Evidenz, visuelle/ikonische: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
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==Evidenz im Allgemeinen==


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Die Bestimmung von Evidenz (Offen&shy;kundig&shy;keit, unmit&shy;telba&shy;res Ein&shy;leuchten, Augen&shy;schein&shy;lich&shy;keit, Richtig&shy;keit, auch Wahr&shy;heit) im Rahmen eines bild&shy;philo&shy;sophi&shy;schen Begriffs&shy;verständ&shy;nisses trifft nur einen Aus&shy;schnitt aus dem Gebrauch und der Geschich&shy;te des Begriffs. Denn Evidenz im Allge&shy;meinen ist „einer&shy;seits dem auffas&shy;senden Subjekt, ande&shy;rerseits der objek&shy;tiven Verbind&shy;lichkeit des Aufge&shy;faßten, einer&shy;seits dem Urteils&shy;erleb&shy;nis und dem Akt des Zu&shy;stimmens („assen&shy;sus evi&shy;dens“), ande&shy;rerseits dem Urteils&shy;inhalt zuge&shy;ordnet worden und weist inso&shy;fern … eine Ambi&shy;valenz auf …“ (<bib id='Halbfass 1972a'></bib>: S. 6199). In dieser Weite bezieht sich der Begriff auf mehr als auf inne&shy;re und äuße&shy;re Bilder und deren [[Bildwahrnehmung|Wahr&shy;nehmung]]; er bezieht sich auf das Phäno&shy;men der Gewiss&shy;heit bzw. des Ein&shy;leuchtens über&shy;haupt. Die Frage nach der „evi&shy;dentiel&shy;len Gewiss&shy;heit“ stellt sich „vom Wissen her“ (<bib id='Campe 2006a'></bib>: S. 27), das ist wesent&shy;lich. Der Begriffs&shy;gebrauch ikoni&shy;scher Evi&shy;denz verlangt daher nach einer Klärung des Verhält&shy;nisses von [[Anschauung|Anschau&shy;ung]] und intel&shy;lektu&shy;eller Erkennt&shy;nis, d.h. es müssen erkennt&shy;nistheo&shy;retische Grundsatz&shy;fragen gestellt werden.
=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
<!--Anmerkung zwischen <ref> und </ref> im laufenden Text-->
<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas 61a'>Jonas 1961</bib> -->
<!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
<!--  ... (siehe Link "Sammlung" in Bibliographie-Box -->
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->


==Visuelle/ikonische Evidenz als ein Sonder&shy;fall==
Will man angeben, was ikoni&shy;sche Evi&shy;denz ist, so ist es erfor&shy;derlich zu bestim&shy;men, welcher Status der Präsenz der Anschau&shy;ung gegenüber intel&shy;lektuel&shy;ler Erkennt&shy;nis oder als Ermög&shy;lichung dieser zukommt bzw. in welcher ande&shy;ren Art und Weise beide zusam&shy;menhän&shy;gen.
:
Baumgarten z.B. löst diese Fragen, indem er intel&shy;lektuel&shy;le Erkennt&shy;nis und einleuch&shy;tende Anschau&shy;ung in zwei Evidenz&shy;begriffen fasst, die für unter&shy;schied&shy;liche Grade von Gewiss&shy;heit stehen sollen. Er spricht von Evi&shy;denz als über&shy;zeugen&shy;der Gewiss&shy;heit einer&shy;seits, d.i. intel&shy;lektuel&shy;le Gewiss&shy;heit, und von über&shy;reden&shy;der Gewiss&shy;heit ande&shy;rerseits, d.i. ästhe&shy;tisch-anschau&shy;liche Gewiss&shy;heit. Beide Weisen der Evi&shy;denz befin&shy;den sich lt. Baum&shy;garten in einem Spannungs&shy;verhältnis. Dieser „termi&shy;nolo&shy;gischen Spannung im Gebrauch des Wortes Evidenz“, die sich aus dem Ver&shy;hältnis von Philo&shy;sophie und Retho&shy;rik (aus Letzte&shy;rer stammt der Begriff der Evi&shy;denz ursprüng&shy;lich) er&shy;gebe, „soll ein Raum der Entfal&shy;tung gege&shy;ben werden“ (<bib id='Campe 2006a'></bib>: S. 30).
:
Das Subjekt kommt im 17. Jahr&shy;hundert in einer neuen Weise ins Spiel, wenn ganz beson&shy;ders auf sein inne&shy;res Erle&shy;ben im Wahr&shy;nehmungs&shy;prozess geschaut wird. Seither ist Evi&shy;denz nicht mehr nur das Offen&shy;kundi&shy;ge selbst, sondern sie wird viel&shy;mehr auch als subjek&shy;tiver Bewusst&shy;seinszu&shy;stand aufge&shy;fasst, in dem etwas offen&shy;kundig ist (vgl. <bib id='Campe 2006a'></bib>: S. 28, vgl. <bib id='Locke 1975a'></bib>: S. 591-594). So fallen bei Franz Brenta&shy;no im 19. Jahr&shy;hundert Wahr&shy;heit und Evi&shy;denz sogar voll&shy;ständig zusam&shy;men im Sinne der Bestim&shy;mung einer völli&shy;gen emo&shy;tiona&shy;len Zustim&shy;mung des Subjekts (<bib id='Brentano 1930a'></bib>: S. 137-150).
:
Edmund Husserl, auf den sich auch aktuel&shy;le Versu&shy;che der Bestim&shy;mung von Evi&shy;denz bezie&shy;hen (vgl. z.B. <bib id='Boehm 2008a'></bib> und <bib id='Siegmund 2007a'></bib>), setzt Wahrheit und Evi&shy;denz nicht mehr in eins, sondern bestimmt Evi&shy;denz als erfül&shy;lte Inten&shy;tiona&shy;lität. Dem Anschau&shy;ungser&shy;lebnis wird damit von Husserl eine Gerich&shy;tetheit attes&shy;tiert, die immer schon mit einer Sinnun&shy;terstel&shy;lung verknüpft ist (<bib id='Husserl 1993a'></bib>: S. 8-127). In Bezug auf (äuße&shy;re) Bilder stellt Husserl fest: „Das Bild … bezieht sich auf die Sache durch Ähn&shy;lich&shy;keit“ (<bib id='Husserl 1993a'></bib>: S. 54).




==Evidenz und Bild&shy;haftig&shy;keit ==


=====Engere Begriffsbestimmung=====
Ambivalenzen wie die eingangs genann&shy;ten spiegeln sich in Versu&shy;chen wider, Evi&shy;denz konkret als einen bild&shy;theore&shy;tischen Begriff zu fassen. Lessing vertritt die Ansicht, sie sei eine Eigen&shy;schaft, die man beson&shy;ders von Bildern erwar&shy;te, und verbin&shy;det somit Evi&shy;denz mit Bild&shy;haftig&shy;keit schlecht&shy;hin. Er bean&shy;sprucht diese aller&shy;dings nicht nur für die gemal&shy;ten, sondern mehr noch für die poeti&shy;schen  Bilder. Das „Mate&shy;rial … [wird] zum (ästhe&shy;tischen) Begriff des Bildes“ (<bib id='Campe 2006a'></bib>: S. 38). Die erkennt&shy;nistheo&shy;reti&shy;sche Schwie&shy;rigkeit besteht hier wie in vielen Erläu&shy;terun&shy;gen zur ästhe&shy;tischen/iko&shy;nischen Evi&shy;denz darin, zu verste&shy;hen, was damit gesagt ist, dass [[Material|Mate&shy;rial]], mit dem sowohl Bilder als Gegen&shy;stände wie auch inne&shy;re [[Vorstellungsbilder|Vor&shy;stellungs&shy;bilder]] gemeint sind, zum Begriff werden kann.
:
Einen weiteren Versuch, Evi&shy;denz als Bild&shy;haftig&shy;keit zu lesen, unter&shy;nimmt Gott&shy;fried Boehm, der sie mit Sicht&shy;barkeit verbin&shy;det. Aus der Sicht&shy;barkeit, die in einem starken Sinne, nämlich als Einleuch&shy;ten aufge&shy;fasst wird, lässt sich aller&shy;ding noch nicht (wie Boehm es versucht) auf die Kate&shy;gorie der Bilder schließen, denn sicht&shy;bar sind zunächst nicht nur Bilder, sondern vieles mehr. „Wie läßt sich die Struktur der Evi&shy;denz aus der Sphäre der Wahr&shy;nehmung in die des Bildes über&shy;tragen? Die ikoni&shy;sche Darstel&shy;lung und ihre Logik … lassen sich auf die Logik der Wahr&shy;nehmung zurück&shy;beziehen“ (<bib id='Boehm 2008a'></bib>: S. 17). In dieser Formu&shy;lierung Boehms behält Evi&shy;denz die Ambi&shy;valenz zwischen subjek&shy;tiver Anschau&shy;ung und objek&shy;tiver Augen&shy;schein&shy;lich&shy;keit, und es stellt sich zu&shy;nächst die Frage nach deren genau&shy;em Verhält&shy;nis. Boehm entschei&shy;det sich unter Rück&shy;griff auf Husserls Inten&shy;tiona&shy;litäts&shy;begriff dafür, Evi&shy;denz auf ein „zugrun&shy;delie&shy;gendes Orien&shy;tiert&shy;sein“ zurück&shy;zu­füh&shy;ren, auf welches sich die Geltung der Evi&shy;denz stütze, er entschei&shy;det sich somit für die subjek&shy;tive Akzen&shy;tuie&shy;rung des Begriffs (<bib id='Boehm 2008a'></bib>: S. 22). Damit wird aber die Spezi&shy;fik einer ikoni&shy;schen/visu&shy;ellen Evi&shy;denz hin&shy;fällig. Denn in der Syn&shy;these von „Sicht und Ansicht“ müsste erstens Zeugen&shy;schaft von etwas als etwas veran&shy;kert werden, wenn der Witz des Evi&shy;denzbe&shy;griffs nicht geop&shy;fert werden soll. Aus der Bild&shy;haftig&shy;keit aller Evi&shy;denz als inne&shy;rer Anschau&shy;ung ist zweitens noch nicht auf die spezi&shy;fische Bild&shy;lich&shy;keit von Bildern zu schließen, die als Gegen&shy;stände evi&shy;dent sein können. Diese Spezi&shy;fik der Bilder bestimmt Boehm mit Hilfe der „Dichte der Mate&shy;riali&shy;tät“ (<bib id='Boehm 2008a'></bib>: S. 30). Qua [[Materialität|Mate&shy;riali&shy;tät]] sowie auf&shy;grund ihres Gemacht&shy;seins „liefern [Bilder] eine Vor&shy;gabe des Erwart&shy;baren und zugleich deren gege&shy;benen&shy;falls evi&shy;dente Erfül&shy;lung“ (ebd.).


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->


==Weitere Begriffs&shy;varian&shy;ten ==
Die Weite des Evidenz&shy;begriffs und damit die Vari&shy;ations&shy;breite mög&shy;licher Konzep&shy;tuali&shy;sierun&shy;gen der Bild&shy;lich&shy;keit als inne&shy;rer Anschau&shy;ung im Verhält&shy;nis zu Sprache und Begriff zeigt sich auch daran, dass Evi&shy;denz z.B. als „über&shy;komple&shy;xe Zeichen&shy;fülle“ verstan&shy;den wird, die „jenseits der Mangel&shy;logik des Begriffs“ ange&shy;siedelt sei (<bib id='Pfotenhauer et al. 2005a'></bib>: S. IX, vgl. auch <bib id='Sommer 1987a'></bib>). Abhän&shy;gig ist solch eine Bestim&shy;mung vom jewei&shy;ligen Ver&shy;ständnis, wie Sprache sein soll, jedoch ist ja die Pointe der Evi&shy;denz, dass sich etwas er&shy;schließt, etwas, dem Sinn bzw. Bedeu&shy;tung zukommt. So scheint es eher kontra&shy;intui&shy;tiv, unter Evi&shy;denz eine „Undar&shy;stellbar&shy;keit des Ereig&shy;nisses“ (<bib id='Oehlschläger 2005a'>Öhlschläger 2005a</bib>) zu ver&shy;stehen oder etwas, das sich im „empha&shy;tischen Sehen“ als etwas ereig&shy;net, „weil die Refle&shy;xivi&shy;tät vorüber&shy;gehend suspen&shy;diert ist“ (<bib id='Riedel 2005a'></bib>: S. 196). Auch in einer „Bild&shy;produk&shy;tion des Unbe&shy;wussten“ ist Sinn&shy;haftig&shy;keit mit am Werk (vgl. <bib id='Pfotenhauer et al. 2005a'></bib>).


=====optional Beispiele=====


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==Differenz von Evidenz und Wahr&shy;heit / Fall feh&shy;lender Autor&shy;schaft von Bildern ==
Im Gegensatz zur Abwesen&shy;heit von sprach&shy;lich verfass&shy;ter Refle&shy;xivi&shy;tät ist Evi&shy;denz als eine perfor&shy;mativ erfahr&shy;bare Eigen&shy;schaft des Augen&shy;scheinlich&shy;werdens von etwas als etwas aufzu&shy;fassen, bei der Sinn bzw. Bedeu&shy;tung mit den mate&shy;rialen Eigen&shy;schaften und dem Phäno&shy;men des Wahrgen&shy;ommenen verschränkt bleibt. Dass Kunst&shy;werke nicht nur etwas evi&shy;dent machen, sondern selbst in ihrer Art, wie sie gemacht sind, evi&shy;dent sind – und der Bereich der [[bildende Kunst|Kunst]] kann hier als para&shy;digma&shy;tisch betrach&shy;tet werden –, verweist auf die Diffe&shy;renz von Evi&shy;denz und Wahr&shy;heit. Evi&shy;denz ist nicht wie Wahr&shy;heit sprach&shy;licher [[Proposition|Aus&shy;sagen]] an Geltungs&shy;forde&shy;rungen gebun&shy;den, sondern vielmehr an in der Wahr&shy;nehmung erleb&shy;te Anschau&shy;ung (vgl. [<bib id='Siegmund 2007a'></bib>). Es sind die Wahr&shy;nehmun&shy;gen von [[künstlerisches Bild und Alltagsbild|unkünst&shy;leri&shy;schen Bildern]] (als äuße&shy;ren Gegen&shy;ständen), für welche diese Beschrei&shy;bung der Evi&shy;denz nicht mehr voll&shy;ständig zutrifft, denn nicht allen Bildern lässt sich Evi&shy;denz unter&shy;stellen. Es gibt Bilder, denen jede Form der Autor&shy;schaft abge&shy;sprochen werden muss (z.B. Bilder, die von Webcams und anderen Geräten erzeugt werden), und es gibt Bilder, die nur noch von Spezia&shy;listen gedeu&shy;tet werden können (z.B. Unter&shy;suchungs&shy;ergeb&shy;nisse in der Medi&shy;zin). Auf solche Bilder trifft die Rede von der „Vor&shy;gabe des Erwart&shy;baren“ und der „gege&shy;benen&shy;falls evi&shy;denten Erfüllung“ (vgl. <bib id='Boehm 2008a'></bib>) dessen, was erwart&shy;bar war, nicht mehr zu.




=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====
==Allgemeines Fazit ==
Generell lässt sich in Bezug auf Evi&shy;denz von einem „gründen&shy;den Verhält&shy;nis von sinn&shy;licher Anschau&shy;ung zu begriff&shy;licher Deutung sprechen“, womit über Bilder aber noch nichts Spezi&shy;fisches gesagt ist, außer dass (mit Husserl gespro&shy;chen) eine „erfüll&shy;te Inten&shy;tiona&shy;lität  in der Wahr&shy;nehmung“ von Bildern ein konkre&shy;ter Fall neben ande&shy;ren ästhe&shy;tischen und nicht&shy;ästhe&shy;tischen Wahr&shy;nehmungs&shy;vollzü&shy;gen ist (vgl. <bib id='Siegmund 2007a'></bib>: S. 191).


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{{GlossarSiehe}}
 
* [[Anschauung]]
* [[bildende Kunst]]
* [[Bildwahrnehmung]]
* [[künstlerisches Bild und Alltagsbild]]
* [[Material]]
* [[Materialität]]
* [[Proposition]]
* [[Vorstellungsbilder]]


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<!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt -->
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Grundbegriffe der Bildlichkeit


Evidenz im Allgemeinen

Die Bestimmung von Evidenz (Offen­kundig­keit, unmit­telba­res Ein­leuchten, Augen­schein­lich­keit, Richtig­keit, auch Wahr­heit) im Rahmen eines bild­philo­sophi­schen Begriffs­verständ­nisses trifft nur einen Aus­schnitt aus dem Gebrauch und der Geschich­te des Begriffs. Denn Evidenz im Allge­meinen ist „einer­seits dem auffas­senden Subjekt, ande­rerseits der objek­tiven Verbind­lichkeit des Aufge­faßten, einer­seits dem Urteils­erleb­nis und dem Akt des Zu­stimmens („assen­sus evi­dens“), ande­rerseits dem Urteils­inhalt zuge­ordnet worden und weist inso­fern … eine Ambi­valenz auf …“ ([Halbfass 1972a]Halbfass, Wilhelm (1972): Evidenz. In: Gründer, K. & Ritter, J. (Hg.), Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 2. Schwabe Verlag, Basel.
: S. 6199). In dieser Weite bezieht sich der Begriff auf mehr als auf inne­re und äuße­re Bilder und deren Wahr­nehmung; er bezieht sich auf das Phäno­men der Gewiss­heit bzw. des Ein­leuchtens über­haupt. Die Frage nach der „evi­dentiel­len Gewiss­heit“ stellt sich „vom Wissen her“ ([Campe 2006a]Campe, Rüdiger (2006): Epoche der Evidenz. Knoten in einem terminologischen Netzwerk zwischen Descartes und Kant. In: Peters, S. & Schäfer, M.J. (Hg.), Intellektuelle Anschauung. Figurationen von Evidenz zwischen Kunst und Wissen. Transcript, Bielefeld.
: S. 27), das ist wesent­lich. Der Begriffs­gebrauch ikoni­scher Evi­denz verlangt daher nach einer Klärung des Verhält­nisses von Anschau­ung und intel­lektu­eller Erkennt­nis, d.h. es müssen erkennt­nistheo­retische Grundsatz­fragen gestellt werden.


Visuelle/ikonische Evidenz als ein Sonder­fall

Will man angeben, was ikoni­sche Evi­denz ist, so ist es erfor­derlich zu bestim­men, welcher Status der Präsenz der Anschau­ung gegenüber intel­lektuel­ler Erkennt­nis oder als Ermög­lichung dieser zukommt bzw. in welcher ande­ren Art und Weise beide zusam­menhän­gen.

Baumgarten z.B. löst diese Fragen, indem er intel­lektuel­le Erkennt­nis und einleuch­tende Anschau­ung in zwei Evidenz­begriffen fasst, die für unter­schied­liche Grade von Gewiss­heit stehen sollen. Er spricht von Evi­denz als über­zeugen­der Gewiss­heit einer­seits, d.i. intel­lektuel­le Gewiss­heit, und von über­reden­der Gewiss­heit ande­rerseits, d.i. ästhe­tisch-anschau­liche Gewiss­heit. Beide Weisen der Evi­denz befin­den sich lt. Baum­garten in einem Spannungs­verhältnis. Dieser „termi­nolo­gischen Spannung im Gebrauch des Wortes Evidenz“, die sich aus dem Ver­hältnis von Philo­sophie und Retho­rik (aus Letzte­rer stammt der Begriff der Evi­denz ursprüng­lich) er­gebe, „soll ein Raum der Entfal­tung gege­ben werden“ ([Campe 2006a]Campe, Rüdiger (2006): Epoche der Evidenz. Knoten in einem terminologischen Netzwerk zwischen Descartes und Kant. In: Peters, S. & Schäfer, M.J. (Hg.), Intellektuelle Anschauung. Figurationen von Evidenz zwischen Kunst und Wissen. Transcript, Bielefeld.
: S. 30).

Das Subjekt kommt im 17. Jahr­hundert in einer neuen Weise ins Spiel, wenn ganz beson­ders auf sein inne­res Erle­ben im Wahr­nehmungs­prozess geschaut wird. Seither ist Evi­denz nicht mehr nur das Offen­kundi­ge selbst, sondern sie wird viel­mehr auch als subjek­tiver Bewusst­seinszu­stand aufge­fasst, in dem etwas offen­kundig ist (vgl. [Campe 2006a]Campe, Rüdiger (2006): Epoche der Evidenz. Knoten in einem terminologischen Netzwerk zwischen Descartes und Kant. In: Peters, S. & Schäfer, M.J. (Hg.), Intellektuelle Anschauung. Figurationen von Evidenz zwischen Kunst und Wissen. Transcript, Bielefeld.
: S. 28, vgl. [Locke 1975a]Locke, John (1975): An Essay Concerning Human Understanding. Oxford University Press, Oxford.
Notiz: hg. von Nidditch, P. H.
: S. 591-594). So fallen bei Franz Brenta­no im 19. Jahr­hundert Wahr­heit und Evi­denz sogar voll­ständig zusam­men im Sinne der Bestim­mung einer völli­gen emo­tiona­len Zustim­mung des Subjekts ([Brentano 1930a]Brentano, Franz (1930): Wahrheit und Evidenz. Felix Meiner, Hamburg.
Notiz: Nachdruck 1975
: S. 137-150).

Edmund Husserl, auf den sich auch aktuel­le Versu­che der Bestim­mung von Evi­denz bezie­hen (vgl. z.B. [Boehm 2008a]Boehm, Gottfried (2008): Augenmaß. Zur Genese der ikonischen Evidenz. In: Boehm, G. & Mersmann, B. & Spies, Ch. (Hg.), Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt. Fink, München.
und [Siegmund 2007a]Siegmund, Judith (2007): Die Evidenz der Kunst. Künstlerisches Handeln als ästhetische Kommunikation. Transcript, Bielefeld.
), setzt Wahrheit und Evi­denz nicht mehr in eins, sondern bestimmt Evi­denz als erfül­lte Inten­tiona­lität. Dem Anschau­ungser­lebnis wird damit von Husserl eine Gerich­tetheit attes­tiert, die immer schon mit einer Sinnun­terstel­lung verknüpft ist ([Husserl 1993a]Husserl, Edmund (1993): Logische Untersuchungen. Elemente einer phänomenologischen Aufklärung der Erkenntnis. Max Niemeyer, Tübingen.
Notiz: Teil II/Bd. 2
: S. 8-127). In Bezug auf (äuße­re) Bilder stellt Husserl fest: „Das Bild … bezieht sich auf die Sache durch Ähn­lich­keit“ ([Husserl 1993a]Husserl, Edmund (1993): Logische Untersuchungen. Elemente einer phänomenologischen Aufklärung der Erkenntnis. Max Niemeyer, Tübingen.
Notiz: Teil II/Bd. 2
: S. 54).


Evidenz und Bild­haftig­keit

Ambivalenzen wie die eingangs genann­ten spiegeln sich in Versu­chen wider, Evi­denz konkret als einen bild­theore­tischen Begriff zu fassen. Lessing vertritt die Ansicht, sie sei eine Eigen­schaft, die man beson­ders von Bildern erwar­te, und verbin­det somit Evi­denz mit Bild­haftig­keit schlecht­hin. Er bean­sprucht diese aller­dings nicht nur für die gemal­ten, sondern mehr noch für die poeti­schen Bilder. Das „Mate­rial … [wird] zum (ästhe­tischen) Begriff des Bildes“ ([Campe 2006a]Campe, Rüdiger (2006): Epoche der Evidenz. Knoten in einem terminologischen Netzwerk zwischen Descartes und Kant. In: Peters, S. & Schäfer, M.J. (Hg.), Intellektuelle Anschauung. Figurationen von Evidenz zwischen Kunst und Wissen. Transcript, Bielefeld.
: S. 38). Die erkennt­nistheo­reti­sche Schwie­rigkeit besteht hier wie in vielen Erläu­terun­gen zur ästhe­tischen/iko­nischen Evi­denz darin, zu verste­hen, was damit gesagt ist, dass Mate­rial, mit dem sowohl Bilder als Gegen­stände wie auch inne­re Vor­stellungs­bilder gemeint sind, zum Begriff werden kann.

Einen weiteren Versuch, Evi­denz als Bild­haftig­keit zu lesen, unter­nimmt Gott­fried Boehm, der sie mit Sicht­barkeit verbin­det. Aus der Sicht­barkeit, die in einem starken Sinne, nämlich als Einleuch­ten aufge­fasst wird, lässt sich aller­ding noch nicht (wie Boehm es versucht) auf die Kate­gorie der Bilder schließen, denn sicht­bar sind zunächst nicht nur Bilder, sondern vieles mehr. „Wie läßt sich die Struktur der Evi­denz aus der Sphäre der Wahr­nehmung in die des Bildes über­tragen? Die ikoni­sche Darstel­lung und ihre Logik … lassen sich auf die Logik der Wahr­nehmung zurück­beziehen“ ([Boehm 2008a]Boehm, Gottfried (2008): Augenmaß. Zur Genese der ikonischen Evidenz. In: Boehm, G. & Mersmann, B. & Spies, Ch. (Hg.), Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt. Fink, München.
: S. 17). In dieser Formu­lierung Boehms behält Evi­denz die Ambi­valenz zwischen subjek­tiver Anschau­ung und objek­tiver Augen­schein­lich­keit, und es stellt sich zu­nächst die Frage nach deren genau­em Verhält­nis. Boehm entschei­det sich unter Rück­griff auf Husserls Inten­tiona­litäts­begriff dafür, Evi­denz auf ein „zugrun­delie­gendes Orien­tiert­sein“ zurück­zu­füh­ren, auf welches sich die Geltung der Evi­denz stütze, er entschei­det sich somit für die subjek­tive Akzen­tuie­rung des Begriffs ([Boehm 2008a]Boehm, Gottfried (2008): Augenmaß. Zur Genese der ikonischen Evidenz. In: Boehm, G. & Mersmann, B. & Spies, Ch. (Hg.), Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt. Fink, München.
: S. 22). Damit wird aber die Spezi­fik einer ikoni­schen/visu­ellen Evi­denz hin­fällig. Denn in der Syn­these von „Sicht und Ansicht“ müsste erstens Zeugen­schaft von etwas als etwas veran­kert werden, wenn der Witz des Evi­denzbe­griffs nicht geop­fert werden soll. Aus der Bild­haftig­keit aller Evi­denz als inne­rer Anschau­ung ist zweitens noch nicht auf die spezi­fische Bild­lich­keit von Bildern zu schließen, die als Gegen­stände evi­dent sein können. Diese Spezi­fik der Bilder bestimmt Boehm mit Hilfe der „Dichte der Mate­riali­tät“ ([Boehm 2008a]Boehm, Gottfried (2008): Augenmaß. Zur Genese der ikonischen Evidenz. In: Boehm, G. & Mersmann, B. & Spies, Ch. (Hg.), Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt. Fink, München.
: S. 30). Qua Mate­riali­tät sowie auf­grund ihres Gemacht­seins „liefern [Bilder] eine Vor­gabe des Erwart­baren und zugleich deren gege­benen­falls evi­dente Erfül­lung“ (ebd.).


Weitere Begriffs­varian­ten

Die Weite des Evidenz­begriffs und damit die Vari­ations­breite mög­licher Konzep­tuali­sierun­gen der Bild­lich­keit als inne­rer Anschau­ung im Verhält­nis zu Sprache und Begriff zeigt sich auch daran, dass Evi­denz z.B. als „über­komple­xe Zeichen­fülle“ verstan­den wird, die „jenseits der Mangel­logik des Begriffs“ ange­siedelt sei ([Pfotenhauer et al. 2005a]Pfotenhauer, Helmut; Riedel, Wolfgang & Schneider, Sabine (Hg.) (2005): Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Königshausen & Neumann, Würzburg.
: S. IX, vgl. auch [Sommer 1987a]Sommer, M. (1987): Evidenz im Augenblick. Eine Phänomenologie der reinen Empfindung. Suhrkamp, Frankfurt/M.
). Abhän­gig ist solch eine Bestim­mung vom jewei­ligen Ver­ständnis, wie Sprache sein soll, jedoch ist ja die Pointe der Evi­denz, dass sich etwas er­schließt, etwas, dem Sinn bzw. Bedeu­tung zukommt. So scheint es eher kontra­intui­tiv, unter Evi­denz eine „Undar­stellbar­keit des Ereig­nisses“ ([Oehlschläger 2005a]Öhlschläger, Claudia (2005): Evidenz und Ereignis. Musils poetische “Momentaufnahmen” im Kontext der Moderne. In: Pfotenhauer, H.; Riedel, W. & Schneider, S. (Hg.), Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Könighshausen & Neumann, Würzburg.
) zu ver­stehen oder etwas, das sich im „empha­tischen Sehen“ als etwas ereig­net, „weil die Refle­xivi­tät vorüber­gehend suspen­diert ist“ ([Riedel 2005a]Riedel, W. (2005): Endogene Bilder. Anthropologie und Poetik bei Gottfried Benn. In: Pfotenhauer, H.; Riedel, W. & Schneider, S. (Hg.), Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Königshausen & Neumann, Würzburg.
: S. 196). Auch in einer „Bild­produk­tion des Unbe­wussten“ ist Sinn­haftig­keit mit am Werk (vgl. [Pfotenhauer et al. 2005a]Pfotenhauer, Helmut; Riedel, Wolfgang & Schneider, Sabine (Hg.) (2005): Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Königshausen & Neumann, Würzburg.
).


Differenz von Evidenz und Wahr­heit / Fall feh­lender Autor­schaft von Bildern

Im Gegensatz zur Abwesen­heit von sprach­lich verfass­ter Refle­xivi­tät ist Evi­denz als eine perfor­mativ erfahr­bare Eigen­schaft des Augen­scheinlich­werdens von etwas als etwas aufzu­fassen, bei der Sinn bzw. Bedeu­tung mit den mate­rialen Eigen­schaften und dem Phäno­men des Wahrgen­ommenen verschränkt bleibt. Dass Kunst­werke nicht nur etwas evi­dent machen, sondern selbst in ihrer Art, wie sie gemacht sind, evi­dent sind – und der Bereich der Kunst kann hier als para­digma­tisch betrach­tet werden –, verweist auf die Diffe­renz von Evi­denz und Wahr­heit. Evi­denz ist nicht wie Wahr­heit sprach­licher Aus­sagen an Geltungs­forde­rungen gebun­den, sondern vielmehr an in der Wahr­nehmung erleb­te Anschau­ung (vgl. [[Siegmund 2007a]Siegmund, Judith (2007): Die Evidenz der Kunst. Künstlerisches Handeln als ästhetische Kommunikation. Transcript, Bielefeld.
). Es sind die Wahr­nehmun­gen von unkünst­leri­schen Bildern (als äuße­ren Gegen­ständen), für welche diese Beschrei­bung der Evi­denz nicht mehr voll­ständig zutrifft, denn nicht allen Bildern lässt sich Evi­denz unter­stellen. Es gibt Bilder, denen jede Form der Autor­schaft abge­sprochen werden muss (z.B. Bilder, die von Webcams und anderen Geräten erzeugt werden), und es gibt Bilder, die nur noch von Spezia­listen gedeu­tet werden können (z.B. Unter­suchungs­ergeb­nisse in der Medi­zin). Auf solche Bilder trifft die Rede von der „Vor­gabe des Erwart­baren“ und der „gege­benen­falls evi­denten Erfüllung“ (vgl. [Boehm 2008a]Boehm, Gottfried (2008): Augenmaß. Zur Genese der ikonischen Evidenz. In: Boehm, G. & Mersmann, B. & Spies, Ch. (Hg.), Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt. Fink, München.
) dessen, was erwart­bar war, nicht mehr zu.


Allgemeines Fazit

Generell lässt sich in Bezug auf Evi­denz von einem „gründen­den Verhält­nis von sinn­licher Anschau­ung zu begriff­licher Deutung sprechen“, womit über Bilder aber noch nichts Spezi­fisches gesagt ist, außer dass (mit Husserl gespro­chen) eine „erfüll­te Inten­tiona­lität in der Wahr­nehmung“ von Bildern ein konkre­ter Fall neben ande­ren ästhe­tischen und nicht­ästhe­tischen Wahr­nehmungs­vollzü­gen ist (vgl. [Siegmund 2007a]Siegmund, Judith (2007): Die Evidenz der Kunst. Künstlerisches Handeln als ästhetische Kommunikation. Transcript, Bielefeld.
: S. 191).

Anmerkungen
Literatur
[Boehm 2008a]Boehm, Gottfried (2008): Augenmaß. Zur Genese der ikonischen Evidenz. In: Boehm, G. & Mersmann, B. & Spies, Ch. (Hg.), Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt. Fink, München.[Brentano 1930a]Brentano, Franz (1930): Wahrheit und Evidenz. Felix Meiner, Hamburg.[Campe 2006a]Campe, Rüdiger (2006): Epoche der Evidenz. Knoten in einem terminologischen Netzwerk zwischen Descartes und Kant. In: Peters, S. & Schäfer, M.J. (Hg.), Intellektuelle Anschauung. Figurationen von Evidenz zwischen Kunst und Wissen. Transcript, Bielefeld.[Halbfass 1972a]Halbfass, Wilhelm (1972): Evidenz. In: Gründer, K. & Ritter, J. (Hg.), Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 2. Schwabe Verlag, Basel.[Husserl 1993a]Husserl, Edmund (1993): Logische Untersuchungen. Elemente einer phänomenologischen Aufklärung der Erkenntnis. Max Niemeyer, Tübingen.[Locke 1975a]Locke, John (1975): An Essay Concerning Human Understanding. Oxford University Press, Oxford.[Oehlschläger 2005a]Öhlschläger, Claudia (2005): Evidenz und Ereignis. Musils poetische “Momentaufnahmen” im Kontext der Moderne. In: Pfotenhauer, H.; Riedel, W. & Schneider, S. (Hg.), Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Könighshausen & Neumann, Würzburg.[Pfotenhauer et al. 2005a]Pfotenhauer, Helmut; Riedel, Wolfgang & Schneider, Sabine (Hg.) (2005): Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Königshausen & Neumann, Würzburg.[Riedel 2005a]Riedel, W. (2005): Endogene Bilder. Anthropologie und Poetik bei Gottfried Benn. In: Pfotenhauer, H.; Riedel, W. & Schneider, S. (Hg.), Poetik der Evidenz. Die Herausforderung der Bilder in der Literatur um 1900. Königshausen & Neumann, Würzburg.[Siegmund 2007a]Siegmund, Judith (2007): Die Evidenz der Kunst. Künstlerisches Handeln als ästhetische Kommunikation. Transcript, Bielefeld.[Sommer 1987a]Sommer, M. (1987): Evidenz im Augenblick. Eine Phänomenologie der reinen Empfindung. Suhrkamp, Frankfurt/M.

Ausgabe 1: 2013

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Lektorat:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra, Judith Siegmund und Marcel Lemmes — (Hinweis)

Zitierhinweis:

Siegmund, Judith (2013). Evidenz, visuelle/ikonische. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Evidenz,_visuelle/ikonische].