Bildrezeption als Kommunikationsprozess: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
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==Ist Bildrezeption ein Fall von Zeichen&shy;ge&shy;brauch?==


<!--Ab hier: eigentlicher Inhalt; Überschriften gegebenenfalls anpassen-->
Werden Bilder als Zeichen verwendet, folgt daraus, dass Gegen&shy;stände nur dann als Bilder be&shy;griffen werden können, wenn sie als Kompo&shy;nenten mit bestimm&shy;ter Funktion in einer [[Interaktion und Kommunikation|kommu&shy;nika&shy;tiven Inter&shy;aktion]] zwischen mindestens zwei Indi&shy;viduen betrachtet werden. Diese bipo&shy;lare Auf&shy;fassung von der Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion scheint in einem direk&shy;ten Gegen&shy;satz zu stehen zu der in der Kunst&shy;geschich&shy;te zum Standard gewor&shy;denen Auf&shy;fassung von der Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion als einer mono&shy;polaren – d.h. von einem isolierten Indi&shy;viduum alleine voll&shy;zogenen – Handlung vor dem Bild&shy;träger. Anders gewendet lautet die Frage: Wie lässt sich die [[Bildsemiotik|Zeichen&shy;theorie des Bildes]] mit der anscheinend mono&shy;polaren Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion be&shy;griff&shy;lich ver&shy;ein&shy;baren?
=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
<!--Anmerkung zwischen <ref> und </ref> im laufenden Text-->
<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas 61a'>Jonas 1961</bib> -->
<!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
<!--  ... (siehe Link "Sammlung" in Bibliographie-Box -->
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->


==Die “klassische” monopolare Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion, das “aktive” Bild und die Aura==


Thematisieren kunsthistorische Betrachtungen die Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tionen der betrach&shy;teten Bild&shy;werke, so wird zumindest in deren tradi&shy;tio&shy;neller ausge&shy;richteten oder vulga&shy;risier&shy;ten Ansätzen trotz aller Varianzen der Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tionen ein Element nicht aufge&shy;geben, soll es sich denn um eine korrekte Hin&shy;wendung zum Werk handeln: Der naive Betrach&shy;ter, der profes&shy;sionelle Kunst&shy;kritiker, der erfah&shy;rene Kunst&shy;histo&shy;riker, sie alle stehen jeweils alleine in Ver&shy;senkung vor dem Werk. Es ist das Bild, das sich an den ein&shy;sam vor ihm stehen&shy;den Betrach&shy;ter zu wenden scheint und ihm darin – plötz&shy;lich oder nach und nach, immer aber spontan – sein (des Bildes) Wesen ent&shy;hüllt. Der idee&shy;ierenden Wesens&shy;schau der Phäno&shy;meno&shy;logie gleich eröffne nur eine inten&shy;sive im Wesent&shy;lichen aber passiv-gedul&shy;dige Haltung des Rezi&shy;pienten den Zugang zur wahren Natur des Werks.<ref>Es wundert daher nicht, dass der Phäno&shy;meno&shy;loge Hans Jonas in Bildern den anthro&shy;polo&shy;gischen Ursprung zur Epa&shy;goge (Wesens&shy;schau) sah <bib id='Jonas 1961a'></bib>.</ref>
:
Für Marshall McLuhan stellt diese mono&shy;polare Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion aller&shy;dings ledig&shy;lich eine histo&shy;risch bedingte Sicht dar, die aus medien&shy;theore&shy;tischer Perspek&shy;tive als typische Aus&shy;wirkung der sozialen Reak&shy;tionen auf das “neue” Medium Buch&shy;druck (“Guten&shy;berg-Gala&shy;xis”) zu ver&shy;stehen sei (vgl. <bib id='McLuhan 1962a'></bib>). In ihr spiegele sich die Dominanz der “line&shy;aren” mono&shy;perspek&shy;tivi&shy;schen Dar&shy;stellungen, die seit der Renais&shy;sance para&shy;digma&shy;tisch für bild&shy;liche Dar&shy;stellungen geworden waren und erst mit dem Über&shy;gang zum 20. Jahr&shy;hundert wieder Raum für alter&shy;native Dar&shy;stellungs&shy;weisen machten.
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Bereits Walter Benjamin hatte mit seinem Konzept der Aura eine Des&shy;krip&shy;tion des bürger&shy;lichen Kunst&shy;begriffs vorge&shy;schlagen, die die mono&shy;polar konzi&shy;pierte Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion als über&shy;holtes ge&shy;schicht&shy;liches Konstrukt, wenn nicht gar als ideo&shy;logisch be&shy;lastet, ab&shy;lehnt (<bib id='Benjamin 1939a'></bib>): Hinter der Zu&shy;schrei&shy;bung einer Aura als einer Eigen&shy;schaft des Betrach&shy;teten und nicht als einer Haltung des Rezi&shy;pienten gegen&shy;über seinem Gegen&shy;stand versteckt sich nicht nur ein Residuum magi&shy;scher Bild&shy;auf&shy;fassun&shy;gen, das einer&shy;seits noch auf den sakral-ritu&shy;ellen Ur&shy;sprung der Bild&shy;kompe&shy;tenz ver&shy;weisen mag, ande&shy;rer&shy;seits als poten&shy;zielles Herr&shy;schafts&shy;wissen tenden&shy;ziell herme&shy;tische Züge trägt; viel&shy;mehr werde damit sogar das Poten&shy;zial der Bild&shy;rezi&shy;pienten, sich mit&shy;hilfe dieser Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;form über beste&shy;hende und mög&shy;liche Bedin&shy;gungen ihres Zusam&shy;menle&shy;bens zu ver&shy;stän&shy;digen, ver&shy;schüttet.
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In letzter Konsequenz führt die Konzeption der mono&shy;polaren Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion zur Auf&shy;fassung, dass Bilder – genauer sollte es wohl heißen: Bild&shy;träger – selbst aktive Hand&shy;lungs&shy;träger seien, die das, was mit ihnen dar&shy;gestellt wird, erst für den Betrach&shy;ter (und unab&shy;hängig von ihm) erzeug&shy;ten (⊳ [[Bildakt-Theorie]]). Aller&shy;dings wird in dieser Pro&shy;jek&shy;tion einer Hand&shy;lungs&shy;träger&shy;schaft auf den dazu an sich un&shy;geeig&shy;neten Bild&shy;träger der Konf&shy;likt mit dem grund&shy;sätzlich bi&shy;polaren zeichen&shy;theore&shy;tischen Bild&shy;ansatz gemil&shy;dert, werden nun doch tat&shy;säch&shy;lich zwei Hand&shy;lungs&shy;träger berück&shy;sichtigt, nur dass die Zu&shy;schrei&shy;bung dieses Attri&shy;buts zumin&shy;dest für den Bild&shy;träger – milde gesagt – unge&shy;wöhn&shy;lich ist.




=====Engere Begriffsbestimmung=====
==Die klassische bipolare Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tion des Kom&shy;muni&shy;zierens==


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
Da Zeichenverwendungen sinnvoller Weise aus [[Interaktion und Kommunikation|Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;hand&shy;lungen]] abge&shy;leitet werden, sind sie je&shy;weils auf zwei zu ent&shy;sprechend komp&shy;lexen Hand&shy;lungen fähigen Akti&shy;vitäts&shy;trägern aufge&shy;teilt: In Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;theorien werden sie meist ‘Sen&shy;der’ und ‘Emp&shy;fänger’ genannt. Den damit gege&shy;benen drei&shy;fachen Bezug eines als Zeichen verwen&shy;deten Träger&shy;objekts zu ‘Sen&shy;der’, ‘Emp&shy;fänger’ und ‘Re&shy;ferent’ hat Karl Bühler exem&shy;plarisch für Sprache in seinem Orga&shy;non-Modell mit den Rela&shy;tionen ‘Aus&shy;druck’, ‘Appell’ und ‘Dar&shy;stellung’ entfaltet (<bib id='Bühler 1934a'></bib>): Im Zeichen&shy;gebrauch ist der Zeichen&shy;träger das Mittel, eine Ver&shy;stän&shy;digung hin&shy;sicht&shy;lich etwas Re&shy;präsen&shy;tiertem zwischen den beiden betei&shy;ligten zeichen&shy;handelnden Sub&shy;jekten zu er&shy;reichen.<ref>Vgl. [http://de.wikipedia.org/wiki/Organon-Modell Wikipedia: Organon-Modell].</ref>
:
Die beiden Handlungs“pole” der Zeichen&shy;hand&shy;lungen be&shy;zeichnen dabei ganz all&shy;gemein ''Rollen'' des zuge&shy;hörigen Inter&shy;aktions&shy;sche&shy;mas.<ref>Hierzu auch ⊳ [[Exkurs:Handlungen|Ex&shy;kurs: Hand&shy;lungen]].</ref> Diese können tat&shy;säch&shy;lich nicht nur von unter&shy;schied&shy;lichen, sondern durch&shy;aus auch vom selben Hand&shy;lungs&shy;träger belegt werden. Das ist etwa bei Selbst&shy;gesprä&shy;chen der Fall: Eine Person stellt dann sich selbst gegen&shy;über bestimm&shy;te ihr wich&shy;tige Sach&shy;ver&shy;halte dar. Auf diese Weise fokus&shy;siert sie ihre Gedan&shy;ken zu jenem Thema. Dem&shy;nach könnte auch das ein&shy;same Betrach&shy;ten eines Bildes in schein&shy;bar mono&shy;polarer Situa&shy;tion tat&shy;sächlich als eine Art pik&shy;turalen Selbst&shy;“gesprächs” und damit als grund&shy;sätz&shy;lich bi&shy;polar verstan&shy;den werden: Jemand zeigt sich selbst mit&shy;hilfe des Bild&shy;trägers, was immer ihm damit zu zeigen wichtig scheint, und fokus&shy;siert so seine Ge&shy;danken auf diese Aspekte. Eine solche Inter&shy;preta&shy;tion ist sicher&shy;lich vor allem für die soge&shy;nannten [["natürliche" Bilder|“natür&shy;lichen” Bilder]] sinn&shy;voll. Doch wird damit bei anderen (“normalen”) Bildern der Bezug zu deren Produk&shy;tions&shy;situa&shy;tion weit&shy;gehend ausge&shy;hebelt. Kann man auf diese Weise über&shy;haupt “von einem Bild über&shy;rascht werden”?
:
Das wesentliche Problem liegt hier darin, dass bei Bildern – als [[Typologien der Medien|se&shy;kun&shy;däre Medien]] – in der Regel Pro&shy;duk&shy;tions- und Rezep&shy;tions&shy;situa&shy;tionen zeit&shy;lich aus&shy;ein&shy;ander fallen. Nicht nur, dass Sender und Emp&shy;fänger sich normaler&shy;weise nicht kennen. Es ist ihnen der tempo&shy;ralen Distanz wegen da&shy;rüber hinaus meist auch unmög&shy;lich, über&shy;haupt je mit&shy;ein&shy;ander bekannt zu werden. Daher sind Modi&shy;fika&shy;tionen des Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;begriffs nötig, der am Kommu&shy;nizieren in primären Medien mit den dort (wie auch in Tertiär&shy;medien) gege&shy;benen Mög&shy;lich&shy;keiten kommun&shy;ikativen Feed&shy;backs ausge&shy;richtet war. Das bi&shy;polare Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;modell muss für sekun&shy;däre Medien schon des&shy;halb erwei&shy;tert werden, weil dieser Medien&shy;typus nur für die beson&shy;ders komplexe Klasse der be&shy;wussten Kommu&shy;nika&shy;tion – also der [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichen&shy;handlungen]] – verfüg&shy;bar ist.<ref>Daraus folgt dann übri&shy;gens eben&shy;falls un&shy;mittel&shy;bar, dass auch für sprach&shy;liche Zeichen&shy;hand&shy;lungen das bi&shy;polare Kommun&shy;ika&shy;tions&shy;modell nicht kom&shy;plex genug ist.</ref>




=====optional Beispiele=====
==Die quadrupolare Rezeptions&shy;situa&shy;tion se&shy;kun&shy;därer Me&shy;dien==


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
Der Übergang von einfachen kommu&shy;nika&shy;tiven Inter&shy;akti&shy;onen, wie etwa Aus&shy;drucks&shy;bewe&shy;gungen und Signal&shy;verhal&shy;ten, zu Zeichen&shy;hand&shy;lungen wird in der Fach&shy;lite&shy;ratur ins&shy;beson&shy;dere da&shy;durch charak&shy;teri&shy;siert, dass das Vor&shy;führen von Ver&shy;haltens&shy;weisen, wie es für den Voll&shy;zug kommun&shy;ika&shy;tiver Hand&shy;lungen wesent&shy;lich ist, ver&shy;inner&shy;licht – inter&shy;nali&shy;siert – wird (vgl. <bib id='Mead 1968a'></bib>). Doch ver&shy;lassen wir uns hier nicht einfach auf die be&shy;queme räum&shy;liche Meta&shy;pher eines (men&shy;talen) Innen&shy;raumes, in dem die kommu&shy;nika&shy;tiven Selbst&shy;dar&shy;stellun&shy;gen nun statt&shy;finden sollen: Präzi&shy;ser gesagt geht es nämlich darum, dass sie „sich hier aus den kommu&shy;nika&shy;tiven Zusammen&shy;hängen, in die sie [...] nor&shy;maler&shy;weise einge&shy;bettet sind, heraus&shy;lösen, und zur Fähig&shy;keit einer allein für sich zu voll&shy;ziehen&shy;den leib&shy;lichen Selbst&shy;ver&shy;gegen&shy;wärti&shy;gung ent&shy;wickeln“ können (<bib id='Ros 2005a'></bib>: S. 591).
:
Während ein in kommunikativer Absicht vorge&shy;führtes Verhal&shy;ten unter ande&shy;rem so modi&shy;fiziert wird, dass seine körper&shy;lichen Aspekte beson&shy;ders deut&shy;lich und für den Emp&shy;fänger beson&shy;ders gut erkenn&shy;bar arti&shy;kuliert werden, führt die nun be&shy;trach&shy;tete Re&shy;flexi&shy;vierung des Zeigens eines Verhal&shy;tens zu einer Re&shy;duktion seiner von außen klar erkenn&shy;baren Aspekte: Statt deut&shy;lich sicht&shy;barer körper&shy;licher Ver&shy;ände&shy;rungen (etwa das bei Wölfen als Geste aus dem Anfangs&shy;element einer Beiß&shy;attacke ent&shy;wickelte hervor&shy;geho&shy;bene Fletschen der Zähne<ref>Als echtes An&shy;fangs&shy;teil einer wirklichen Beiß&shy;attacke (‹Lippen zurück&shy;ziehen, um sich nicht selbst zu ver&shy;letzen›) müsste diese Akti&shy;vität besser mög&shy;lichst ver&shy;steckt aus&shy;ge&shy;führt werden, soll der Gegner den An&shy;griff nicht früh&shy;zei&shy;tig er&shy;kennen und Gegen&shy;maß&shy;nahmen er&shy;grei&shy;fen können.</ref>) genügt nun eine sehr schwache Akti&shy;vierung der ent&shy;sprechen&shy;den Nerven&shy;bahnen, eine kaum merk&shy;liche Ände&shy;rung des zuge&shy;hörigen Muskel&shy;tonus.<ref>Diese schwachen körper&shy;lichen Aktiv&shy;itäten führen zwar kaum zu einer von Außen noch unter&shy;scheid&shy;baren Ver&shy;ände&shy;rung. Doch bleibt ihre Wirk&shy;sam&shy;keit auf den Hand&shy;lungs&shy;träger selbst über das proprio&shy;zeptorisch ver&shy;mittelte Körper&shy;bewusst&shy;sein bestehen. Letz&shy;teres stellt ein wich&shy;tiges Element der Steue&shy;rung jedes körper&shy;lichen Verhal&shy;tens dar, das kom&shy;plexer als ein&shy;fache Reiz-Re&shy;aktions­-Schema&shy;ta ist.</ref> Insbe&shy;sondere können nun die Akti&shy;vitäten des Vor&shy;führens des einen Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;part&shy;ners und die zu&shy;gehö&shy;rigen Re&shy;aktio&shy;nen des anderen Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;part&shy;ners auf&shy;einan&shy;der be&shy;zogen werden. Die Rolle des Gegen&shy;übers kann näm&shy;lich mit der Inter&shy;nali&shy;sierung ''vom Kommu&shy;nizie&shy;renden selbst'' mit seiner eigenen Rolle in einen syste&shy;mati&shy;schen Zu&shy;sammen&shy;hang ge&shy;bracht werden.
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[[Datei:quadrupol.jpg|thumb|Abbildung 1: Quadru&shy;polares Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;mo&shy;dell]]
Damit sind In&shy;di&shy;vi&shy;duen, die in Zei&shy;chen&shy;hand&shy;lun&shy;gen ein&shy;tre&shy;ten kön&shy;nen, stets als ''dy&shy;adisch'' zu ver&shy;ste&shy;hen: Je&shy;der Be&shy;griff ei&shy;nes Hand&shy;lungs&shy;trä&shy;gers, der nur kon&shy;se&shy;ku&shy;tiv als Sen&shy;der oder Emp&shy;fän&shy;ger agiert, und nicht si&shy;mul&shy;tan, kann nicht un&shy;ter die&shy;sen Be&shy;griff von be&shy;wuss&shy;ter Kom&shy;mu&shy;nika&shy;tion fal&shy;len. Die bei&shy;den Pole des bi&shy;po&shy;la&shy;ren Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;tions&shy;mo&shy;dells müs&shy;sen nun selbst als je&shy;weils zwei&shy;ge&shy;teilt ver&shy;stan&shy;den wer&shy;den, da je&shy;der da&shy;von die bei&shy;den Rol&shy;len von Sen&shy;der und Emp&shy;fän&shy;ger in&shy;ter&shy;na&shy;li&shy;siert aus&shy;füllt (vgl. Abb. 1). Kommun&shy;ika&shy;tiv wirk&shy;sam können nun jeweils drei Inter&shy;aktionen werden: (i) Die inter&shy;nali&shy;sierte Inter&shy;aktion zwischen dem Selbst&shy;modell des “akti&shy;ven” Zeichen&shy;handeln&shy;den (Produ&shy;zent) und seiner Vor&shy;stellung vom “passi&shy;ven” Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;partner (Rezi&shy;pient), (ii) die inter&shy;nali&shy;sierte Inter&shy;aktion zwischen der Vor&shy;stellung eines Rezi&shy;pien&shy;ten vom Sender und dem eigenen Selbst&shy;modell, (iii) die (externe) Inter&shy;aktion zwischen dem Selbst&shy;modell des Produ&shy;zenten und dem Selbst&shy;modell des Rezi&shy;pienten. Weiter&shy;hin kann die Ko&shy;ordi&shy;nation zwischen den kommu&shy;nika&shy;tiven Teil&shy;hand&shy;lungen (i) und (iii) über das ex&shy;terne Feed&shy;back des Rezi&shy;pienten – seine Re&shy;aktionen inklu&shy;sive Rück&shy;fragen – (ge&shy;strichel&shy;te Linie im Bild) er&shy;reicht werden, die zwischen Teil&shy;kommu&shy;nika&shy;tionen (ii) und (iii) über weitere Zeichen&shy;hand&shy;lungen des Produ&shy;zenten an diesen Rezi&shy;pienten.<ref>Die ge&shy;strichel&shy;ten Pfeile inner&shy;halb der Ellip&shy;sen der Zeichen&shy;handeln&shy;den in Abb. 1 können als Anti&shy;zipa&shy;tionen des je&shy;weiligen Ant&shy;wort&shy;verhal&shy;tens begriffen werden: Be&shy;urtei&shy;lungen des Er&shy;folgs oder Miss&shy;erfolgs der Zeichen&shy;hand&shy;lung durch die Zeichen&shy;handeln&shy;den sind weit&shy;gehend auf diesen vor&shy;gestell&shy;ten mög&shy;lichen Re&shy;akti&shy;onen des jewei&shy;ligen Gegen&shy;übers ge&shy;gründet (vgl. auch <bib id='Schirra 1994a'></bib>). Man be&shy;achte, dass nur das quadru&shy;polare Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;modell wegen dieser Feed&shy;back-Anti&shy;zipa&shy;tion die Mög&shy;lich&shy;keit für durch die Kommun&shy;izie&shy;renden selbst re&shy;konstruier&shy;bare Miss&shy;ver&shy;ständ&shy;nisse bietet.</ref>
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[[Datei:quadrupol2.jpg|thumb|Abbildung 2: Quadru&shy;polares Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;mo&shy;dell bei Se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;dien]]
Bei Kommunikation über se&shy;kun&shy;dä&shy;re Me&shy;dien wer&shy;den we&shy;gen der zeit&shy;li&shy;chen Se&shy;pa&shy;rie&shy;rung der Pro&shy;duk&shy;tions- und Re&shy;zep&shy;tions&shy;si&shy;tua&shy;tio&shy;nen die kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ven Teil&shy;hand&shy;lun&shy;gen (i) und (ii) von&shy;ein&shy;an&shy;der ab&shy;ge&shy;kop&shy;pelt, wäh&shy;rend (iii) in zwei Tei&shy;le zer&shy;fällt, die über den per&shy;sisten&shy;ten Zei&shy;chen&shy;trä&shy;ger nur lose mit&shy;ein&shy;an&shy;der “har&shy;mo&shy;ni&shy;siert” wer&shy;den kön&shy;nen (vgl. Abb. 2).<ref>So ist etwa zu er&shy;klären, dass lite&shy;ratur&shy;wissen&shy;schaft&shy;lich durch&shy;aus unter&shy;schied&shy;liche Inter&shy;preta&shy;tionen (des&shy;selben Zeichen&shy;trägers) neben&shy;einander be&shy;trachtet werden: Was etwa der vor&shy;ge&shy;stell&shy;te histo&shy;rische Autor – ein Konstrukt des heutigen Lite&shy;ratur&shy;wissen&shy;schaft&shy;lers – mit einem Text gemeint haben mag, oder was der Lite&shy;ratur&shy;wissen&shy;schaft&shy;ler selber als Sender einem von ihm vor&shy;gestell&shy;ten Zeit&shy;genos&shy;sen damit sagen mag. Vgl. in diesem Zu&shy;sammen&shy;hang auch [http://de.wikipedia.org/wiki/Rezeptions%C3%A4sthetik Wikipedia: Re&shy;zep&shy;tions&shy;ästhetik].</ref>




=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====
==Die “monologische” Rezeptions&shy;situa&shy;tion des Bild&shy;gebrauchs==


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
[[Datei:quadrupol-mono.jpg|thumb|Abbildung 3: Die zwei Vari&shy;an&shy;ten der se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;dia&shy;len Zei&shy;chen&shy;ver&shy;wen&shy;dung bei “mo&shy;no&shy;logischer” Si&shy;tua&shy;tion im quadru&shy;po&shy;la&shy;ren Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;mo&shy;dell: Ab&shy;ge&shy;kop&shy;pel&shy;te Re&shy;zep&shy;tion mit (a) vor&shy;ge&shy;stell&shy;tem Sen&shy;der oder (b) vor&shy;ge&shy;stell&shy;tem Emp&shy;fän&shy;ger]]
Für asynchrone Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;tion, wie sie ge&shy;ra&shy;de bei Bild&shy;ver&shy;wen&shy;dung sehr häu&shy;fig auf&shy;tritt, hat die Mead&shy;sche dop&shy;pelt-bi&shy;po&shy;lare Kon&shy;zep&shy;tion ent&shy;schei&shy;den&shy;de Kon&shy;se&shy;quen&shy;zen. Ins&shy;be&shy;son&shy;de&shy;re führt sie zu ei&shy;ner dem mo&shy;no&shy;po&shy;la&shy;ren An&shy;satz dia&shy;met&shy;ral ent&shy;ge&shy;gen&shy;ge&shy;setz&shy;ten Fas&shy;sung ei&shy;ner Re&shy;zep&shy;tions&shy;äs&shy;the&shy;tik: Wer al&shy;lei&shy;ne ei&shy;nen Bild&shy;trä&shy;ger als Bild be&shy;trach&shy;tet, nimmt si&shy;mul&shy;tan die Rol&shy;le von Sen&shy;der und Emp&shy;fän&shy;ger des Bild&shy;zei&shy;chens ein – er zeigt es sich selbst in der Rol&shy;le ei&shy;nes an&shy;de&shy;ren. Dabei ent&shy;spricht die Ambi&shy;gui&shy;tät der Phrase ‘in der Rolle eines Anderen’ in dem vorigen Satz durch&shy;aus den beiden Mög&shy;lich&shy;keiten: ‘er selbst in der Rolle des (vorge&shy;stellten) Senders (und den von ihm dem Sender zuge&shy;schriebenen Charak&shy;teristika) zeigt sich selbst das Bild’ (Abb. 3 (a)) vs. ‘er zeigt einem anderen, den er sich in der Rolle des Emp&shy;fänger vorstellt, das Bild’ (Abb. 3 (b)). Diese Dopp&shy;lung tritt aber nicht nur auf der Rezep&shy;tions&shy;seite auf: Auch der Produ&shy;zent hat bei der Her&shy;stellung des Bildes ja stets be&shy;stimmte Vor&shy;stellungen vom Emp&shy;fänger, an den er sich richtet.
:
Ganz entsprechend ist schon 1934 für John Dewey der Begriff der ästhe&shy;tischen Er&shy;fahrung prinzi&shy;piell in einer zwar mög&shy;licher&shy;weise zeit&shy;lich aufge&shy;spalteten, gleich&shy;wohl nur im Zusammen&shy;hang zu denken&shy;den Situa&shy;tion einer Zeichen&shy;hand&shy;lung zwischen Produ&shy;zent und Rezi&shy;pient zu verstehen (vgl. <bib id='Dewey 1934a'></bib>). Nach Matthias Vogel unter&shy;scheidet Dewey dabei prinzi&shy;piell die folgen&shy;den vier Aspekte ganz in Ana&shy;logie zum quadru&shy;polaren Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;modell (vgl. <bib id='Vogel 2001a'></bib>: S. 139):
''(1) Die ästhetische Erfahrung des Produz&shy;enten (''P<sub>1</sub>'') umfasst''
:''(a) ein aktivisches Moment, inso&shy;fern ''P<sub>1</sub>'' einen Gegen&shy;stand ''K'' ''ge&shy;staltet'';''
:''(b) sie umfasst ein passivisches Moment, inso&shy;fern ''P<sub>1</sub>'' Im&shy;pulse von ''K'' auf ''sich wirken lassen'' muss, um ''K'' gemäß den unter&shy;stell&shy;ten Wahr&shy;nehmungs&shy;weisen von ''P<sub>n</sub>'' zu gestal&shy;ten.''


<!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern-->
''(2) Die ästhetische Erfahrung des Rezi&shy;pienten (''P<sub>2</sub>'') umfasst''
:''(a) ein aktivisches Moment, inso&shy;fern ''P<sub>2</sub>'' einen Gegen&shy;stand ''K'' ''inter&shy;pretiert'';''
:''(b) sie umfasst ein passivisches Moment, inso&shy;fern ''P<sub>2</sub>'' Im&shy;pulse von ''K'' ''auf&shy;nehmen muss'', um ''K'' gemäß der unter&shy;stellten Absicht von ''P<sub>1</sub>'' zu inter&shy;pretieren.''<ref>Neben dem Produzenten ''P<sub>1</sub>'' und dem betrach&shy;teten Rezi&shy;pienten ''P<sub>2</sub>'' sind die poten&shy;ziellen anderen Rezi&shy;pienten (oder genauer die vom Produ&shy;zenten ins Auge gefass&shy;ten “Normal&shy;rezi&shy;pienten”) in dem Zitat durch ''P<sub>n</sub>'' be&shy;zeichnet.</ref>
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Je nach vorgestellten Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;partnern ergeben sich so tat&shy;säch&shy;lich jeweils unter&shy;schied&shy;liche Varian&shy;ten des Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;prozesses und damit des er&shy;reich&shy;ten Bild&shy;ver&shy;ständ&shy;nisses. Damit öffnen sich der theo&shy;retischen Betrach&shy;tung Spiel&shy;räume für Wieder&shy;verwen&shy;dungen und Re&shy;inter&shy;preta&shy;tionen von Bild&shy;trägern jen&shy;seits einer einzigen als histo&shy;risch korrekt mar&shy;kierten Deutung. Die Re&shy;konstruk&shy;tion der pro&shy;duktions&shy;seitigen Kommu&shy;nika&shy;tions&shy;inten&shy;tionen im ent&shy;sprechen&shy;den histo&shy;rischen Kontext mit einem ange&shy;nommenen Selbst&shy;modell des Produ&shy;zenten und den vermut&shy;lich von ihm anvi&shy;sierten Emp&shy;fängern bildet eine (wenn auch etwa kunst&shy;historisch vor allem interes&shy;sierende) Deutungs&shy;möglich&shy;keit neben vielen weiteren rezep&shy;tions&shy;seitig indu&shy;zierten Inter&shy;preta&shy;tionen.
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Die scheinbar monopolare Verwendungs&shy;weise eines Bildes ent&shy;puppt sich dabei als piktu&shy;rales Ana&shy;logon eines not&shy;wendig von Kommu&shy;nika&shy;tion ab&shy;hängigen Mono&shy;logs.   
 
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Bildpragmatik

English Version: Image reception as a communication process


Ist Bildrezeption ein Fall von Zeichen­ge­brauch?

Werden Bilder als Zeichen verwendet, folgt daraus, dass Gegen­stände nur dann als Bilder be­griffen werden können, wenn sie als Kompo­nenten mit bestimm­ter Funktion in einer kommu­nika­tiven Inter­aktion zwischen mindestens zwei Indi­viduen betrachtet werden. Diese bipo­lare Auf­fassung von der Rezep­tions­situa­tion scheint in einem direk­ten Gegen­satz zu stehen zu der in der Kunst­geschich­te zum Standard gewor­denen Auf­fassung von der Rezep­tions­situa­tion als einer mono­polaren – d.h. von einem isolierten Indi­viduum alleine voll­zogenen – Handlung vor dem Bild­träger. Anders gewendet lautet die Frage: Wie lässt sich die Zeichen­theorie des Bildes mit der anscheinend mono­polaren Rezep­tions­situa­tion be­griff­lich ver­ein­baren?


Die “klassische” monopolare Rezep­tions­situa­tion, das “aktive” Bild und die Aura

Thematisieren kunsthistorische Betrachtungen die Rezep­tions­situa­tionen der betrach­teten Bild­werke, so wird zumindest in deren tradi­tio­neller ausge­richteten oder vulga­risier­ten Ansätzen trotz aller Varianzen der Rezep­tions­situa­tionen ein Element nicht aufge­geben, soll es sich denn um eine korrekte Hin­wendung zum Werk handeln: Der naive Betrach­ter, der profes­sionelle Kunst­kritiker, der erfah­rene Kunst­histo­riker, sie alle stehen jeweils alleine in Ver­senkung vor dem Werk. Es ist das Bild, das sich an den ein­sam vor ihm stehen­den Betrach­ter zu wenden scheint und ihm darin – plötz­lich oder nach und nach, immer aber spontan – sein (des Bildes) Wesen ent­hüllt. Der idee­ierenden Wesens­schau der Phäno­meno­logie gleich eröffne nur eine inten­sive im Wesent­lichen aber passiv-gedul­dige Haltung des Rezi­pienten den Zugang zur wahren Natur des Werks.[1]

Für Marshall McLuhan stellt diese mono­polare Rezep­tions­situa­tion aller­dings ledig­lich eine histo­risch bedingte Sicht dar, die aus medien­theore­tischer Perspek­tive als typische Aus­wirkung der sozialen Reak­tionen auf das “neue” Medium Buch­druck (“Guten­berg-Gala­xis”) zu ver­stehen sei (vgl. [McLuhan 1962a]McLuhan, Marshall (1962): The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man. University of Toronto Press, Toronto.
). In ihr spiegele sich die Dominanz der “line­aren” mono­perspek­tivi­schen Dar­stellungen, die seit der Renais­sance para­digma­tisch für bild­liche Dar­stellungen geworden waren und erst mit dem Über­gang zum 20. Jahr­hundert wieder Raum für alter­native Dar­stellungs­weisen machten.

Bereits Walter Benjamin hatte mit seinem Konzept der Aura eine Des­krip­tion des bürger­lichen Kunst­begriffs vorge­schlagen, die die mono­polar konzi­pierte Rezep­tions­situa­tion als über­holtes ge­schicht­liches Konstrukt, wenn nicht gar als ideo­logisch be­lastet, ab­lehnt ([Benjamin 1939a]Benjamin, Walter (2002): Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: Schöttker, D. (Hg.), Walter Benjamin: Medienästhetische Schriften. Suhrkamp , Frankfurt/M.
Notiz: dritte, autorisierte letzte Fassung, 1939
): Hinter der Zu­schrei­bung einer Aura als einer Eigen­schaft des Betrach­teten und nicht als einer Haltung des Rezi­pienten gegen­über seinem Gegen­stand versteckt sich nicht nur ein Residuum magi­scher Bild­auf­fassun­gen, das einer­seits noch auf den sakral-ritu­ellen Ur­sprung der Bild­kompe­tenz ver­weisen mag, ande­rer­seits als poten­zielles Herr­schafts­wissen tenden­ziell herme­tische Züge trägt; viel­mehr werde damit sogar das Poten­zial der Bild­rezi­pienten, sich mit­hilfe dieser Kommu­nika­tions­form über beste­hende und mög­liche Bedin­gungen ihres Zusam­menle­bens zu ver­stän­digen, ver­schüttet.

In letzter Konsequenz führt die Konzeption der mono­polaren Rezep­tions­situa­tion zur Auf­fassung, dass Bilder – genauer sollte es wohl heißen: Bild­träger – selbst aktive Hand­lungs­träger seien, die das, was mit ihnen dar­gestellt wird, erst für den Betrach­ter (und unab­hängig von ihm) erzeug­ten (⊳ Bildakt-Theorie). Aller­dings wird in dieser Pro­jek­tion einer Hand­lungs­träger­schaft auf den dazu an sich un­geeig­neten Bild­träger der Konf­likt mit dem grund­sätzlich bi­polaren zeichen­theore­tischen Bild­ansatz gemil­dert, werden nun doch tat­säch­lich zwei Hand­lungs­träger berück­sichtigt, nur dass die Zu­schrei­bung dieses Attri­buts zumin­dest für den Bild­träger – milde gesagt – unge­wöhn­lich ist.


Die klassische bipolare Rezep­tions­situa­tion des Kom­muni­zierens

Da Zeichenverwendungen sinnvoller Weise aus Kommu­nika­tions­hand­lungen abge­leitet werden, sind sie je­weils auf zwei zu ent­sprechend komp­lexen Hand­lungen fähigen Akti­vitäts­trägern aufge­teilt: In Kommu­nika­tions­theorien werden sie meist ‘Sen­der’ und ‘Emp­fänger’ genannt. Den damit gege­benen drei­fachen Bezug eines als Zeichen verwen­deten Träger­objekts zu ‘Sen­der’, ‘Emp­fänger’ und ‘Re­ferent’ hat Karl Bühler exem­plarisch für Sprache in seinem Orga­non-Modell mit den Rela­tionen ‘Aus­druck’, ‘Appell’ und ‘Dar­stellung’ entfaltet ([Bühler 1934a]Bühler, Karl (1965): Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache. Fischer , Stuttgart.
): Im Zeichen­gebrauch ist der Zeichen­träger das Mittel, eine Ver­stän­digung hin­sicht­lich etwas Re­präsen­tiertem zwischen den beiden betei­ligten zeichen­handelnden Sub­jekten zu er­reichen.[2]

Die beiden Handlungs“pole” der Zeichen­hand­lungen be­zeichnen dabei ganz all­gemein Rollen des zuge­hörigen Inter­aktions­sche­mas.[3] Diese können tat­säch­lich nicht nur von unter­schied­lichen, sondern durch­aus auch vom selben Hand­lungs­träger belegt werden. Das ist etwa bei Selbst­gesprä­chen der Fall: Eine Person stellt dann sich selbst gegen­über bestimm­te ihr wich­tige Sach­ver­halte dar. Auf diese Weise fokus­siert sie ihre Gedan­ken zu jenem Thema. Dem­nach könnte auch das ein­same Betrach­ten eines Bildes in schein­bar mono­polarer Situa­tion tat­sächlich als eine Art pik­turalen Selbst­“gesprächs” und damit als grund­sätz­lich bi­polar verstan­den werden: Jemand zeigt sich selbst mit­hilfe des Bild­trägers, was immer ihm damit zu zeigen wichtig scheint, und fokus­siert so seine Ge­danken auf diese Aspekte. Eine solche Inter­preta­tion ist sicher­lich vor allem für die soge­nannten “natür­lichen” Bilder sinn­voll. Doch wird damit bei anderen (“normalen”) Bildern der Bezug zu deren Produk­tions­situa­tion weit­gehend ausge­hebelt. Kann man auf diese Weise über­haupt “von einem Bild über­rascht werden”?

Das wesentliche Problem liegt hier darin, dass bei Bildern – als se­kun­däre Medien – in der Regel Pro­duk­tions- und Rezep­tions­situa­tionen zeit­lich aus­ein­ander fallen. Nicht nur, dass Sender und Emp­fänger sich normaler­weise nicht kennen. Es ist ihnen der tempo­ralen Distanz wegen da­rüber hinaus meist auch unmög­lich, über­haupt je mit­ein­ander bekannt zu werden. Daher sind Modi­fika­tionen des Kommu­nika­tions­begriffs nötig, der am Kommu­nizieren in primären Medien mit den dort (wie auch in Tertiär­medien) gege­benen Mög­lich­keiten kommun­ikativen Feed­backs ausge­richtet war. Das bi­polare Kommu­nika­tions­modell muss für sekun­däre Medien schon des­halb erwei­tert werden, weil dieser Medien­typus nur für die beson­ders komplexe Klasse der be­wussten Kommu­nika­tion – also der Zeichen­handlungen – verfüg­bar ist.[4]


Die quadrupolare Rezeptions­situa­tion se­kun­därer Me­dien

Der Übergang von einfachen kommu­nika­tiven Inter­akti­onen, wie etwa Aus­drucks­bewe­gungen und Signal­verhal­ten, zu Zeichen­hand­lungen wird in der Fach­lite­ratur ins­beson­dere da­durch charak­teri­siert, dass das Vor­führen von Ver­haltens­weisen, wie es für den Voll­zug kommun­ika­tiver Hand­lungen wesent­lich ist, ver­inner­licht – inter­nali­siert – wird (vgl. [Mead 1968a]Mead, George Herbert (1968): Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des Sozialbehaviorismus. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: Original: <em>Mind, Self, and Society</em>. Hg. v. Charles W. Morris. Chicago, 1934
). Doch ver­lassen wir uns hier nicht einfach auf die be­queme räum­liche Meta­pher eines (men­talen) Innen­raumes, in dem die kommu­nika­tiven Selbst­dar­stellun­gen nun statt­finden sollen: Präzi­ser gesagt geht es nämlich darum, dass sie „sich hier aus den kommu­nika­tiven Zusammen­hängen, in die sie [...] nor­maler­weise einge­bettet sind, heraus­lösen, und zur Fähig­keit einer allein für sich zu voll­ziehen­den leib­lichen Selbst­ver­gegen­wärti­gung ent­wickeln“ können ([Ros 2005a]Ros, Arno (2005): Materie und Geist. Eine philosophische Untersuchung. Mentis, Paderborn.
: S. 591).

Während ein in kommunikativer Absicht vorge­führtes Verhal­ten unter ande­rem so modi­fiziert wird, dass seine körper­lichen Aspekte beson­ders deut­lich und für den Emp­fänger beson­ders gut erkenn­bar arti­kuliert werden, führt die nun be­trach­tete Re­flexi­vierung des Zeigens eines Verhal­tens zu einer Re­duktion seiner von außen klar erkenn­baren Aspekte: Statt deut­lich sicht­barer körper­licher Ver­ände­rungen (etwa das bei Wölfen als Geste aus dem Anfangs­element einer Beiß­attacke ent­wickelte hervor­geho­bene Fletschen der Zähne[5]) genügt nun eine sehr schwache Akti­vierung der ent­sprechen­den Nerven­bahnen, eine kaum merk­liche Ände­rung des zuge­hörigen Muskel­tonus.[6] Insbe­sondere können nun die Akti­vitäten des Vor­führens des einen Kommu­nika­tions­part­ners und die zu­gehö­rigen Re­aktio­nen des anderen Kommu­nika­tions­part­ners auf­einan­der be­zogen werden. Die Rolle des Gegen­übers kann näm­lich mit der Inter­nali­sierung vom Kommu­nizie­renden selbst mit seiner eigenen Rolle in einen syste­mati­schen Zu­sammen­hang ge­bracht werden.

Abbildung 1: Quadru­polares Kommu­nika­tions­mo­dell

Damit sind In­di­vi­duen, die in Zei­chen­hand­lun­gen ein­tre­ten kön­nen, stets als dy­adisch zu ver­ste­hen: Je­der Be­griff ei­nes Hand­lungs­trä­gers, der nur kon­se­ku­tiv als Sen­der oder Emp­fän­ger agiert, und nicht si­mul­tan, kann nicht un­ter die­sen Be­griff von be­wuss­ter Kom­mu­nika­tion fal­len. Die bei­den Pole des bi­po­la­ren Kom­mu­ni­ka­tions­mo­dells müs­sen nun selbst als je­weils zwei­ge­teilt ver­stan­den wer­den, da je­der da­von die bei­den Rol­len von Sen­der und Emp­fän­ger in­ter­na­li­siert aus­füllt (vgl. Abb. 1). Kommun­ika­tiv wirk­sam können nun jeweils drei Inter­aktionen werden: (i) Die inter­nali­sierte Inter­aktion zwischen dem Selbst­modell des “akti­ven” Zeichen­handeln­den (Produ­zent) und seiner Vor­stellung vom “passi­ven” Kommu­nika­tions­partner (Rezi­pient), (ii) die inter­nali­sierte Inter­aktion zwischen der Vor­stellung eines Rezi­pien­ten vom Sender und dem eigenen Selbst­modell, (iii) die (externe) Inter­aktion zwischen dem Selbst­modell des Produ­zenten und dem Selbst­modell des Rezi­pienten. Weiter­hin kann die Ko­ordi­nation zwischen den kommu­nika­tiven Teil­hand­lungen (i) und (iii) über das ex­terne Feed­back des Rezi­pienten – seine Re­aktionen inklu­sive Rück­fragen – (ge­strichel­te Linie im Bild) er­reicht werden, die zwischen Teil­kommu­nika­tionen (ii) und (iii) über weitere Zeichen­hand­lungen des Produ­zenten an diesen Rezi­pienten.[7]

Abbildung 2: Quadru­polares Kommu­nika­tions­mo­dell bei Se­kun­där­me­dien

Bei Kommunikation über se­kun­dä­re Me­dien wer­den we­gen der zeit­li­chen Se­pa­rie­rung der Pro­duk­tions- und Re­zep­tions­si­tua­tio­nen die kom­mu­ni­ka­ti­ven Teil­hand­lun­gen (i) und (ii) von­ein­an­der ab­ge­kop­pelt, wäh­rend (iii) in zwei Tei­le zer­fällt, die über den per­sisten­ten Zei­chen­trä­ger nur lose mit­ein­an­der “har­mo­ni­siert” wer­den kön­nen (vgl. Abb. 2).[8]


Die “monologische” Rezeptions­situa­tion des Bild­gebrauchs

Abbildung 3: Die zwei Vari­an­ten der se­kun­där­me­dia­len Zei­chen­ver­wen­dung bei “mo­no­logischer” Si­tua­tion im quadru­po­la­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell: Ab­ge­kop­pel­te Re­zep­tion mit (a) vor­ge­stell­tem Sen­der oder (b) vor­ge­stell­tem Emp­fän­ger

Für asynchrone Kom­mu­ni­ka­tion, wie sie ge­ra­de bei Bild­ver­wen­dung sehr häu­fig auf­tritt, hat die Mead­sche dop­pelt-bi­po­lare Kon­zep­tion ent­schei­den­de Kon­se­quen­zen. Ins­be­son­de­re führt sie zu ei­ner dem mo­no­po­la­ren An­satz dia­met­ral ent­ge­gen­ge­setz­ten Fas­sung ei­ner Re­zep­tions­äs­the­tik: Wer al­lei­ne ei­nen Bild­trä­ger als Bild be­trach­tet, nimmt si­mul­tan die Rol­le von Sen­der und Emp­fän­ger des Bild­zei­chens ein – er zeigt es sich selbst in der Rol­le ei­nes an­de­ren. Dabei ent­spricht die Ambi­gui­tät der Phrase ‘in der Rolle eines Anderen’ in dem vorigen Satz durch­aus den beiden Mög­lich­keiten: ‘er selbst in der Rolle des (vorge­stellten) Senders (und den von ihm dem Sender zuge­schriebenen Charak­teristika) zeigt sich selbst das Bild’ (Abb. 3 (a)) vs. ‘er zeigt einem anderen, den er sich in der Rolle des Emp­fänger vorstellt, das Bild’ (Abb. 3 (b)). Diese Dopp­lung tritt aber nicht nur auf der Rezep­tions­seite auf: Auch der Produ­zent hat bei der Her­stellung des Bildes ja stets be­stimmte Vor­stellungen vom Emp­fänger, an den er sich richtet.

Ganz entsprechend ist schon 1934 für John Dewey der Begriff der ästhe­tischen Er­fahrung prinzi­piell in einer zwar mög­licher­weise zeit­lich aufge­spalteten, gleich­wohl nur im Zusammen­hang zu denken­den Situa­tion einer Zeichen­hand­lung zwischen Produ­zent und Rezi­pient zu verstehen (vgl. [Dewey 1934a]Dewey, John (1934): Art as Experience. Minton, Balch & Company, New York.
). Nach Matthias Vogel unter­scheidet Dewey dabei prinzi­piell die folgen­den vier Aspekte ganz in Ana­logie zum quadru­polaren Kommu­nika­tions­modell (vgl. [Vogel 2001a]Vogel, Matthias (2001): Medien der Vernunft. Eine Theorie des Geistes und der Rationalität auf Grundlage einer Theorie der Medien. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 139): (1) Die ästhetische Erfahrung des Produz­enten (P1) umfasst

(a) ein aktivisches Moment, inso­fern P1 einen Gegen­stand K ge­staltet;
(b) sie umfasst ein passivisches Moment, inso­fern P1 Im­pulse von K auf sich wirken lassen muss, um K gemäß den unter­stell­ten Wahr­nehmungs­weisen von Pn zu gestal­ten.

(2) Die ästhetische Erfahrung des Rezi­pienten (P2) umfasst

(a) ein aktivisches Moment, inso­fern P2 einen Gegen­stand K inter­pretiert;
(b) sie umfasst ein passivisches Moment, inso­fern P2 Im­pulse von K auf­nehmen muss, um K gemäß der unter­stellten Absicht von P1 zu inter­pretieren.[9]

Je nach vorgestellten Kommu­nika­tions­partnern ergeben sich so tat­säch­lich jeweils unter­schied­liche Varian­ten des Kommu­nika­tions­prozesses und damit des er­reich­ten Bild­ver­ständ­nisses. Damit öffnen sich der theo­retischen Betrach­tung Spiel­räume für Wieder­verwen­dungen und Re­inter­preta­tionen von Bild­trägern jen­seits einer einzigen als histo­risch korrekt mar­kierten Deutung. Die Re­konstruk­tion der pro­duktions­seitigen Kommu­nika­tions­inten­tionen im ent­sprechen­den histo­rischen Kontext mit einem ange­nommenen Selbst­modell des Produ­zenten und den vermut­lich von ihm anvi­sierten Emp­fängern bildet eine (wenn auch etwa kunst­historisch vor allem interes­sierende) Deutungs­möglich­keit neben vielen weiteren rezep­tions­seitig indu­zierten Inter­preta­tionen.

Die scheinbar monopolare Verwendungs­weise eines Bildes ent­puppt sich dabei als piktu­rales Ana­logon eines not­wendig von Kommu­nika­tion ab­hängigen Mono­logs.

Anmerkungen
  1. ↑ Es wundert daher nicht, dass der Phäno­meno­loge Hans Jonas in Bildern den anthro­polo­gischen Ursprung zur Epa­goge (Wesens­schau) sah [Jonas 1961a]Jonas, Hans (1961): Die Freiheit des Bildens – Homo pictor und die differentia des Menschen. Zeitschrift für Philosophische Forschung, 15.
    Nicht angezeigt: Wieder abgedruckt in: Jonas, Hans: <em>Zwischen Nichts und Ewigkeit – Zur Lehre vom Menschen</em>. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1987, 26–43
    .
  2. ↑ Vgl. Wikipedia: Organon-Modell.
  3. ↑ Hierzu auch ⊳ Ex­kurs: Hand­lungen.
  4. ↑ Daraus folgt dann übri­gens eben­falls un­mittel­bar, dass auch für sprach­liche Zeichen­hand­lungen das bi­polare Kommun­ika­tions­modell nicht kom­plex genug ist.
  5. ↑ Als echtes An­fangs­teil einer wirklichen Beiß­attacke (‹Lippen zurück­ziehen, um sich nicht selbst zu ver­letzen›) müsste diese Akti­vität besser mög­lichst ver­steckt aus­ge­führt werden, soll der Gegner den An­griff nicht früh­zei­tig er­kennen und Gegen­maß­nahmen er­grei­fen können.
  6. ↑ Diese schwachen körper­lichen Aktiv­itäten führen zwar kaum zu einer von Außen noch unter­scheid­baren Ver­ände­rung. Doch bleibt ihre Wirk­sam­keit auf den Hand­lungs­träger selbst über das proprio­zeptorisch ver­mittelte Körper­bewusst­sein bestehen. Letz­teres stellt ein wich­tiges Element der Steue­rung jedes körper­lichen Verhal­tens dar, das kom­plexer als ein­fache Reiz-Re­aktions­-Schema­ta ist.
  7. ↑ Die ge­strichel­ten Pfeile inner­halb der Ellip­sen der Zeichen­handeln­den in Abb. 1 können als Anti­zipa­tionen des je­weiligen Ant­wort­verhal­tens begriffen werden: Be­urtei­lungen des Er­folgs oder Miss­erfolgs der Zeichen­hand­lung durch die Zeichen­handeln­den sind weit­gehend auf diesen vor­gestell­ten mög­lichen Re­akti­onen des jewei­ligen Gegen­übers ge­gründet (vgl. auch [Schirra 1994a]Schirra, Jörg R.J. (1994): Bildbeschreibung als Verbindung von visuellem und sprachlichem Raum. DISKI, St. Augustin.
    ). Man be­achte, dass nur das quadru­polare Kommu­nika­tions­modell wegen dieser Feed­back-Anti­zipa­tion die Mög­lich­keit für durch die Kommun­izie­renden selbst re­konstruier­bare Miss­ver­ständ­nisse bietet.
  8. ↑ So ist etwa zu er­klären, dass lite­ratur­wissen­schaft­lich durch­aus unter­schied­liche Inter­preta­tionen (des­selben Zeichen­trägers) neben­einander be­trachtet werden: Was etwa der vor­ge­stell­te histo­rische Autor – ein Konstrukt des heutigen Lite­ratur­wissen­schaft­lers – mit einem Text gemeint haben mag, oder was der Lite­ratur­wissen­schaft­ler selber als Sender einem von ihm vor­gestell­ten Zeit­genos­sen damit sagen mag. Vgl. in diesem Zu­sammen­hang auch Wikipedia: Re­zep­tions­ästhetik.
  9. ↑ Neben dem Produzenten P1 und dem betrach­teten Rezi­pienten P2 sind die poten­ziellen anderen Rezi­pienten (oder genauer die vom Produ­zenten ins Auge gefass­ten “Normal­rezi­pienten”) in dem Zitat durch Pn be­zeichnet.
Literatur
[Benjamin 1939a]Benjamin, Walter (2002): Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: Schöttker, D. (Hg.), Walter Benjamin: Medienästhetische Schriften. Suhrkamp , Frankfurt/M.[Bühler 1934a]Bühler, Karl (1965): Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache. Fischer , Stuttgart.[Dewey 1934a]Dewey, John (1934): Art as Experience. Minton, Balch & Company, New York.[Jonas 1961a]Jonas, Hans (1961): Die Freiheit des Bildens – Homo pictor und die differentia des Menschen. Zeitschrift für Philosophische Forschung, 15.[McLuhan 1962a]McLuhan, Marshall (1962): The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man. University of Toronto Press, Toronto.[Mead 1968a]Mead, George Herbert (1968): Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des Sozialbehaviorismus. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Ros 2005a]Ros, Arno (2005): Materie und Geist. Eine philosophische Untersuchung. Mentis, Paderborn.[Schirra 1994a]Schirra, Jörg R.J. (1994): Bildbeschreibung als Verbindung von visuellem und sprachlichem Raum. DISKI, St. Augustin.[Vogel 2001a]Vogel, Matthias (2001): Medien der Vernunft. Eine Theorie des Geistes und der Rationalität auf Grundlage einer Theorie der Medien. Suhrkamp, Frankfurt/M.

Ausgabe 1: 2013

Verantwortlich:

Lektorat:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra, Emilia Didier und Marcel Lemmes — (Hinweis)

Zitierhinweis:

Schirra, Jörg R.J. (2013). Bildrezeption als Kommunikationsprozess. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Bildrezeption_als_Kommunikationsprozess].