Bildmontage: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Glossar der Bildphilosophie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Joerg R.J. Schirra (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
K Textersetzung - „{{GlosTab5}}↵<bibdummy>“ durch „{{GlosTab5}}“
 
(7 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 9: Zeile 9:
{{GlossarBoxMain}}
{{GlossarBoxMain}}
<!--Ende header-->
<!--Ende header-->
<!--Ab hier: eigentlicher Inhalt; Überschriften gegebenenfalls anpassen-->
<!--Ab hier: eigentlicher Inhalt-->
==Bildmontage, Collage, Assemblage==
==Bildmontage, Collage, Assemblage==


Zeile 23: Zeile 23:
Abseits der Collage und ihrer Vor&shy;formen finden sich noch Vor&shy;läufer der Mon&shy;tage, die nicht auf einem tat&shy;säch&shy;lich Schnitt oder Riss beruhen. Das 1591 ent&shy;stande&shy;ne Bild «Vertum&shy;nus» [http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Arcimboldovertemnus.jpeg] von Giuseppe Arcim&shy;boldo kann dazu ge&shy;zählt werden. Auf diesem Bild ist eine An&shy;samm&shy;lung von Blumen, Früchten und Gemüse zu sehen, die sich zu einem Portrait von Rudolf II. zusammen&shy;fügen. Außer&shy;dem ist hier an die Veduten&shy;male&shy;rei ab dem 17. Jahr&shy;hundert zu denken, in der man Teile ver&shy;schiede&shy;ner Land&shy;schaften zu einem ein&shy;heit&shy;lichen Bild zusammen&shy;führte.   
Abseits der Collage und ihrer Vor&shy;formen finden sich noch Vor&shy;läufer der Mon&shy;tage, die nicht auf einem tat&shy;säch&shy;lich Schnitt oder Riss beruhen. Das 1591 ent&shy;stande&shy;ne Bild «Vertum&shy;nus» [http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Arcimboldovertemnus.jpeg] von Giuseppe Arcim&shy;boldo kann dazu ge&shy;zählt werden. Auf diesem Bild ist eine An&shy;samm&shy;lung von Blumen, Früchten und Gemüse zu sehen, die sich zu einem Portrait von Rudolf II. zusammen&shy;fügen. Außer&shy;dem ist hier an die Veduten&shy;male&shy;rei ab dem 17. Jahr&shy;hundert zu denken, in der man Teile ver&shy;schiede&shy;ner Land&shy;schaften zu einem ein&shy;heit&shy;lichen Bild zusammen&shy;führte.   
:
:
Einzug in die Kunst erhält die Collage wieder mit Pablo Picasso, der in seinem ku&shy;bisti&shy;schen Stil&shy;leben «Nature morte à la chaise cannée» (1912) [http://www.musee-picasso.fr/images/pages/bitmaps/pic_4g_97DE16004.jpg] ein Stück Wachs&shy;tuch ein&shy;klebt. Hier erlebt die Collage eine er&shy;neute Weiter&shy;ent&shy;wick&shy;lung – neben all&shy;täg&shy;lichen Gegen&shy;ständen werden auch Druck&shy;buch&shy;staben und Ziffern in die Bilder aufge&shy;nommen. Sowohl in der Male&shy;rei als auch in der Lite&shy;ratur und Lyrik setzt sich die Collage als künst&shy;lerische Technik mit dem Futu&shy;rismus vor allem in Italien, dem Expres&shy;sionismus in Deutsc&shy;hland und um 1912 auch in Russ&shy;land durch. Hier wird sie u.a. von Kasi&shy;mir Male&shy;witsch aufge&shy;griffen, der da&shy;rüber seinen Supre&shy;matis&shy;mus ent&shy;wickelt. Sie geht schließ&shy;lich durch die Arbei&shy;ten von Lew Kule&shy;schow und Ale&shy;xandr Rodtschen&shy;ko in die Foto&shy;montage über, die mit der kine&shy;mato&shy;graphischen Montage in einer engen Wechsel&shy;beziehung steht.
Einzug in die Kunst erhält die Collage wieder mit Pablo Picasso, der in seinem ku&shy;bisti&shy;schen Stil&shy;leben «Nature morte à la chaise cannée» (1912) [http://www.musee-picasso.fr/images/pages/bitmaps/pic_4g_97DE16004.jpg] ein Stück Wachs&shy;tuch ein&shy;klebt. Hier erlebt die Collage eine er&shy;neute Weiter&shy;ent&shy;wick&shy;lung – ne&shy;ben all&shy;täg&shy;lichen Ge&shy;gen&shy;stän&shy;den werden auch Druck&shy;buch&shy;staben und Ziffern in die Bilder aufge&shy;nommen. Sowohl in der Male&shy;rei als auch in der Lite&shy;ratur und Lyrik setzt sich die Collage als künst&shy;lerische Technik mit dem Futu&shy;rismus vor allem in Italien, dem Expres&shy;sionismus in Deutsc&shy;hland und um 1912 auch in Russ&shy;land durch. Hier wird sie u.a. von Kasi&shy;mir Male&shy;witsch aufge&shy;griffen, der da&shy;rüber seinen Supre&shy;matis&shy;mus ent&shy;wickelt. Sie geht schließ&shy;lich durch die Arbei&shy;ten von Lew Kule&shy;schow und Ale&shy;xandr Rodtschen&shy;ko in die Foto&shy;montage über, die mit der kine&shy;mato&shy;graphischen Montage in einer engen Wechsel&shy;beziehung steht.




Zeile 57: Zeile 57:
<!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern-->
<!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern-->
<!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt -->
<!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt -->
<!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliogryphy-Seite eingetragen sein-->
<!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein-->
<!-- ... dazu den "Sammlung"-Link im Literaturkasten verwenden -->
<!-- ... dazu den "Sammlung"-Link im Literaturkasten verwenden -->
{{GlosTab2}}
{{GlosTab2}}
{{GlosTab3}}
{{GlosTab3}}
''Ausgabe 1: 2013''
{{GlosTab4}}
''Verantwortlich:''  
''Verantwortlich:''  


* [[Benutzer: Patrick Kruse|Patrick Kruse]]
* [[Benutzer: Patrick Kruse|Kruse, Patrick ]]
* [[Benutzer: Lars Grabbe|Lars Grabbe]]
* [[Benutzer: Lars Grabbe|Grabbe, Lars ]]


{{GlosTab4}}
{{GlosTab4}}
Zeile 70: Zeile 72:
* [[Benutzer:Dimitri Liebsch|Liebsch, Dimitri]]
* [[Benutzer:Dimitri Liebsch|Liebsch, Dimitri]]
* [[Benutzer:Eva Schürmann|Schürmann, Eva]]
* [[Benutzer:Eva Schürmann|Schürmann, Eva]]
{{GlosTab5}}
<!--den Schluß nicht verändern-->
<!--den Schluß nicht verändern-->
{{GlosEnd}}
{{GlosEndB}}
<!--Das war's-->
<!--Das war's-->

Aktuelle Version vom 22. Januar 2024, 13:53 Uhr

Unterpunkt zu: Bildsyntax


Bildmontage, Collage, Assemblage

Der Begriff der Bildmontage bezieht sich sowohl auf Tech­niken der Male­rei und Foto­grafie als auch auf solche des Films, durch die ein­zelne Bild­ele­mente oder fil­mische Ein­stellun­gen mitein­ander kombi­niert werden. In die Begriff­lich­keit der Montage spielt zudem die künst­leri­sche Form der Collage (von frz. ‘coller’ für ‘kleben’) hinein. Diese ist eine Technik der bil­den­den Kunst, bei der durch Auf­kleben ver­schiede­ne Ele­mente, Mate­ria­lien oder Ob­jekte kombi­niert werden, wo­durch ein neues Ganzes ge­schaffen wird. Wäh­rend eine Collage gemein­hin aus einer Anhäu­fung von Texten oder Bildern be­steht, so handelt es sich um eine Assemb­lage, wenn haupt­sächlich plastische Ob­jekte zu einer neuen sinn­bilden­den Ein­heit zusam­menge­fügt werden – dabei können bild­hafte Kunst­werke mit relief­artiger Ober­fläche oder auch drei­dimen­siona­le Objekte bzw. Skulpturen ent­stehen.


Montage im Bild

In der Montage im Bild oder der Collage werden Ele­mente aus Bil­dern, wie z.B. Aus­schnitte aus Zeitun­gen, mit­einan­der kombi­niert. Das so ent­stande­ne Bild bildet eine neue Kompo­sition und kann damit Träger einer Aus­sage werden, die nicht in den ein­zelnen Teilen des Bildes ent­halten war.

Vorläufer der Collage finden sich in Japan, wo Kalli­graphen im 12. Jahr­hundert dazu über­gingen, Werke von Dich­tern auf Bögen zu schreiben, die mit leicht farbigen Papieren be­klebt waren. Diese Kompo­sitionen, die mit unter­schied­lichen Moti­ven ver­sehen waren, be­standen aus un­regel­mäßig anei­nander gefüg­ten Formen (dabei werden geris­sene oder aus­geschnit­tene Kontu­ren mit dem Pinsel über­tuscht, um etwa Berge oder Flüsse anzu­deuten). Im 13. Jahr­hundert kommen im Orient Schnitt­künste auf, die zuse­hends zur Collage führen. So ent­steht in Persien der Leder­schnitt, der im 15. Jahr­hundert seine Glanz­zeit er­lebt und schließ­lich vom Papier­schnitt abge­löst wird (vgl. [Wescher 1968a]Wescher, Herta (1968): Die Collage / Geschichte eines künstlerischen Ausdrucksmittels. DuMont Schauberg, Köln.
: S. 7). Im 17. und 18. Jahr­hundert ent­faltet sich diese Technik in der Kirchen- und Kloster­kunst, wo sie kunst­voll weiter­ent­wickelt und schließlich so bekannt wird, dass sie von der Popu­lärkul­tur verein­nahmt wird (auf Aschen­bechern oder Ziga­retten­binden).

Abseits der Collage und ihrer Vor­formen finden sich noch Vor­läufer der Mon­tage, die nicht auf einem tat­säch­lich Schnitt oder Riss beruhen. Das 1591 ent­stande­ne Bild «Vertum­nus» [1] von Giuseppe Arcim­boldo kann dazu ge­zählt werden. Auf diesem Bild ist eine An­samm­lung von Blumen, Früchten und Gemüse zu sehen, die sich zu einem Portrait von Rudolf II. zusammen­fügen. Außer­dem ist hier an die Veduten­male­rei ab dem 17. Jahr­hundert zu denken, in der man Teile ver­schiede­ner Land­schaften zu einem ein­heit­lichen Bild zusammen­führte.

Einzug in die Kunst erhält die Collage wieder mit Pablo Picasso, der in seinem ku­bisti­schen Stil­leben «Nature morte à la chaise cannée» (1912) [2] ein Stück Wachs­tuch ein­klebt. Hier erlebt die Collage eine er­neute Weiter­ent­wick­lung – ne­ben all­täg­lichen Ge­gen­stän­den werden auch Druck­buch­staben und Ziffern in die Bilder aufge­nommen. Sowohl in der Male­rei als auch in der Lite­ratur und Lyrik setzt sich die Collage als künst­lerische Technik mit dem Futu­rismus vor allem in Italien, dem Expres­sionismus in Deutsc­hland und um 1912 auch in Russ­land durch. Hier wird sie u.a. von Kasi­mir Male­witsch aufge­griffen, der da­rüber seinen Supre­matis­mus ent­wickelt. Sie geht schließ­lich durch die Arbei­ten von Lew Kule­schow und Ale­xandr Rodtschen­ko in die Foto­montage über, die mit der kine­mato­graphischen Montage in einer engen Wechsel­beziehung steht.


Montage im Film

Die Montage im Film beschreibt einer­seits die Gestal­tung der ein­zel­nen Ein­stellung, ander­erseits bezeich­net sie vor allem die Anei­nander­reihung ein­zelner Ein­stellun­gen zu einer Sequenz.

Innerhalb der Komposition einzelner Ein­stellun­gen kann eine Mon­tage zweier Bilder durch Doppel­belich­tung er­zeugt werden, doch auch die Kombi­nation verschie­dener Bild­elem­ente ist hier möglich. In den An­fängen des Films wurden vor allem Rück­projek­tionen aus öko­nomischen Zwecken ge­nutzt, um z.B. zuvor auf­genom­mene Land­schaften als Hinter­gründe für Szenen in Studio­räumen zu nutzen. Dabei standen die Schau­spieler vor einer Lein­wand, auf welche der Film einer Wüste o.ä. von hinten proji­ziert wurde. So konnte sicher­gestellt werden, dass keine Schatten­würfe der Akteu­re die Illu­sion störten.

Diese Technik wurde weiter­ent­wickelt und findet im digi­talen Zeit­alter ihre Ent­sprechung in der Green- bzw. Blue­screen-Technik. Diese Tech­niken werden wiede­rum mit dem ‘compo­siting’ (engl. für: ‘Zu­sammen­setzung’) in Zusammen­hang ge­bracht, welches zwei oder mehr ge­trennt von­eina­nder auf­genom­mene oder er­zeugte Bild­ele­mente zu einem stim­migen Bild bzw. einer Ein­stellung zusammen­führt.

Die Filmmontage, verstanden als das An­einan­der­kleben einzel­ner Ein­stellun­gen oder ‘shots’ als kleinster sinn­hafter Ein­heiten des Films, hat ihren theo­retischen Ur­sprung in den Montage-Expe­rimen­ten, die Ende 1910 und in den frühen 1920er Jahren vom sowje­tischen Regis­seur Kule­schow durch­geführt worden sind. Kule­schow stellte die These auf, dass die Montage – ver­standen als die Glie­derung des Films – ein­zelner Ein­stellun­gen wichti­ger sei als die Art und Weise wie die Ein­stellun­gen aufge­nommen wurden. So schnitt er u.a. drei unter­schied­liche Ein­stellun­gen mit dem Gesicht des Schau­spielers Iwan Mosschu­chin zusam­men, was den Zu­schauer – je nach Kombi­nation – unter­schied­liche Gesichts­aus­drücke erken­nen ließ, obwohl die Auf­nahme von Mosschu­chin immer die­selbe blieb (vgl. [Beller 2005a]Beller, Hans (2005): Aspekte der Filmmontage - Eine Art Einführung. In: Beller, H. (Hg.), Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts. TR-Verlagsunion, München.
Nicht angezeigt: 5., gegenüber der 4. unveränderte Auflage
: S. 20ff. bzw. [3]).

Der praktische Ursprung der Mon­tage liegt noch etwas weiter zu­rück und ist das Produkt eines Zu­falls: Wäh­rend einer Film­auf­nahme des franzö­sischen Künstlers George Méliès ver­fing sich der Film in der Kamera, und Méliès konnte erst mit einer ein­minü­tigen Ver­zögerung weiter­kurbeln. In dieser Zeit hatten sich Passan­ten und Auto­mobile bewegt, und Méliès sah zu seiner Verwun­derung, „daß aus dem Omni­bus Made­leine-Bastille ein Leiche­nwagen und aus Männern Frauen geworden waren“ (zitiert nach [Ebert 1979a]Ebert, Jürgen (1979): Montage Editing Schnitt. Filmkritik, 12.
: S. 558).

Durch diesen Zufall wurde die Mög­lich­keit ent­deckt, ver­schiedene Ein­stellun­gen von diffe­renten Szena­rien und Objek­ten anein­ander zu fügen und aufein­ander zu proji­zieren. Dieses Prinzip er­laubte es durch die Kombi­nation unter­schied­licher Ein­stellun­gen eine neue Aus­sage zu evo­zieren. Inner­halb der sowje­tischen Montage­theorie wurden der Montage unter­schied­liche Auf­gaben zuge­schrieben. Während Vsevo­lod Pudov­kin die Produk­tion von Konti­nuität bzw. Kohä­renz und die Er­zeugung eines synthe­tischen Ganzes als Auf­gabe der Montage in den Vorder­grund stellte – einen Ge­danke, den er von David W. Griffith über­nommen hatte –, betonte Sergei Eisen­stein das Konflikt­poten­tial der Montage. Indem sie zwei Ein­stellun­gen kolli­dieren lässt, zwingt sie den Zu­schauer diese in seinem Kopf zu synthe­tisieren. Daher geht es Eisen­stein auch weniger um psycho­logische Stimmig­keit und die Über­zeugungs­kraft der Bilder, sondern vor allem um die Erzeu­gung von Gedanken­bildern und Begriffen im Kopf des Zu­schauers durch die Montage.

Im angelsächsischen Raum setzte sich Eisen­steins Montage­gedanke jedoch nicht durch, hier setzte man ab 1910 auf eine fil­misch kohä­rente Erzähl­weise, die man mit dem Aus­druck ‘conti­nuity’ be­schrieb. Hier geht es vor allem darum, Figuren- und Kamera­bewegun­gen ver­schiede­ner Ein­stellun­gen so zu kombi­nieren, dass dem Zu­schauer einer­seits eine raum-zeit­liche Orien­tierung mög­lich ist und ande­rer­seits seine Auf­merk­sam­keit ge­lenkt werden kann. Im so genann­ten ‘conti­nuity system’ werden Raum­gefü­ge und Zeit­verläu­fe ohne abrupte Sprünge von Ein­stellung zu Ein­stellung konstru­iert. Diese “weiche” Montage­form wurde zum Marken­zeichen der Filme des Classi­cal Holly­wood und ist auch in der aktu­ellen Produk­tion moder­ner Filme noch wirk­sam (vgl. [Beller 2005a]Beller, Hans (2005): Aspekte der Filmmontage - Eine Art Einführung. In: Beller, H. (Hg.), Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts. TR-Verlagsunion, München.
Nicht angezeigt: 5., gegenüber der 4. unveränderte Auflage
: S. 18f.). Die im Fran­zösi­schen als ‘décou­page clas­sique’ bezeich­nete Holly­wood-Montage arbei­tet dabei den konti­nuier­lichen Fluss der Hand­lung heraus. Die einzel­nen Schnitte fallen hier unter die Wahr­nehmungs­schwelle, so dass die Auf­merk­sam­keit der Zu­schauer auf der Konti­nuität des Gesche­hens bleibt.

Anmerkungen
Literatur
[Beller 2005a]Beller, Hans (2005): Aspekte der Filmmontage - Eine Art Einführung. In: Beller, H. (Hg.), Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts. TR-Verlagsunion, München.[Ebert 1979a]Ebert, Jürgen (1979): Montage Editing Schnitt. Filmkritik, 12.[Wescher 1968a]Wescher, Herta (1968): Die Collage / Geschichte eines künstlerischen Ausdrucksmittels. DuMont Schauberg, Köln.

Ausgabe 1: 2013

Zitierhinweis:

Kruse, Patrick & Grabbe, Lars (2013). Bildmontage. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.), Glossar der Bildphilosophie. (2012-2026). [bildglossar.org/index.php?title=Bildmontage].