Typologien der Medien: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „<!-- "This is comment" --> <!--Vorlage für Unterpunkte--> <!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern--> {{GlosHeader}} Kategorie:Unterpunkt <!--Ende…“
 
K Textersetzung - „{{GlosTab5}}↵<bibdummy>“ durch „{{GlosTab5}}“
 
(68 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
<!--  "This is comment"  -->
<!--  "This is comment"  -->
<!--Vorlage für Unterpunkte-->
<!--Vorlage für Unterpunkte-->
<!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern-->
<!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern-->
{{GlosHeader}}
{{GlosHeader}}
[[Kategorie:Unterpunkt]]
[[Kategorie:Unterpunkt]]
<!--Ende header-->
<!--In der folgenden Zeile bitte die (Wiki)Kategorie eintragen, wo jetzt XXX steht-->
[[Kategorie:Medientheorien: Übersicht]]
[[Kategorie:Medientheorien: Übersicht]]
<!--In der folgenden Zeile bitte die (Glossar)Kategorie eintragen, wo jetzt XXX steht-->
Unterpunkt zu: [[Medientheorien: Übersicht]]
Unterpunkt zu: [[Medientheorien: Übersicht]]
<!--beides sollte in der Regel der gleiche Text sein-->
<!--Den folgenden Abschnitt bitte nicht ändern-->
{{GlosTab1}}
{{GlosTab1}}
{{GlossarBoxMain}}
{{GlossarBoxMain}}
<!--Ende header-->
==Typen von Medien==


<!--Ab hier: eigentlicher Inhalt; Überschriften gegebenenfalls anpassen-->
Da innerhalb des Medienbegriffs verschie&shy;dene Binnen&shy;gliede&shy;rungen vorkom&shy;men, stellt sich die Frage, ob Bilder in jedem der entspre&shy;chenden Medien&shy;typen verwen&shy;det werden können oder ob die Zuord&shy;nung zu einer Medien&shy;klasse auf eine den Bildge&shy;brauch spezi&shy;fisch beein&shy;flussen&shy;de Art einge&shy;schränkt ist.  
=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
===Wenig relevante Typo&shy;logien===
<!--Anmerkung zwischen <ref> und </ref> im laufenden Text-->
Offensichtlich gibt es einige Auftei&shy;lungen, für die die Antwort trivial ist, so etwa die Unter&shy;gliede&shy;rung nach den verwen&shy;deten Sinnes&shy;moda&shy;litä&shy;ten, also in audi&shy;tive, visu&shy;elle, olfak&shy;tori&shy;sche, gusta&shy;tori&shy;sche und hapti&shy;sche Medien: Bilder sind, wenn von meta&shy;phori&shy;schen Über&shy;tragun&shy;gen des Begriffs auf ande&shy;re Sinnes&shy;moda&shy;litä&shy;ten abge&shy;sehen wird (⊳ [[Bildhaftes|Bildhaf&shy;tes]] und [[uneigentliche Bilder|unei&shy;gentli&shy;che Bilder]]), spezi&shy;fisch visu&shy;elle Phäno&shy;mene, kommen also nur in einem der so unter&shy;schiede&shy;nen Medien&shy;typen vor. Übli&shy;cherwei&shy;se wird diese Auftei&shy;lung aller&shy;dings in zwei wichti&shy;gen Hinsich&shy;ten erwei&shy;tert: Indem nämlich einer&shy;seits sprachli&shy;cher Infor&shy;mations&shy;austausch – als eine Form der Kommu&shy;nika&shy;tion, die gleicher&shy;maßen in mehre&shy;ren Sinnes&shy;moda&shy;litä&shy;ten (audi&shy;tiv, visu&shy;ell, in Braille sogar haptisch) vorkom&shy;men kann – als eigen&shy;ständi&shy;ge Klasse dieser Auftei&shy;lung verstan&shy;den wird; und indem ande&shy;rerseits Kommu&shy;nika&shy;tionsfor&shy;men zu einer Klasse ‘Multi&shy;media’ zusam&shy;menge&shy;fasst werden, die gleichzei&shy;tig über mehre&shy;re Sinnes&shy;kanä&shy;le, also multi&shy;modal, funkti&shy;onieren. In dieser Typo&shy;logie spielen Bilder also nur für zwei Typen – visuell und multi&shy;medial – über&shy;haupt eine Rolle.
<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas 61a'>Jonas 1961</bib> -->
:
<!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
Bei anderen Gliederungsprinzipien gibt es hinge&shy;gen kaum rele&shy;vante Zusam&shy;menhän&shy;ge mit der Bildver&shy;wendung: So werden etwa Kommu&shy;nika&shy;tionsme&shy;dien nach den dabei einge&shy;setzten (i) Herstel&shy;lungs- oder (ii) Verbrei&shy;tungsver&shy;fahren unter&shy;schieden. Auf diese Weise kann etwa von ‘Printme&shy;dien’ (i) bzw. von [[Massenmedien|‘Massen&shy;medien’]] (ii) gespro&shy;chen werden: Die jewei&shy;ligen Verfah&shy;ren sind dabei zwar etwas, dass das Medium bestimmt, weil sie auf je beson&shy;dere Weise [[Interaktion und Kommunikation|Kommu&shy;nika&shy;tion]] ermög&shy;lichen und struktu&shy;rieren, aber ob dabei Bilder oder ande&shy;re [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichen&shy;arten]] vermit&shy;telt werden ist für diese Typen von Medium weitge&shy;hend unwe&shy;sentlich.<ref>Wei&shy;te&shy;re Über&shy;le&shy;gun&shy;gen zur Ty&shy;pi&shy;sie&shy;rung von Bil&shy;dern fin&shy;den sich zu&shy;dem in <bib id='Plümacher 2005a'>Plü&shy;ma&shy;cher 2005a</bib>.</ref>   
<!-- ... (siehe Link "Sammlung" in Bibliographie-Box -->
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->


===Primär-, Sekundär- und Tertiär&shy;medien===
Die zentrale Binnengliederung, die von der Medien&shy;wissen&shy;schaft für Kommu&shy;nika&shy;tionsme&shy;dien vorge&shy;schlagen wurde, ist die in ''Primär&shy;medien'', ''Sekun&shy;därme&shy;dien'' und ''Tertiär&shy;medien'' – manchmal auch unter der Bezeich&shy;nung ‘Medien vom Typ 1, 2 oder 3’ (vgl. <bib id='Pross 1972a'></bib>: S. 10f.). Dabei erfolgt die Unter&shy;scheidung zunächst danach, in welchem Ausmaß techni&shy;sche Hilfsmit&shy;tel verwen&shy;det werden. 
:
Folgt man den üblichen Erklärungen, dann handelt es sich um ein Primär&shy;medium genau in den Fällen, wenn keiner&shy;lei techni&shy;sche Hilfsmit&shy;tel bei der Vermitt&shy;lung von Infor&shy;mation einge&shy;setzt werden. Gesprä&shy;che von Ange&shy;sicht zu Ange&shy;sicht finden demnach mit einem Medium vom Typ 1 statt.<ref>Die kör&shy;per&shy;ei&shy;ge&shy;ne Aus&shy;stat&shy;tung zählt hier al&shy;so eben&shy;so we&shy;nig un&shy;ter tech&shy;ni&shy;sche Hil&shy;fen, wie das “Me&shy;di&shy;um” Luft mit sei&shy;nen spe&shy;zi&shy;fi&shy;schen phy&shy;si&shy;ka&shy;li&shy;schen Ei&shy;gen&shy;schaf&shy;ten, Schall und Licht zu über&shy;tra&shy;gen.</ref>
Wenn nur der Absen&shy;der der Infor&shy;mation techni&shy;sche Hilfsmit&shy;tel in Anspruch nimmt, wird von einem Sekun&shy;därme&shy;dium gespro&shy;chen: Da z.B. [[Fotografie|Foto&shy;grafien]] mit Kame&shy;ra und Drucker oder einem vergleich&shy;baren techni&shy;schen Gerät herge&shy;stellt werden müssen, aber übli&shy;cherwei&shy;se ohne techni&shy;sche Hilfe betrach&shy;tet werden können, erfolgt hier der Infor&shy;mations&shy;fluss über ein Medium vom Typ 2.
Ein Tertiär&shy;medium liegt schließlich vor, wenn sowohl Sender wie auch Empfän&shy;ger beim Infor&shy;mations&shy;austausch auf techni&shy;sche Geräte ange&shy;wiesen sind. Das ist etwa der Fall beim Tele&shy;fonieren. Aber auch das [[Fernsehen|Fernse&shy;hen]] erfüllt diese Bedin&shy;gung für ein Medium vom Typ 3.
:
Rein formal wäre in dem Schema der drei Medien&shy;typen natür&shy;lich auch noch der Fall zu betrach&shy;ten, wenn nur der Empfän&shy;ger auf techni&shy;sche Unter&shy;stützung ange&shy;wiesen ist. Man mag sich etwa folgen&shy;de Situ&shy;ation dazu vorstel&shy;len: Eine Person möchte einer ande&shy;ren, die deutlich außer&shy;halb der natür&shy;lichen Hörwei&shy;te ist, etwas sagen. Dazu benutzt der Empfän&shy;ger ein empfind&shy;liches Richtmi&shy;kro&shy;phon.
Praktisch taucht ein solcher Fall selten auf. Das mag der Grund dafür sein, dass er übli&shy;cherwei&shy;se nicht geson&shy;dert erwähnt wird. Doch ist tatsäch&shy;lich schon offen&shy;sichtlich, um welchen Medien&shy;typ es sich dabei handelt? Ist es eine der drei vorge&shy;stellten oder sollte es sich um eine zusätz&shy;liche Klasse handeln?<ref>Ana&shy;log: Wa&shy;rum soll&shy;te das Ver&shy;wen&shy;den ei&shy;ner Bril&shy;le nicht als tech&shy;ni&shy;sches Hilfs&shy;mit&shy;tel ge&shy;wer&shy;tet wer&shy;den?</ref>
:
Die Unklarheit der Zuordnung für diesen Fall ist ein Indiz dafür, dass die Unter&shy;scheidung der Medien&shy;klassen inhalt&shy;lich weni&shy;ger an dem Vorhan&shy;densein techni&shy;scher Gerä&shy;te hängt: Das ist ledig&shy;lich ein ''Symptom'' für eine tiefer liegen&shy;de Diffe&shy;renzie&shy;rung, das zwar in der Regel aussa&shy;gekräf&shy;tig ist, aber nicht unmit&shy;telbar den Witz der Unter&shy;scheidung trifft. Recht über&shy;legt fällt auf, dass die techni&shy;schen Hilfsmit&shy;tel ganz allge&shy;mein dazu dienen, Beschrän&shy;kungen der Kommu&shy;nika&shy;tion in Raum und Zeit zu über&shy;winden.




==Die Situiertheit der Kommu&shy;nizie&shy;renden als Unter&shy;scheidungs&shy;krite&shy;rium==


=====Engere Begriffsbestimmung=====
===Primärmedien===
[[Datei:Primaermedien-klein.jpg|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 1: Skiz&shy;ze zur Si&shy;tu&shy;iert&shy;heit bei Pri&shy;mär&shy;me&shy;di&shy;en]]
Von Pri&shy;mär&shy;me&shy;di&shy;en soll&shy;te bes&shy;ser ge&shy;nau dann die Re&shy;de sein, wenn Sen&shy;der und Emp&shy;fän&shy;ger der vom Me&shy;di&shy;um ver&shy;mit&shy;tel&shy;ten Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on im&shy;mer ''zur glei&shy;chen Zeit am glei&shy;chen Ort'' sein müs&shy;sen – un&shy;ab&shy;hän&shy;gig da&shy;von, ob ir&shy;gend&shy;wel&shy;che tech&shy;ni&shy;schen Ge&shy;rä&shy;te be&shy;tei&shy;ligt sind.<ref>Wird al&shy;so in ei&shy;ner sehr lau&shy;ten Um&shy;ge&shy;bung (et&shy;wa in ei&shy;nem Hub&shy;schrau&shy;ber&shy;cock&shy;pit) oder in ei&shy;ner Um&shy;ge&shy;bung oh&shy;ne Schall&shy;lei&shy;tung (et&shy;wa bei dem Au&shy;ßen&shy;ein&shy;satz von As&shy;tro&shy;nau&shy;ten im Welt&shy;all) Funk&shy;tech&shy;nik zur münd&shy;li&shy;chen Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on ver&shy;wen&shy;det, kann es sich trotz der be&shy;tei&shy;lig&shy;ten Tech&shy;nik durch&shy;aus um ei&shy;ne pri&shy;mär&shy;me&shy;di&shy;a&shy;le Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on han&shy;deln.</ref> Oh&shy;ne tech&shy;ni&shy;sche Hilfs&shy;mit&shy;tel ver&shy;mit&shy;teln ih&shy;nen ih&shy;re Sin&shy;nes&shy;or&shy;ga&shy;ne oh&shy;ne&shy;hin im&shy;mer nur das je&shy;wei&shy;li&shy;ge Hier und Jetzt (⊳ [[Modalität]]). Ei&shy;ne Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on mit ei&shy;nem an&shy;de&shy;ren kann da&shy;her oh&shy;ne Hilfs&shy;mit&shy;tel stets nur in ei&shy;ner von bei&shy;den ge&shy;teil&shy;ten, d.h. der je ak&shy;tu&shy;el&shy;len [[Kontext|Si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on]] statt&shy;fin&shy;den. Das Beson&shy;dere an primär&shy;medi&shy;aler Kommu&shy;nika&shy;tion ist u.a. die Möglich&shy;keit für deikti&shy;sche und im weiten Sinn inde&shy;xika&shy;lische Aspek&shy;te: Man kann nur auf etwas (im engen Sinn) zeigen, was da ist, und man kann diese Zeige&shy;geste nur kommu&shy;nika&shy;tiv verwen&shy;den, wenn das Gegen&shy;über eben&shy;falls die Geste und ihr Ziel wahrneh&shy;men kann (vgl. Abb. 1).<ref>Da&shy;mit wird im Übri&shy;gen auch klar, wa&shy;rum Hör&shy;ge&shy;rä&shy;te, Bril&shy;len oder Sprech&shy;hil&shy;fen nicht zu den für die Ty&shy;po&shy;lo&shy;gi&shy;sie&shy;rung re&shy;le&shy;van&shy;ten tech&shy;ni&shy;schen Hilfs&shy;mit&shy;teln ge&shy;zählt zu wer&shy;den brau&shy;chen: Sie ver&shy;än&shy;dern die re&shy;la&shy;ti&shy;ve Si&shy;tu&shy;ie&shy;rung der Me&shy;di&shy;en&shy;nut&shy;zer nicht.</ref> Der wesent&shy;liche Unter&shy;schied zwischen Sekun&shy;där- und Tertiär&shy;medien liegt nun darin, wie diese die Beschrän&shy;kung der Situ&shy;iertheit bei den Primär&shy;medien jeweils erwei&shy;tern:


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
===Sekundärmedien===
[[Datei:Sekundaermedien-klein.jpg|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 2: Skiz&shy;ze zur Si&shy;tu&shy;iert&shy;heit bei Se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;di&shy;en]]
Für Se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;dien ist die ''zeit&shy;li&shy;che Di&shy;men&shy;si&shy;on'' die ent&shy;schei&shy;den&shy;de: Der Ein&shy;satz ei&shy;nes tech&shy;ni&shy;schen Ge&shy;räts hat näm&shy;lich ins&shy;be&shy;son&shy;de&shy;re die Funk&shy;ti&shy;on, ein die Zeit über&shy;dau&shy;ern&shy;des (''per&shy;sis&shy;ten&shy;tes'') Nach&shy;rich&shy;ten&shy;ar&shy;te&shy;fakt zu schaf&shy;fen, so dass ein an&shy;de&shy;rer lan&shy;ge Zeit nach der Her&shy;stel&shy;lung durch den Sen&shy;der als ein Emp&shy;fän&shy;ger die&shy;ser Nach&shy;richt auf&shy;tre&shy;ten kann (vgl. Abb. 2). Dass die&shy;se per&shy;sis&shy;ten&shy;ten Zei&shy;chen&shy;trä&shy;ger in der Zwi&shy;schen&shy;zeit auch den Ort ge&shy;wech&shy;selt ha&shy;ben kön&shy;nen ist da&shy;bei eher zweit&shy;ran&shy;gig, denn zu&shy;nächst ein&shy;mal gilt, dass Sen&shy;der und Emp&shy;fän&shy;ger in zeit&shy;li&shy;cher Dis&shy;tanz si&shy;tu&shy;iert sind. Aus dieser Situ&shy;ierung folgt zum einen, dass sekun&shy;därme&shy;diale Kommu&shy;nika&shy;tion immer uni&shy;direk&shy;tional erfol&shy;gen muss: Echte Dialo&shy;ge sind hier nicht möglich. Zum ande&shy;ren erge&shy;ben sich spezi&shy;elle pragma&shy;tische Phäno&shy;mene für die vermit&shy;telten Inter&shy;aktio&shy;nen, da jeweils ein Inter&shy;aktions&shy;partner nur in der Vorstel&shy;lung des ande&shy;ren exis&shy;tiert.
===Tertiärmedien===
[[Datei:Tertiaermedien-klein.jpg|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 3: Skiz&shy;ze zur Si&shy;tu&shy;iert&shy;heit bei Ter&shy;ti&shy;är&shy;me&shy;di&shy;en]]
Dem&shy;ge&shy;gen&shy;über hat der Ein&shy;satz tech&shy;ni&shy;scher Hilfs&shy;mit&shy;tel auf bei&shy;den Sei&shy;ten des In&shy;for&shy;ma&shy;ti&shy;ons&shy;flus&shy;ses vor al&shy;lem den Zweck, ''räum&shy;lich weit von&shy;ein&shy;an&shy;der ent&shy;fern&shy;te Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;part&shy;ner mehr oder we&shy;ni&shy;ger gleich&shy;zei&shy;tig'' mit&shy;ein&shy;an&shy;der zu ver&shy;bin&shy;den. Das funk&shy;ti&shy;o&shy;niert nur, wenn die Über&shy;tra&shy;gungs&shy;dau&shy;er ge&shy;gen&shy;über der Dau&shy;er der Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;zyk&shy;len sehr kurz ist. Die&shy;se re&shy;la&shy;ti&shy;ve Gleich&shy;zei&shy;tig&shy;keit von Sen&shy;de- und Emp&shy;fangs&shy;teil&shy;hand&shy;lun&shy;gen ist die Vo&shy;raus&shy;set&shy;zung da&shy;für, dass ein sol&shy;ches Raum über&shy;win&shy;den&shy;des Me&shy;di&shy;um im Ge&shy;gen&shy;satz zu Se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;di&shy;en auch in bei&shy;de Rich&shy;tun&shy;gen funk&shy;ti&shy;o&shy;nie&shy;ren kann (vgl. Abb. 3).<ref>We&shy;gen der not&shy;wen&shy;di&shy;gen Nach&shy;rich&shy;ten&shy;lauf&shy;zeit in je&shy;dem Me&shy;di&shy;um ge&shy;hen bei die&shy;ser Be&shy;stim&shy;mung üb&shy;ri&shy;gens Ter&shy;ti&shy;är&shy;me&shy;di&shy;en beim Über&shy;brü&shy;cken sehr gro&shy;ßer Ent&shy;fer&shy;nun&shy;gen schließ&shy;lich mehr oder we&shy;ni&shy;ger flie&shy;ßend in Se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;di&shy;en über, ob&shy;wohl bei&shy;de Sei&shy;ten tech&shy;ni&shy;sche Hil&shy;fen ein&shy;set&shy;zen mö&shy;gen: Wenn die Über&shy;tra&shy;gungs&shy;dau&shy;er zu groß wird, kann die zeit&shy;li&shy;che Syn&shy;chro&shy;ni&shy;sa&shy;ti&shy;on zwi&shy;schen Sen&shy;der- und Emp&shy;fän&shy;ger&shy;hand&shy;lun&shy;gen nicht mehr auf&shy;recht er&shy;hal&shy;ten wer&shy;den, was zu ganz ent&shy;spre&shy;chen&shy;den Aus&shy;wir&shy;kun&shy;gen auf die ver&shy;mit&shy;tel&shy;ten Zei&shy;chen&shy;hand&shy;lun&shy;gen führt.</ref>  


==Quartäre Medien==
Mit der Verbreitung computer&shy;basier&shy;ter Kommu&shy;nika&shy;tion haben manche neue&shy;ren Auto&shy;ren vorge&shy;schlagen, bei Verwen&shy;dung vernetz&shy;ter Compu&shy;tertech&shy;nolo&shy;gie von ‘Quartär&shy;medien’ (‘Medien vom Typ 4’) zu sprechen (<bib id='Faßler 1997a'></bib>). Zwar erlaubt es die vernetz&shy;te Digi&shy;taltech&shy;nolo&shy;gie in der Tat, sehr viele ande&shy;re Medien auf verhält&shy;nismä&shy;ßig einfa&shy;che, leicht zugäng&shy;liche und unkomp&shy;liziert zu erler&shy;nende Art und Weise zu emu&shy;lieren. Allei&shy;ne daraus aber erge&shy;ben sich noch keine spezi&shy;fisch medien&shy;theore&shy;tisch rele&shy;vanten Neue&shy;rungen, ganz abge&shy;sehen davon, dass Compu&shy;terge&shy;brauch nicht mit dem erwähn&shy;ten tatsäch&shy;lichen Krite&shy;rium der raumzeit&shy;lichen Situ&shy;iertheit zusam&shy;menpasst.
:
Das gilt hingegen nicht für die Klasse der ''inter&shy;akti&shy;ven Syste&shy;me'', zu denen sowohl die sprachver&shy;stehen&shy;den und -gene&shy;rieren&shy;den Syste&shy;me der KI zählen,<ref>Vgl.: [http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche_Intelligenz Wiki&shy;pe&shy;dia: Künst&shy;li&shy;che In&shy;tel&shy;li&shy;genz].</ref> wie auch inter&shy;akti&shy;ve Graphik&shy;syste&shy;me<ref>Da&shy;zu zäh&shy;len bei&shy;spiels&shy;wei&shy;se auch die mo&shy;bi&shy;len Na&shy;vi&shy;ga&shy;ti&shy;ons&shy;ge&shy;rä&shy;te, die sich seit ei&shy;ni&shy;gen Jah&shy;ren gro&shy;ßer Be&shy;liebt&shy;heit er&shy;freu&shy;en; ⊳ [[Interaktives Bild|In&shy;ter&shy;ak&shy;ti&shy;ves Bild]].</ref> und insbe&shy;sonde&shy;re die immer&shy;siven Syste&shy;me<ref>Vgl. auch [http://de.wikipedia.org/wiki/Immersion_%28virtuelle_Realit%C3%A4t%29 Wi&shy;ki&shy;pe&shy;dia: Im&shy;mer&shy;si&shy;on&#8203; (vir&shy;tu&shy;el&shy;le Rea&shy;li&shy;tät)].</ref> inklu&shy;sive der Compu&shy;terspie&shy;le. Von der [[Interaktion und Kommunikation|Inter&shy;aktion]] zwischen Kommu&shy;nika&shy;tionspart&shy;nern über (oder durch) das Medium ist nämlich der Gebrauch des Ausdrucks ‘Inter&shy;akti&shy;vität’ zu unter&shy;scheiden, wenn er gewis&shy;serma&shy;ßen die Wechsel&shy;wirkun&shy;gen ''mit'' dem Medium betrifft.<ref>So ver&shy;steht man bei&shy;spiels&shy;wei&shy;se un&shy;ter ei&shy;ner ''in&shy;ter&shy;ak&shy;ti&shy;ven Stra&shy;ßen&shy;kar&shy;te'' ein Com&shy;pu&shy;ter&shy;sys&shy;tem, mit des&shy;sen Hil&shy;fe man sich zu&shy;nächst ein&shy;mal ei&shy;ne Stra&shy;ßen&shy;kar&shy;te prä&shy;sen&shy;tie&shy;ren kann; zu&shy;dem ver&shy;spricht die&shy;se Be&shy;zeich&shy;nung aber auch, dass die ge&shy;zeig&shy;te [[Karte|Kar&shy;te]] und eben&shy;so ih&shy;re Prä&shy;sen&shy;ta&shy;ti&shy;on vom Nut&shy;zer auf nicht-&#8203;tri&shy;vi&shy;a&shy;le Art und Wei&shy;se be&shy;ein&shy;flusst wer&shy;den kön&shy;nen, et&shy;wa durch Zoo&shy;men, Ver&shy;schie&shy;ben des ge&shy;zeig&shy;ten Aus&shy;schnitts, Ver&shy;grö&shy;ßern oder Ver&shy;klei&shy;nern der Be&shy;schrif&shy;tung, Weg&shy;las&shy;sen oder Zu&shy;fü&shy;gen von Bahn&shy;li&shy;ni&shy;en, Flüs&shy;sen oder Se&shy;hens&shy;wür&shy;dig&shy;kei&shy;ten, Su&shy;chen ei&shy;ner Ad&shy;res&shy;se und Her&shy;vor&shy;he&shy;bung des Re&shy;sul&shy;tats in der Kar&shy;te, Be&shy;rech&shy;nung und Dar&shy;stel&shy;lung ei&shy;ner Rou&shy;te, usw.; vgl. auch <bib id='Schirra 2005a'>Schir&shy;ra 2005a</bib>: Sec. 4.4.3.</ref>
:
Tatsächlich übermittelt ein inter&shy;akti&shy;ves System als Medium nicht, wie eine Zeitung, einzel&shy;ne Zeichen&shy;handlun&shy;gen, wie komplex diese auch immer sein mögen. Vielmehr wird mit ihm eine ganze Reihe poten&shy;tieller Zeichen&shy;handlun&shy;gen über&shy;tragen, nämlich alle vom System gene&shy;rierba&shy;ren Zeichen. Der Nutzer wählt durch seine Akti&shy;vität mehr oder weni&shy;ger expli&shy;zit jeweils eins davon aus, dass es ihm präsen&shy;tiert wird. Zwar tritt auch bei sekun&shy;dären Medien eine Aufspal&shy;tung in parti&shy;elle Zeichen&shy;handlun&shy;gen mit unter&shy;schiedli&shy;chen, jeweils nur vorge&shy;stellten Teilneh&shy;mern auf.<ref>Ins&shy;be&shy;son&shy;de&shy;re sind das: (1) Au&shy;tor (all&shy;ge&shy;mei&shy;ner: ‘Pro&shy;du&shy;zent’ oder ‘Sen&shy;der’) und sein vor&shy;ge&shy;stell&shy;ter Le&shy;ser (all&shy;ge&shy;mei&shy;ner: ‘Re&shy;zi&shy;pi&shy;ent’ oder ‘Emp&shy;fän&shy;ger’; Pro&shy;duk&shy;ti&shy;ons&shy;si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on wird fo&shy;kus&shy;siert) und (2) Le&shy;ser und der von ihm ima&shy;gi&shy;nier&shy;te Au&shy;tor (bzw. ein ima&shy;gi&shy;nier&shy;ter an&shy;de&shy;rer; Re&shy;zep&shy;ti&shy;ons&shy;si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on wird fo&shy;kus&shy;siert); ⊳ [[Bildrezeption als Kommunikationsprozess|Bild&shy;re&shy;zep&shy;ti&shy;on als Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;pro&shy;zess]].</ref> Doch geht es in diesen Fällen natür&shy;lich stets nur um ein einzi&shy;ges, wenn auch, etwa bei Büchern, sehr komple&shy;xes, syntak&shy;tisch aber eindeu&shy;tig bestimm&shy;tes Zeichen. Diese Bedin&shy;gung gilt für das Medium der inter&shy;akti&shy;ven Syste&shy;me gera&shy;de nicht: Jeder Empfän&shy;ger erhält jeweils auf ihn abge&shy;stimmte, ''perso&shy;nali&shy;sierte'' Nachrich&shy;ten.
:
[[Datei:Quartärmedien.jpg|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 4: Skiz&shy;ze zur kom&shy;ple&shy;xen Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on bei Quar&shy;tär&shy;me&shy;di&shy;en]]
Ei&shy;ner&shy;seits kom&shy;mu&shy;ni&shy;ziert da&shy;bei der Nut&shy;zer mit sich selbst:<ref>Von der wei&shy;te&shy;ren Mög&shy;lich&shy;keit, dass ein Nut&shy;zer das Er&shy;geb&shy;nis sei&shy;ner Be&shy;schäf&shy;ti&shy;gung mit dem in&shy;ter&shy;ak&shy;ti&shy;ven Sys&shy;tem zu ei&shy;ner Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on mit Drit&shy;ten nutzt, se&shy;hen wir hier ab.</ref> Wie bei ei&shy;nem Selbst&shy;ge&shy;spräch zeigt man sich et&shy;wa ei&shy;ne Stra&shy;ßen&shy;karte oder ei&shy;ne ana&shy;to&shy;mi&shy;sche Skiz&shy;ze. An&shy;de&shy;rer&shy;seits sind die Kar&shy;ten, Skiz&shy;zen und Ant&shy;wor&shy;ten ja durch&shy;aus nicht nur der Vor&shy;stel&shy;lung des Nut&shy;zers ent&shy;sprun&shy;gen. Die&shy;je&shy;ni&shy;gen, die das in&shy;ter&shy;ak&shy;ti&shy;ve Sys&shy;tem kon&shy;stru&shy;iert und mit In&shy;halt ge&shy;füllt ha&shy;ben, kom&shy;men eben&shy;falls als kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ves Ge&shy;gen&shy;über des Nut&shy;zers in Fra&shy;ge und müs&shy;sen in der Re&shy;gel ja auch für Kor&shy;rekt&shy;heit in den Zei&shy;chen&shy;hand&shy;lun&shy;gen mit dem in&shy;ter&shy;ak&shy;ti&shy;ven Sys&shy;tem Ver&shy;ant&shy;wor&shy;tung über&shy;neh&shy;men. Es macht durch&shy;aus Sinn, die Ver&shy;wen&shy;dung ei&shy;nes in&shy;ter&shy;ak&shy;ti&shy;ven Sys&shy;tems als ei&shy;ne Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on zwi&shy;schen Her&shy;stel&shy;ler (oder He&shy;raus&shy;ge&shy;ber) des Sys&shy;tems und Sys&shy;tem&shy;nut&shy;zer zu ver&shy;ste&shy;hen, ganz so, wie man das Le&shy;sen ei&shy;ner Zei&shy;tung auch als Kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on zwi&shy;schen Au&shy;tor bzw. He&shy;raus&shy;ge&shy;ber und Le&shy;ser re&shy;kon&shy;stru&shy;ie&shy;ren kann. Auch die “mo&shy;no&shy;lo&shy;gi&shy;sche” Va&shy;ri&shy;an&shy;te setzt letzt&shy;lich auf die&shy;se Ba&shy;sis&shy;kom&shy;mu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;on auf.
:
Die Interaktivität wird in einem 3D-&#8203;Compu&shy;terspiel sogar noch komple&shy;xer, sind es doch nicht nur die mehr oder weni&shy;ger direk&shy;ten Anwei&shy;sungen des Nutzers, welche die Reak&shy;tionen des Systems bestim&shy;men. Vielmehr werden hier seine stili&shy;sierten Bewe&shy;gungen im (wirkli&shy;chen) Raum (z. B. Mausbe&shy;wegun&shy;gen) ana&shy;lysiert und als Krite&shy;rium für teilwei&shy;se sehr komple&shy;xe System&shy;reakti&shy;onen verwen&shy;det: Diese reichen bekannt&shy;lich von entspre&shy;chenden Bewe&shy;gungen eines Ava&shy;tars im virtu&shy;ellen Raum (⊳ [[Cyberspace|Cyber&shy;space]]) bis zu Inter&shy;akti&shy;onen mit virtu&shy;ellen, vom Spielsys&shy;tem gesteu&shy;erten Spielfi&shy;guren.
:
Offensichtlich hängt Inter&shy;akti&shy;vität in diesem Sinne entschie&shy;den an der Verwen&shy;dung von Compu&shy;tern, denn ohne diese spezi&shy;ellen Medien&shy;maschi&shy;nen wäre es schlechter&shy;dings nicht möglich, die Akti&shy;vitä&shy;ten des Nutzers auto&shy;matisch und ohne allzu merkli&shy;chen Zeitver&shy;lust in entspre&shy;chende Reakti&shy;onen umzu&shy;setzen. Zugleich eröff&shy;net Inter&shy;akti&shy;vität eine grundsätz&shy;lich ande&shy;re Art der Medien&shy;verwen&shy;dung als die, die in den Typen 1 bis 3 betrach&shy;tet werden: Der primä&shy;re Sender ist nur noch partiell dafür verant&shy;wortlich, welche Nachricht der Empfän&shy;ger tatsäch&shy;lich bekommt, denn dieser über&shy;nimmt zum Teil selbst die Rolle des Senders.
:
Da die Situiertheit der Kommu&shy;nizie&shy;renden bei inter&shy;akti&shy;ven Syste&shy;men deutlich komple&shy;xer ist und ganz eigen&shy;ständi&shy;ge Kombi&shy;nati&shy;onen von Teilkom&shy;muni&shy;kations&shy;handlun&shy;gen gegen&shy;über den Klassen 1 bis 3 umfasst, ist es sinnvoll, für diese Situ&shy;iertheit eine entspre&shy;chende eige&shy;ne Medien&shy;klasse, die ''quartä&shy;ren Medien'' (oder Medien der Klasse 4) einzu&shy;führen. 


=====optional Beispiele=====


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
==Einfluss der Medienklasse auf darin ver&shy;wen&shy;dete Bilder==


Bilder können offensichtlich in jedem der vier Medien&shy;typen verwen&shy;det werden. Doch hat die unter&shy;schiedli&shy;che rela&shy;tive Situ&shy;iertheit von Sender und Empfän&shy;ger einen je spezi&shy;fischen Einfluss auf die Bildver&shy;wendung.


=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====
[[Datei:Musikzimmer.jpg|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 5: Ein com&shy;pu&shy;ter&shy;vi&shy;su&shy;a&shy;lis&shy;tisch er&shy;zeug&shy;tes Bild als Bei&shy;spiel]] 


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
Ein Bild, wie das hier ge&shy;zeig&shy;te Bei&shy;spiel&shy;bild (Abb. 5), wä&shy;re et&shy;wa pri&shy;mär&shy;me&shy;di&shy;al ver&shy;wen&shy;det, wenn der Com&shy;pu&shy;ter&shy;vi&shy;su&shy;a&shy;list, der es er&shy;zeugt hat, es ei&shy;nem Kunst&shy;his&shy;to&shy;ri&shy;ker, der es be&shy;auf&shy;tragt hat, am Bild&shy;schirm vor&shy;führt. Die se&shy;kun&shy;där&shy;me&shy;di&shy;a&shy;le Ver&shy;wen&shy;dung er&shy;gibt sich z.B., wenn das Bild in ei&shy;nem Buch über die Darm&shy;städ&shy;ter Ma&shy;thil&shy;den&shy;hö&shy;he ver&shy;wen&shy;det wird: Der Au&shy;tor, der das Bild et&shy;wa zur Il&shy;lus&shy;tra&shy;ti&shy;on sei&shy;nes Tex&shy;tes ver&shy;wen&shy;det, und der Le&shy;ser sind vor al&shy;lem zeit&shy;lich deut&shy;lich se&shy;pa&shy;riert. Wird das Bild hin&shy;ge&shy;gen in ei&shy;ner Vi&shy;de&shy;o&shy;kon&shy;fe&shy;renz be&shy;nutzt, in der zwei Grup&shy;pen von Kunst&shy;his&shy;to&shy;ri&shy;kern in ver&shy;schie&shy;de&shy;nen Städ&shy;ten be&shy;stimm&shy;te Fra&shy;gen zum Mu&shy;sik&shy;zim&shy;mer des «Hau&shy;ses Beh&shy;rens» klä&shy;ren wol&shy;len, wird das Bild ter&shy;ti&shy;är&shy;me&shy;di&shy;al ein&shy;ge&shy;setzt. Die quar&shy;tär&shy;me&shy;di&shy;a&shy;le Nut&shy;zung tritt schließ&shy;lich auf, wenn eben die&shy;ses Bild als Teil ei&shy;ner gan&shy;zen Se&shy;rie com&shy;pu&shy;ter&shy;ge&shy;ne&shy;rier&shy;ter Bil&shy;der in ei&shy;nem im&shy;mer&shy;si&shy;ven Sys&shy;tem auf&shy;taucht, in dem ein Be&shy;nut&shy;zer mit der Maus ei&shy;nen vir&shy;tu&shy;el&shy;len Rund&shy;gang durch die vir&shy;tu&shy;el&shy;le Re&shy;kon&shy;struk&shy;ti&shy;on des Hau&shy;ses steu&shy;ert.
:
Der Einfluß der Medienklasse auf das [[Bildhandeln|Bildhan&shy;deln]] betrifft [[Interaktions-, Selbst- und Sachbezug|Inter&shy;aktions-, Selbst- und Sachbe&shy;zug]]. Hinsicht&shy;lich des Sachbe&shy;zugs ist es bei der primär&shy;media&shy;len Nutzung offen&shy;sichtlich ganz unprob&shy;lema&shy;tisch, klären&shy;de Rückfra&shy;gen zu Bild oder [[Bildinhalt|Bildin&shy;halt]] zu stellen und diese sogar mit deikti&shy;schen Ele&shy;menten zu kombi&shy;nieren. Auch bei tertiär&shy;media&shy;lem Einsatz sind klären&shy;de Rückfra&shy;gen möglich; aller&shy;dings werden nun [[Zeigen und Sich-Zeigen|Zeige&shy;handlun&shy;gen]] proble&shy;matisch. Die Option für direk&shy;te Rückfra&shy;gen entfällt bei sekun&shy;därme&shy;dialer Nutzung, bei der höchstens durch beglei&shy;tenden Text oder zusätz&shy;liche, vor allem inhalt&shy;lich damit zusam&shy;menhän&shy;gende Bilder vorge&shy;fertig&shy;te Erläu&shy;terun&shy;gen liefern können. Das gilt in etwas gerin&shy;gerem Maße auch für die quartär&shy;media&shy;le Verwen&shy;dung, die durch inter&shy;akti&shy;ve Mecha&shy;nismen immer&shy;hin eine genau&shy;ere Adap&shy;tion an die jewei&shy;lige Empfän&shy;gerreak&shy;tion möglich wird.
:
Besonders betroffen von der Situ&shy;iertheit der vermit&shy;telten Kommu&shy;nika&shy;tion ist deren selbstbe&shy;zügli&shy;cher Anteil: Wie sich der jewei&shy;lige Sender in der kommu&shy;nika&shy;tiven Inter&shy;aktion mit dem Bild darstellt ist nur bei primär&shy;media&shy;ler Verwen&shy;dung direkt nachvoll&shy;ziehbar. In den Fällen mit abwe&shy;sendem Produ&shy;zenten spaltet sich die Kommu&shy;nika&shy;tion in zwei teilwei&shy;se unab&shy;hängi&shy;ge Teilkom&shy;muni&shy;katio&shy;nen auf, bei der jeweils als Kommu&shy;nika&shy;tionspart&shy;ner eine Vorstel&shy;lung vom Gegen&shy;über – ein ''Partner&shy;modell'' – die Rolle als Kommu&shy;nika&shy;tionspart&shy;ner einnimmt. 
:
Analog erlaubt auch hinsicht&shy;lich des Inter&shy;aktions&shy;bezugs die primär&shy;media&shy;le Verwen&shy;dung zunächst die direk&shy;teste Möglich&shy;keit klären&shy;der Rückfra&shy;gen, gefolgt von der tertiär&shy;media&shy;len Verwen&shy;dung.
:
Insbesondere bei quartärmedi&shy;aler Verwen&shy;dung wird die Wahrschein&shy;lichkeit erhöht, die Bildlich&shy;keit des Bildes auszu&shy;blenden, es also gar nicht mehr als Bild zu nutzen und das Darge&shy;stellte als virtu&shy;ellen Raum im [[Dezeptiver und immersiver Modus|dezep&shy;tiven Modus]] zu erle&shy;ben.
 
 
== Weitere Anmerkungen zu Medien&shy;typo&shy;logien==
Trotz ähnlicher Bezeichnun&shy;gen sollte die hier darge&shy;stellte Medien&shy;typo&shy;logie nicht mit der von Vogel vorge&shy;schlage&shy;nen Eintei&shy;lung in Medien ''n''-ter Ordnung (mit ''n'' > 0) verwech&shy;selt werden (<bib id='Vogel 2003a'></bib>), was nicht zuletzt an dem sehr spezi&shy;ellen Medien&shy;begriff Vogels liegt, den man durchaus als syno&shy;nym zu ‘Zeichen&shy;system’ verste&shy;hen kann. Medien der Ordnung ''m'' sind [[Notation|Nota&shy;tionssys&shy;teme]] für Medien der Ordnung ''m-1''.
 
{{GlossarSiehe}}
* [[Bildhaftes]]
* [[Bildhandeln]]
* [[Bildinhalt]]
* [[Bildrezeption als Kommunikationsprozess]]
* [[Cyberspace]]
* [[Dezeptiver und immersiver Modus]]
* [[Interaktion und Kommunikation]]
* [[Interaktions-, Selbst- und Sachbezug]]
* [[Interaktives Bild]]
* [[Karte]]
* [[Massenmedien]]
* [[Modalität]]
* [[uneigentliche Bilder]]
* [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem]]
* [[Zeigen und Sich-Zeigen]]


<!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern-->
<!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt -->
<!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliogryphy-Seite eingetragen sein-->
<!-- ... dazu den "Sammlung"-Link im Literaturkasten verwenden -->
{{GlosTab2}}
{{GlosTab2}}
{{GlosTab3}}
{{GlosTab3}}
''Ausgabe 1: 2013''
{{GlosTab4}}
''Verantwortlich:''  
''Verantwortlich:''  


<!--in der folgenden Zeile XXX durch Benutzernamen ersetzen-->
* [[Benutzer:Joerg R.J. Schirra|Schirra, Jörg R.J. ]]
[[Benutzer:XXX]]
 
{{GlosTab4}}
''Lektorat:''
* [[Benutzer:Dimitri Liebsch|Liebsch, Dimitri]]
{{GlosTab5}}
<!--den Schluß nicht verändern-->
<!--den Schluß nicht verändern-->
{{GlosEnd}}
{{GlosEndB}}
<!--Das war's-->
<!--Das war's-->

Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Medientheorien: Übersicht


Typen von Medien

Da innerhalb des Medienbegriffs verschie­dene Binnen­gliede­rungen vorkom­men, stellt sich die Frage, ob Bilder in jedem der entspre­chenden Medien­typen verwen­det werden können oder ob die Zuord­nung zu einer Medien­klasse auf eine den Bildge­brauch spezi­fisch beein­flussen­de Art einge­schränkt ist.

Wenig relevante Typo­logien

Offensichtlich gibt es einige Auftei­lungen, für die die Antwort trivial ist, so etwa die Unter­gliede­rung nach den verwen­deten Sinnes­moda­litä­ten, also in audi­tive, visu­elle, olfak­tori­sche, gusta­tori­sche und hapti­sche Medien: Bilder sind, wenn von meta­phori­schen Über­tragun­gen des Begriffs auf ande­re Sinnes­moda­litä­ten abge­sehen wird (⊳ Bildhaf­tes und unei­gentli­che Bilder), spezi­fisch visu­elle Phäno­mene, kommen also nur in einem der so unter­schiede­nen Medien­typen vor. Übli­cherwei­se wird diese Auftei­lung aller­dings in zwei wichti­gen Hinsich­ten erwei­tert: Indem nämlich einer­seits sprachli­cher Infor­mations­austausch – als eine Form der Kommu­nika­tion, die gleicher­maßen in mehre­ren Sinnes­moda­litä­ten (audi­tiv, visu­ell, in Braille sogar haptisch) vorkom­men kann – als eigen­ständi­ge Klasse dieser Auftei­lung verstan­den wird; und indem ande­rerseits Kommu­nika­tionsfor­men zu einer Klasse ‘Multi­media’ zusam­menge­fasst werden, die gleichzei­tig über mehre­re Sinnes­kanä­le, also multi­modal, funkti­onieren. In dieser Typo­logie spielen Bilder also nur für zwei Typen – visuell und multi­medial – über­haupt eine Rolle.

Bei anderen Gliederungsprinzipien gibt es hinge­gen kaum rele­vante Zusam­menhän­ge mit der Bildver­wendung: So werden etwa Kommu­nika­tionsme­dien nach den dabei einge­setzten (i) Herstel­lungs- oder (ii) Verbrei­tungsver­fahren unter­schieden. Auf diese Weise kann etwa von ‘Printme­dien’ (i) bzw. von ‘Massen­medien’ (ii) gespro­chen werden: Die jewei­ligen Verfah­ren sind dabei zwar etwas, dass das Medium bestimmt, weil sie auf je beson­dere Weise Kommu­nika­tion ermög­lichen und struktu­rieren, aber ob dabei Bilder oder ande­re Zeichen­arten vermit­telt werden ist für diese Typen von Medium weitge­hend unwe­sentlich.[1]

Primär-, Sekundär- und Tertiär­medien

Die zentrale Binnengliederung, die von der Medien­wissen­schaft für Kommu­nika­tionsme­dien vorge­schlagen wurde, ist die in Primär­medien, Sekun­därme­dien und Tertiär­medien – manchmal auch unter der Bezeich­nung ‘Medien vom Typ 1, 2 oder 3’ (vgl. [Pross 1972a]Pross, Harry (1972): Medienforschung. Film, Funk, Presse, Fernsehen. Habel, Darmstadt.
: S. 10f.). Dabei erfolgt die Unter­scheidung zunächst danach, in welchem Ausmaß techni­sche Hilfsmit­tel verwen­det werden.

Folgt man den üblichen Erklärungen, dann handelt es sich um ein Primär­medium genau in den Fällen, wenn keiner­lei techni­sche Hilfsmit­tel bei der Vermitt­lung von Infor­mation einge­setzt werden. Gesprä­che von Ange­sicht zu Ange­sicht finden demnach mit einem Medium vom Typ 1 statt.[2] Wenn nur der Absen­der der Infor­mation techni­sche Hilfsmit­tel in Anspruch nimmt, wird von einem Sekun­därme­dium gespro­chen: Da z.B. Foto­grafien mit Kame­ra und Drucker oder einem vergleich­baren techni­schen Gerät herge­stellt werden müssen, aber übli­cherwei­se ohne techni­sche Hilfe betrach­tet werden können, erfolgt hier der Infor­mations­fluss über ein Medium vom Typ 2. Ein Tertiär­medium liegt schließlich vor, wenn sowohl Sender wie auch Empfän­ger beim Infor­mations­austausch auf techni­sche Geräte ange­wiesen sind. Das ist etwa der Fall beim Tele­fonieren. Aber auch das Fernse­hen erfüllt diese Bedin­gung für ein Medium vom Typ 3.

Rein formal wäre in dem Schema der drei Medien­typen natür­lich auch noch der Fall zu betrach­ten, wenn nur der Empfän­ger auf techni­sche Unter­stützung ange­wiesen ist. Man mag sich etwa folgen­de Situ­ation dazu vorstel­len: Eine Person möchte einer ande­ren, die deutlich außer­halb der natür­lichen Hörwei­te ist, etwas sagen. Dazu benutzt der Empfän­ger ein empfind­liches Richtmi­kro­phon. Praktisch taucht ein solcher Fall selten auf. Das mag der Grund dafür sein, dass er übli­cherwei­se nicht geson­dert erwähnt wird. Doch ist tatsäch­lich schon offen­sichtlich, um welchen Medien­typ es sich dabei handelt? Ist es eine der drei vorge­stellten oder sollte es sich um eine zusätz­liche Klasse handeln?[3]

Die Unklarheit der Zuordnung für diesen Fall ist ein Indiz dafür, dass die Unter­scheidung der Medien­klassen inhalt­lich weni­ger an dem Vorhan­densein techni­scher Gerä­te hängt: Das ist ledig­lich ein Symptom für eine tiefer liegen­de Diffe­renzie­rung, das zwar in der Regel aussa­gekräf­tig ist, aber nicht unmit­telbar den Witz der Unter­scheidung trifft. Recht über­legt fällt auf, dass die techni­schen Hilfsmit­tel ganz allge­mein dazu dienen, Beschrän­kungen der Kommu­nika­tion in Raum und Zeit zu über­winden.


Die Situiertheit der Kommu­nizie­renden als Unter­scheidungs­krite­rium

Primärmedien

Ab­bil­dung 1: Skiz­ze zur Si­tu­iert­heit bei Pri­mär­me­di­en

Von Pri­mär­me­di­en soll­te bes­ser ge­nau dann die Re­de sein, wenn Sen­der und Emp­fän­ger der vom Me­di­um ver­mit­tel­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on im­mer zur glei­chen Zeit am glei­chen Ort sein müs­sen – un­ab­hän­gig da­von, ob ir­gend­wel­che tech­ni­schen Ge­rä­te be­tei­ligt sind.[4] Oh­ne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel ver­mit­teln ih­nen ih­re Sin­nes­or­ga­ne oh­ne­hin im­mer nur das je­wei­li­ge Hier und Jetzt (⊳ Modalität). Ei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ei­nem an­de­ren kann da­her oh­ne Hilfs­mit­tel stets nur in ei­ner von bei­den ge­teil­ten, d.h. der je ak­tu­el­len Si­tu­a­ti­on statt­fin­den. Das Beson­dere an primär­medi­aler Kommu­nika­tion ist u.a. die Möglich­keit für deikti­sche und im weiten Sinn inde­xika­lische Aspek­te: Man kann nur auf etwas (im engen Sinn) zeigen, was da ist, und man kann diese Zeige­geste nur kommu­nika­tiv verwen­den, wenn das Gegen­über eben­falls die Geste und ihr Ziel wahrneh­men kann (vgl. Abb. 1).[5] Der wesent­liche Unter­schied zwischen Sekun­där- und Tertiär­medien liegt nun darin, wie diese die Beschrän­kung der Situ­iertheit bei den Primär­medien jeweils erwei­tern:

Sekundärmedien

Ab­bil­dung 2: Skiz­ze zur Si­tu­iert­heit bei Se­kun­där­me­di­en

Für Se­kun­där­me­dien ist die zeit­li­che Di­men­si­on die ent­schei­den­de: Der Ein­satz ei­nes tech­ni­schen Ge­räts hat näm­lich ins­be­son­de­re die Funk­ti­on, ein die Zeit über­dau­ern­des (per­sis­ten­tes) Nach­rich­ten­ar­te­fakt zu schaf­fen, so dass ein an­de­rer lan­ge Zeit nach der Her­stel­lung durch den Sen­der als ein Emp­fän­ger die­ser Nach­richt auf­tre­ten kann (vgl. Abb. 2). Dass die­se per­sis­ten­ten Zei­chen­trä­ger in der Zwi­schen­zeit auch den Ort ge­wech­selt ha­ben kön­nen ist da­bei eher zweit­ran­gig, denn zu­nächst ein­mal gilt, dass Sen­der und Emp­fän­ger in zeit­li­cher Dis­tanz si­tu­iert sind. Aus dieser Situ­ierung folgt zum einen, dass sekun­därme­diale Kommu­nika­tion immer uni­direk­tional erfol­gen muss: Echte Dialo­ge sind hier nicht möglich. Zum ande­ren erge­ben sich spezi­elle pragma­tische Phäno­mene für die vermit­telten Inter­aktio­nen, da jeweils ein Inter­aktions­partner nur in der Vorstel­lung des ande­ren exis­tiert.

Tertiärmedien

Ab­bil­dung 3: Skiz­ze zur Si­tu­iert­heit bei Ter­ti­är­me­di­en

Dem­ge­gen­über hat der Ein­satz tech­ni­scher Hilfs­mit­tel auf bei­den Sei­ten des In­for­ma­ti­ons­flus­ses vor al­lem den Zweck, räum­lich weit von­ein­an­der ent­fern­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­part­ner mehr oder we­ni­ger gleich­zei­tig mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Das funk­ti­o­niert nur, wenn die Über­tra­gungs­dau­er ge­gen­über der Dau­er der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zyk­len sehr kurz ist. Die­se re­la­ti­ve Gleich­zei­tig­keit von Sen­de- und Emp­fangs­teil­hand­lun­gen ist die Vo­raus­set­zung da­für, dass ein sol­ches Raum über­win­den­des Me­di­um im Ge­gen­satz zu Se­kun­där­me­di­en auch in bei­de Rich­tun­gen funk­ti­o­nie­ren kann (vgl. Abb. 3).[6]


Quartäre Medien

Mit der Verbreitung computer­basier­ter Kommu­nika­tion haben manche neue­ren Auto­ren vorge­schlagen, bei Verwen­dung vernetz­ter Compu­tertech­nolo­gie von ‘Quartär­medien’ (‘Medien vom Typ 4’) zu sprechen ([Faßler 1997a]Faßler, Manfred (1997): Was ist Kommunikation?. Fink, München.
). Zwar erlaubt es die vernetz­te Digi­taltech­nolo­gie in der Tat, sehr viele ande­re Medien auf verhält­nismä­ßig einfa­che, leicht zugäng­liche und unkomp­liziert zu erler­nende Art und Weise zu emu­lieren. Allei­ne daraus aber erge­ben sich noch keine spezi­fisch medien­theore­tisch rele­vanten Neue­rungen, ganz abge­sehen davon, dass Compu­terge­brauch nicht mit dem erwähn­ten tatsäch­lichen Krite­rium der raumzeit­lichen Situ­iertheit zusam­menpasst.

Das gilt hingegen nicht für die Klasse der inter­akti­ven Syste­me, zu denen sowohl die sprachver­stehen­den und -gene­rieren­den Syste­me der KI zählen,[7] wie auch inter­akti­ve Graphik­syste­me[8] und insbe­sonde­re die immer­siven Syste­me[9] inklu­sive der Compu­terspie­le. Von der Inter­aktion zwischen Kommu­nika­tionspart­nern über (oder durch) das Medium ist nämlich der Gebrauch des Ausdrucks ‘Inter­akti­vität’ zu unter­scheiden, wenn er gewis­serma­ßen die Wechsel­wirkun­gen mit dem Medium betrifft.[10]

Tatsächlich übermittelt ein inter­akti­ves System als Medium nicht, wie eine Zeitung, einzel­ne Zeichen­handlun­gen, wie komplex diese auch immer sein mögen. Vielmehr wird mit ihm eine ganze Reihe poten­tieller Zeichen­handlun­gen über­tragen, nämlich alle vom System gene­rierba­ren Zeichen. Der Nutzer wählt durch seine Akti­vität mehr oder weni­ger expli­zit jeweils eins davon aus, dass es ihm präsen­tiert wird. Zwar tritt auch bei sekun­dären Medien eine Aufspal­tung in parti­elle Zeichen­handlun­gen mit unter­schiedli­chen, jeweils nur vorge­stellten Teilneh­mern auf.[11] Doch geht es in diesen Fällen natür­lich stets nur um ein einzi­ges, wenn auch, etwa bei Büchern, sehr komple­xes, syntak­tisch aber eindeu­tig bestimm­tes Zeichen. Diese Bedin­gung gilt für das Medium der inter­akti­ven Syste­me gera­de nicht: Jeder Empfän­ger erhält jeweils auf ihn abge­stimmte, perso­nali­sierte Nachrich­ten.

Ab­bil­dung 4: Skiz­ze zur kom­ple­xen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tu­a­ti­on bei Quar­tär­me­di­en

Ei­ner­seits kom­mu­ni­ziert da­bei der Nut­zer mit sich selbst:[12] Wie bei ei­nem Selbst­ge­spräch zeigt man sich et­wa ei­ne Stra­ßen­karte oder ei­ne ana­to­mi­sche Skiz­ze. An­de­rer­seits sind die Kar­ten, Skiz­zen und Ant­wor­ten ja durch­aus nicht nur der Vor­stel­lung des Nut­zers ent­sprun­gen. Die­je­ni­gen, die das in­ter­ak­ti­ve Sys­tem kon­stru­iert und mit In­halt ge­füllt ha­ben, kom­men eben­falls als kom­mu­ni­ka­ti­ves Ge­gen­über des Nut­zers in Fra­ge und müs­sen in der Re­gel ja auch für Kor­rekt­heit in den Zei­chen­hand­lun­gen mit dem in­ter­ak­ti­ven Sys­tem Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Es macht durch­aus Sinn, die Ver­wen­dung ei­nes in­ter­ak­ti­ven Sys­tems als ei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Her­stel­ler (oder He­raus­ge­ber) des Sys­tems und Sys­tem­nut­zer zu ver­ste­hen, ganz so, wie man das Le­sen ei­ner Zei­tung auch als Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Au­tor bzw. He­raus­ge­ber und Le­ser re­kon­stru­ie­ren kann. Auch die “mo­no­lo­gi­sche” Va­ri­an­te setzt letzt­lich auf die­se Ba­sis­kom­mu­ni­ka­ti­on auf.

Die Interaktivität wird in einem 3D-​Compu­terspiel sogar noch komple­xer, sind es doch nicht nur die mehr oder weni­ger direk­ten Anwei­sungen des Nutzers, welche die Reak­tionen des Systems bestim­men. Vielmehr werden hier seine stili­sierten Bewe­gungen im (wirkli­chen) Raum (z. B. Mausbe­wegun­gen) ana­lysiert und als Krite­rium für teilwei­se sehr komple­xe System­reakti­onen verwen­det: Diese reichen bekannt­lich von entspre­chenden Bewe­gungen eines Ava­tars im virtu­ellen Raum (⊳ Cyber­space) bis zu Inter­akti­onen mit virtu­ellen, vom Spielsys­tem gesteu­erten Spielfi­guren.

Offensichtlich hängt Inter­akti­vität in diesem Sinne entschie­den an der Verwen­dung von Compu­tern, denn ohne diese spezi­ellen Medien­maschi­nen wäre es schlechter­dings nicht möglich, die Akti­vitä­ten des Nutzers auto­matisch und ohne allzu merkli­chen Zeitver­lust in entspre­chende Reakti­onen umzu­setzen. Zugleich eröff­net Inter­akti­vität eine grundsätz­lich ande­re Art der Medien­verwen­dung als die, die in den Typen 1 bis 3 betrach­tet werden: Der primä­re Sender ist nur noch partiell dafür verant­wortlich, welche Nachricht der Empfän­ger tatsäch­lich bekommt, denn dieser über­nimmt zum Teil selbst die Rolle des Senders.

Da die Situiertheit der Kommu­nizie­renden bei inter­akti­ven Syste­men deutlich komple­xer ist und ganz eigen­ständi­ge Kombi­nati­onen von Teilkom­muni­kations­handlun­gen gegen­über den Klassen 1 bis 3 umfasst, ist es sinnvoll, für diese Situ­iertheit eine entspre­chende eige­ne Medien­klasse, die quartä­ren Medien (oder Medien der Klasse 4) einzu­führen.


Einfluss der Medienklasse auf darin ver­wen­dete Bilder

Bilder können offensichtlich in jedem der vier Medien­typen verwen­det werden. Doch hat die unter­schiedli­che rela­tive Situ­iertheit von Sender und Empfän­ger einen je spezi­fischen Einfluss auf die Bildver­wendung.

Ab­bil­dung 5: Ein com­pu­ter­vi­su­a­lis­tisch er­zeug­tes Bild als Bei­spiel

Ein Bild, wie das hier ge­zeig­te Bei­spiel­bild (Abb. 5), wä­re et­wa pri­mär­me­di­al ver­wen­det, wenn der Com­pu­ter­vi­su­a­list, der es er­zeugt hat, es ei­nem Kunst­his­to­ri­ker, der es be­auf­tragt hat, am Bild­schirm vor­führt. Die se­kun­där­me­di­a­le Ver­wen­dung er­gibt sich z.B., wenn das Bild in ei­nem Buch über die Darm­städ­ter Ma­thil­den­hö­he ver­wen­det wird: Der Au­tor, der das Bild et­wa zur Il­lus­tra­ti­on sei­nes Tex­tes ver­wen­det, und der Le­ser sind vor al­lem zeit­lich deut­lich se­pa­riert. Wird das Bild hin­ge­gen in ei­ner Vi­de­o­kon­fe­renz be­nutzt, in der zwei Grup­pen von Kunst­his­to­ri­kern in ver­schie­de­nen Städ­ten be­stimm­te Fra­gen zum Mu­sik­zim­mer des «Hau­ses Beh­rens» klä­ren wol­len, wird das Bild ter­ti­är­me­di­al ein­ge­setzt. Die quar­tär­me­di­a­le Nut­zung tritt schließ­lich auf, wenn eben die­ses Bild als Teil ei­ner gan­zen Se­rie com­pu­ter­ge­ne­rier­ter Bil­der in ei­nem im­mer­si­ven Sys­tem auf­taucht, in dem ein Be­nut­zer mit der Maus ei­nen vir­tu­el­len Rund­gang durch die vir­tu­el­le Re­kon­struk­ti­on des Hau­ses steu­ert.

Der Einfluß der Medienklasse auf das Bildhan­deln betrifft Inter­aktions-, Selbst- und Sachbe­zug. Hinsicht­lich des Sachbe­zugs ist es bei der primär­media­len Nutzung offen­sichtlich ganz unprob­lema­tisch, klären­de Rückfra­gen zu Bild oder Bildin­halt zu stellen und diese sogar mit deikti­schen Ele­menten zu kombi­nieren. Auch bei tertiär­media­lem Einsatz sind klären­de Rückfra­gen möglich; aller­dings werden nun Zeige­handlun­gen proble­matisch. Die Option für direk­te Rückfra­gen entfällt bei sekun­därme­dialer Nutzung, bei der höchstens durch beglei­tenden Text oder zusätz­liche, vor allem inhalt­lich damit zusam­menhän­gende Bilder vorge­fertig­te Erläu­terun­gen liefern können. Das gilt in etwas gerin­gerem Maße auch für die quartär­media­le Verwen­dung, die durch inter­akti­ve Mecha­nismen immer­hin eine genau­ere Adap­tion an die jewei­lige Empfän­gerreak­tion möglich wird.

Besonders betroffen von der Situ­iertheit der vermit­telten Kommu­nika­tion ist deren selbstbe­zügli­cher Anteil: Wie sich der jewei­lige Sender in der kommu­nika­tiven Inter­aktion mit dem Bild darstellt ist nur bei primär­media­ler Verwen­dung direkt nachvoll­ziehbar. In den Fällen mit abwe­sendem Produ­zenten spaltet sich die Kommu­nika­tion in zwei teilwei­se unab­hängi­ge Teilkom­muni­katio­nen auf, bei der jeweils als Kommu­nika­tionspart­ner eine Vorstel­lung vom Gegen­über – ein Partner­modell – die Rolle als Kommu­nika­tionspart­ner einnimmt.

Analog erlaubt auch hinsicht­lich des Inter­aktions­bezugs die primär­media­le Verwen­dung zunächst die direk­teste Möglich­keit klären­der Rückfra­gen, gefolgt von der tertiär­media­len Verwen­dung.

Insbesondere bei quartärmedi­aler Verwen­dung wird die Wahrschein­lichkeit erhöht, die Bildlich­keit des Bildes auszu­blenden, es also gar nicht mehr als Bild zu nutzen und das Darge­stellte als virtu­ellen Raum im dezep­tiven Modus zu erle­ben.


Weitere Anmerkungen zu Medien­typo­logien

Trotz ähnlicher Bezeichnun­gen sollte die hier darge­stellte Medien­typo­logie nicht mit der von Vogel vorge­schlage­nen Eintei­lung in Medien n-ter Ordnung (mit n > 0) verwech­selt werden ([Vogel 2003a]Vogel, Matthias (2003): Medien als Voraussetzungen für Gedanken. In: Münker, St.; Roesler, A. & Sandbothe, M. (Hg.), Medienphilosophie. Beiträge zur Klärung eines Begriffs. Fischer, Frankfurt/M.
), was nicht zuletzt an dem sehr spezi­ellen Medien­begriff Vogels liegt, den man durchaus als syno­nym zu ‘Zeichen­system’ verste­hen kann. Medien der Ordnung m sind Nota­tionssys­teme für Medien der Ordnung m-1.

Anmerkungen
  1. ↑ Wei­te­re Über­le­gun­gen zur Ty­pi­sie­rung von Bil­dern fin­den sich zu­dem in [Plümacher 2005a]Plümacher, Martina (2005): Bildtypologie als Grundlage der Bildwissenschaft. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.
    .
  2. ↑ Die kör­per­ei­ge­ne Aus­stat­tung zählt hier al­so eben­so we­nig un­ter tech­ni­sche Hil­fen, wie das “Me­di­um” Luft mit sei­nen spe­zi­fi­schen phy­si­ka­li­schen Ei­gen­schaf­ten, Schall und Licht zu über­tra­gen.
  3. ↑ Ana­log: Wa­rum soll­te das Ver­wen­den ei­ner Bril­le nicht als tech­ni­sches Hilfs­mit­tel ge­wer­tet wer­den?
  4. ↑ Wird al­so in ei­ner sehr lau­ten Um­ge­bung (et­wa in ei­nem Hub­schrau­ber­cock­pit) oder in ei­ner Um­ge­bung oh­ne Schall­lei­tung (et­wa bei dem Au­ßen­ein­satz von As­tro­nau­ten im Welt­all) Funk­tech­nik zur münd­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­wen­det, kann es sich trotz der be­tei­lig­ten Tech­nik durch­aus um ei­ne pri­mär­me­di­a­le Kom­mu­ni­ka­ti­on han­deln.
  5. ↑ Da­mit wird im Übri­gen auch klar, wa­rum Hör­ge­rä­te, Bril­len oder Sprech­hil­fen nicht zu den für die Ty­po­lo­gi­sie­rung re­le­van­ten tech­ni­schen Hilfs­mit­teln ge­zählt zu wer­den brau­chen: Sie ver­än­dern die re­la­ti­ve Si­tu­ie­rung der Me­di­en­nut­zer nicht.
  6. ↑ We­gen der not­wen­di­gen Nach­rich­ten­lauf­zeit in je­dem Me­di­um ge­hen bei die­ser Be­stim­mung üb­ri­gens Ter­ti­är­me­di­en beim Über­brü­cken sehr gro­ßer Ent­fer­nun­gen schließ­lich mehr oder we­ni­ger flie­ßend in Se­kun­där­me­di­en über, ob­wohl bei­de Sei­ten tech­ni­sche Hil­fen ein­set­zen mö­gen: Wenn die Über­tra­gungs­dau­er zu groß wird, kann die zeit­li­che Syn­chro­ni­sa­ti­on zwi­schen Sen­der- und Emp­fän­ger­hand­lun­gen nicht mehr auf­recht er­hal­ten wer­den, was zu ganz ent­spre­chen­den Aus­wir­kun­gen auf die ver­mit­tel­ten Zei­chen­hand­lun­gen führt.
  7. ↑ Vgl.: Wiki­pe­dia: Künst­li­che In­tel­li­genz.
  8. ↑ Da­zu zäh­len bei­spiels­wei­se auch die mo­bi­len Na­vi­ga­ti­ons­ge­rä­te, die sich seit ei­ni­gen Jah­ren gro­ßer Be­liebt­heit er­freu­en; ⊳ In­ter­ak­ti­ves Bild.
  9. ↑ Vgl. auch Wi­ki­pe­dia: Im­mer­si­on​ (vir­tu­el­le Rea­li­tät).
  10. ↑ So ver­steht man bei­spiels­wei­se un­ter ei­ner in­ter­ak­ti­ven Stra­ßen­kar­te ein Com­pu­ter­sys­tem, mit des­sen Hil­fe man sich zu­nächst ein­mal ei­ne Stra­ßen­kar­te prä­sen­tie­ren kann; zu­dem ver­spricht die­se Be­zeich­nung aber auch, dass die ge­zeig­te Kar­te und eben­so ih­re Prä­sen­ta­ti­on vom Nut­zer auf nicht-​tri­vi­a­le Art und Wei­se be­ein­flusst wer­den kön­nen, et­wa durch Zoo­men, Ver­schie­ben des ge­zeig­ten Aus­schnitts, Ver­grö­ßern oder Ver­klei­nern der Be­schrif­tung, Weg­las­sen oder Zu­fü­gen von Bahn­li­ni­en, Flüs­sen oder Se­hens­wür­dig­kei­ten, Su­chen ei­ner Ad­res­se und Her­vor­he­bung des Re­sul­tats in der Kar­te, Be­rech­nung und Dar­stel­lung ei­ner Rou­te, usw.; vgl. auch [Schirra 2005a]Schirra, Jörg R.J. (2005): Foundation of Computational Visualistics. DUV, Wiesbaden.
    : Sec. 4.4.3.
  11. ↑ Ins­be­son­de­re sind das: (1) Au­tor (all­ge­mei­ner: ‘Pro­du­zent’ oder ‘Sen­der’) und sein vor­ge­stell­ter Le­ser (all­ge­mei­ner: ‘Re­zi­pi­ent’ oder ‘Emp­fän­ger’; Pro­duk­ti­ons­si­tu­a­ti­on wird fo­kus­siert) und (2) Le­ser und der von ihm ima­gi­nier­te Au­tor (bzw. ein ima­gi­nier­ter an­de­rer; Re­zep­ti­ons­si­tu­a­ti­on wird fo­kus­siert); ⊳ Bild­re­zep­ti­on als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zess.
  12. ↑ Von der wei­te­ren Mög­lich­keit, dass ein Nut­zer das Er­geb­nis sei­ner Be­schäf­ti­gung mit dem in­ter­ak­ti­ven Sys­tem zu ei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Drit­ten nutzt, se­hen wir hier ab.
Literatur
[Faßler 1997a]Faßler, Manfred (1997): Was ist Kommunikation?. Fink, München.[Plümacher 2005a]Plümacher, Martina (2005): Bildtypologie als Grundlage der Bildwissenschaft. In: Sachs-Hombach, K. (Hg.), Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung. Halem, Köln.[Pross 1972a]Pross, Harry (1972): Medienforschung. Film, Funk, Presse, Fernsehen. Habel, Darmstadt.[Schirra 2005a]Schirra, Jörg R.J. (2005): Foundation of Computational Visualistics. DUV, Wiesbaden.[Vogel 2003a]Vogel, Matthias (2003): Medien als Voraussetzungen für Gedanken. In: Münker, St.; Roesler, A. & Sandbothe, M. (Hg.), Medienphilosophie. Beiträge zur Klärung eines Begriffs. Fischer, Frankfurt/M.

Ausgabe 1: 2013

Verantwortlich:

Lektorat:

Zitierhinweis:

Schirra, Jörg R.J. (2013). Typologien der Medien. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Typologien_der_Medien].