Fotografie: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
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=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====
==Bildwissenschaftliche Fragen an das Medium Foto&shy;grafie==


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
Für die bildwissenschaftliche Refle&shy;xion auf das Bild, die Bilder und die Bild&shy;medien stellt die Aus&shy;einan&shy;derset&shy;zung mit der Foto&shy;grafie ein bevor&shy;zugtes Arbeits&shy;gebiet dar. Wiewohl auch der Bild&shy;begriff der Foto&shy;grafie umstrit&shy;ten, die Kontu&shy;ren seines Terrains unscharf und die medi&shy;alen Defi&shy;niti&shy;onen von Foto&shy;grafie vielfäl&shy;tig sind, spitzen sich in den bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;chen Über&shy;legun&shy;gen zur Foto&shy;grafie grund&shy;sätz&shy;liche Frage&shy;stellun&shy;gen der Bild&shy;wissen&shy;schaft prägnant zu. Histo&shy;risch auf die Zeit nach 1830 datier&shy;bar, technisch mit einem appa&shy;rati&shy;ven Dispo&shy;sitiv verbun&shy;den, zeichen&shy;theore&shy;tisch als [[Symbol, Index, Ikon|Index]] bestimmt, kultur&shy;wissen&shy;schaftlich als [[Massenmedien|Massen&shy;medium]] beschreib&shy;bar und mit der Idee der [[Reproduktion|Repro&shy;duzier&shy;barkeit]] eng verknüpft, legi&shy;timiert die Foto&shy;grafie dabei nur auf den ersten Blick die verein&shy;fachen&shy;de Gleich&shy;setzung von Bild/Ab&shy;bild und damit ein vermeint&shy;lich über&shy;sicht&shy;liches Ab&shy;stecken bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;cher Arbeits&shy;felder. Auf den zweiten Blick zeigt sich auch und gerade anläss&shy;lich der Foto&shy;grafie, dass Bild&shy;lichkeit immer nur in der ''two&shy;foldness''<ref> Vgl. zur Über&shy;nah&shy;me die&shy;ses Aus&shy;drucks von Ri&shy;chard Woll&shy;heim <bib id='Schürmann 2008a'></bib>: S. 120.</ref> von Trans&shy;parenz und Opa&shy;zität, von einem Sehen des Darge&shy;stellten wie des Mediums der Dar&shy;stellung, d.h. im Blick auf [[Zeigen und Sich-Zeigen|das Gezeig&shy;te wie auf das Zei&shy;gende]], zu fassen ist.
<!--Anmerkung zwischen <ref> und </ref> im laufenden Text-->
:
<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas 61a'>Jonas 1961</bib> -->
Erste medienästhetisch akzen&shy;tuier&shy;te Bestim&shy;mungen der Foto&shy;grafie als Bild wurden im Kontext der Neuen Sach&shy;lich&shy;keit erprobt. Während das foto&shy;grafi&shy;sche Bild zuvor mit an der Kunst, insbe&shy;sonde&shy;re an der [[Malerei|Male&shy;rei]], gewo&shy;nnenen Krite&shy;rien von Bild&shy;lich&shy;keit gemes&shy;sen wurde, fragten Foto&shy;grafen und Foto&shy;grafie&shy;theore&shy;tiker wie Albert Renger-Patzsch (<bib id='Renger-Patzsch 2010a'>Ren&shy;ger-Patzsch 2010a</bib>), László Moho&shy;ly-Nagy (<bib id='Moholy-Nagy 1986a'>Mo&shy;ho&shy;ly-Nagy 1986a</bib>),<ref> Ver&shy;streut pub&shy;li&shy;zier&shy;te Tex&shy;te Mo&shy;ho&shy;ly-Nagys sind wie&shy;der&shy;ab&shy;ge&shy;druckt in <bib id='Passuth 1987a'></bib>.</ref> Ale&shy;xander Rodtschen&shy;ko oder Ernst Kallai in den 1920/30er Jahren<ref>Vgl. im Über&shy;blick Band 2 der Edi&shy;tion ''The&shy;o&shy;rie der Fo&shy;to&shy;gra&shy;fie'' <bib id='Kemp 1979a'></bib>.</ref> erstmals nach dem spezi&shy;fisch bildli&shy;chen Aussa&shy;gepo&shy;tential des „neuen Mediums“. Der Foto&shy;grafie wurde dabei ein beson&shy;derer Reali&shy;tätsge&shy;halt zuge&shy;sprochen, der das [[Technisches Bild|technisch-appa&shy;rati&shy;ve]], soge&shy;nannte [[Bild in der Wissenschaft|objek&shy;tive Gemacht&shy;sein]] des foto&shy;grafi&shy;schen Bildes beton&shy;te und klassisch-ästhe&shy;tischen Bestim&shy;mungen von Bild&shy;lich&shy;keit, etwa der Idee von [[Gleichheit, Ähnlichkeit und Identität|Ähn&shy;lich&shy;keit]] und [[Mimesis|Mime&shy;sis]], eine neue Ausrich&shy;tung gab (vgl. <bib id='Moholy-Nagy 1986a'>Mo&shy;ho&shy;ly-Nagy 1986a</bib>: S. 342-344).
<!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
:
<!--  ... (siehe Link "Sammlung" in Bibliographie-Box -->
Der Diskurs um die Medien&shy;spezi&shy;fik der Foto&shy;grafie (wie der Diskurs um die Medien&shy;spezi&shy;fik ande&shy;rer Medien gleicher&shy;maßen) konnte eine essen&shy;zia&shy;listi&shy;sche, zuwei&shy;len empha&shy;tisch vorge&shy;trage&shy;ne Perspek&shy;tive nicht verleug&shy;nen, die zahl&shy;reiche Kriti&shy;ker auf den Plan rief. Spätes&shy;tens seit den 1960er/70er Jahren wurde im Zuge des Struktu&shy;ralis&shy;mus und des Poststruk&shy;tura&shy;lismus verstärkt der Kon&shy;strukti&shy;vität des Realen in der Foto&shy;grafie bzw. der Kon&shy;strukti&shy;vität des Media&shy;len im foto&shy;grafi&shy;schen Bild nachge&shy;gangen. Statt von „der Foto&shy;grafie“ ist seitdem gerne vom „Foto&shy;grafi&shy;schen“ (vgl. <bib id='Krauss 1998a'></bib>) die Rede, womit deut&shy;lich werden soll, dass der „Status der Foto&shy;grafie nicht aus bestimm&shy;ten Eigen&shy;schaften foto&shy;grafi&shy;scher Bilder“ (<bib id='Geimer 2009a'></bib>: S. 12) herge&shy;leitet wird, sondern aus den Funk&shy;tionen bzw. den Handlungs&shy;kontex&shy;ten der Foto&shy;grafie qua medi&shy;aler Produk&shy;tion, Distri&shy;bution und Rezep&shy;tion.  
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->
:
Eine (notwendiger&shy;weise unvoll&shy;ständi&shy;ge) Über&shy;sicht über die unter&shy;schiedli&shy;chen bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;chen Fragen an das Medium Foto&shy;grafie kann vier Berei&shy;che unter&shy;scheiden:
:




==Semiotische Ansätze==
Die prominentesten Posi&shy;tionen der philo&shy;sophi&shy;schen Bild&shy;wissen&shy;schaft der Foto&shy;grafie argu&shy;mentie&shy;ren ''zeichentheoretisch'', indem sie sich auf [[Bildsemiotik|Charles Sanders Peirce]] beru&shy;fen und die Foto&shy;grafie als Index (d.h. über eine Kausal&shy;rela&shy;tion zwischen Zeichen&shy;träger und Objekt) bestim&shy;men. Hatte Peirce die Foto&shy;grafie nur als ein Beispiel für den inde&shy;xika&shy;lischen Zeichen&shy;typus unter ande&shy;ren erwähnt und darü&shy;ber hinaus auch die Ähnlich&shy;keitsre&shy;lation zwischen Zeichen&shy;träger und Objekt in der Foto&shy;grafie reflek&shy;tiert (Foto&shy;grafie als Ikon) (vgl. (<bib id='Geimer 2009a'></bib>: S. 18-25), so wurde die Foto&shy;grafie bei – oder besser nach (‘nach’ im Sinne der zeit&shy;lichen Nach&shy;folge genau&shy;so wie im Sinne des frz. ‘selon’/‘gemäß’) Roland Barthes (vgl. <bib id='Barthes 1989a'></bib>), Rosa&shy;lind Krauss (vgl. <bib id='Krauss 2000c'></bib>: S. 249-276) und Philippe Dubois (vgl. <bib id='Dubois 1998a'></bib>) als Spur des Realen schlechthin thema&shy;tisiert. Alter&shy;nati&shy;ve Zeichen&shy;modi (wie das Ikon) wurden kaum mehr im Hinblick auf ihre Tauglich&shy;keit für die Frage nach der Foto&shy;grafie/dem Foto&shy;grafi&shy;schen über&shy;prüft.  „An die Stelle der Ähn&shy;lich&shy;keit der Mime&shy;sis [trat] nun die Natür&shy;lichkeit der inde&shy;xika&shy;lischen Refe&shy;rentia&shy;lität“ (<bib id='Stiegler 2010a'></bib>: S. 74) als Para&shy;digma des foto&shy;grafi&shy;schen Bildes. Je inten&shy;siver diesem Zeichen&shy;typus nachge&shy;fragt wurde, desto essen&shy;zialis&shy;tischer aber geriet auch dessen Lesart, wiewohl dies der Inten&shy;tion der post&shy;struktu&shy;ralis&shy;tischen Foto&shy;theorie wider&shy;sprach.  Insbe&shy;sonde&shy;re Roland Barthes Essay «Die helle Kammer» provo&shy;zierte einsei&shy;tige Rezep&shy;tionsfor&shy;men, je nachdem, ob die fast magisch anmu&shy;tende Unmit&shy;telbar&shy;keit der „Ema&shy;nation des Refe&shy;renten“ (<bib id='Barthes 1989a'></bib>: S. 90) oder aber der zeitlich beding&shy;te, unhin&shy;tergeh&shy;bare „Entzug“ des Refe&shy;renten – im Sinne der „Ema&shy;nation des ''vergan&shy;genen Wirk&shy;lichen''“ (<bib id='Barthes 1989a'></bib>: S. 99; Hervor&shy;hebun&shy;gen im Ori&shy;ginal) – die Bestim&shy;mung der Foto&shy;grafie/des Foto&shy;grafi&shy;schen nach Barthes domi&shy;nierten.
:




=====Engere Begriffsbestimmung=====
==Wahrnehmungstheore&shy;tische An&shy;sätze==
Eine eher ''wahrnehmungs&shy;theoretisch'' fokus&shy;sierte Bild&shy;wissen&shy;schaft hat ihr Inte&shy;resse vor allem auf das techni&shy;sche Dispo&shy;sitiv der Foto&shy;grafie und von hier aus auf den Zusam&shy;menhang von Wahrneh&shy;mung und Bild gerich&shy;tet. Im Rückgriff auf den Vergleich von Kame&shy;ra und [[camera obscura|came&shy;ra obscu&shy;ra]] genau&shy;so wie auf den Vergleich von Kame&shy;ra/came&shy;ra obscu&shy;ra und [[Auge]] gilt ihr die Foto&shy;grafie bzw. das Foto&shy;grafi&shy;sche als Ausgangs&shy;punkt für eine Reka&shy;pitu&shy;lation verschie&shy;dener Modi des [[Sehen|Sehens]] und Model&shy;le von Sicht&shy;barkeit. Eine kultur&shy;histo&shy;rische Grund&shy;legung für solche Über&shy;legun&shy;gen hatte Jona&shy;than Crary 1990 erar&shy;beitet, dessen an Foucault an&shy;schließen&shy;de, diskurs&shy;ana&shy;lyti&shy;sche Studie «Tech&shy;niques of the Obser&shy;ver. On Vision and Moder&shy;nity in the Nine&shy;teenth Centu&shy;ry» (vgl. <bib id='Crary 1990a'></bib>) die Erfin&shy;dung und Verbrei&shy;tung der Foto&shy;grafie (sowie ande&shy;rer Techni&shy;ken des Betrach&shy;ters, insbe&shy;sonde&shy;re die Stereo&shy;skopie) als Symptom eines Para&shy;digmen&shy;wechsels von der geo&shy;metri&shy;schen Optik des 17. und 18. Jahr&shy;hunderts zur physio&shy;logischen Optik des 19. Jahr&shy;hunderts und damit zu einem neu konzi&shy;pierten Betrach&shy;ter begreift. Ein diskurs&shy;ana&shy;lyti&shy;scher Ansatz erwies sich auch für die von Bernd Stiegler ver&shy;folgte «Theorie&shy;geschich&shy;te der Photo&shy;graphie» (vgl. <bib id='Stiegler 2006a'></bib>) als produk&shy;tiv, eben&shy;so wie für Peter Geimers «Bilder aus Verse&shy;hen. Eine Geschich&shy;te foto&shy;grafi&shy;scher Erschei&shy;nungen» (vgl. <bib id='Geimer 2010a'></bib>). Auch wenn sich diese Studien nicht dezi&shy;diert im Kontext der Bild&shy;wissen&shy;schaft veror&shy;ten, proble&shy;mati&shy;sieren sie gleich&shy;wohl exemp&shy;larisch, ausge&shy;hend von der Geschich&shy;te der Foto&shy;grafie, die für die Bild&shy;wissen&shy;schaft zentra&shy;le Frage nach dem Verhäl&shy;tnis von (appa&shy;rati&shy;vem) Sehen, Wahr&shy;nehmung und Bild.
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<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->


==Wissenschaftshistorische An&shy;sätze==
Weniger als Instru&shy;menta&shy;rium des Sehens denn als Instru&shy;menta&shy;rium des vermeint&shy;lich objek&shy;tiven Aufzeich&shy;nens figu&shy;riert der Foto&shy;appa&shy;rat im Kontext einer (Stil-)Ge&shy;schichte [[Bild in der Wissenschaft|wissen&shy;schaft&shy;licher Bilder]], seien dies die Bilder der Natur- und Technik&shy;wissen&shy;schaften, der Medi&shy;zin oder der Kunst&shy;wissen&shy;schaften.<ref>Vgl. zur Fo&shy;to&shy;gra&shy;fie im Kon&shy;text der Wis&shy;sen&shy;schafts&shy;ge&shy;schich&shy;te der Kunst&shy;ge&shy;schich&shy;te <bib id='Caraffa 2009a'></bib>.</ref> Das Bild/die Foto&shy;grafie wird hier unter ''wissenschaftshistorischen'' Vorzei&shy;chen befragt. Für Lorrai&shy;ne Daston und Peter Gali&shy;son (vgl. <bib id='Daston & Galison 1992a'>Das&shy;ton & Gali&shy;son 1992a</bib>; <bib id='Daston & Galison 2007a'>Das&shy;ton & Gali&shy;son 2007a</bib>) stellt sich die Foto&shy;grafie in den Wissen&shy;schaften des 19. Jahr&shy;hunderts als Medium einer (mora&shy;lisie&shy;renden) Objek&shy;tivi&shy;tätskon&shy;struktion dar. Wissen&shy;schaftler, so ihre These, „entdeck&shy;ten das mecha&shy;nische Bild als einen ethisch-epis&shy;temi&shy;schen Ausweg aus ihrer ständi&shy;gen Sorge, der eige&shy;nen Subjek&shy;tivi&shy;tät zu erlie&shy;gen“ (<bib id='Daston & Galison 2007a'>Das&shy;ton & Gali&shy;son 2007a</bib>: S. 145). Durch die Ana&shy;lyse wissen&shy;schaft&shy;licher Objek&shy;tivi&shy;tätsfik&shy;tionen gewinnt die wissen&shy;schaftshis&shy;torisch gepräg&shy;te Bild&shy;wissen&shy;schaft zugleich Erkennt&shy;nisse über die verschie&shy;denen Modi des Zeigens, die dem Bild bzw. der Foto&shy;grafie (und den ande&shy;ren Aufzeich&shy;nungsme&shy;dien) zuge&shy;sprochen wurden. In vergleich&shy;barer Absicht werden am [http://www.kulturtechnik.hu-berlin.de Helmholtz-Zentrum für Kultur&shy;technik in Berlin] techni&shy;sche Bilder (denen in der Regel das Foto&shy;grafi&shy;sche im Sinne des Inde&shy;xika&shy;lischen zu&shy;grunde liegt) „nicht als illus&shy;trieren&shy;de Reprä&shy;senta&shy;tionen, sondern in ihrer produk&shy;tiven Kraft als eigen&shy;ständi&shy;ges, mehr&shy;schich&shy;tiges Ele&shy;ment des Erkennt&shy;nisge&shy;winns“ (<bib id='Bredekamp et al. 2008a'></bib>: S. 8) unter&shy;sucht.
:


=====optional Beispiele=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
==Kunsthistorische Ansätze==
 
Obwohl die Kunstge&shy;schichte ange&shy;sichts der Omni&shy;präsenz des Foto&shy;grafi&shy;schen in der Bild&shy;kultur der Moder&shy;ne ihre Zustän&shy;digkeit für die bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;che Ana&shy;lyse aller Bilder ([[Künstlerisches Bild und Alltagsbild|künstle&shy;rischer und nicht-künstle&shy;rischer Art]]) wieder&shy;holt betont hat und als Bild&shy;wissen&shy;schaft avant la lettre verstanden werden möchte<ref>Vgl. <bib id='Bredekamp 2003b'></bib>: S. 56: „Die Kunst&shy;ge&shy;schich&shy;te des 19. Jahr&shy;hun&shy;derts hat ih&shy;re Me&shy;tho&shy;den zwar an den kom&shy;ple&shy;xes&shy;ten Ge&shy;bil&shy;den der sog. Hoch&shy;kunst ent&shy;wickelt und ge&shy;schärft, kei&shy;nes&shy;falls aber auf die&shy;sen Werk&shy;kreis be&shy;schränkt; viel&shy;mehr wur&shy;den […] auch nicht-künst&shy;le&shy;ri&shy;sche Bil&shy;der al&shy;ler Art ein&shy;ge&shy;schlos&shy;sen.“ Hier&shy;zu zählt für Bre&shy;de&shy;kamp we&shy;sent&shy;lich auch die Fo&shy;to&shy;gra&shy;fie, ja „in der Aus&shy;ei&shy;nan&shy;der&shy;set&shy;zung mit der Fo&shy;to&shy;gra&shy;fie (sic!)“ liegt für Bre&shy;de&shy;kamp ein ent&shy;schei&shy;den&shy;der „Grund für die Etab&shy;lie&shy;rung der Kunst&shy;ge&shy;schich&shy;te als Bild&shy;wis&shy;sen&shy;schaft“ (<bib id='Bredekamp 2003b'></bib>: ebd.). ⊳ [[Kunstgeschichte als Bildgeschichte|Kunst&shy;ge&shy;schich&shy;te als Bild&shy;ge&shy;schich&shy;te]].</ref>, bleibt zu konsta&shy;tieren, dass auch eine klassi&shy;scher dimen&shy;sionier&shy;te Kunstge&shy;schichte in ihrem ''kunst&shy;histo&shy;rischen'' Umgang mit der Foto&shy;grafie (als Kunst) bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lich rele&shy;vante Frage&shy;stellun&shy;gen verfolgt. Dies nicht zuletzt deshalb, weil gerade im Bereich der künstle&shy;rischen Foto&shy;grafie die Verhält&shy;nisbe&shy;stimmung von Bild und Abbild oft beson&shy;ders prägnant zuge&shy;spitzt wurde, sodass die Foto&shy;grafie als Bild&shy;medium damit dezi&shy;diert selbst zur Diskus&shy;sion gestellt wird.
 
:
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====
In bildphilosophischer bzw. bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;cher Hinsicht ist jeden&shy;falls bezeich&shy;nend, dass das Para&shy;digma des Foto&shy;grafi&shy;schen zunächst für den Kontext der Kunst formu&shy;liert wurde, bevor es zur Chiffre für das Inde&shy;xika&shy;lische wurde.<ref>Peter Geimer be&shy;tont zu Recht, dass Krauss’ Fo&shy;to&shy;the&shy;o&shy;rie ei&shy;ne „Ge&shy;gen&shy;läu&shy;fig&shy;keit“ in&shy;hä&shy;riert, näm&shy;lich „‘das Fo&shy;to&shy;gra&shy;fi&shy;sche’ als ''spe&shy;zi&shy;fi&shy;sche'' Ab&shy;bil&shy;dungs&shy;form zu de&shy;fi&shy;nie&shy;ren, die&shy;se De&shy;fi&shy;ni&shy;tion dann aber ver&shy;ges&shy;sen zu müs&shy;sen, so&shy;bald es da&shy;rum geht, die Fo&shy;to&shy;gra&shy;fie als ''all&shy;ge&shy;mei&shy;nes'' Mo&shy;dell für die Lo&shy;gik der Kunst aus&shy;zu&shy;ge&shy;ben“ (<bib id='Geimer 2009a'></bib>: S. 31).</ref> Da insbe&shy;sonde&shy;re der Foto&shy;konzep&shy;tualis&shy;mus im Medium der Foto&shy;grafie die Foto&shy;grafie als Bild&shy;medium reflek&shy;tiert, finden sich gera&shy;de in diesem Bereich Bilder, die, soweit dieses Vermö&shy;gen Bildern über&shy;haupt zuge&shy;sprochen wird, selbst Bild&shy;begrif&shy;fe ent&shy;wickeln und dement&shy;sprechend kunsthis&shy;torisch bzw. bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lich zu befra&shy;gen sind. Als Beispie&shy;le für einen solchen [[Bild in reflexiver Verwendung|selbst&shy;refle&shy;xiven Gebrauch]] des Mediums Foto&shy;grafie im Foto&shy;konzep&shy;tualis&shy;mus können frühe Foto&shy;posi&shy;tionen von Joseph Kosuth («One and three photo&shy;graphs», 1965) oder von Jan Dibbets («Perspec&shy;tive Correc&shy;tion: My Studio I,I: Square on Wall», 1969) genannt werden (vgl. dazu <bib id='Dobbe 2010a'></bib>). Aber auch postkon&shy;zeptua&shy;listi&shy;sche Foto&shy;posi&shy;tionen, wie beispiels&shy;weise der Zyklus «For Example: Die Welt ist schön» (1993-2001) von Christo&shy;pher Williams, bergen ein emi&shy;nent bildkri&shy;tisches Poten&shy;zial. Wie Ale&shy;xander Alber&shy;ro zu Recht fest&shy;stellte, war „der Konzep&shy;tualis&shy;mus zentral für die Befrei&shy;ung der Kunst aus den [modernis&shy;tischen, M.D.] Zwängen der Selbstre&shy;feren&shy;ziali&shy;tät“ (<bib id='Alberro 2006a'></bib>: S. 14).
 
:
<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
Ähnlich wie der Mini&shy;malis&shy;mus der 1960er Jahre ope&shy;rieren konzep&shy;tualis&shy;tische und postkon&shy;zeptua&shy;listi&shy;sche Posi&shy;tionen dabei freilich in einer „Crux“ (vgl. <bib id='Foster 1995a'></bib>), der Crux nämlich, ihre Refe&shy;renzia&shy;lität „nicht mehr in der Orien&shy;tierung am Modell des Bildes und seines schritt&shy;weisen Rück&shy;zugs aus der darge&shy;stellten Welt“ (<bib id='Egenhofer 2002a'></bib>: S. 212)<ref>Be&shy;zo&shy;gen auf den Mi&shy;ni&shy;ma&shy;lis&shy;mus heißt es bei Egen&shy;ho&shy;fer ge&shy;nau&shy;er: „Aus der Kreu&shy;zung von spät&shy;mo&shy;der&shy;ner Ab&shy;strak&shy;tion und al&shy;le&shy;go&shy;ri&shy;scher De&shy;struk&shy;ti&shy;on der Au&shy;tor&shy;schaft ent&shy;steht so ein Werk&shy;typ, in des&shy;sen Prä&shy;senz die Be&shy;mü&shy;hung der mo&shy;der&shy;nen ab&shy;strak&shy;ten Kunst um Di&shy;rekt&shy;heit und Un&shy;mit&shy;tel&shy;bar&shy;keit der äs&shy;the&shy;ti&shy;schen Er&shy;fah&shy;rung kul&shy;mi&shy;niert, der aber im sel&shy;ben Zug die grund&shy;le&shy;gen&shy;de Vo&shy;raus&shy;set&shy;zung des Ab&shy;strak&shy;ti&shy;ons&shy;ge&shy;dan&shy;kens e&shy;li&shy;mi&shy;niert hat: das ''Welt&shy;ver&shy;hält&shy;nis'' des mi&shy;ni&shy;ma&shy;li&shy;sti&shy;schen Ob&shy;jekts kann nicht mehr in der O&shy;rien&shy;tie&shy;rung am Mo&shy;dell des Bil&shy;des und sei&shy;nes schritt&shy;wei&shy;sen Rück&shy;zugs aus der dar&shy;ge&shy;stell&shy;ten Welt be&shy;stimmt wer&shy;den.“ (<bib id='Egenhofer 2002a'></bib>: ebd.)</ref> bestim&shy;men zu können. Daher rührt, dass die Ana&shy;lyse des Bild&shy;status (post)kon&shy;zeptua&shy;listi&shy;scher (Foto)Po&shy;sitio&shy;nen so unter&shy;schiedlich ausfällt: Während etwa Thomas Crow der Auffas&shy;sung ist, „daß der Konzep&shy;tualis&shy;mus mit seiner Infra&shy;gestel&shy;lung moder&shy;nisti&shy;scher Prämis&shy;sen das über&shy;schritten hat, was mit der Kate&shy;gorie des Bildes zu fassen war“ (zit. n. <bib id='Alberro 2006a'></bib>: S. 17)<ref> Alberro be&shy;zieht sich hier auf <bib id='Crow 2006a'></bib>.</ref>, spricht Jeff Wall, nahe&shy;zu umge&shy;kehrt, dem Foto&shy;konzep&shy;tualis&shy;mus das Verdienst zu, die Voraus&shy;setzun&shy;gen dafür geschaf&shy;fen zu haben, dass das „Konzept des Bildes […] als eine zentra&shy;le Kate&shy;gorie der Gegen&shy;warts&shy;kunst“ (<bib id='Wall 1997a'></bib>: S. 434) erscheint, nachdem jeder essen&shy;zialis&shy;tische Versuch, die Medien der Künste zu bestim&shy;men, als geschei&shy;tert ange&shy;sehen wird (vgl. dazu auch <bib id='Dobbe 2006a'></bib>).
:
Vielleicht kann man die Wider&shy;sprüchlich&shy;keit der beiden genann&shy;ten Auffas&shy;sungen aber auch dadurch rela&shy;tivie&shy;ren, dass man betont, dass bei Wall ausdrück&shy;lich vom Foto-Konzep&shy;tualis&shy;mus die Rede ist. Gera&shy;de der Foto-Konzep&shy;tualis&shy;mus, so wäre zu folgern, lebt aus jenem Spannungs&shy;verhält&shy;nis von Abbild und Bild, welches für die genau&shy;ere Bestim&shy;mung des Bildme&shy;diums Foto&shy;grafie – wie hier im Glossar der Bild&shy;philo&shy;sophie – eine bleiben&shy;de Heraus&shy;forderung ist.
:


{{GlossarSiehe}}
* [[Auge]]
* [[Bild in reflexiver Verwendung]]
* [[Bildsemiotik]]
* [[Bild in der Wissenschaft]]
* [[camera obscura]]
* [[Gleichheit, Ähnlichkeit und Identität]]
* [[Kunstgeschichte als Bildgeschichte]]
* [[Künstlerisches Bild und Alltagsbild]]
* [[Massenmedien]]
* [[Mimesis]]
* [[optische Medien]]
* [[Reproduktion]]
* [[Sehen]]
* [[Symbol, Index, Ikon]]
* [[Technisches Bild]]
* [[Zeigen und Sich-Zeigen]]
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''Ausgabe 1: 2013''
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''Verantwortlich:''  
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* [[Benutzer:Martina Dobbe|Dobbe, Martina ]]
[[Benutzer:XXX]]
 
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''Lektorat:''
* [[Benutzer:Mark A. Halawa|Halawa, Mark]]
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Bildmedien


Bildwissenschaftliche Fragen an das Medium Foto­grafie

Für die bildwissenschaftliche Refle­xion auf das Bild, die Bilder und die Bild­medien stellt die Aus­einan­derset­zung mit der Foto­grafie ein bevor­zugtes Arbeits­gebiet dar. Wiewohl auch der Bild­begriff der Foto­grafie umstrit­ten, die Kontu­ren seines Terrains unscharf und die medi­alen Defi­niti­onen von Foto­grafie vielfäl­tig sind, spitzen sich in den bild­wissen­schaftli­chen Über­legun­gen zur Foto­grafie grund­sätz­liche Frage­stellun­gen der Bild­wissen­schaft prägnant zu. Histo­risch auf die Zeit nach 1830 datier­bar, technisch mit einem appa­rati­ven Dispo­sitiv verbun­den, zeichen­theore­tisch als Index bestimmt, kultur­wissen­schaftlich als Massen­medium beschreib­bar und mit der Idee der Repro­duzier­barkeit eng verknüpft, legi­timiert die Foto­grafie dabei nur auf den ersten Blick die verein­fachen­de Gleich­setzung von Bild/Ab­bild und damit ein vermeint­lich über­sicht­liches Ab­stecken bild­wissen­schaftli­cher Arbeits­felder. Auf den zweiten Blick zeigt sich auch und gerade anläss­lich der Foto­grafie, dass Bild­lichkeit immer nur in der two­foldness[1] von Trans­parenz und Opa­zität, von einem Sehen des Darge­stellten wie des Mediums der Dar­stellung, d.h. im Blick auf das Gezeig­te wie auf das Zei­gende, zu fassen ist.

Erste medienästhetisch akzen­tuier­te Bestim­mungen der Foto­grafie als Bild wurden im Kontext der Neuen Sach­lich­keit erprobt. Während das foto­grafi­sche Bild zuvor mit an der Kunst, insbe­sonde­re an der Male­rei, gewo­nnenen Krite­rien von Bild­lich­keit gemes­sen wurde, fragten Foto­grafen und Foto­grafie­theore­tiker wie Albert Renger-Patzsch ([Renger-Patzsch 2010a]Renger-Patzsch, Albert (2010): Die Freude am Gegenstand. Gesammelte Aufsätze zur Photographie. Wilhelm Fink , München.
Nicht angezeigt: hg. v. Stiegler, B. & Wilde, A. & Wilde, J.
), László Moho­ly-Nagy ([Moholy-Nagy 1986a]Moholy-Nagy, László (1986): Malerei Fotografie Film. Gebr. Mann, Berlin.
),[2] Ale­xander Rodtschen­ko oder Ernst Kallai in den 1920/30er Jahren[3] erstmals nach dem spezi­fisch bildli­chen Aussa­gepo­tential des „neuen Mediums“. Der Foto­grafie wurde dabei ein beson­derer Reali­tätsge­halt zuge­sprochen, der das technisch-appa­rati­ve, soge­nannte objek­tive Gemacht­sein des foto­grafi­schen Bildes beton­te und klassisch-ästhe­tischen Bestim­mungen von Bild­lich­keit, etwa der Idee von Ähn­lich­keit und Mime­sis, eine neue Ausrich­tung gab (vgl. [Moholy-Nagy 1986a]Moholy-Nagy, László (1986): Malerei Fotografie Film. Gebr. Mann, Berlin.
: S. 342-344).

Der Diskurs um die Medien­spezi­fik der Foto­grafie (wie der Diskurs um die Medien­spezi­fik ande­rer Medien gleicher­maßen) konnte eine essen­zia­listi­sche, zuwei­len empha­tisch vorge­trage­ne Perspek­tive nicht verleug­nen, die zahl­reiche Kriti­ker auf den Plan rief. Spätes­tens seit den 1960er/70er Jahren wurde im Zuge des Struktu­ralis­mus und des Poststruk­tura­lismus verstärkt der Kon­strukti­vität des Realen in der Foto­grafie bzw. der Kon­strukti­vität des Media­len im foto­grafi­schen Bild nachge­gangen. Statt von „der Foto­grafie“ ist seitdem gerne vom „Foto­grafi­schen“ (vgl. [Krauss 1998a]Krauss, Rosalind (1998): Das Photographische. Eine Theorie der Abstände. Wilhelm Fink, München.
Nicht angezeigt: übers. v. Henning Schmidgen
) die Rede, womit deut­lich werden soll, dass der „Status der Foto­grafie nicht aus bestimm­ten Eigen­schaften foto­grafi­scher Bilder“ ([Geimer 2009a]Geimer, Peter (2009): Theorien der Fotografie zur Einführung. Junius , Hamburg.
: S. 12) herge­leitet wird, sondern aus den Funk­tionen bzw. den Handlungs­kontex­ten der Foto­grafie qua medi­aler Produk­tion, Distri­bution und Rezep­tion.

Eine (notwendiger­weise unvoll­ständi­ge) Über­sicht über die unter­schiedli­chen bild­wissen­schaftli­chen Fragen an das Medium Foto­grafie kann vier Berei­che unter­scheiden:


Semiotische Ansätze

Die prominentesten Posi­tionen der philo­sophi­schen Bild­wissen­schaft der Foto­grafie argu­mentie­ren zeichentheoretisch, indem sie sich auf Charles Sanders Peirce beru­fen und die Foto­grafie als Index (d.h. über eine Kausal­rela­tion zwischen Zeichen­träger und Objekt) bestim­men. Hatte Peirce die Foto­grafie nur als ein Beispiel für den inde­xika­lischen Zeichen­typus unter ande­ren erwähnt und darü­ber hinaus auch die Ähnlich­keitsre­lation zwischen Zeichen­träger und Objekt in der Foto­grafie reflek­tiert (Foto­grafie als Ikon) (vgl. ([Geimer 2009a]Geimer, Peter (2009): Theorien der Fotografie zur Einführung. Junius , Hamburg.
: S. 18-25), so wurde die Foto­grafie bei – oder besser nach (‘nach’ im Sinne der zeit­lichen Nach­folge genau­so wie im Sinne des frz. ‘selon’/‘gemäß’) Roland Barthes (vgl. [Barthes 1989a]Barthes, Roland (1989): Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
), Rosa­lind Krauss (vgl. [Krauss 2000c]Philo (Hg.) (2000): Die Ori­gina­lität der Avant­garde und ande­re Mythen der Moder­ne. Amster­dam/Dres­den.
Nicht angezeigt: übers. v. Jörg Enninger
: S. 249-276) und Philippe Dubois (vgl. [Dubois 1998a]Dubois, Philippe (1998): Der fotografische Akt. Versuch über ein theoretisches Dispositiv. Verlag der Kunst, Dresden, Amsterdam.
) als Spur des Realen schlechthin thema­tisiert. Alter­nati­ve Zeichen­modi (wie das Ikon) wurden kaum mehr im Hinblick auf ihre Tauglich­keit für die Frage nach der Foto­grafie/dem Foto­grafi­schen über­prüft. „An die Stelle der Ähn­lich­keit der Mime­sis [trat] nun die Natür­lichkeit der inde­xika­lischen Refe­rentia­lität“ ([Stiegler 2010a]Stiegler, Bernd (2010): Fotografie und Indexikalität. Einleitung. In: Stiegler, B. (Hg.), Texte zur Theorie der Fotografie. Reclam, Ditzingen.
: S. 74) als Para­digma des foto­grafi­schen Bildes. Je inten­siver diesem Zeichen­typus nachge­fragt wurde, desto essen­zialis­tischer aber geriet auch dessen Lesart, wiewohl dies der Inten­tion der post­struktu­ralis­tischen Foto­theorie wider­sprach. Insbe­sonde­re Roland Barthes Essay «Die helle Kammer» provo­zierte einsei­tige Rezep­tionsfor­men, je nachdem, ob die fast magisch anmu­tende Unmit­telbar­keit der „Ema­nation des Refe­renten“ ([Barthes 1989a]Barthes, Roland (1989): Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 90) oder aber der zeitlich beding­te, unhin­tergeh­bare „Entzug“ des Refe­renten – im Sinne der „Ema­nation des vergan­genen Wirk­lichen“ ([Barthes 1989a]Barthes, Roland (1989): Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
: S. 99; Hervor­hebun­gen im Ori­ginal) – die Bestim­mung der Foto­grafie/des Foto­grafi­schen nach Barthes domi­nierten.


Wahrnehmungstheore­tische An­sätze

Eine eher wahrnehmungs­theoretisch fokus­sierte Bild­wissen­schaft hat ihr Inte­resse vor allem auf das techni­sche Dispo­sitiv der Foto­grafie und von hier aus auf den Zusam­menhang von Wahrneh­mung und Bild gerich­tet. Im Rückgriff auf den Vergleich von Kame­ra und came­ra obscu­ra genau­so wie auf den Vergleich von Kame­ra/came­ra obscu­ra und Auge gilt ihr die Foto­grafie bzw. das Foto­grafi­sche als Ausgangs­punkt für eine Reka­pitu­lation verschie­dener Modi des Sehens und Model­le von Sicht­barkeit. Eine kultur­histo­rische Grund­legung für solche Über­legun­gen hatte Jona­than Crary 1990 erar­beitet, dessen an Foucault an­schließen­de, diskurs­ana­lyti­sche Studie «Tech­niques of the Obser­ver. On Vision and Moder­nity in the Nine­teenth Centu­ry» (vgl. [Crary 1990a]Crary, Jonathan (1990): Techniques of the Observer. On Vision and Modernity in the Nineteenth Century. MIT-Press, Cambridge, MA/London.
) die Erfin­dung und Verbrei­tung der Foto­grafie (sowie ande­rer Techni­ken des Betrach­ters, insbe­sonde­re die Stereo­skopie) als Symptom eines Para­digmen­wechsels von der geo­metri­schen Optik des 17. und 18. Jahr­hunderts zur physio­logischen Optik des 19. Jahr­hunderts und damit zu einem neu konzi­pierten Betrach­ter begreift. Ein diskurs­ana­lyti­scher Ansatz erwies sich auch für die von Bernd Stiegler ver­folgte «Theorie­geschich­te der Photo­graphie» (vgl. [Stiegler 2006a]Stiegler, Bernd (2006): Theoriegeschichte der Fotografie. Wilhelm Fink, München.
) als produk­tiv, eben­so wie für Peter Geimers «Bilder aus Verse­hen. Eine Geschich­te foto­grafi­scher Erschei­nungen» (vgl. [Geimer 2010a]Geimer, Peter (2010): Bilder aus Versehen. Eine Geschichte fotografischer Erscheinungen. Philo Fine Arts, Hamburg.
). Auch wenn sich diese Studien nicht dezi­diert im Kontext der Bild­wissen­schaft veror­ten, proble­mati­sieren sie gleich­wohl exemp­larisch, ausge­hend von der Geschich­te der Foto­grafie, die für die Bild­wissen­schaft zentra­le Frage nach dem Verhäl­tnis von (appa­rati­vem) Sehen, Wahr­nehmung und Bild.


Wissenschaftshistorische An­sätze

Weniger als Instru­menta­rium des Sehens denn als Instru­menta­rium des vermeint­lich objek­tiven Aufzeich­nens figu­riert der Foto­appa­rat im Kontext einer (Stil-)Ge­schichte wissen­schaft­licher Bilder, seien dies die Bilder der Natur- und Technik­wissen­schaften, der Medi­zin oder der Kunst­wissen­schaften.[4] Das Bild/die Foto­grafie wird hier unter wissenschaftshistorischen Vorzei­chen befragt. Für Lorrai­ne Daston und Peter Gali­son (vgl. [Daston & Galison 1992a]Daston, Lorraine & Galison, Peter (1992): The Image of Objectivity. Representations, 40.
; [Daston & Galison 2007a]Daston, Lorraine & Galison, Peter (2007): Objektivität. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: übers. v. Christa Krüger
) stellt sich die Foto­grafie in den Wissen­schaften des 19. Jahr­hunderts als Medium einer (mora­lisie­renden) Objek­tivi­tätskon­struktion dar. Wissen­schaftler, so ihre These, „entdeck­ten das mecha­nische Bild als einen ethisch-epis­temi­schen Ausweg aus ihrer ständi­gen Sorge, der eige­nen Subjek­tivi­tät zu erlie­gen“ ([Daston & Galison 2007a]Daston, Lorraine & Galison, Peter (2007): Objektivität. Suhrkamp, Frankfurt/M.
Nicht angezeigt: übers. v. Christa Krüger
: S. 145). Durch die Ana­lyse wissen­schaft­licher Objek­tivi­tätsfik­tionen gewinnt die wissen­schaftshis­torisch gepräg­te Bild­wissen­schaft zugleich Erkennt­nisse über die verschie­denen Modi des Zeigens, die dem Bild bzw. der Foto­grafie (und den ande­ren Aufzeich­nungsme­dien) zuge­sprochen wurden. In vergleich­barer Absicht werden am Helmholtz-Zentrum für Kultur­technik in Berlin techni­sche Bilder (denen in der Regel das Foto­grafi­sche im Sinne des Inde­xika­lischen zu­grunde liegt) „nicht als illus­trieren­de Reprä­senta­tionen, sondern in ihrer produk­tiven Kraft als eigen­ständi­ges, mehr­schich­tiges Ele­ment des Erkennt­nisge­winns“ ([Bredekamp et al. 2008a]Bredekamp, Horst; Schneider, Birgit & Dünkel, Vera (2008): Das Technische Bild. Kompendium zu einer Stilgeschichte wissenschaftlicher Bilder. Akademie, Berlin.
: S. 8) unter­sucht.


Kunsthistorische Ansätze

Obwohl die Kunstge­schichte ange­sichts der Omni­präsenz des Foto­grafi­schen in der Bild­kultur der Moder­ne ihre Zustän­digkeit für die bild­wissen­schaftli­che Ana­lyse aller Bilder (künstle­rischer und nicht-künstle­rischer Art) wieder­holt betont hat und als Bild­wissen­schaft avant la lettre verstanden werden möchte[5], bleibt zu konsta­tieren, dass auch eine klassi­scher dimen­sionier­te Kunstge­schichte in ihrem kunst­histo­rischen Umgang mit der Foto­grafie (als Kunst) bild­wissen­schaft­lich rele­vante Frage­stellun­gen verfolgt. Dies nicht zuletzt deshalb, weil gerade im Bereich der künstle­rischen Foto­grafie die Verhält­nisbe­stimmung von Bild und Abbild oft beson­ders prägnant zuge­spitzt wurde, sodass die Foto­grafie als Bild­medium damit dezi­diert selbst zur Diskus­sion gestellt wird.

In bildphilosophischer bzw. bild­wissen­schaftli­cher Hinsicht ist jeden­falls bezeich­nend, dass das Para­digma des Foto­grafi­schen zunächst für den Kontext der Kunst formu­liert wurde, bevor es zur Chiffre für das Inde­xika­lische wurde.[6] Da insbe­sonde­re der Foto­konzep­tualis­mus im Medium der Foto­grafie die Foto­grafie als Bild­medium reflek­tiert, finden sich gera­de in diesem Bereich Bilder, die, soweit dieses Vermö­gen Bildern über­haupt zuge­sprochen wird, selbst Bild­begrif­fe ent­wickeln und dement­sprechend kunsthis­torisch bzw. bild­wissen­schaft­lich zu befra­gen sind. Als Beispie­le für einen solchen selbst­refle­xiven Gebrauch des Mediums Foto­grafie im Foto­konzep­tualis­mus können frühe Foto­posi­tionen von Joseph Kosuth («One and three photo­graphs», 1965) oder von Jan Dibbets («Perspec­tive Correc­tion: My Studio I,I: Square on Wall», 1969) genannt werden (vgl. dazu [Dobbe 2010a]Dobbe, Martina (2010): Zeigen als ''faire voir''. Für eine Bildtheorie des Fotografischen. In: Boehm, G.& Egenhofer, S. & Spies, C. (Hg.), Zeigen. Die Rhetorik des Sichtbaren. Wilhelm Fink, München.
). Aber auch postkon­zeptua­listi­sche Foto­posi­tionen, wie beispiels­weise der Zyklus «For Example: Die Welt ist schön» (1993-2001) von Christo­pher Williams, bergen ein emi­nent bildkri­tisches Poten­zial. Wie Ale­xander Alber­ro zu Recht fest­stellte, war „der Konzep­tualis­mus zentral für die Befrei­ung der Kunst aus den [modernis­tischen, M.D.] Zwängen der Selbstre­feren­ziali­tät“ ([Alberro 2006a]Alberro, Alexander (2006): Einleitung. Der Weg raus führt rein. In: Alberro A. & Buchmann, S. (Hg.), Art After Conceptual Art. Generali Foundation, Wien.
: S. 14).

Ähnlich wie der Mini­malis­mus der 1960er Jahre ope­rieren konzep­tualis­tische und postkon­zeptua­listi­sche Posi­tionen dabei freilich in einer „Crux“ (vgl. [Foster 1995a]Foster, Hal (1995): Die Crux des Minimalismus. In: Stemmrich, G. (Hg.), Minimal Art. Eine kritische Retrospektive. Philo, Dresden/Basel.
), der Crux nämlich, ihre Refe­renzia­lität „nicht mehr in der Orien­tierung am Modell des Bildes und seines schritt­weisen Rück­zugs aus der darge­stellten Welt“ ([Egenhofer 2002a]Egenhofer, Sebastian (2002): Minimal Art. In: Butin, H. (Hg.), DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst. DuMont, Köln.
: S. 212)[7] bestim­men zu können. Daher rührt, dass die Ana­lyse des Bild­status (post)kon­zeptua­listi­scher (Foto)Po­sitio­nen so unter­schiedlich ausfällt: Während etwa Thomas Crow der Auffas­sung ist, „daß der Konzep­tualis­mus mit seiner Infra­gestel­lung moder­nisti­scher Prämis­sen das über­schritten hat, was mit der Kate­gorie des Bildes zu fassen war“ (zit. n. [Alberro 2006a]Alberro, Alexander (2006): Einleitung. Der Weg raus führt rein. In: Alberro A. & Buchmann, S. (Hg.), Art After Conceptual Art. Generali Foundation, Wien.
: S. 17)[8], spricht Jeff Wall, nahe­zu umge­kehrt, dem Foto­konzep­tualis­mus das Verdienst zu, die Voraus­setzun­gen dafür geschaf­fen zu haben, dass das „Konzept des Bildes […] als eine zentra­le Kate­gorie der Gegen­warts­kunst“ ([Wall 1997a]Wall, Jeff (1997): Zeichen der Indifferenz: Aspekte der Photographie in der, oder als, Konzeptkunst. In: Stemmrich, G. (Hg.), Szenarien im Bildraum der Wirklichkeit. Essays, Interviews. Amsterdam/Dresden, Philo.
: S. 434) erscheint, nachdem jeder essen­zialis­tische Versuch, die Medien der Künste zu bestim­men, als geschei­tert ange­sehen wird (vgl. dazu auch [Dobbe 2006a]Dobbe, Martina (2006): Die Fotografie im Spannungsfeld von Kunstgeschichte und Bildwissenschaft. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bild und Medium. Kunstgeschichtliche und philosophische Grundlagen der interdisziplinären Bildwissenschaft. Halem, Köln.
).

Vielleicht kann man die Wider­sprüchlich­keit der beiden genann­ten Auffas­sungen aber auch dadurch rela­tivie­ren, dass man betont, dass bei Wall ausdrück­lich vom Foto-Konzep­tualis­mus die Rede ist. Gera­de der Foto-Konzep­tualis­mus, so wäre zu folgern, lebt aus jenem Spannungs­verhält­nis von Abbild und Bild, welches für die genau­ere Bestim­mung des Bildme­diums Foto­grafie – wie hier im Glossar der Bild­philo­sophie – eine bleiben­de Heraus­forderung ist.

Anmerkungen
  1. ↑ Vgl. zur Über­nah­me die­ses Aus­drucks von Ri­chard Woll­heim [Schürmann 2008a]Schürmann, Eva (2008): Sehen als Praxis. Ethisch-ästhetische Studien zum Verhältnis von Sicht und Einsicht. Suhrkamp, Frankfurt/M.
    : S. 120.
  2. ↑ Ver­streut pub­li­zier­te Tex­te Mo­ho­ly-Nagys sind wie­der­ab­ge­druckt in [Passuth 1987a]Passuth, Krisztina (1986): Moholy-Nagy. Verlag der Kunst & Kunstverlag Weingarten, Dresden/Weingarten.
    Nicht angezeigt: übers. v. Heribert Thierry
    .
  3. ↑ Vgl. im Über­blick Band 2 der Edi­tion The­o­rie der Fo­to­gra­fie [Kemp 1979a]Kemp, Wolfgang (Hg.) (1979): Theorie der Fotografie II, 1912-1945. Schirmer/Mosel, München.
    .
  4. ↑ Vgl. zur Fo­to­gra­fie im Kon­text der Wis­sen­schafts­ge­schich­te der Kunst­ge­schich­te [Caraffa 2009a]Caraffa, Constanza (Hg.) (2009): Fotografie als Instrument und Medium der Kunstgeschichte. Deutscher Kunstverlag, Berlin.
    .
  5. ↑ Vgl. [Bredekamp 2003b]Bredekamp, Horst (2003): Bildwissenschaft. In: Pfisterer, U. (Hg.), Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar.
    : S. 56: „Die Kunst­ge­schich­te des 19. Jahr­hun­derts hat ih­re Me­tho­den zwar an den kom­ple­xes­ten Ge­bil­den der sog. Hoch­kunst ent­wickelt und ge­schärft, kei­nes­falls aber auf die­sen Werk­kreis be­schränkt; viel­mehr wur­den […] auch nicht-künst­le­ri­sche Bil­der al­ler Art ein­ge­schlos­sen.“ Hier­zu zählt für Bre­de­kamp we­sent­lich auch die Fo­to­gra­fie, ja „in der Aus­ei­nan­der­set­zung mit der Fo­to­gra­fie (sic!)“ liegt für Bre­de­kamp ein ent­schei­den­der „Grund für die Etab­lie­rung der Kunst­ge­schich­te als Bild­wis­sen­schaft“ ([Bredekamp 2003b]Bredekamp, Horst (2003): Bildwissenschaft. In: Pfisterer, U. (Hg.), Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar.
    : ebd.). ⊳ Kunst­ge­schich­te als Bild­ge­schich­te.
  6. ↑ Peter Geimer be­tont zu Recht, dass Krauss’ Fo­to­the­o­rie ei­ne „Ge­gen­läu­fig­keit“ in­hä­riert, näm­lich „‘das Fo­to­gra­fi­sche’ als spe­zi­fi­sche Ab­bil­dungs­form zu de­fi­nie­ren, die­se De­fi­ni­tion dann aber ver­ges­sen zu müs­sen, so­bald es da­rum geht, die Fo­to­gra­fie als all­ge­mei­nes Mo­dell für die Lo­gik der Kunst aus­zu­ge­ben“ ([Geimer 2009a]Geimer, Peter (2009): Theorien der Fotografie zur Einführung. Junius , Hamburg.
    : S. 31).
  7. ↑ Be­zo­gen auf den Mi­ni­ma­lis­mus heißt es bei Egen­ho­fer ge­nau­er: „Aus der Kreu­zung von spät­mo­der­ner Ab­strak­tion und al­le­go­ri­scher De­struk­ti­on der Au­tor­schaft ent­steht so ein Werk­typ, in des­sen Prä­senz die Be­mü­hung der mo­der­nen ab­strak­ten Kunst um Di­rekt­heit und Un­mit­tel­bar­keit der äs­the­ti­schen Er­fah­rung kul­mi­niert, der aber im sel­ben Zug die grund­le­gen­de Vo­raus­set­zung des Ab­strak­ti­ons­ge­dan­kens e­li­mi­niert hat: das Welt­ver­hält­nis des mi­ni­ma­li­sti­schen Ob­jekts kann nicht mehr in der O­rien­tie­rung am Mo­dell des Bil­des und sei­nes schritt­wei­sen Rück­zugs aus der dar­ge­stell­ten Welt be­stimmt wer­den.“ ([Egenhofer 2002a]Egenhofer, Sebastian (2002): Minimal Art. In: Butin, H. (Hg.), DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst. DuMont, Köln.
    : ebd.)
  8. ↑ Alberro be­zieht sich hier auf [Crow 2006a]Crow, Thomas (2006): Ungeschriebene Geschichten der Konzeptkunst. In: Alberro, A. & Buchmann, S. (Hg.), Art After Conceptual Art. Generali Foundation, Wien.
    .
Literatur
[Alberro 2006a]Alberro, Alexander (2006): Einleitung. Der Weg raus führt rein. In: Alberro A. & Buchmann, S. (Hg.), Art After Conceptual Art. Generali Foundation, Wien.[Barthes 1989a]Barthes, Roland (1989): Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Bredekamp 2003b]Bredekamp, Horst (2003): Bildwissenschaft. In: Pfisterer, U. (Hg.), Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar.[Bredekamp et al. 2008a]Bredekamp, Horst; Schneider, Birgit & Dünkel, Vera (2008): Das Technische Bild. Kompendium zu einer Stilgeschichte wissenschaftlicher Bilder. Akademie, Berlin.[Caraffa 2009a]Caraffa, Constanza (Hg.) (2009): Fotografie als Instrument und Medium der Kunstgeschichte. Deutscher Kunstverlag, Berlin.[Crary 1990a]Crary, Jonathan (1990): Techniques of the Observer. On Vision and Modernity in the Nineteenth Century. MIT-Press, Cambridge, MA/London.[Crow 2006a]Crow, Thomas (2006): Ungeschriebene Geschichten der Konzeptkunst. In: Alberro, A. & Buchmann, S. (Hg.), Art After Conceptual Art. Generali Foundation, Wien.[Daston & Galison 1992a]Daston, Lorraine & Galison, Peter (1992): The Image of Objectivity. Representations, 40.[Daston & Galison 2007a]Daston, Lorraine & Galison, Peter (2007): Objektivität. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Dobbe 2006a]Dobbe, Martina (2006): Die Fotografie im Spannungsfeld von Kunstgeschichte und Bildwissenschaft. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bild und Medium. Kunstgeschichtliche und philosophische Grundlagen der interdisziplinären Bildwissenschaft. Halem, Köln.[Dobbe 2010a]Dobbe, Martina (2010): Zeigen als ''faire voir''. Für eine Bildtheorie des Fotografischen. In: Boehm, G.& Egenhofer, S. & Spies, C. (Hg.), Zeigen. Die Rhetorik des Sichtbaren. Wilhelm Fink, München.[Dubois 1998a]Dubois, Philippe (1998): Der fotografische Akt. Versuch über ein theoretisches Dispositiv. Verlag der Kunst, Dresden, Amsterdam.[Egenhofer 2002a]Egenhofer, Sebastian (2002): Minimal Art. In: Butin, H. (Hg.), DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst. DuMont, Köln.[Foster 1995a]Foster, Hal (1995): Die Crux des Minimalismus. In: Stemmrich, G. (Hg.), Minimal Art. Eine kritische Retrospektive. Philo, Dresden/Basel.[Geimer 2009a]Geimer, Peter (2009): Theorien der Fotografie zur Einführung. Junius , Hamburg.[Geimer 2010a]Geimer, Peter (2010): Bilder aus Versehen. Eine Geschichte fotografischer Erscheinungen. Philo Fine Arts, Hamburg.[Kemp 1979a]Kemp, Wolfgang (Hg.) (1979): Theorie der Fotografie II, 1912-1945. Schirmer/Mosel, München.[Krauss 1998a]Krauss, Rosalind (1998): Das Photographische. Eine Theorie der Abstände. Wilhelm Fink, München.[Krauss 2000c]Philo (Hg.) (2000): Die Ori­gina­lität der Avant­garde und ande­re Mythen der Moder­ne. Amster­dam/Dres­den.[Moholy-Nagy 1986a]Moholy-Nagy, László (1986): Malerei Fotografie Film. Gebr. Mann, Berlin.[Passuth 1987a]Passuth, Krisztina (1986): Moholy-Nagy. Verlag der Kunst & Kunstverlag Weingarten, Dresden/Weingarten.[Renger-Patzsch 2010a]Renger-Patzsch, Albert (2010): Die Freude am Gegenstand. Gesammelte Aufsätze zur Photographie. Wilhelm Fink , München.[Schürmann 2008a]Schürmann, Eva (2008): Sehen als Praxis. Ethisch-ästhetische Studien zum Verhältnis von Sicht und Einsicht. Suhrkamp, Frankfurt/M.[Stiegler 2006a]Stiegler, Bernd (2006): Theoriegeschichte der Fotografie. Wilhelm Fink, München.[Stiegler 2010a]Stiegler, Bernd (2010): Fotografie und Indexikalität. Einleitung. In: Stiegler, B. (Hg.), Texte zur Theorie der Fotografie. Reclam, Ditzingen.[Wall 1997a]Wall, Jeff (1997): Zeichen der Indifferenz: Aspekte der Photographie in der, oder als, Konzeptkunst. In: Stemmrich, G. (Hg.), Szenarien im Bildraum der Wirklichkeit. Essays, Interviews. Amsterdam/Dresden, Philo.

Ausgabe 1: 2013

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Dobbe, Martina (2013). Fotografie. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Fotografie].