschichte identifiziert. Werke, die solche Fälschungen zulassen, bezeichnet Goodman als ‘autographisch’; Werke, die sie ausschließen, als ‘allographisch’ (vgl. [Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis. |
Anmerkungen
Literatur
[Baumberger 2010a]Baumberger, Christoph (2010): Gebaute Zeichen. Eine Symboltheorie der Architektur. Ontos, Heusenstamm.[Davies 1991a]Davies, David (1991): Works, Texts, and Contexts. Goodman on the Literary Artwork. Canadian Journal of Philosophy, 21.[Elgin 1983a]Elgin, Catherine Z. (1983): With Reference to Reference. Hackett, Indianapolis.[Elgin 1992a]Elgin, Catherine Z. (1992): Notation. In: Cooper, D. (Hg.), A Companion to Aesthetics. Backwell, Oxford.[Elkins 1999a]Elkins, James (1999): The Domain of Images. Cornell University Press, Ithaca, London.[Goodman & Elgin 1988a]Goodman, Nelson & Elgin, Catherine Z. (1988): Reconceptions in Philosophy and Other Arts and Sciences. Hackett, Indianapolis.[Goodman 1968a]Goodman, Nelson (1968): Languages of Art. Hackett, Indianapolis.[Hernadi 1991a]Hernadi, Paul (1991): Reconceiving Notation and Performance. Journal of Aesthetic Education, 25, 1.[Levinson 1990a]Levinson, Jerrold (1990): What a Musical Work is. In: Levinson, J. (Hg.), Music, Art, and Metaphysics. Cornell University Press, Ithaca.[Levinson 1990b]Levinson, Jerrold (1990): Autographic and Allographic Art Revisited. In: Levinson, J. (Hg.), Music, Art, and Metaphysics. Cornell University Press, Ithaca.[Pillow 2003a]Pillow, Kirk (2003): Did Goodman's Distinction Survive LeWitt?. Journal of Aesthetics and Art Criticism, 61.[Predelli 1999a]Predelli, Stefano (1999): Goodman and the Score. British Journal of Aesthetics, 39.[Scholz 2004a]Scholz, Oliver R. (2004): Bild, Darstellung, Zeichen. Philosophische Theorien bildhafter Darstellungen. Klostermann, Frankfurt/M.[Steinbrenner 1996a]Steinbrenner, Jakob (1996): Kognitivismus in der Ästhetik. Königshausen & Neumann, Würzburg.[Wollheim 1978a]Wollheim, Richard (1978): Are the Criteria of Identity that Hold für a Work of Art in the Different Arts Aesthetically Relevant?. Ratio, 20. Verantwortlich: Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra, Klaus Sachs-Hombach, Christoph Baumberger und Marcel Lemmes — (Hinweis) |