Spanisch: 'imagen', 'efigie', 'cuadro', 'cromo': Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
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Das Konzept »Bild« wird im Spanischen vor allem durch zwei Lexe&shy;me aufge&shy;rufen: ‘cuadro’ (masku&shy;linum), und ‘ima&shy;gen’ (femi&shy;ninum). Sie sind stilis&shy;tisch neutral und weisen verschie&shy;dene Bedeu&shy;tungsspek&shy;tren auf.


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=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====
==Aktuelle Bedeutung==
‘Cuadro’ ist ursprünglich ein geome&shy;trischer Begriff (im Spanischen ein Synonym für ‘quadra&shy;do’) und bedeu&shy;tet ‘Rechteck’ bzw. ‘Viereck’. Ausge&shy;hend von dieser geome&shy;trischen Idee hat das Wort diver&shy;se Bedeu&shy;tungen erlangt, wobei vor allem ‘Rahmen’ geläu&shy;fig ist. Seine Verwen&shy;dung für das Konzept »Bild« ist dem entspre&shy;chend mit der Idee des [[Rahmung, Rahmen|Einge&shy;rahmtseins]] in Verbin&shy;dung gebracht. In diesem Sinne, als ‹das von einem Rechteck umschlos&shy;sene Bild›, wird der Begriff speziell in der [[Malerei|Male&shy;rei]] verwen&shy;det. 
:
‘Imagen’ ist in seiner Bedeutung weni&shy;ger spezi&shy;fisch: Der Ausdruck bezeich&shy;net primär die ‹Figur›, das ‹Abbild› oder auch das ‹Erschei&shy;nen› von Etwas. Er kann darü&shy;ber als das ‹Bild&shy;nis› einer Gottheit oder eines Heili&shy;gen reli&shy;giös konno&shy;tiert sein. Über die Dicho&shy;tomie »Urbild-Abbild« hinaus ist ‘ima&shy;gen’ im physi&shy;kalischen Sinne als ‹Erzeu&shy;gung der Umris&shy;se eines Körpers durch Lichtstrah&shy;len› zu verste&shy;hen, rheto&shy;risch als das ‹sprachli&shy;che Bild›, sozio&shy;logisch wird das ‹Bild der Öffent&shy;lichkeit› evo&shy;ziert, das sich auf Perso&shy;nen, Dinge oder Ereig&shy;nisse bezie&shy;hen kann.   


<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
<!--Anmerkung zwischen <ref> und </ref> im laufenden Text-->
<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas 61a'>Jonas 1961</bib> -->
<!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
<!--  ... (siehe Link "Sammlung" in Bibliographie-Box -->
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->


==Etymologie und Begriffs&shy;geschich&shy;te==
‘Cuadro’ ist — wie auch das franzö&shy;sische [[Französisch: 'image', 'dessin' und 'cadre'|‘cadre’]] — aus dem latei&shy;nischen ‘quadrum’ (‘Viereck’) entstan&shy;den, das dem gleichen Wortstamm wie ‘quattuor’ (‘vier’) ange&shy;hört. Das Lexem ist mit der Schreibwei&shy;se ‘quadro’ im Vulgär&shy;latei&shy;nischen der ibe&shy;rischen Halbin&shy;sel erstmals für das Jahr 968 doku&shy;mentiert, im frühen Spanisch des Hochmit&shy;telal&shy;ters erstmals für das Jahr 1210. Im «Cova&shy;rrubias» (1611), dem ersten Wörter&shy;buch der spani&shy;schen Sprache, taucht das Wort noch nicht auf (vgl. <bib id='Covarrubias Orozco 1611a'>Cova&shy;rrubias Oroz&shy;co 1611a</bib>). Dies könnte auf eine gerin&shy;ge Verbrei&shy;tung zu jener Zeit verwei&shy;sen, obwohl Beispie&shy;le, auch in der Bedeu&shy;tung von ‘Bild’, wie das folgen&shy;de in der Lite&shy;ratur zu finden sind: „Auf dem ersten Bild [quadro] befan&shy;den sich vier bezau&shy;bernde Jungfrau&shy;en, deren vorder&shy;ste auf dem Kopf eine glänzen&shy;de edel&shy;steiner&shy;ne Krone trug, vom Maler mit größtmög&shy;licher Sorgfalt darge&shy;stellt.“ <bib id='Suárez de Figueroa 1609a'>Suárez de Figue&shy;roa 1609a</bib>: S. 79.<ref>Die Über&shy;set&shy;zun&shy;gen stam&shy;men hier und im Fol&shy;gen&shy;den vom Ver&shy;fas&shy;ser.</ref> Im «Diccio&shy;nario de Auto&shy;rida&shy;des», dem ersten Wörter&shy;buch der König&shy;lich Spani&shy;schen Aka&shy;demie (1726-39), erscheint ‘quadro’, ausge&shy;hend von der geome&shy;trischen Bedeu&shy;tung, als Substan&shy;tiv bereits in zehn Bedeu&shy;tungsva&shy;rianten, den Bereich der Male&shy;rei im oben genann&shy;ten Sinne ein&shy;schließend; darü&shy;ber hinaus wird ‘quadro, -a’ im Sinne von ‘quadra&shy;tisch’, aber auch von ‘vollkom&shy;men’ bzw. ‘makel&shy;los’, als Adjek&shy;tiv genannt (vgl. <bib id='del Hierro 1737a'></bib>: S. 449). Seit 1817 ist die heuti&shy;ge Schreib&shy;weise ‘cuadro’ in den Wörter&shy;büchern der Aka&shy;demie ange&shy;führt.
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‘Imagen’ ist aus lat. [[Lateinisch: 'effigies', 'species', 'simulacrum', 'imago'|‘imago, -inis’]] (‘Bild’, ‘Abbild’) entstan&shy;den. Die «Mila&shy;gros de Nuestra Seño&shy;ra» von Gonza&shy;lo de Berceo, eine um die Mitte des 13. Jahrhun&shy;derts verfass&shy;te Sammlung von Marien&shy;erzäh&shy;lungen, gilt als erster schriftli&shy;cher Beleg. Hier deutet sich bereits die reli&shy;giöse Konno&shy;tation des zu allen Epo&shy;chen geläu&shy;figen Termi&shy;nus an, die im «Covar&shy;rubias» beson&shy;ders auffäl&shy;lig ist: „Im Allge&shy;meinen bezeich&shy;nen wir Katho&shy;liken Figu&shy;ren, welche unse&shy;ren Herrn Jesus Christus, seine geseg&shy;nete Mutter und heili&shy;ge Jungfrau Maria, seine Apos&shy;tel, die übri&shy;gen Heili&shy;gen sowie die Geheim&shy;nisse des Glaubens, sofern diese über&shy;haupt nachge&shy;bildet werden können, darstel&shy;len, als Bilder [imá&shy;genes]“ (<bib id='Covarrubias Orozco 1611a'>Covar&shy;rubias Oroz&shy;co 1611a</bib>: S. 662). Das «Diccio&shy;nario de Auto&shy;rida&shy;des» gibt drei Bedeu&shy;tungsva&shy;rianten: Primär bezeich&shy;net ‘ima&shy;gen’ auch hier Darstel&shy;lungsfor&shy;men Christi, Marias oder der Heili&shy;gen, darü&shy;ber hinaus wird, unter Bezug&shy;nahme auf die [[Gesichtsdarstellung|Porträt&shy;male&shy;rei]], ein ‹vollkom&shy;menes Antlitz› als ‘Bild’ [ima&shy;gen] bezeich&shy;net, denn, so der Autor, „der Maler versucht eben&shy;falls, seiner Darstel&shy;lung größtmög&shy;liche Schönheit und Vollkom&shy;menheit zu verlei&shy;hen“ (vgl. hier und im Folgen&shy;den <bib id='del Hierro 1732a'></bib>: S. 212f.). Auf astro&shy;nomi&shy;scher Ebe&shy;ne schließlich findet sich die Bedeu&shy;tung ‹himmli&shy;sches Bild› [ima&shy;gen celes&shy;te] im Sinne von Sternbild. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhun&shy;derts weitet sich der Bedeu&shy;tungsum&shy;fang aus (s. o.).




==Verwandte Begriffe==
Beide Begriffe entstammen jeweils einer großen Wortfa&shy;milie. Ausge&shy;wählte Beispie&shy;le seien im Folgen&shy;den kurz skizziert: Die Wortfa&shy;milie von ‘cuadro’ beinha&shy;ltet eine lange Reihe von Bezeich&shy;nungen, die alle&shy;samt auf lat. ‘quadrum’ (‘Viereck’) bzw. ‘quattuor’ (‘vier’) zurück&shy;zufüh&shy;ren sind (vgl. dazu die 101 Einträ&shy;ge in <bib id='Real Academia Española 1992a'>Real Aca&shy;demia Espa&shy;ñola 1992a</bib>: S. 426-431). Im heuti&shy;gen Spanisch geläu&shy;fig sind neben dem Zahlwort ‘cuatro’ (masku&shy;linum, ‘vier’) vor allem das masku&shy;line Substan&shy;tiv ‘cuadra&shy;do’ (‘Viereck’, ‘Rechteck’) sowie die Adjek&shy;tive ‘cuadra&shy;do, -a’ (‘vier&shy;eckig’, ‘recht&shy;eckig’) und, syno&shy;nym dazu, ‘cuadrá&shy;tico’; das abge&shy;leite&shy;te Verb ‘cuadrar’ (‘quadrie&shy;ren’), und damit verwandt, das masku&shy;line Substan&shy;tiv ‘cuadra&shy;tura’ (‘Quadra&shy;tur’) gehö&shy;ren dage&shy;gen bereits einem spezi&shy;fische&shy;ren technisch-mathe&shy;mati&shy;schen Wortschatz an. Das Konzept »Bild« wird durch die genann&shy;ten Lexe&shy;me nicht aufge&shy;rufen.
:
Ein wenig überschaubarer ist die Wortfa&shy;milie von ‘ima&shy;gen’, die sich auf 15 Lexe&shy;me erstreckt (vgl. <bib id='Real Academia Española 1992a'>Real Aca&shy;demia Espa&shy;ñola 1992a</bib>: S. 806f.). Geläu&shy;fig sind vor allem das femi&shy;nine ‘imagi&shy;nación’ (‘Einbil&shy;dung’, [[Einbildungskraft|‘Einbil&shy;dungskraft’]]), das Adjek&shy;tiv ‘imagi&shy;nario, -a’ (‘ima&shy;ginär’) sowie das Verb ‘ima&shy;ginar’ (‘sich einbil&shy;den’, ‘vorstel&shy;len’).   


=====Engere Begriffsbestimmung=====
{{GlossarSiehe}}
 
* [[Einbildungskraft]]
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* [[Französisch: 'image', 'dessin' und 'cadre'|Französisch: ‘image’, ‘dessin’ und ‘cadre’]]
 
* [[Gesichtsdarstellung]]
 
* [[Lateinisch: 'effigies', 'species', 'simulacrum', 'imago'|Lateinisch: ‘effigies’, ‘species’, ‘simulacrum’, ‘imago’]]
=====optional Beispiele=====
* [[Malerei]]
 
* [[Rahmung, Rahmen]]
<!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen-->
 
 
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====
 
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''Ausgabe 1: 2013''
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[[Benutzer:Felix Schmelzer|Schmelzer, Felix]]
 
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''Lektorat:''
* [[Benutzer:Dimitri Liebsch|Liebsch, Dimitri]]
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Bildtermini anderer Sprachen


Das Konzept »Bild« wird im Spanischen vor allem durch zwei Lexe­me aufge­rufen: ‘cuadro’ (masku­linum), und ‘ima­gen’ (femi­ninum). Sie sind stilis­tisch neutral und weisen verschie­dene Bedeu­tungsspek­tren auf.


Aktuelle Bedeutung

‘Cuadro’ ist ursprünglich ein geome­trischer Begriff (im Spanischen ein Synonym für ‘quadra­do’) und bedeu­tet ‘Rechteck’ bzw. ‘Viereck’. Ausge­hend von dieser geome­trischen Idee hat das Wort diver­se Bedeu­tungen erlangt, wobei vor allem ‘Rahmen’ geläu­fig ist. Seine Verwen­dung für das Konzept »Bild« ist dem entspre­chend mit der Idee des Einge­rahmtseins in Verbin­dung gebracht. In diesem Sinne, als ‹das von einem Rechteck umschlos­sene Bild›, wird der Begriff speziell in der Male­rei verwen­det.

‘Imagen’ ist in seiner Bedeutung weni­ger spezi­fisch: Der Ausdruck bezeich­net primär die ‹Figur›, das ‹Abbild› oder auch das ‹Erschei­nen› von Etwas. Er kann darü­ber als das ‹Bild­nis› einer Gottheit oder eines Heili­gen reli­giös konno­tiert sein. Über die Dicho­tomie »Urbild-Abbild« hinaus ist ‘ima­gen’ im physi­kalischen Sinne als ‹Erzeu­gung der Umris­se eines Körpers durch Lichtstrah­len› zu verste­hen, rheto­risch als das ‹sprachli­che Bild›, sozio­logisch wird das ‹Bild der Öffent­lichkeit› evo­ziert, das sich auf Perso­nen, Dinge oder Ereig­nisse bezie­hen kann.


Etymologie und Begriffs­geschich­te

‘Cuadro’ ist — wie auch das franzö­sische ‘cadre’ — aus dem latei­nischen ‘quadrum’ (‘Viereck’) entstan­den, das dem gleichen Wortstamm wie ‘quattuor’ (‘vier’) ange­hört. Das Lexem ist mit der Schreibwei­se ‘quadro’ im Vulgär­latei­nischen der ibe­rischen Halbin­sel erstmals für das Jahr 968 doku­mentiert, im frühen Spanisch des Hochmit­telal­ters erstmals für das Jahr 1210. Im «Cova­rrubias» (1611), dem ersten Wörter­buch der spani­schen Sprache, taucht das Wort noch nicht auf (vgl. [Covarrubias Orozco 1611a]Covarrubias Orozco, Sebastián de (1994): Tesoro de la lengua castellana o española. Nueva biblioteca de erudición y crítica, Madrid.
). Dies könnte auf eine gerin­ge Verbrei­tung zu jener Zeit verwei­sen, obwohl Beispie­le, auch in der Bedeu­tung von ‘Bild’, wie das folgen­de in der Lite­ratur zu finden sind: „Auf dem ersten Bild [quadro] befan­den sich vier bezau­bernde Jungfrau­en, deren vorder­ste auf dem Kopf eine glänzen­de edel­steiner­ne Krone trug, vom Maler mit größtmög­licher Sorgfalt darge­stellt.“ [Suárez de Figueroa 1609a]Suárez de Figueroa, Cristóbal (1781): La constante Amarilis. Antonio de la Sancha, Madrid.
: S. 79.[1] Im «Diccio­nario de Auto­rida­des», dem ersten Wörter­buch der König­lich Spani­schen Aka­demie (1726-39), erscheint ‘quadro’, ausge­hend von der geome­trischen Bedeu­tung, als Substan­tiv bereits in zehn Bedeu­tungsva­rianten, den Bereich der Male­rei im oben genann­ten Sinne ein­schließend; darü­ber hinaus wird ‘quadro, -a’ im Sinne von ‘quadra­tisch’, aber auch von ‘vollkom­men’ bzw. ‘makel­los’, als Adjek­tiv genannt (vgl. [del Hierro 1737a]del Hierro, Francisco (1979): Diccionario de Autoridades. Bd. 3. O — Z. Editorial Gredos, Madrid.
Notiz: edición facsímil
: S. 449). Seit 1817 ist die heuti­ge Schreib­weise ‘cuadro’ in den Wörter­büchern der Aka­demie ange­führt.

‘Imagen’ ist aus lat. ‘imago, -inis’ (‘Bild’, ‘Abbild’) entstan­den. Die «Mila­gros de Nuestra Seño­ra» von Gonza­lo de Berceo, eine um die Mitte des 13. Jahrhun­derts verfass­te Sammlung von Marien­erzäh­lungen, gilt als erster schriftli­cher Beleg. Hier deutet sich bereits die reli­giöse Konno­tation des zu allen Epo­chen geläu­figen Termi­nus an, die im «Covar­rubias» beson­ders auffäl­lig ist: „Im Allge­meinen bezeich­nen wir Katho­liken Figu­ren, welche unse­ren Herrn Jesus Christus, seine geseg­nete Mutter und heili­ge Jungfrau Maria, seine Apos­tel, die übri­gen Heili­gen sowie die Geheim­nisse des Glaubens, sofern diese über­haupt nachge­bildet werden können, darstel­len, als Bilder [imá­genes]“ ([Covarrubias Orozco 1611a]Covarrubias Orozco, Sebastián de (1994): Tesoro de la lengua castellana o española. Nueva biblioteca de erudición y crítica, Madrid.
: S. 662). Das «Diccio­nario de Auto­rida­des» gibt drei Bedeu­tungsva­rianten: Primär bezeich­net ‘ima­gen’ auch hier Darstel­lungsfor­men Christi, Marias oder der Heili­gen, darü­ber hinaus wird, unter Bezug­nahme auf die Porträt­male­rei, ein ‹vollkom­menes Antlitz› als ‘Bild’ [ima­gen] bezeich­net, denn, so der Autor, „der Maler versucht eben­falls, seiner Darstel­lung größtmög­liche Schönheit und Vollkom­menheit zu verlei­hen“ (vgl. hier und im Folgen­den [del Hierro 1732a]del Hierro, Francisco (1979): Diccionario de Autoridades. Bd. 2. D — Ñ. Editorial Gredos, Madrid.
Notiz: edición facsímil
: S. 212f.). Auf astro­nomi­scher Ebe­ne schließlich findet sich die Bedeu­tung ‹himmli­sches Bild› [ima­gen celes­te] im Sinne von Sternbild. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhun­derts weitet sich der Bedeu­tungsum­fang aus (s. o.).


Verwandte Begriffe

Beide Begriffe entstammen jeweils einer großen Wortfa­milie. Ausge­wählte Beispie­le seien im Folgen­den kurz skizziert: Die Wortfa­milie von ‘cuadro’ beinha­ltet eine lange Reihe von Bezeich­nungen, die alle­samt auf lat. ‘quadrum’ (‘Viereck’) bzw. ‘quattuor’ (‘vier’) zurück­zufüh­ren sind (vgl. dazu die 101 Einträ­ge in [Real Academia Española 1992a]Real Academia Española (1992): Diccionario de la lengua española. Espasa Calpe, Madrid.
Notiz: 21ª edición
: S. 426-431). Im heuti­gen Spanisch geläu­fig sind neben dem Zahlwort ‘cuatro’ (masku­linum, ‘vier’) vor allem das masku­line Substan­tiv ‘cuadra­do’ (‘Viereck’, ‘Rechteck’) sowie die Adjek­tive ‘cuadra­do, -a’ (‘vier­eckig’, ‘recht­eckig’) und, syno­nym dazu, ‘cuadrá­tico’; das abge­leite­te Verb ‘cuadrar’ (‘quadrie­ren’), und damit verwandt, das masku­line Substan­tiv ‘cuadra­tura’ (‘Quadra­tur’) gehö­ren dage­gen bereits einem spezi­fische­ren technisch-mathe­mati­schen Wortschatz an. Das Konzept »Bild« wird durch die genann­ten Lexe­me nicht aufge­rufen.

Ein wenig überschaubarer ist die Wortfa­milie von ‘ima­gen’, die sich auf 15 Lexe­me erstreckt (vgl. [Real Academia Española 1992a]Real Academia Española (1992): Diccionario de la lengua española. Espasa Calpe, Madrid.
Notiz: 21ª edición
: S. 806f.). Geläu­fig sind vor allem das femi­nine ‘imagi­nación’ (‘Einbil­dung’, ‘Einbil­dungskraft’), das Adjek­tiv ‘imagi­nario, -a’ (‘ima­ginär’) sowie das Verb ‘ima­ginar’ (‘sich einbil­den’, ‘vorstel­len’).

Anmerkungen
  1. ↑ Die Über­set­zun­gen stam­men hier und im Fol­gen­den vom Ver­fas­ser.
Literatur
[Covarrubias Orozco 1611a]Covarrubias Orozco, Sebastián de (1994): Tesoro de la lengua castellana o española. Nueva biblioteca de erudición y crítica, Madrid.[Real Academia Española 1992a]Real Academia Española (1992): Diccionario de la lengua española. Espasa Calpe, Madrid.[Suárez de Figueroa 1609a]Suárez de Figueroa, Cristóbal (1781): La constante Amarilis. Antonio de la Sancha, Madrid.[del Hierro 1732a]del Hierro, Francisco (1979): Diccionario de Autoridades. Bd. 2. D — Ñ. Editorial Gredos, Madrid.[del Hierro 1737a]del Hierro, Francisco (1979): Diccionario de Autoridades. Bd. 3. O — Z. Editorial Gredos, Madrid.

Ausgabe 1: 2013

Verantwortlich:

Lektorat:

Seitenbearbeitungen durch: Dimitri Liebsch, Joerg R.J. Schirra und Marcel Lemmes — (Hinweis)

Zitierhinweis:

Schmelzer, Felix (2013). Spanisch: 'imagen', 'efigie', 'cuadro', 'cromo'. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Spanisch:_%27imagen%27,_%27efigie%27,_%27cuadro%27,_%27cromo%27].