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	<title>Glossar der Bildphilosophie - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Sandra Gilgan&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
* seit Okt. 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Sinologie. Weitere Informationen: http://www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas/doktoranden/teilnehmer/teilnehmer-innen-jg.-2014/gilgan-sandra. &lt;br /&gt;
* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Sandra Gilgan M.A.&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
* seit Okt. 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Sinologie. Weitere Informationen: http://www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas/doktoranden/teilnehmer/teilnehmer-innen-jg.-2014/gilgan-sandra. &lt;br /&gt;
* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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* seit Okt. 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Sinologie. Weitere Informationen: http://www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas/doktoranden/teilnehmer/teilnehmer-innen-jg.-2014/gilgan-sandra. &lt;br /&gt;
* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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* seit Okt. 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Sinologie. Weitere Informationen zum Vorhaben: http://www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas/doktoranden/teilnehmer/teilnehmer-innen-jg.-2014/gilgan-sandra. &lt;br /&gt;
* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<updated>2014-12-10T13:56:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Sandra Gilgan&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
* seit Okt. 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Sinologie. Weitere Informationen zum Vorhaben: http://www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas/doktoranden/teilnehmer/teilnehmer-innen-jg.-2014/gilgan-sandra. &lt;br /&gt;
* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Benutzerin:Sandra Gilgan</title>
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		<updated>2014-12-10T13:54:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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* seit Okt. 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Sinologie. Weitere Informationen zum Vorhaben: http://www.ioa.uni-bonn.de/bigs-oas/doktoranden/teilnehmer/teilnehmer-innen-jg.-2014/gilgan-sandra. &lt;br /&gt;
* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Benutzerin:Sandra Gilgan</title>
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		<updated>2014-12-10T13:43:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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* Okt. 2013 - Sept. 2014: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Trier (in Vertretung); Lehre: moderne Literatur Chinas, Deutsch-Chinesische Übersetzung, Despoten und Despotismus in der Geschichte Chinas, Klassisches Chinesisch.&lt;br /&gt;
* Okt. 2011 - Sept. 2013: Masterstudium &#039;&#039;China - Kultur und Kommunikation&#039;&#039; an der Universität Trier. Masterarbeit zum Thema des modernen Neukonfuzianismus und globaler Ethik. In dem Rahmen ein dreimonatiger DAAD-finanzierter Recherche-Aufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
* Okt. 2006 - Juli 2011: Bachelorstudium  &#039;&#039;Chinastudien&#039;&#039; und &#039;&#039;Philosophie&#039;&#039; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bachelorarbeit zum Thema des Austauschs zwischen chinesischer und westlicher Philosophie am Beispiel Mou Zongsans und Kants.&lt;br /&gt;
* Febr. - Aug. 2011: Weiterbildung in &#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement&#039;&#039;, Bennohaus Münster.&lt;br /&gt;
* Sept. 2009 - Aug. 2010: DAAD-finanzierter einjähriger Sprachaufenthalt in Taipeh, Taiwan R.O.C.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg&amp;diff=24129</id>
		<title>Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg</title>
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		<updated>2014-12-10T13:17:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftzeichen auf einer Knochenplatte, aus der Yīn 殷-Zeit (anderer Name für die Shang-Dynastie ab ca. 1300 v. Chr., Verlegung der Hauptstadt nach Yin; heute Anyang).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: [[Bibliography#Klopfenstein-Arii_1992a|Klopfenstein-Arii 1992a]], S. 25.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=24127</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=24127"/>
		<updated>2014-12-10T12:59:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: Seitenzahl bei Ch&amp;#039;en 1966 verfeinert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--  &amp;quot;This is comment&amp;quot;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Schriftbildlichkeit]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen ent&amp;amp;shy;wickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persön&amp;amp;shy;lichen Ausdrucks. Die Schrift&amp;amp;shy;typen, die charak&amp;amp;shy;teris&amp;amp;shy;tische graphi&amp;amp;shy;sche Form und die Struktur der chine&amp;amp;shy;sischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen haben diese Entwick&amp;amp;shy;lung der Kalli&amp;amp;shy;graphie erst ermög&amp;amp;shy;licht (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Schrift – Entwick&amp;amp;shy;lung der Schrift&amp;amp;shy;typen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 1: Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;jiǎgǔwén&#039;&#039; 甲骨文)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 2: Klei&amp;amp;shy;ne Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xiǎozhuàn&#039;&#039; 小篆)]] &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 3: Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;lìshū&#039;&#039; 隸書)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 4: Nor&amp;amp;shy;mal- oder Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;kǎishū&#039;&#039; 楷書)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg|thumb|Abbildung 5: «Vor&amp;amp;shy;wort zur Zu&amp;amp;shy;sam&amp;amp;shy;men&amp;amp;shy;kunft am Or&amp;amp;shy;chi&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;en-&amp;amp;#8203;Pa&amp;amp;shy;vil&amp;amp;shy;lon» (lántíng jí xù 蘭亭集序) von Wang Xizhi (Detail)]]&lt;br /&gt;
Die vier Haupt&amp;amp;shy;schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten ent&amp;amp;shy;wi&amp;amp;shy;ckel&amp;amp;shy;ten sich auf&amp;amp;shy;ein&amp;amp;shy;an&amp;amp;shy;der fol&amp;amp;shy;gend (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die ers&amp;amp;shy;ten be&amp;amp;shy;kann&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen sind In&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten auf Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen (&#039;&#039;jiǎgǔwén&#039;&#039; 甲骨文,  „Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift“, vgl. Abb. 1) der Shang 商-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (ca.16.-&amp;amp;#8203;11. Jh. v. Chr.), so&amp;amp;shy;wie auf Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;fä&amp;amp;shy;ßen (&#039;&#039;jīnwén&#039;&#039; 金文, „Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;schrift“) der Shang und Zhou 周 (ca. 1045-&amp;amp;#8203;256 v. Chr.). In die&amp;amp;shy;ser frü&amp;amp;shy;hen Pha&amp;amp;shy;se exis&amp;amp;shy;tier&amp;amp;shy;te von den meis&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen ei&amp;amp;shy;ne Viel&amp;amp;shy;zahl an Schreib&amp;amp;shy;wei&amp;amp;shy;sen (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 12, S. 15). Zur Zeit der Reichs&amp;amp;shy;ei&amp;amp;shy;ni&amp;amp;shy;gung Chi&amp;amp;shy;nas in der Qin 秦-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (221-&amp;amp;#8203;206 v. Chr.) wur&amp;amp;shy;de durch die Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung der Klei&amp;amp;shy;nen Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xiǎozhuàn&#039;&#039; 小篆; vgl. Abb. 2) ein ein&amp;amp;shy;heit&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;ches Schrift&amp;amp;shy;sys&amp;amp;shy;tem kon&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;tu&amp;amp;shy;iert. Etwa im 1. Jh. n. Chr. lös&amp;amp;shy;te die an Strich&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men re&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;zier&amp;amp;shy;te, schneller schreibbare Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;lìshū&#039;&#039; 隸書; vgl. Abb. 3) die&amp;amp;shy;se als Ge&amp;amp;shy;brauchs&amp;amp;shy;schrift ab. Da&amp;amp;shy;mit und mit der Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung des Pin&amp;amp;shy;sels und dem Pa&amp;amp;shy;pier war der Weg für die Schrift&amp;amp;shy;kunst ge&amp;amp;shy;bahnt (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 26, S. 35). Mit den Kur&amp;amp;shy;siv&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten des 4. Jh., der halb&amp;amp;shy;kur&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;ven Schreib- bzw. Ak&amp;amp;shy;ti&amp;amp;shy;ons&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xíngshū&#039;&#039; 行書) und der Gras&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;cǎoshū&#039;&#039; 草書), ka&amp;amp;shy;men wei&amp;amp;shy;te&amp;amp;shy;re, schnel&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;re Schrift&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men hin&amp;amp;shy;zu, die In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;a&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;tät und künst&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;ri&amp;amp;shy;schen Aus&amp;amp;shy;druck för&amp;amp;shy;der&amp;amp;shy;ten (&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 1993a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 287). Mit der Stan&amp;amp;shy;dar&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;sie&amp;amp;shy;rung der Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift zur Nor&amp;amp;shy;mal- oder Mo&amp;amp;shy;dell&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;kǎishū&#039;&#039; 楷書; vgl. Abb. 4) war die Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der Ty&amp;amp;shy;pen vor&amp;amp;shy;läu&amp;amp;shy;fig (bis zum 20. Jh.) ab&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;schlos&amp;amp;shy;sen (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Led&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ro&amp;amp;shy;se 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt; Ei&amp;amp;shy;ne Über&amp;amp;shy;sicht über Ur&amp;amp;shy;sprung und Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der chi&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;schen Schrift, die Form und in&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;re Struk&amp;amp;shy;tur der Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen und die He&amp;amp;shy;raus&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung der Schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten gibt &amp;lt;bib id=&#039;Qiu 2000a&#039;&amp;gt;Qiu 2000a&amp;lt;/bib&amp;gt;. &amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Tang 唐–&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (618-&amp;amp;#8203;907) ist sie die Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift in Chi&amp;amp;shy;na. In der Fol&amp;amp;shy;ge bil&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ten sich aus den be&amp;amp;shy;ste&amp;amp;shy;hen&amp;amp;shy;den Ty&amp;amp;shy;pen eine Viel&amp;amp;shy;zahl an Schul- und In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;al&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;len he&amp;amp;shy;raus (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 50).    &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Sechs Dynastien (Liù Cháo 六朝 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten n.Chr. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung, selbst Gedichte und Prosa zu verfassen, und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft. Diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen,  jedoch musste sie zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte. Sowohl dem Schreiber als auch dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der Sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die um ca. 500 entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph jener Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;; &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Engere Begriffs&amp;amp;shy;bestim&amp;amp;shy;mung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (&#039;&#039;hànzi&#039;&#039; 漢字). Durch sie wird die [[Komposition]], d.h. werden Striche und Abstände, wie auch die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt. Die innere Struktur der Schriftzeichen wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt; Zu den verschiedenen Strichformen in der Kalligraphie und der Komposition der Schriftzeichen vgl. &amp;lt;bib id= &#039;Chiang 1973a&#039;&amp;gt;Chiang 1973a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 150-188. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (&#039;&#039;diǎn&#039;&#039; 點), horizontal (&#039;&#039;héng&#039;&#039; 橫), vertikal (&#039;&#039;shù&#039;&#039; 豎), abgesetzt und gekrümmt (&#039;&#039;zhé&#039;&#039; 折), Haken (&#039;&#039;goū&#039;&#039; 鈎), links hinunter (&#039;&#039;piě&#039;&#039; 撇), rechts hinauf (&#039;&#039;tí&#039;&#039; 提) und rechts hinunter (&#039;&#039;nà&#039;&#039; 捺). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt (&amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 14; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener. Sein Beitrag liegt vielmehr in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 222; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage, einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S.60; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 57f.). Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg|thumb|Abbildung 6: «Selbstdarstellung» in Wilder Grasschrift (&#039;&#039;kuángcǎo&#039;&#039; 狂草) von Huai Su 懷素 (725-785)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg|thumb|Abbildung 7: «Gedicht von Du Fu an He Lanxian» in Grasschrift (cǎoshū 草書) von Huang Tingjian 黃庭堅 (1045-1105)]] &lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (&#039;&#039;kuángcǎo&#039;&#039; 狂草), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nicht ein. Die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S.77; vgl. Abb. 6 und 7). Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben. Der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der [[Performanz]] übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener &#039;Abdruck&#039; der Persönlichkeit ist (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 60). Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu einer Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen der Kalligraphie (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zu eigen: &#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039; 一字見心 („in einem Zeichen sieht man schon das Herz“) (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 65). Ein druckschriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken. Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]] nur indirekt gelingen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; auch ⊳ [[Text als Bild, konkrete Poesie]]).                                              &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile, die einzelnen Striche und Punkte, müssen ein harmonisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 54; &amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 197-199). Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 43). Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, &#039;&#039;yì zài bǐ qián&#039;&#039; 議在筆前 (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 222). Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes (&amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 66). „Leere und Fülle“ sollen dabei ein organisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 54f.). Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Tuscheauftrag erforderlich (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 200f.). Fundamentales und konstituierendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (&#039;&#039;lì&#039;&#039; 力) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit widerspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem &#039;&#039;Qi&#039;&#039; (&#039;&#039;qì&#039;&#039; 氣) zueigen. &#039;&#039;Qi&#039;&#039; ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst (&amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 64f.) und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als &#039;&#039;Yun&#039;&#039; (&#039;&#039;yùn&#039;&#039; 韵) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;&#039;ästhetischer Gehalt&#039;&#039; ist &#039;&#039;Qiyun&#039;&#039; 氣韵, die Verbindung von &#039;&#039;Qi&#039;&#039; und &#039;&#039;Yun&#039;&#039; (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 86ff.; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 74f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Einfluss der Kalli&amp;amp;shy;graphie auf die Male&amp;amp;shy;rei==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten auf eine Malerei, die sich nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich, gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischem Eigenleben. Die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan 元-Zeit (1260-1368) allgemein durch - womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der [[Mimesis|Übereinstimmung]] mit der Wirklichkeit befreit wurde (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“ (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Beispiele liefern die folgenden Webseiten: [http://depts.washington.edu/chinaciv/callig/callmain.htm &#039;&#039;A Visual Sourcebook of Chinese Civilization: Calligraphy&#039;&#039;],  erstellt von  Prof. Dr. Patricia Buckley Ebrey;&lt;br /&gt;
[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Chinese Calligraphy&#039;&#039;] ( (Hg. Prof. Chiang Yee); [http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke]; sowie [http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarSiehe}}&lt;br /&gt;
* [[Komposition]]&lt;br /&gt;
* [[Mimesis]]&lt;br /&gt;
* [[Performanz]]&lt;br /&gt;
* [[Text als Bild, konkrete Poesie]]&lt;br /&gt;
* [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ... dazu den &amp;quot;Sammlung&amp;quot;-Link im Literaturkasten verwenden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosTab2}}&lt;br /&gt;
{{GlosTab3}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ausgabe 1: 2014&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{GlosTab4}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verantwortlich:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Julia Nissen|Nissen, Julia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlosTab4}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Lektorat:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joerg R.J. Schirra|Schirra, Jörg R.J.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den Schluß nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosEnd}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<updated>2014-12-08T11:48:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In: Chen 2004a, S. 58.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Datei:Huai Su.jpg</title>
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		<updated>2014-12-08T11:47:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In: Chen 2004a, S. 76.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
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		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:Wang_Xizhi.jpg&amp;diff=24041</id>
		<title>Datei:Wang Xizhi.jpg</title>
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		<updated>2014-12-08T11:46:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In: Chen 2004a, S. 7.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg&amp;diff=24035</id>
		<title>Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg</title>
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		<updated>2014-12-08T11:29:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftzeichen auf einer Knochenplatte, aus der Yīn 殷-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: Klopfenstein-Arii 1992a, S. 25.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg</title>
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		<updated>2014-12-08T11:21:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftzeichen auf einer Knochenplatte, aus der Yīn 殷-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;bib id=&#039;Klopfenstein-Arii 1992a&#039;&amp;gt;Klopfenstein-Arii 1992a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 25.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Benutzerin:Sandra Gilgan</title>
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		<updated>2014-12-07T14:34:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Sandra Gilgan&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geb. 1988 in Münster (Westfalen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 2006: Studium der Skandinavistik und der Sinologie; 2007 Wechsel von der Skandinavistik zur Philosophie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sommer 2009: Bachelor-Arbeit zum Thema philosophischen Austausches zwischen China und dem Westen und diesbezüglich der Strömung des Neukonfuzianismus; Beenden des Sinologiestudiums; einjähriger Auslandsaufenthalt in Taipeh (Taiwan, R.O.C.), finanziert vom DAAD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sommer 2011: Beenden des Bachelors in Chinastudien und Philosphie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 bis 2013: Master-Studium „China Kultur und Kommunikation“ an der Universität Trier; April 2013: dreimonatiger DAAD-finanzierter Forschungsaufenthalt auf Taiwan zur Master-Arbeit über Liu Shuxian. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss 2013: vertretungsweise Tätigkeit als Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Sinologie der Universität Trier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2014: Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Bereich Ostasien-Studien, im Fach Sinologie.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Benutzerin:Sandra_Gilgan&amp;diff=24019</id>
		<title>Benutzerin:Sandra Gilgan</title>
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		<updated>2014-12-07T14:25:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Sandra Gilgan&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
Geb. in Münster (Westfalen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 2006 begann ich zunächst das Studium der Skandinavistik und der Sinologie, habe jedoch bald von der Skandinavistik zur Philosophie gewechselt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 beendete ich meine Kurse in Sinologie und schrieb meine Bachelor-Arbeit zum Thema philosophischen Austausches zwischen China und dem Westen und diesbezüglich der Strömung des Neukonfuzianismus. Daran schloss sich ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Taipeh (Taiwan, R.O.C.) an. Dieser wurde mir vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) ermöglicht und diente vorrangig dem Ausbau von Chinesisch-Sprachkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Wintersemester 2010 nahm ich das Philosophiestudium in Münster wieder auf und beendete im Sommer 2011 den Bachelor in Chinastudien und Philosphie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2013 habe ich mein Master-Studium &amp;quot;China Kultur und Kommunikation&amp;quot; an der Universität Trier absolviert; im Rahmen meiner MA-Arbeit habe ich erneut einen DAAD-finanzierten Forschungsaufenthalt auf Taiwan verbracht. Nach meinem Abschluss 2013 habe ich vertretungsweise ein Jahr als Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Sinologie der Universität Trier gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ablauf der Stelle Ende 2014 begann ich mein Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Bereich Ostasien-Studien, im Fach Sinologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg&amp;diff=24017</id>
		<title>Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg</title>
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		<updated>2014-12-07T14:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeichen geschrieben von Zhào Mèngfǔ 趙孟頫 (1254-1322, Maler der Song 宋- und Yuan 元-Dynastie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: Billeter 1990a, S. 123.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg&amp;diff=24015</id>
		<title>Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg&amp;diff=24015"/>
		<updated>2014-12-07T14:15:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Amtsschreiberschrift (Han 漢-Zeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: Klopfenstein-Arii 1992a, S. 30.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=24013</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=24013"/>
		<updated>2014-12-07T14:14:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: Angleichung Pinyin-Layout Abbildungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen ent&amp;amp;shy;wickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persön&amp;amp;shy;lichen Ausdrucks. Die Schrift&amp;amp;shy;typen, die charak&amp;amp;shy;teris&amp;amp;shy;tische graphi&amp;amp;shy;sche Form und die Struktur der chine&amp;amp;shy;sischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen haben diese Entwick&amp;amp;shy;lung der Kalli&amp;amp;shy;graphie erst ermög&amp;amp;shy;licht (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Schrift – Entwick&amp;amp;shy;lung der Schrift&amp;amp;shy;typen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 1: Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift &#039;&#039;jiǎgǔwén&#039;&#039; 甲骨文]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 2: Klei&amp;amp;shy;ne Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift &#039;&#039;xiǎozhuàn&#039;&#039; 小篆]] &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 3: Die Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift &#039;&#039;lìshū&#039;&#039; 隸書]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 4: Die Nor&amp;amp;shy;mal- oder Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift &#039;&#039;kǎishū&#039;&#039; 楷書]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg|thumb|Abbildung 5: «Vor&amp;amp;shy;wort zum Tref&amp;amp;shy;fen bei der Or&amp;amp;shy;chi&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;en-&amp;amp;#8203;Pa&amp;amp;shy;go&amp;amp;shy;de» von Wang Xizhi 王羲之]]&lt;br /&gt;
Die vier Haupt&amp;amp;shy;schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten ent&amp;amp;shy;wi&amp;amp;shy;ckel&amp;amp;shy;ten sich auf&amp;amp;shy;ein&amp;amp;shy;an&amp;amp;shy;der fol&amp;amp;shy;gend (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die ers&amp;amp;shy;ten be&amp;amp;shy;kann&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen sind In&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten auf Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen (&#039;&#039;jiǎgǔwén&#039;&#039; 甲骨文 ‘Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift’, vgl. Abb. 1) der Shang 商-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (ca.16.-&amp;amp;#8203;11. Jh. v. Chr.), so&amp;amp;shy;wie auf Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;fä&amp;amp;shy;ßen (&#039;&#039;jīnwén&#039;&#039; 金文 ‘Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;schrift’) der Shang und Zhou 周 (ca. 1045-&amp;amp;#8203;221 v. Chr.; &amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 12-17). In die&amp;amp;shy;ser frü&amp;amp;shy;hen Pha&amp;amp;shy;se exis&amp;amp;shy;tier&amp;amp;shy;te von den meis&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen ei&amp;amp;shy;ne Viel&amp;amp;shy;zahl an Schreib&amp;amp;shy;wei&amp;amp;shy;sen. Zur Zeit der Reichs&amp;amp;shy;ei&amp;amp;shy;ni&amp;amp;shy;gung Chi&amp;amp;shy;nas in der Qin 秦-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (221-&amp;amp;#8203;207 v. Chr.) wur&amp;amp;shy;de durch die Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung der klei&amp;amp;shy;nen Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xiǎozhuàn&#039;&#039; 小篆; vgl. Abb. 2) ein ein&amp;amp;shy;heit&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;ches Schrift&amp;amp;shy;sys&amp;amp;shy;tem kon&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;tu&amp;amp;shy;iert; etwa im 1. Jh. n. Chr. lös&amp;amp;shy;te die an Strich&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men re&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;zier&amp;amp;shy;te, schneller schreibbare Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;lìshū&#039;&#039; 隸書; vgl. Abb. 3) die&amp;amp;shy;se als Ge&amp;amp;shy;brauchs&amp;amp;shy;schrift ab. Da&amp;amp;shy;mit und mit der Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung des Pin&amp;amp;shy;sels und dem Pa&amp;amp;shy;pier war der Weg für die Schrift&amp;amp;shy;kunst ge&amp;amp;shy;bahnt (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 26, S. 35). Mit den Kur&amp;amp;shy;siv&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten des 4. Jh., der halb&amp;amp;shy;kur&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;ven Schreib- bzw. Ak&amp;amp;shy;ti&amp;amp;shy;ons&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xíngshū&#039;&#039; 行書) und der Gras&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;cǎoshū&#039;&#039; 草書), ka&amp;amp;shy;men wei&amp;amp;shy;te&amp;amp;shy;re, schnel&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;re Schrift&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men hin&amp;amp;shy;zu, die In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;a&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;tät und künst&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;ri&amp;amp;shy;schen Aus&amp;amp;shy;druck för&amp;amp;shy;der&amp;amp;shy;ten (&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 1993a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 287). Mit der Stan&amp;amp;shy;dar&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;sie&amp;amp;shy;rung der Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift zur Nor&amp;amp;shy;mal- oder Mo&amp;amp;shy;dell&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;kǎishū&#039;&#039; 楷書; vgl. Abb. 4) war die Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der Ty&amp;amp;shy;pen vor&amp;amp;shy;läu&amp;amp;shy;fig (bis zum 20. Jh.) ab&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;schlos&amp;amp;shy;sen.&amp;lt;ref&amp;gt; Ei&amp;amp;shy;ne Über&amp;amp;shy;sicht über Ur&amp;amp;shy;sprung und Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der chi&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;schen Schrift, die Form und in&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;re Struk&amp;amp;shy;tur der Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen und die He&amp;amp;shy;raus&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung der Schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten gibt &amp;lt;bib id=&#039;Qiu 2000a&#039;&amp;gt;Qiu 2000a&amp;lt;/bib&amp;gt;. &amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Tang 唐–&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (618-&amp;amp;#8203;907) ist sie die Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift in Chi&amp;amp;shy;na. In der Fol&amp;amp;shy;ge bil&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ten sich aus den be&amp;amp;shy;ste&amp;amp;shy;hen&amp;amp;shy;den Ty&amp;amp;shy;pen eine Viel&amp;amp;shy;zahl an Schul- und In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;al&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;len he&amp;amp;shy;raus (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Led&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ro&amp;amp;shy;se 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (Liù Cháo 六朝 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten n.Chr. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung, selbst Gedichte und Prosa zu verfassen, und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen,  jedoch musste sie zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Engere Begriffs&amp;amp;shy;bestim&amp;amp;shy;mung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (&#039;&#039;hànzi&#039;&#039; 漢字). Durch sie wird die [[Komposition]], d.h. Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt; Zu den verschiedenen Strichformen in der Kalligraphie und der Komposition der Schriftzeichen vgl. &amp;lt;bib id= &#039;Chiang 1973a&#039;&amp;gt;Chiang 1973a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 150-188. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (&#039;&#039;diǎn&#039;&#039; 點), horizontal (&#039;&#039;héng&#039;&#039; 橫), vertikal (&#039;&#039;shù&#039;&#039; 豎), abgesetzt und gekrümmt (&#039;&#039;zhé&#039;&#039; 折), Haken (&#039;&#039;goū&#039;&#039; 鈎), links hinunter (&#039;&#039;piě&#039;&#039; 撇), rechts hinauf (&#039;&#039;tí&#039;&#039; 提) und rechts hinunter (&#039;&#039;nà&#039;&#039; 捺). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt (&amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 46f., &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 26). Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener; sein Beitrag liegt vielmehr in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage, einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 57-58). Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg|thumb|Abbildung 6: «Selbstdarstellung» in Wilder Grasschrift &#039;&#039;kuángcǎo&#039;&#039; 狂草 von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618-907)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg|thumb|Abbildung 7: «Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian» in Grasschrift von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960-1279) (Detail)]] &lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (&#039;&#039;kuángcǎo&#039;&#039; 狂草), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nicht ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 6 &amp;amp; 7). Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben; der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der [[Performanz]] übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener „Abdruck“ der Persönlichkeit ist (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: Wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu einer Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen der Kalligraphie (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zu eigen (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;): &#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039; 一字見心 („in einem Zeichen sieht man schon das Herz“) (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Ein druckschriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken. Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]] nur indirekt gelingen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; auch ⊳ [[Text als Bild, konkrete Poesie]]).                                              &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile, die einzelnen Striche und Punkte, müssen ein harmonisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 197-199). Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 200). Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, &#039;&#039;yì zài bǐ qián&#039;&#039; 議在筆前 (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 222). Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes ( &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 66). „Leere und Fülle“ sollen dabei ein organisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt;). Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Tuscheauftrag erforderlich (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 201). Fundamentales und konstituierendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (lì 力) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit widerspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem &#039;&#039;Qi&#039;&#039; (&#039;&#039;qì&#039;&#039; 氣) zueigen. &#039;&#039;Qi&#039;&#039; ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst (&amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 64f) und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als ‘Yun’ (&#039;&#039;yùn&#039;&#039; 韵) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;&#039;ästhetischer Gehalt&#039;&#039; ist &#039;&#039;Qiyun&#039;&#039; 氣韵, die Verbindung von &#039;&#039;Qi&#039;&#039; und &#039;&#039;Yun&#039;&#039; (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 74-75).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Einfluss der Kalli&amp;amp;shy;graphie auf die Male&amp;amp;shy;rei==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten auf eine Malerei, die sich nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich, gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischem Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan 元-Zeit (1271-1368) allgemein durch - womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der [[Mimesis|Übereinstimmung]] mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“ &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Beispiele finden sich unter den folgenden Webseiten: [http://depts.washington.edu/chinaciv/callig/callmain.htm &#039;&#039;A Visual Sourcebook of Chinese Civilization: Calligraphy&#039;&#039;],  erstellt von  Prof. Dr. Patricia Buckley Ebrey;&lt;br /&gt;
[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Chinese Calligraphy&#039;&#039;] ( (Hg. Prof. Chiang Yee); [http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke]; sowie [http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarSiehe}}&lt;br /&gt;
* [[Komposition]]&lt;br /&gt;
* [[Mimesis]]&lt;br /&gt;
* [[Performanz]]&lt;br /&gt;
* [[Text als Bild, konkrete Poesie]]&lt;br /&gt;
* [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ... dazu den &amp;quot;Sammlung&amp;quot;-Link im Literaturkasten verwenden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosTab2}}&lt;br /&gt;
{{GlosTab3}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verantwortlich:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Julia Nissen|Nissen, Julia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlosTab4}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Lektorat:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joerg R.J. Schirra|Schirra, Jörg R.J.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den Schluß nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosEnd}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg&amp;diff=24009</id>
		<title>Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg</title>
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		<updated>2014-12-07T14:10:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen „shòu 壽“ (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo 吳昌碩 (1844-1927).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: Billeter 1990a, S. 171.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg&amp;diff=24005</id>
		<title>Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg</title>
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		<updated>2014-12-07T14:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftzeichen auf einer Knochenplatte, aus der Yīn 殷-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: Klopfenstein-Arii 1992a, S. 25.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=24003</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=24003"/>
		<updated>2014-12-07T14:06:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: Seitenzahlen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--  &amp;quot;This is comment&amp;quot;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen ent&amp;amp;shy;wickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persön&amp;amp;shy;lichen Ausdrucks. Die Schrift&amp;amp;shy;typen, die charak&amp;amp;shy;teris&amp;amp;shy;tische graphi&amp;amp;shy;sche Form und die Struktur der chine&amp;amp;shy;sischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen haben diese Entwick&amp;amp;shy;lung der Kalli&amp;amp;shy;graphie erst ermög&amp;amp;shy;licht (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Schrift – Entwick&amp;amp;shy;lung der Schrift&amp;amp;shy;typen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 1: Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift 甲骨文 jiă&amp;amp;#8203;&amp;amp;shy;gŭ&amp;amp;#8203;wén]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 2: Klei&amp;amp;shy;ne Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift 小篆 xiăo zhuān]] &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 3: Die Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift 隸書 lĭ shū]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 4: Die Nor&amp;amp;shy;mal- oder Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift 楷書 kăi&amp;amp;#8203;shū]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg|thumb|Abbildung 5: «Vor&amp;amp;shy;wort zum Tref&amp;amp;shy;fen bei der Or&amp;amp;shy;chi&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;en-&amp;amp;#8203;Pa&amp;amp;shy;go&amp;amp;shy;de» von Wang Xizhi 王羲之]]&lt;br /&gt;
Die vier Haupt&amp;amp;shy;schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten ent&amp;amp;shy;wi&amp;amp;shy;ckel&amp;amp;shy;ten sich auf&amp;amp;shy;ein&amp;amp;shy;an&amp;amp;shy;der fol&amp;amp;shy;gend (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die ers&amp;amp;shy;ten be&amp;amp;shy;kann&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen sind In&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten auf Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen (&#039;&#039;jiǎgǔwén&#039;&#039; 甲骨文 ‘Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift’, vgl. Abb. 1) der Shang 商-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (ca.16.-&amp;amp;#8203;11. Jh. v. Chr.), so&amp;amp;shy;wie auf Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;fä&amp;amp;shy;ßen (&#039;&#039;jīnwén&#039;&#039; 金文 ‘Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;schrift’) der Shang und Zhou 周 (ca. 1045-&amp;amp;#8203;221 v. Chr.; &amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 12-17). In die&amp;amp;shy;ser frü&amp;amp;shy;hen Pha&amp;amp;shy;se exis&amp;amp;shy;tier&amp;amp;shy;te von den meis&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen ei&amp;amp;shy;ne Viel&amp;amp;shy;zahl an Schreib&amp;amp;shy;wei&amp;amp;shy;sen. Zur Zeit der Reichs&amp;amp;shy;ei&amp;amp;shy;ni&amp;amp;shy;gung Chi&amp;amp;shy;nas in der Qin 秦-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (221-&amp;amp;#8203;207 v. Chr.) wur&amp;amp;shy;de durch die Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung der klei&amp;amp;shy;nen Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xiǎozhuàn&#039;&#039; 小篆; vgl. Abb. 2) ein ein&amp;amp;shy;heit&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;ches Schrift&amp;amp;shy;sys&amp;amp;shy;tem kon&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;tu&amp;amp;shy;iert; etwa im 1. Jh. n. Chr. lös&amp;amp;shy;te die an Strich&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men re&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;zier&amp;amp;shy;te, schneller schreibbare Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;lìshū&#039;&#039; 隸書; vgl. Abb. 3) die&amp;amp;shy;se als Ge&amp;amp;shy;brauchs&amp;amp;shy;schrift ab. Da&amp;amp;shy;mit und mit der Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung des Pin&amp;amp;shy;sels und dem Pa&amp;amp;shy;pier war der Weg für die Schrift&amp;amp;shy;kunst ge&amp;amp;shy;bahnt (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 26, S. 35). Mit den Kur&amp;amp;shy;siv&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten des 4. Jh., der halb&amp;amp;shy;kur&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;ven Schreib- bzw. Ak&amp;amp;shy;ti&amp;amp;shy;ons&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xíngshū&#039;&#039; 行書) und der Gras&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;cǎoshū&#039;&#039; 草書), ka&amp;amp;shy;men wei&amp;amp;shy;te&amp;amp;shy;re, schnel&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;re Schrift&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men hin&amp;amp;shy;zu, die In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;a&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;tät und künst&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;ri&amp;amp;shy;schen Aus&amp;amp;shy;druck för&amp;amp;shy;der&amp;amp;shy;ten (&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 1993a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 287). Mit der Stan&amp;amp;shy;dar&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;sie&amp;amp;shy;rung der Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift zur Nor&amp;amp;shy;mal- oder Mo&amp;amp;shy;dell&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;kǎishū&#039;&#039; 楷書; vgl. Abb. 4) war die Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der Ty&amp;amp;shy;pen vor&amp;amp;shy;läu&amp;amp;shy;fig (bis zum 20. Jh.) ab&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;schlos&amp;amp;shy;sen.&amp;lt;ref&amp;gt; Ei&amp;amp;shy;ne Über&amp;amp;shy;sicht über Ur&amp;amp;shy;sprung und Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der chi&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;schen Schrift, die Form und in&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;re Struk&amp;amp;shy;tur der Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen und die He&amp;amp;shy;raus&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung der Schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten gibt &amp;lt;bib id=&#039;Qiu 2000a&#039;&amp;gt;Qiu 2000a&amp;lt;/bib&amp;gt;. &amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Tang 唐–&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (618-&amp;amp;#8203;907) ist sie die Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift in Chi&amp;amp;shy;na. In der Fol&amp;amp;shy;ge bil&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ten sich aus den be&amp;amp;shy;ste&amp;amp;shy;hen&amp;amp;shy;den Ty&amp;amp;shy;pen eine Viel&amp;amp;shy;zahl an Schul- und In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;al&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;len he&amp;amp;shy;raus (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Led&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ro&amp;amp;shy;se 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (Liù Cháo 六朝 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten n.Chr. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung, selbst Gedichte und Prosa zu verfassen, und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen,  jedoch musste sie zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Engere Begriffs&amp;amp;shy;bestim&amp;amp;shy;mung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (&#039;&#039;hànzi&#039;&#039; 漢字). Durch sie wird die [[Komposition]], d.h. Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt; Zu den verschiedenen Strichformen in der Kalligraphie und der Komposition der Schriftzeichen vgl. &amp;lt;bib id= &#039;Chiang 1973a&#039;&amp;gt;Chiang 1973a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 150-188. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (&#039;&#039;diǎn&#039;&#039; 點), horizontal (&#039;&#039;héng&#039;&#039; 橫), vertikal (&#039;&#039;shù&#039;&#039; 豎), abgesetzt und gekrümmt (&#039;&#039;zhé&#039;&#039; 折), Haken (&#039;&#039;goū&#039;&#039; 鈎), links hinunter (&#039;&#039;piě&#039;&#039; 撇), rechts hinauf (&#039;&#039;tí&#039;&#039; 提) und rechts hinunter (&#039;&#039;nà&#039;&#039; 捺). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt (&amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 46f., &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 26). Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener; sein Beitrag liegt vielmehr in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage, einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 57-58). Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg|thumb|Abbildung 6: «Selbstdarstellung» in Wilder Grasschrift 狂草 kuáng căo von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618-907)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg|thumb|Abbildung 7: «Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian» in Grasschrift von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960-1279) (Detail)]] &lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (&#039;&#039;kuángcǎo&#039;&#039; 狂草), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nicht ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 6 &amp;amp; 7). Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben; der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der [[Performanz]] übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener „Abdruck“ der Persönlichkeit ist (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: Wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu einer Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen der Kalligraphie (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zu eigen (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;): &#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039; 一字見心 („in einem Zeichen sieht man schon das Herz“) (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Ein druckschriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken. Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]] nur indirekt gelingen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; auch ⊳ [[Text als Bild, konkrete Poesie]]).                                              &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile, die einzelnen Striche und Punkte, müssen ein harmonisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 197-199). Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 200). Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, &#039;&#039;yì zài bǐ qián&#039;&#039; 議在筆前 (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 222). Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes ( &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 66). „Leere und Fülle“ sollen dabei ein organisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt;). Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Tuscheauftrag erforderlich (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 201). Fundamentales und konstituierendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (lì 力) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit widerspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem &#039;&#039;Qi&#039;&#039; (&#039;&#039;qì&#039;&#039; 氣) zueigen. &#039;&#039;Qi&#039;&#039; ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst (&amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 64f) und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als ‘Yun’ (&#039;&#039;yùn&#039;&#039; 韵) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;&#039;ästhetischer Gehalt&#039;&#039; ist &#039;&#039;Qiyun&#039;&#039; 氣韵, die Verbindung von &#039;&#039;Qi&#039;&#039; und &#039;&#039;Yun&#039;&#039; (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 74-75).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Einfluss der Kalli&amp;amp;shy;graphie auf die Male&amp;amp;shy;rei==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten auf eine Malerei, die sich nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich, gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischem Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan 元-Zeit (1271-1368) allgemein durch - womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der [[Mimesis|Übereinstimmung]] mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“ &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Beispiele finden sich unter den folgenden Webseiten: [http://depts.washington.edu/chinaciv/callig/callmain.htm &#039;&#039;A Visual Sourcebook of Chinese Civilization: Calligraphy&#039;&#039;],  erstellt von  Prof. Dr. Patricia Buckley Ebrey;&lt;br /&gt;
[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Chinese Calligraphy&#039;&#039;] ( (Hg. Prof. Chiang Yee); [http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke]; sowie [http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarSiehe}}&lt;br /&gt;
* [[Komposition]]&lt;br /&gt;
* [[Mimesis]]&lt;br /&gt;
* [[Performanz]]&lt;br /&gt;
* [[Text als Bild, konkrete Poesie]]&lt;br /&gt;
* [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ... dazu den &amp;quot;Sammlung&amp;quot;-Link im Literaturkasten verwenden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosTab2}}&lt;br /&gt;
{{GlosTab3}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verantwortlich:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Julia Nissen|Nissen, Julia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlosTab4}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Lektorat:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joerg R.J. Schirra|Schirra, Jörg R.J.]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=23995</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=23995"/>
		<updated>2014-12-07T13:28:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--  &amp;quot;This is comment&amp;quot;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Vorlage für Unterpunkte--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Unterpunkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftbildlichkeit]]&lt;br /&gt;
Unterpunkt zu: [[Schriftbildlichkeit]]&lt;br /&gt;
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{{GlossarBoxMain}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen ent&amp;amp;shy;wickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persön&amp;amp;shy;lichen Ausdrucks. Die Schrift&amp;amp;shy;typen, die charak&amp;amp;shy;teris&amp;amp;shy;tische graphi&amp;amp;shy;sche Form und die Struktur der chine&amp;amp;shy;sischen Schrift&amp;amp;shy;zeichen haben diese Entwick&amp;amp;shy;lung der Kalli&amp;amp;shy;graphie erst ermög&amp;amp;shy;licht (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Schrift – Entwick&amp;amp;shy;lung der Schrift&amp;amp;shy;typen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 1: Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift 甲骨文 jiă&amp;amp;#8203;&amp;amp;shy;gŭ&amp;amp;#8203;wén]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 2: Klei&amp;amp;shy;ne Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift 小篆 xiăo zhuān]] &lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 3: Die Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift 隸書 lĭ shū]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg|thumb|Ab&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung 4: Die Nor&amp;amp;shy;mal- oder Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift 楷書 kăi&amp;amp;#8203;shū]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg|thumb|Abbildung 5: «Vor&amp;amp;shy;wort zum Tref&amp;amp;shy;fen bei der Or&amp;amp;shy;chi&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;en-&amp;amp;#8203;Pa&amp;amp;shy;go&amp;amp;shy;de» von Wang Xizhi 王羲之]]&lt;br /&gt;
Die vier Haupt&amp;amp;shy;schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten ent&amp;amp;shy;wi&amp;amp;shy;ckel&amp;amp;shy;ten sich auf&amp;amp;shy;ein&amp;amp;shy;an&amp;amp;shy;der fol&amp;amp;shy;gend (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die ers&amp;amp;shy;ten be&amp;amp;shy;kann&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen sind In&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten auf Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen (&#039;&#039;jiǎgǔwén&#039;&#039; 甲骨文 ‘Ora&amp;amp;shy;kel&amp;amp;shy;kno&amp;amp;shy;chen&amp;amp;shy;schrift’, vgl. Abb. 1) der Shang 商-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (ca.16.-&amp;amp;#8203;11. Jh. v. Chr.), so&amp;amp;shy;wie auf Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;fä&amp;amp;shy;ßen (&#039;&#039;jīnwén&#039;&#039; 金文 ‘Bron&amp;amp;shy;ze&amp;amp;shy;schrift’) der Shang und Zhou 周 (ca. 1045-&amp;amp;#8203;221 v. Chr.; &amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;). In die&amp;amp;shy;ser frü&amp;amp;shy;hen Pha&amp;amp;shy;se exis&amp;amp;shy;tier&amp;amp;shy;te von den meis&amp;amp;shy;ten Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen ei&amp;amp;shy;ne Viel&amp;amp;shy;zahl an Schreib&amp;amp;shy;wei&amp;amp;shy;sen. Zur Zeit der Reichs&amp;amp;shy;ei&amp;amp;shy;ni&amp;amp;shy;gung Chi&amp;amp;shy;nas in der Qin 秦-&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (221-&amp;amp;#8203;207 v. Chr.) wur&amp;amp;shy;de durch die Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung der klei&amp;amp;shy;nen Sie&amp;amp;shy;gel&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xiǎozhuàn&#039;&#039; 小篆; vgl. Abb. 2) ein ein&amp;amp;shy;heit&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;ches Schrift&amp;amp;shy;sys&amp;amp;shy;tem kon&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;tu&amp;amp;shy;iert; etwa im 1. Jh. n. Chr. lös&amp;amp;shy;te die an Strich&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men re&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;zier&amp;amp;shy;te, schneller schreibbare Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;lìshū&#039;&#039; 隸書; vgl. Abb. 3) die&amp;amp;shy;se als Ge&amp;amp;shy;brauchs&amp;amp;shy;schrift ab. Da&amp;amp;shy;mit und mit der Ein&amp;amp;shy;füh&amp;amp;shy;rung des Pin&amp;amp;shy;sels und dem Pa&amp;amp;shy;pier war der Weg für die Schrift&amp;amp;shy;kunst ge&amp;amp;shy;bahnt (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Mit den Kur&amp;amp;shy;siv&amp;amp;shy;schrif&amp;amp;shy;ten des 4. Jh., der halb&amp;amp;shy;kur&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;ven Schreib- bzw. Ak&amp;amp;shy;ti&amp;amp;shy;ons&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;xíngshū&#039;&#039; 行書) und der Gras&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;cǎoshū&#039;&#039; 草書), ka&amp;amp;shy;men wei&amp;amp;shy;te&amp;amp;shy;re, schnel&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;re Schrift&amp;amp;shy;for&amp;amp;shy;men hin&amp;amp;shy;zu, die In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;a&amp;amp;shy;li&amp;amp;shy;tät und künst&amp;amp;shy;le&amp;amp;shy;ri&amp;amp;shy;schen Aus&amp;amp;shy;druck för&amp;amp;shy;der&amp;amp;shy;ten (&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 1993a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Mit der Stan&amp;amp;shy;dar&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;sie&amp;amp;shy;rung der Kanz&amp;amp;shy;lei&amp;amp;shy;schrift zur Nor&amp;amp;shy;mal- oder Mo&amp;amp;shy;dell&amp;amp;shy;schrift (&#039;&#039;kǎishū&#039;&#039; 楷書; vgl. Abb. 4) war die Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der Ty&amp;amp;shy;pen vor&amp;amp;shy;läu&amp;amp;shy;fig (bis zum 20. Jh.) ab&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;schlos&amp;amp;shy;sen.&amp;lt;ref&amp;gt; Ei&amp;amp;shy;ne Über&amp;amp;shy;sicht über Ur&amp;amp;shy;sprung und Ent&amp;amp;shy;wick&amp;amp;shy;lung der chi&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;schen Schrift, die Form und in&amp;amp;shy;ne&amp;amp;shy;re Struk&amp;amp;shy;tur der Schrift&amp;amp;shy;zei&amp;amp;shy;chen und die He&amp;amp;shy;raus&amp;amp;shy;bil&amp;amp;shy;dung der Schrift&amp;amp;shy;ar&amp;amp;shy;ten gibt &amp;lt;bib id=&#039;Qiu 2000a&#039;&amp;gt;Qiu 2000a&amp;lt;/bib&amp;gt;. &amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Tang 唐–&amp;amp;#8203;Dy&amp;amp;shy;nas&amp;amp;shy;tie (618-&amp;amp;#8203;907) ist sie die Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;schrift in Chi&amp;amp;shy;na. In der Fol&amp;amp;shy;ge bil&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ten sich aus den be&amp;amp;shy;ste&amp;amp;shy;hen&amp;amp;shy;den Ty&amp;amp;shy;pen eine Viel&amp;amp;shy;zahl an Schul- und In&amp;amp;shy;di&amp;amp;shy;vi&amp;amp;shy;du&amp;amp;shy;al&amp;amp;shy;sti&amp;amp;shy;len he&amp;amp;shy;raus (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Led&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;ro&amp;amp;shy;se 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (Liù Cháo 六朝 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten n.Chr. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung, selbst Gedichte und Prosa zu verfassen, und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen,  jedoch musste sie zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Engere Begriffs&amp;amp;shy;bestim&amp;amp;shy;mung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (&#039;&#039;hànzi&#039;&#039; 漢字). Durch sie wird die [[Komposition]], d.h. Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt; Zu den verschiedenen Strichformen in der Kalligraphie und der Komposition der Schriftzeichen vgl. &amp;lt;bib id= &#039;Chiang 1973a&#039;&amp;gt;Chiang 1973a&amp;lt;/bib&amp;gt;, S. 150-188. &amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (&#039;&#039;diǎn&#039;&#039; 點), horizontal (&#039;&#039;héng&#039;&#039; 橫), vertikal (&#039;&#039;shù&#039;&#039; 豎), abgesetzt und gekrümmt (&#039;&#039;zhé&#039;&#039; 折), Haken (&#039;&#039;goū&#039;&#039; 鈎), links hinunter (&#039;&#039;piě&#039;&#039; 撇), rechts hinauf (&#039;&#039;tí&#039;&#039; 提) und rechts hinunter (&#039;&#039;nà&#039;&#039; 捺). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt (&amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener; sein Beitrag liegt vielmehr in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;, &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;) Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).  &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg|thumb|Abbildung 6: «Selbstdarstellung» in Wilder Grasschrift 狂草 kuáng căo von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618-907)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg|thumb|Abbildung 7: «Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian» in Grasschrift von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960-1279) (Detail)]] &lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (&#039;&#039;kuángcǎo&#039;&#039; 狂草), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nicht ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;; vgl. Abb. 6 &amp;amp; 7). Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben; der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der [[Performanz]] übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener „Abdruck“ der Persönlichkeit ist (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 1985a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: Wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu einer Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen der Kalligraphie (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zu eigen (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;): &#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039; 一字見心 („in einem Zeichen sieht man schon das Herz“) (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Ein druckschriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken. Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]] nur indirekt gelingen kann (&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;; auch ⊳ [[Text als Bild, konkrete Poesie]]).                                              &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile, die einzelnen Striche und Punkte, müssen ein harmonisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt;). Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, &#039;&#039;yì zài bǐ qián&#039;&#039; 議在筆前 (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes ( &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;). „Leere und Fülle“ sollen dabei ein organisches Ganzes bilden (&amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt;). Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Tuscheauftrag erforderlich (&amp;lt;bib id=&#039;Ch’en 66a&#039;&amp;gt;Ch’en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt;). Fundamentales und konstituierendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (lì 力) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit widerspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem &#039;&#039;Qi&#039;&#039; (&#039;&#039;qì&#039;&#039; 氣) zueigen. &#039;&#039;Qi&#039;&#039; ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst (&amp;lt;bib id=&#039;Kwo 1981a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt;) und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als ‘Yun’ (&#039;&#039;yùn&#039;&#039; 韵) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;&#039;ästhetischer Gehalt&#039;&#039; ist &#039;&#039;Qiyun&#039;&#039; 氣韵, die Verbindung von &#039;&#039;Qi&#039;&#039; und &#039;&#039;Yun&#039;&#039; (&amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Einfluss der Kalli&amp;amp;shy;graphie auf die Male&amp;amp;shy;rei==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten auf eine Malerei, die sich nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich, gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischem Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan 元-Zeit (1271-1368) allgemein durch - womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der [[Mimesis|Übereinstimmung]] mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“ &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Beispiele finden sich unter den folgenden Webseiten: [http://depts.washington.edu/chinaciv/callig/callmain.htm &#039;&#039;A Visual Sourcebook of Chinese Civilization: Calligraphy&#039;&#039;],  erstellt von  Prof. Dr. Patricia Buckley Ebrey;&lt;br /&gt;
[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Chinese Calligraphy&#039;&#039;] ( (Hg. Prof. Chiang Yee); [http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke]; sowie [http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarSiehe}}&lt;br /&gt;
* [[Komposition]]&lt;br /&gt;
* [[Mimesis]]&lt;br /&gt;
* [[Performanz]]&lt;br /&gt;
* [[Text als Bild, konkrete Poesie]]&lt;br /&gt;
* [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichensystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Benutzerin:Sandra_Gilgan&amp;diff=23989</id>
		<title>Benutzerin:Sandra Gilgan</title>
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		<updated>2014-12-07T10:48:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Sandra Gilgan&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
Geb. in Münster (Westfalen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 2006 begann ich zunächst das Studium der Skandinavistik und der Sinologie, habe jedoch bald von der Skandinavistik zur Philosophie gewechselt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 beendete ich meine Kurse in Sinologie und schrieb meine Bachelor-Arbeit zum Thema philosophischen Austausches zwischen China und dem Westen und diesbezüglich der Strömung des Neukonfuzianismus. Daran schloss sich ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Taipeh (Taiwan, R.O.C.) an. Dieser wurde mir vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) ermöglicht und diente vorrangig dem Ausbau von Chinesisch-Sprachkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Wintersemester 2010 nahm ich das Philosophiestudium in Münster wieder auf und beendete im Sommer 2011 den Bachelor in Chinastudien und Philosphie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2013 habe ich mein Master-Studium &amp;quot;China Kultur und Kommunikation&amp;quot; an der Universität Trier absolviert; im Rahmen meiner MA-Arbeit habe ich erneut einen DAAD-finanzierten Forschungsaufenthalt auf Taiwan verbracht. Nach meinem Abschluss 2013 habe ich vertretungsweise ein Jahr als Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Sinologie der Universität Trier gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ablauf der Stelle Ende 2014 begann ich mein Promotionsstudium an der Bonn International Graduate School, Bereich der Ostasiatischen Studien, im Fach Sinologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:Huang_Tingjian.jpg&amp;diff=7694</id>
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		<updated>2012-01-09T07:42:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In: Chen 2009a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Datei:Huai Su.jpg</title>
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		<updated>2012-01-09T07:41:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In: Chen 2009a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<title>Datei:Wang Xizhi.jpg</title>
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		<updated>2012-01-09T07:40:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In: Chen 2009a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7691</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
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		<updated>2012-01-09T07:39:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schriftzeichen entwickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persönlichen Ausdrucks. Die Schrifttypen, die charakteristische graphische Form und die Struktur der chinesischen Schriftzeichen haben diese Entwicklung der Kalligraphie erst ermöglicht. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Die Schrift - Entwicklung der Schrifttypen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die vier Hauptschriftarten entwickelten sich aufeinander folgend.&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die ersten bekannten Schriftzeichen (大篆 dà zhuān Große Siegelschrift) sind Inschriften auf Orakelknochen (甲骨文 jiăgŭwén ‚Orakelknochenschrift’) der Shang商-Dynastie (ca.16.-11.Jh.v. Chr.), sowie auf Bronzegefäßen (金文 jīnwén ‚Bronzeschrift’) der Shang商 und Zhou周 (ca.1045- 221 v. Chr.). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; In dieser frühen Phase existierte von den meisten Schriftzeichen eine Vielzahl an Schreibweisen. Zur Zeit der Reichseinigung Chinas in der Qin秦-Dynastie (221- 207 v. Chr.) wurde durch die Einführung der kleinen Siegelschrift (小篆 xiăo zhuān) ein einheitliches Schriftsystem konstituiert; im ca. 1. Jh. n. Chr. löste die an Strichformen reduzierte, schnellere Kanzleischrift (隸書 lĭ shū) diese als Gebrauchsschrift ab. Damit und mit der Einführung des Pinsels und dem Papier war der Weg für die Schriftkunst gebahnt. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Kursivschriften des 4.Jh., der halbkursiven Schreib- bzw. Aktionsschrift (行書 xíng shū) und der Grasschrift (草書 căo shū), kamen weitere, schnellere Schriftformen hinzu, die Individualität und künstlerischen Ausdruck förderten.&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 93a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit der Standardisierung der Kanzleischrift zur Normal- oder Modellschrift (楷書 kăi shū) war die Entwicklung der Typen vorläufig (bis zum 20.Jh.) abgeschlossen. Seit der Tang唐–Dynastie (618-907) ist sie die Standardschrift in China. In der Folge bildeten sich aus den bestehenden Typen eine Vielzahl an Schul- und Individualstilen heraus.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (六朝 liù chaó 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten u.Z. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung selbst Gedichte und Prosa zu verfassen und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (Ledderose 2003).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen, sie musste jedoch zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkung zwischen &amp;lt;ref&amp;gt; und &amp;lt;/ref&amp;gt; im laufenden Text--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literaturverweise im laufenden Text &amp;lt;bib id=&#039;Jonas 61a&#039;&amp;gt;Jonas 1961&amp;lt;/bib&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... (siehe Link &amp;quot;Sammlung&amp;quot; in Bibliographie-Box --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Engere Begriffsbestimmung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (漢字 &#039;&#039;hànzi&#039;&#039;), durch sie wird die Komposition, d.h. die Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt. Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (點 &#039;&#039;diăn&#039;&#039;), horizontal (橫 &#039;&#039;héng&#039;&#039;), vertikal (豎 &#039;&#039;shù&#039;&#039;), abgesetzt und gekrümmt (折 &#039;&#039;zhé&#039;&#039;), Haken (鈎 &#039;&#039;goū&#039;&#039;), links hinunter (撇 &#039;&#039;piě&#039;&#039;), rechts hinauf (提 &#039;&#039;tí&#039;&#039;) und rechts hinunter (捺 &#039;&#039;nà&#039;&#039;). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt. &amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener, sein Beitrag liegt in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (狂草 &#039;&#039;kuáng căo&#039;&#039;), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nich ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben, der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der Performanz übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener &#039;Abdruck&#039; der Persönlichkeit ist. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu eine Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen zur Kalligraphie. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zueigen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, 一字見心 (&#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039;), &amp;quot;in einem Zeichen sieht man schon das Herz&amp;quot; &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; - ein schriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken - Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem Zeichensystem nur indirekt gelingen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile: die einzelnen Striche und Punkte müssen ein harmonisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, 議在筆前 (&#039;&#039;yì zài bî qián&#039;&#039;). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes. &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;quot;Leere und Fülle&amp;quot; sollen dabei ein organisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Pinselauftrag erforderlich. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Fundamentales und konstituirendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (力lì) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit wiederspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem Qi (氣 qì) zueigen. Qi ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als Yun (韵 yùn) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;ästhetischer Gehalt&#039; ist 氣韵, die Verbindung von Qi und Yun. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Optionale Beispiele=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orakelknochenschrift 甲骨文 jiăgŭwén.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg]]            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Siegelschrift 小篆 xiăo zhuān.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzleischrift 隸書 lĭ shū.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Normal- oder Standardschrift 楷書 kăishū.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vorwort zum Treffen bei der Orchideen-Pagode&#039;&#039; von Wang Xizhi 王羲之.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstdarstellung&#039;&#039; in Wilder Grasschrift 狂草 kuáng căo von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618 - 907). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian&#039;&#039; in Grasschrift 草書 căo shū von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960 - 1279) (Detail).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Der Einfluss der Kalligraphie auf die Malerei&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten eine Malerei (Xieyi-Stil, 寫意 xiěyì, wörtl.‚geschriebener Sinn/Bedeutung’), die sich nicht nur technisch sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischen Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan元-Zeit (1271-1368) allgemein durch. Womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der Übereinstimmung mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 - Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Geschichte der chinesischen Kalligraphie&#039;&#039;, Chiang Yee (Hg.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php - China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 -&lt;br /&gt;
Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ... dazu den &amp;quot;Sammlung&amp;quot;-Link im Literaturkasten verwenden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;Verantwortlich:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
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[[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
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[[Benutzer:Julia Nissen|Nissen, Julia]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg&amp;diff=7690</id>
		<title>Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg&amp;diff=7690"/>
		<updated>2012-01-09T07:32:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: hat eine neue Version von „Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg“ hochgeladen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeichen geschrieben von Zhào Mèngfǔ 趙孟頫 (1254-1322, Maler der Sòng 宋- und Yuán 元-Dynastie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in: Billeter 1990a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7689</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7689"/>
		<updated>2012-01-09T07:30:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: /* Optionale Beispiele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--  &amp;quot;This is comment&amp;quot;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Vorlage für Unterpunkte--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Den folgenden Header, bitte nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Unterpunkt]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--In der folgenden Zeile bitte die (Wiki)Kategorie eintragen, wo jetzt XXX steht--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftbildlichkeit]]&lt;br /&gt;
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Unterpunkt zu: [[Schriftbildlichkeit]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--beides sollte in der Regel der gleiche Text sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarBoxMain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Ab hier: eigentlicher Inhalt; Überschriften gegebenenfalls anpassen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schriftzeichen entwickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persönlichen Ausdrucks. Die Schrifttypen, die charakteristische graphische Form und die Struktur der chinesischen Schriftzeichen haben diese Entwicklung der Kalligraphie erst ermöglicht. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Die Schrift - Entwicklung der Schrifttypen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die vier Hauptschriftarten entwickelten sich aufeinander folgend.&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die ersten bekannten Schriftzeichen (大篆 dà zhuān Große Siegelschrift) sind Inschriften auf Orakelknochen (甲骨文 jiăgŭwén ‚Orakelknochenschrift’) der Shang商-Dynastie (ca.16.-11.Jh.v. Chr.), sowie auf Bronzegefäßen (金文 jīnwén ‚Bronzeschrift’) der Shang商 und Zhou周 (ca.1045- 221 v. Chr.). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; In dieser frühen Phase existierte von den meisten Schriftzeichen eine Vielzahl an Schreibweisen. Zur Zeit der Reichseinigung Chinas in der Qin秦-Dynastie (221- 207 v. Chr.) wurde durch die Einführung der kleinen Siegelschrift (小篆 xiăo zhuān) ein einheitliches Schriftsystem konstituiert; im ca. 1. Jh. n. Chr. löste die an Strichformen reduzierte, schnellere Kanzleischrift (隸書 lĭ shū) diese als Gebrauchsschrift ab. Damit und mit der Einführung des Pinsels und dem Papier war der Weg für die Schriftkunst gebahnt. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Kursivschriften des 4.Jh., der halbkursiven Schreib- bzw. Aktionsschrift (行書 xíng shū) und der Grasschrift (草書 căo shū), kamen weitere, schnellere Schriftformen hinzu, die Individualität und künstlerischen Ausdruck förderten.&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 93a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit der Standardisierung der Kanzleischrift zur Normal- oder Modellschrift (楷書 kăi shū) war die Entwicklung der Typen vorläufig (bis zum 20.Jh.) abgeschlossen. Seit der Tang唐–Dynastie (618-907) ist sie die Standardschrift in China. In der Folge bildeten sich aus den bestehenden Typen eine Vielzahl an Schul- und Individualstilen heraus.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (六朝 liù chaó 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten u.Z. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung selbst Gedichte und Prosa zu verfassen und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (Ledderose 2003).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen, sie musste jedoch zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkung zwischen &amp;lt;ref&amp;gt; und &amp;lt;/ref&amp;gt; im laufenden Text--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literaturverweise im laufenden Text &amp;lt;bib id=&#039;Jonas 61a&#039;&amp;gt;Jonas 1961&amp;lt;/bib&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... (siehe Link &amp;quot;Sammlung&amp;quot; in Bibliographie-Box --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Engere Begriffsbestimmung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (漢字 &#039;&#039;hànzi&#039;&#039;), durch sie wird die Komposition, d.h. die Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt. Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (點 &#039;&#039;diăn&#039;&#039;), horizontal (橫 &#039;&#039;héng&#039;&#039;), vertikal (豎 &#039;&#039;shù&#039;&#039;), abgesetzt und gekrümmt (折 &#039;&#039;zhé&#039;&#039;), Haken (鈎 &#039;&#039;goū&#039;&#039;), links hinunter (撇 &#039;&#039;piě&#039;&#039;), rechts hinauf (提 &#039;&#039;tí&#039;&#039;) und rechts hinunter (捺 &#039;&#039;nà&#039;&#039;). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt. &amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener, sein Beitrag liegt in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (狂草 &#039;&#039;kuáng căo&#039;&#039;), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nich ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben, der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der Performanz übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener &#039;Abdruck&#039; der Persönlichkeit ist. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu eine Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen zur Kalligraphie. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zueigen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, 一字見心 (&#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039;), &amp;quot;in einem Zeichen sieht man schon das Herz&amp;quot; &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; - ein schriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken - Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem Zeichensystem nur indirekt gelingen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile: die einzelnen Striche und Punkte müssen ein harmonisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, 議在筆前 (&#039;&#039;yì zài bî qián&#039;&#039;). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes. &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;quot;Leere und Fülle&amp;quot; sollen dabei ein organisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Pinselauftrag erforderlich. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Fundamentales und konstituirendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (力lì) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit wiederspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem Qi (氣 qì) zueigen. Qi ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als Yun (韵 yùn) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;ästhetischer Gehalt&#039; ist 氣韵, die Verbindung von Qi und Yun. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Optionale Beispiele=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orakelknochenschrift 甲骨文 jiăgŭwén&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg]]            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Siegelschrift 小篆 xiăo zhuān&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzleischrift 隸書 lĭ shū&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Normal- oder Standardschrift 楷書 kăishū&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vorwort zum Treffen bei der Orchideen-Pagode&#039;&#039; von Wang Xizhi, in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstdarstellung&#039;&#039; in Wilder Grasschrift von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618 - 907), in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian&#039;&#039; in Grasschrift von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960 - 1279) (Detail), in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Der Einfluss der Kalligraphie auf die Malerei&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten eine Malerei (Xieyi-Stil, 寫意 xiěyì, wörtl.‚geschriebener Sinn/Bedeutung’), die sich nicht nur technisch sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischen Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan元-Zeit (1271-1368) allgemein durch. Womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der Übereinstimmung mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 - Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Geschichte der chinesischen Kalligraphie&#039;&#039;, Chiang Yee (Hg.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php - China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 -&lt;br /&gt;
Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ... dazu den &amp;quot;Sammlung&amp;quot;-Link im Literaturkasten verwenden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosTab2}}&lt;br /&gt;
{{GlosTab3}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verantwortlich:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--in der folgenden Zeile XXX durch Benutzernamen ersetzen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7688</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7688"/>
		<updated>2012-01-09T07:30:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: /* Optionale Beispiele */&lt;/p&gt;
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=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schriftzeichen entwickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persönlichen Ausdrucks. Die Schrifttypen, die charakteristische graphische Form und die Struktur der chinesischen Schriftzeichen haben diese Entwicklung der Kalligraphie erst ermöglicht. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;u&amp;gt;Die Schrift - Entwicklung der Schrifttypen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die vier Hauptschriftarten entwickelten sich aufeinander folgend.&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die ersten bekannten Schriftzeichen (大篆 dà zhuān Große Siegelschrift) sind Inschriften auf Orakelknochen (甲骨文 jiăgŭwén ‚Orakelknochenschrift’) der Shang商-Dynastie (ca.16.-11.Jh.v. Chr.), sowie auf Bronzegefäßen (金文 jīnwén ‚Bronzeschrift’) der Shang商 und Zhou周 (ca.1045- 221 v. Chr.). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; In dieser frühen Phase existierte von den meisten Schriftzeichen eine Vielzahl an Schreibweisen. Zur Zeit der Reichseinigung Chinas in der Qin秦-Dynastie (221- 207 v. Chr.) wurde durch die Einführung der kleinen Siegelschrift (小篆 xiăo zhuān) ein einheitliches Schriftsystem konstituiert; im ca. 1. Jh. n. Chr. löste die an Strichformen reduzierte, schnellere Kanzleischrift (隸書 lĭ shū) diese als Gebrauchsschrift ab. Damit und mit der Einführung des Pinsels und dem Papier war der Weg für die Schriftkunst gebahnt. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Kursivschriften des 4.Jh., der halbkursiven Schreib- bzw. Aktionsschrift (行書 xíng shū) und der Grasschrift (草書 căo shū), kamen weitere, schnellere Schriftformen hinzu, die Individualität und künstlerischen Ausdruck förderten.&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 93a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit der Standardisierung der Kanzleischrift zur Normal- oder Modellschrift (楷書 kăi shū) war die Entwicklung der Typen vorläufig (bis zum 20.Jh.) abgeschlossen. Seit der Tang唐–Dynastie (618-907) ist sie die Standardschrift in China. In der Folge bildeten sich aus den bestehenden Typen eine Vielzahl an Schul- und Individualstilen heraus.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (六朝 liù chaó 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten u.Z. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung selbst Gedichte und Prosa zu verfassen und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (Ledderose 2003).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen, sie musste jedoch zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkung zwischen &amp;lt;ref&amp;gt; und &amp;lt;/ref&amp;gt; im laufenden Text--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literaturverweise im laufenden Text &amp;lt;bib id=&#039;Jonas 61a&#039;&amp;gt;Jonas 1961&amp;lt;/bib&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... (siehe Link &amp;quot;Sammlung&amp;quot; in Bibliographie-Box --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Engere Begriffsbestimmung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (漢字 &#039;&#039;hànzi&#039;&#039;), durch sie wird die Komposition, d.h. die Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt. Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (點 &#039;&#039;diăn&#039;&#039;), horizontal (橫 &#039;&#039;héng&#039;&#039;), vertikal (豎 &#039;&#039;shù&#039;&#039;), abgesetzt und gekrümmt (折 &#039;&#039;zhé&#039;&#039;), Haken (鈎 &#039;&#039;goū&#039;&#039;), links hinunter (撇 &#039;&#039;piě&#039;&#039;), rechts hinauf (提 &#039;&#039;tí&#039;&#039;) und rechts hinunter (捺 &#039;&#039;nà&#039;&#039;). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt. &amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener, sein Beitrag liegt in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (狂草 &#039;&#039;kuáng căo&#039;&#039;), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nich ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben, der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der Performanz übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener &#039;Abdruck&#039; der Persönlichkeit ist. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu eine Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen zur Kalligraphie. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zueigen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, 一字見心 (&#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039;), &amp;quot;in einem Zeichen sieht man schon das Herz&amp;quot; &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; - ein schriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken - Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem Zeichensystem nur indirekt gelingen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile: die einzelnen Striche und Punkte müssen ein harmonisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, 議在筆前 (&#039;&#039;yì zài bî qián&#039;&#039;). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes. &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;quot;Leere und Fülle&amp;quot; sollen dabei ein organisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Pinselauftrag erforderlich. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Fundamentales und konstituirendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (力lì) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit wiederspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem Qi (氣 qì) zueigen. Qi ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als Yun (韵 yùn) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;ästhetischer Gehalt&#039; ist 氣韵, die Verbindung von Qi und Yun. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Optionale Beispiele=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orakelknochenschrift 甲骨文 jiăgŭwén&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg]]            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Siegelschrift 小篆 xiăo zhuān&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzleischrift 隸書 lĭ shū&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg]]&lt;br /&gt;
Die Normal- oder Standardschrift 楷書 kăishū&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wang_Xizhi.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vorwort zum Treffen bei der Orchideen-Pagode&#039;&#039; von Wang Xizhi, in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstdarstellung&#039;&#039; in Wilder Grasschrift von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618 - 907), in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian&#039;&#039; in Grasschrift von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960 - 1279) (Detail), in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Der Einfluss der Kalligraphie auf die Malerei&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten eine Malerei (Xieyi-Stil, 寫意 xiěyì, wörtl.‚geschriebener Sinn/Bedeutung’), die sich nicht nur technisch sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischen Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan元-Zeit (1271-1368) allgemein durch. Womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der Übereinstimmung mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 - Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Geschichte der chinesischen Kalligraphie&#039;&#039;, Chiang Yee (Hg.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php - China Online Museum: Schriftstile, Werkzeuge, Meister und Meisterwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_01.htm?catno=17 -&lt;br /&gt;
Nationales Palastmuseum Taibei: Meisterwerke der Kalligraphie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg&amp;diff=7687</id>
		<title>Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterNormalschriftZhaoMengfu2.jpg&amp;diff=7687"/>
		<updated>2012-01-09T07:27:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: Zeichen geschrieben von Zhào Mèngfǔ 趙孟頫 (1254-1322, Maler der Sòng 宋- und Yuán 元-Dynastie).

in: Billeter 1990a.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeichen geschrieben von Zhào Mèngfǔ 趙孟頫 (1254-1322, Maler der Sòng 宋- und Yuán 元-Dynastie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in: Billeter 1990a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7663</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7663"/>
		<updated>2012-01-07T17:56:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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=====Darstellung des gr. Zusammenhangs=====&lt;br /&gt;
Auf der Basis der chinesischen Schriftzeichen entwickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persönlichen Ausdrucks. Die Schrifttypen, die charakteristische graphische Form und die Struktur der chinesischen Schriftzeichen haben diese Entwicklung der Kalligraphie erst ermöglicht. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;u&amp;gt;Die Schrift - Entwicklung der Schrifttypen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die vier Hauptschriftarten entwickelten sich aufeinander folgend.&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die ersten bekannten Schriftzeichen (大篆 dà zhuān Große Siegelschrift) sind Inschriften auf Orakelknochen (甲骨文 jiăgŭwén ‚Orakelknochenschrift’) der Shang商-Dynastie (ca.16.-11.Jh.v. Chr.), sowie auf Bronzegefäßen (金文 jīnwén ‚Bronzeschrift’) der Shang商 und Zhou周 (ca.1045- 221 v. Chr.). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; In dieser frühen Phase existierte von den meisten Schriftzeichen eine Vielzahl an Schreibweisen. Zur Zeit der Reichseinigung Chinas in der Qin秦-Dynastie (221- 207 v. Chr.) wurde durch die Einführung der kleinen Siegelschrift (小篆 xiăo zhuān) ein einheitliches Schriftsystem konstituiert; im ca. 1. Jh. n. Chr. löste die an Strichformen reduzierte, schnellere Kanzleischrift (隸書 lĭ shū) diese als Gebrauchsschrift ab. Damit und mit der Einführung des Pinsels und dem Papier war der Weg für die Schriftkunst gebahnt. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Kursivschriften des 4.Jh., der halbkursiven Schreib- bzw. Aktionsschrift (行書 xíng shū) und der Grasschrift (草書 căo shū), kamen weitere, schnellere Schriftformen hinzu, die Individualität und künstlerischen Ausdruck förderten.&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 93a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit der Standardisierung der Kanzleischrift zur Normal- oder Modellschrift (楷書 kăi shū) war die Entwicklung der Typen vorläufig (bis zum 20.Jh.) abgeschlossen. Seit der Tang唐–Dynastie (618-907) ist sie die Standardschrift in China. In der Folge bildeten sich aus den bestehenden Typen eine Vielzahl an Schul- und Individualstilen heraus.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der sechs Dynastien (六朝 liù chaó 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten u.Z. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung selbst Gedichte und Prosa zu verfassen und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (Ledderose 2003).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen, sie musste jedoch zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkung zwischen &amp;lt;ref&amp;gt; und &amp;lt;/ref&amp;gt; im laufenden Text--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literaturverweise im laufenden Text &amp;lt;bib id=&#039;Jonas 61a&#039;&amp;gt;Jonas 1961&amp;lt;/bib&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... (siehe Link &amp;quot;Sammlung&amp;quot; in Bibliographie-Box --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Engere Begriffsbestimmung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (漢字 &#039;&#039;hànzi&#039;&#039;), durch sie wird die Komposition, d.h. die Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt. Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (點 &#039;&#039;diăn&#039;&#039;), horizontal (橫 &#039;&#039;héng&#039;&#039;), vertikal (豎 &#039;&#039;shù&#039;&#039;), abgesetzt und gekrümmt (折 &#039;&#039;zhé&#039;&#039;), Haken (鈎 &#039;&#039;goū&#039;&#039;), links hinunter (撇 &#039;&#039;piě&#039;&#039;), rechts hinauf (提 &#039;&#039;tí&#039;&#039;) und rechts hinunter (捺 &#039;&#039;nà&#039;&#039;). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt. &amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener, sein Beitrag liegt in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (狂草 &#039;&#039;kuáng căo&#039;&#039;), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nich ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben, der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der Performanz übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener &#039;Abdruck&#039; der Persönlichkeit ist. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu eine Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen zur Kalligraphie. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zueigen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, 一字見心 (&#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039;), &amp;quot;in einem Zeichen sieht man schon das Herz&amp;quot; &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; - ein schriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken - Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem Zeichensystem nur indirekt gelingen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile: die einzelnen Striche und Punkte müssen ein harmonisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, 議在筆前 (&#039;&#039;yì zài bî qián&#039;&#039;). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes. &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;quot;Leere und Fülle&amp;quot; sollen dabei ein organisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Pinselauftrag erforderlich. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Fundamentales und konstituirendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (力lì) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit wiederspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem Qi (氣 qì) zueigen. Qi ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als Yun (韵 yùn) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;ästhetischer Gehalt&#039; ist 氣韵, die Verbindung von Qi und Yun. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Optionale Beispiele=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orakelknochenschrift 甲骨文 jiăgŭwén&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg]]            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Siegelschrift 小篆 xiăo zhuān&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzleischrift 隸書 lĭ shū&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Huai Su.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstdarstellung&#039;&#039; in Wilder Grasschrift von Huai Su (Detail), Tang-Dynastie (618 - 907), in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Huang__Tingjian.jpg]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Gedicht von Du Fu an He Lanxian&#039;&#039; in Grasschrift von Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960 - 1279) (Detail), in: Chen 2009a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Der Einfluss der Kalligraphie auf die Malerei&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten eine Malerei (Xieyi-Stil, 寫意 xiěyì, wörtl.‚geschriebener Sinn/Bedeutung’), die sich nicht nur technisch sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischen Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan元-Zeit (1271-1368) allgemein durch. Womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der Übereinstimmung mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.britannica.com/EBchecked/topic/719284/Chinese-calligraphy?anchor=ref1047374 - Encyclopedia Britannica: &#039;&#039;Geschichte der chinesischen Kalligraphie&#039;&#039;, Chiang Yee (Hg.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.chinaonlinemuseum.com/calligraphy.php - China Online Museum: umfangreiche Seite zur Kalligraphie - Schriftstile, Werkzeuge, Meister, Gesamtansicht kalligraphischer Meisterwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_02.htm?docno=116&amp;amp;catno=17 - Nationales Palastmuseum Taibei: Sun Guoting, &#039;&#039;Abhandlung über Kalligraphie&#039;&#039;, hochauflösender Scann des gesamten Schriftstücks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ... dazu den &amp;quot;Sammlung&amp;quot;-Link im Literaturkasten verwenden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosTab2}}&lt;br /&gt;
{{GlosTab3}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verantwortlich:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--in der folgenden Zeile XXX durch Benutzernamen ersetzen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Julia Nissen|Nissen, Julia]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den Schluß nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GlosEnd}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinLiShuBeamtenschrift2.jpg&amp;diff=7662</id>
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		<updated>2012-01-07T17:52:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: Die Amtsschreiberschrift (Hàn漢-Zeit).

in: Klopfenstein-Arii 1992a.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Amtsschreiberschrift (Hàn漢-Zeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in: Klopfenstein-Arii 1992a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
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		<updated>2012-01-07T17:41:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftzeichen auf einer Knochenplatte, aus der Yīn 殷-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in: Klopfenstein-Arii 1992a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<updated>2012-01-07T17:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in: Billeter 1990a.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
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		<updated>2012-01-07T17:35:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;bib id=&#039;Billeter 1990a&#039;&amp;gt;Billeter 1990a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<updated>2012-01-06T20:15:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: hat eine neue Version von „Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg“ hochgeladen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg&amp;diff=7647</id>
		<title>Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg</title>
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		<updated>2012-01-06T20:14:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: hat eine neue Version von „Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg“ hochgeladen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftzeichen auf einer Knochenplatte, aus der Yīn 殷-Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg&amp;diff=7646</id>
		<title>Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg</title>
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		<updated>2012-01-06T20:11:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7645</id>
		<title>Chinesische Kalligraphie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bildglossar.org/index.php?title=Chinesische_Kalligraphie&amp;diff=7645"/>
		<updated>2012-01-06T20:07:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: /* Optionale Beispiele */&lt;/p&gt;
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Auf der Basis der chinesischen Schriftzeichen entwickelte sich Schrift zu einer hohen Kunst des persönlichen Ausdrucks. Die Schrifttypen, die charakteristische graphische Form und die Struktur der chinesischen Schriftzeichen haben diese Entwicklung der Kalligraphie erst ermöglicht. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;u&amp;gt;Die Schrift - Entwicklung der Schrifttypen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Die vier Hauptschriftarten entwickelten sich aufeinander folgend.&amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die ersten bekannten Schriftzeichen (大篆 dà zhuān Große Siegelschrift) sind Inschriften auf Orakelknochen (甲骨文 jiăgŭwén ‚Orakelknochenschrift’) der Shang商-Dynastie (ca.16.-11.Jh.v. Chr.), sowie auf Bronzegefäßen (金文 jīnwén ‚Bronzeschrift’) der Shang商 und Zhou周 (ca.1045- 221 v. Chr.). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; In dieser frühen Phase existierte von den meisten Schriftzeichen eine Vielzahl an Schreibweisen. Zur Zeit der Reichseinigung Chinas in der Qin秦-Dynastie (221- 207 v. Chr.) wurde durch die Einführung der kleinen Siegelschrift (小篆 xiăo zhuān) ein einheitliches Schriftsystem konstituiert; im ca. 1. Jh. n. Chr. löste die an Strichformen reduzierte, schnellere Kanzleischrift (隸書 lĭ shū) diese als Gebrauchsschrift ab. Damit und mit der Einführung des Pinsels und dem Papier war der Weg für die Schriftkunst gebahnt. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Kursivschriften des 4.Jh., der halbkursiven Schreib- bzw. Aktionsschrift (行書 xíng shū) und der Grasschrift (草書 căo shū), kamen weitere, schnellere Schriftformen hinzu, die Individualität und künstlerischen Ausdruck förderten.&amp;lt;bib id=&#039;Tseng 93a&#039;&amp;gt;Tseng 1993a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit der Standardisierung der Kanzleischrift zur Normal- oder Modellschrift (楷書 kăi shū) war die Entwicklung der Typen vorläufig (bis zum 20.Jh.) abgeschlossen. Seit der Tang唐–Dynastie (618-907) ist sie die Standardschrift in China. In der Folge bildeten sich aus den bestehenden Typen eine Vielzahl an Schul- und Individualstilen heraus.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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Zur Zeit der sechs Dynastien (六朝 liù chaó 3.-6.Jh.) entwickelte sich die Schrift zu einer von der Schicht der Literaten-Beamten&amp;lt;ref&amp;gt; Die Literaten-Beamten bildeten jene dünne Oberschicht und Elite, die sich sukzessive seit den ersten Jahrhunderten u.Z. herausgebildet hatte und die Träger der staatlichen Macht und der kulturellen Überlieferung war. Ihren Mitgliedern ermöglichte sie eine literarische Ausbildung, welche die Vertrautheit mit klassischen kanonischen Texten, die Befähigung selbst Gedichte und Prosa zu verfassen und die Beherrschung der Kalligraphie umfasste. Die Ausbildung wurde in staatlichen Examina geprüft; diese stellten den normalen Zugang zu einer Beamtenkarriere dar und waren somit der Schlüssel zu einer gehobenen Stellung und politischem Einfluss. (Ledderose 2003).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepflegten Kunstform und löste sich infolgedessen aus der handwerklichen Anonymität. Man begann Schriftkunstwerke aufgrund ihres ästhetischen Wertes zu schätzen. Technische Meisterschaft sowie die in der Schrift zum Ausdruck kommende Persönlichkeit und kunsthistorische Bildung des Schreibers wurden zu Bewertungskriterien der ästhetischen Qualität von Schrift(kunstwerken). Zwar musste eine gute Schrift Individualität besitzen, sie musste jedoch zudem erkennen lassen, dass ihr Schreiber die Geschichte der Schriftkunst theoretisch wie auch praktisch beherrschte; dem Schreiber und dem Betrachter waren die stilistischen Zitate und Schichten eines Schriftkunstwerkes bewusst. Seit der Zeit der sechs Dynastien gibt es Schriftsammlungen und eine theoretische Literatur zur Schriftkunst, deren ästhetische Terminologie weitgehend der Poetik entlehnt ist und die ihrerseits auf die ca. 500 v. Chr. entstehende Maltheorie einwirkte. Wang Xizhi 王羲之 (303-361) ist der berühmteste Kalligraph dieser Zeit und der gesamten Kalligraphiegeschichte überhaupt.&amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkung zwischen &amp;lt;ref&amp;gt; und &amp;lt;/ref&amp;gt; im laufenden Text--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literaturverweise im laufenden Text &amp;lt;bib id=&#039;Jonas 61a&#039;&amp;gt;Jonas 1961&amp;lt;/bib&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  ... (siehe Link &amp;quot;Sammlung&amp;quot; in Bibliographie-Box --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Engere Begriffsbestimmung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ästhetische Dimension der chinesischen Kalligraphie gründet auf den chinesischen Schriftzeichen (漢字 &#039;&#039;hànzi&#039;&#039;), durch sie wird die Komposition, d.h. die Striche, Abstände und die Richtung des Schreibens und Lesens festgelegt; ihre innere Struktur wird durch die darin vorkommenden Striche bestimmt. Es gibt acht grundlegende Striche: Punkt (點 &#039;&#039;diăn&#039;&#039;), horizontal (橫 &#039;&#039;héng&#039;&#039;), vertikal (豎 &#039;&#039;shù&#039;&#039;), abgesetzt und gekrümmt (折 &#039;&#039;zhé&#039;&#039;), Haken (鈎 &#039;&#039;goū&#039;&#039;), links hinunter (撇 &#039;&#039;piě&#039;&#039;), rechts hinauf (提 &#039;&#039;tí&#039;&#039;) und rechts hinunter (捺 &#039;&#039;nà&#039;&#039;). Die Striche werden in einer festgelegten Reihenfolge geschrieben, wobei jedes Schriftzeichen unabhängig vom Komplexitätsgrad den gleichen Raum eines imaginären Quadrats einnimmt. &amp;lt;bib id=&#039;Alleton 2003a&#039;&amp;gt;Alleton 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Der Schreiber muss die gegebene graphische Form der Schriftart akzeptieren, in der er das Schriftkunstwerk zu verfassen gedenkt, auch ist der umzusetzende Text nicht immer sein eigener, sein Beitrag liegt in der Nuancierung des Stils, die er in die Schrift einbringt. Durch die Grenzen, die der Kalligraphie mittels der gegebenen Schrifttypen gesetzt sind, ist jede Variation identifizierbar und einem bestimmten Kalligraphen zuzuordnen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Das Erlernen der Kalligraphie erfordert Jahre gewissenhafter und steter Übung, wozu zunächst Schriftvorlagen alter Meister kopiert werden. Erst wenn der Schreiber die verschiedenen Stile durchdrungen hat, ist er in der Lage einen eigenen Stil zu entwickeln. Von alters her haben die Meister ihre Schüler dazu angeregt, dafür zusätzlich Inspiration in der Natur zu suchen. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; Ein zentrales ästhetisches Problem der Kalligraphie besteht darin, entgegen der durch stete Übung bedingten Rationalisierung spontaner Effekte eine ursprüngliche Spontaneität zu erhalten bzw. wiederzugewinnen. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grasschrift, insbesondere die Wilde Grasschrift (狂草 &#039;&#039;kuáng căo&#039;&#039;), ist der freieste Schrifttyp, die Gesetze und Regeln der übrigen Stile schränken sie nich ein; die Striche der einzelnen Schriftzeichen sind durchgehend miteinander verbunden. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Mit den Typen der Grasschriften, die zum Teil an die Grenze der Lesbarkeit gehen, gewinnt die Linie, die gesamte Komposition, an Eigenleben, der Inhalt tritt zugunsten des ästhetischen Moments in den Hintergrund. Kalligraphie wird damit zur abstrakten Kunst. Der Akt des Schreibens selbst wird zur Aktionskunst, die den vergänglichen Moment der Performanz übersteigt, denn in den Pinselspuren bleiben die Bewegungen des Schreibers, festgehalten auf Papier, für jeden Betrachter nachvollziehbar. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da sich Technik und Materialien der Kalligraphie seit dem 4. Jh. nicht mehr änderten, sind die ästhetischen Maßstäbe über die Jahrhunderte hinweg auf Schriftkunstwerke anwendbar. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ästhetik der Kalligraphie liegt die Vorstellung zugrunde, dass der individuelle Pinselzug ein unmittelbarer, sichtbar gewordener &#039;Abdruck&#039; der Persönlichkeit ist. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 85a&#039;&amp;gt;Ledderose 1985a&amp;lt;/bib&amp;gt; Da Kalligraphie somit gewissermaßen in einem graphologischen Sinne als Ausdruck des Charakters verstanden wird, gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen rein ästhetischen und etwa moralisch-politischen Wertkategorien. Das bedeutet, dass eine Schrift aufgrund der in ihr zum Ausdruck kommenden moralischen Qualitäten des Schreibenden an ästhetischem Wert gewinnen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt; Kalligraphie erhält damit eine ethische Dimension: wer schön schreiben will, muss vordringlich nach innerer Schönheit streben. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; Die Überzeugung, dass der Mensch durch die Disziplin der Kunst geformt werden, dass Ästhetik somit im Dienste der Ethik nutzbar gemacht werden kann, führte zu eine Vervielfältigung von Regeln, Methoden und Gesetzen zur Kalligraphie. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  Mit der Vorstellung, dass jedes Schriftzeichen die inneren Regungen des Schreibers offenbare, ist Kalligraphie zudem eine einzigartige Direktheit bzw. Prägnanz zueigen &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;, 一字見心 (&#039;&#039;yī zì jiàn xīn&#039;&#039;), &amp;quot;in einem Zeichen sieht man schon das Herz&amp;quot; &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt; - ein schriftlicher Text benötigt demgegenüber eine Anzahl von Wörtern, um etwas auszudrücken - Kalligraphie vermag damit direkt zu erreichen, was einem Zeichensystem nur indirekt gelingen kann. &amp;lt;bib id=&#039;Heng 2003a&#039;&amp;gt;Heng 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Kalligraphie ist eine ausgewogenen Komposition ihrer integralen Bestandteile: die einzelnen Striche und Punkte müssen ein harmonisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Lebendigkeit, Energie, Spannung und Rhythmus sind hierbei ausschlaggebende Charakteristika. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Da ein ausgeführter Strich nicht mehr korrigiert werden kann, steht vor der Ausführung ein Konzept der Komposition, 議在筆前 (&#039;&#039;yì zài bî qián&#039;&#039;). &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Hierzu zählt auch die richtige Platzierung der Leeräume zwischen den konstitutiven Elementen des Bildes. &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; &amp;quot;Leere und Fülle&amp;quot; sollen dabei ein organisches Ganzes bilden. &amp;lt;bib id= &#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009&amp;lt;/bib&amp;gt; Des Weiteren muss die richtige Technik angewandt werden. Neben der Kontrolle des Pinsels ist ein angemessener Pinselauftrag erforderlich. &amp;lt;bib id=&#039;Ch&#039;en 66a&#039;&amp;gt;Ch&#039;en 1966a&amp;lt;/bib&amp;gt; Fundamentales und konstituirendes Element eines Zeichens ist die Linie. Eine gute Linie muss Kraft (力lì) enthalten, d.h. sie muss eine gewisse Stärke und Festigkeit wiederspiegeln. Einer kraftvollen Linie ist zudem Qi (氣 qì) zueigen. Qi ist hier als innere Dynamik zu begreifen, welche die Linien und Punkte umgibt, sie alle als eine Einheit zusammenfasst &amp;lt;bib id=&#039;Kwo 81a&#039;&amp;gt;Kwo 1981a&amp;lt;/bib&amp;gt; und somit die direkt sichtbare Schönheit der äußeren Form bestimmt. Die innere Schönheit, die passende Zusammenstellung der Striche, Punkte, Zeichen und Zeilen, ein wohlproportioniertes Arrangement, wird als Yun (韵 yùn) bezeichnet. Die Schönheit in der Kalligraphie, ihr &#039;ästhetischer Gehalt&#039; ist 氣韵, die Verbindung von Qi und Yun. &amp;lt;bib id=&#039;Chen 2009a&#039;&amp;gt;Chen 2009a&amp;lt;/bib&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Optionale Beispiele=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Hier die entsprechende Textpassage einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orakelknochenschrift&lt;br /&gt;
[[Datei:KlopfensteinOrakelknochenschrift.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Siegelschrift&lt;br /&gt;
[[Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Auswirkungen auf andere Begriffe=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Der Einfluss der Kalligraphie auf die Malerei&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Bestreben, sich von der professionellen, handwerklichen Malerei, die sich im allgemeinen durch starke Farbigkeit und eine sehr realistische Darstellung auszeichnete, zu distanzieren, setzten die Literaten eine Malerei (Xieyi-Stil, 寫意 xiěyì, wörtl.‚geschriebener Sinn/Bedeutung’), die sich nicht nur technisch sondern auch ästhetisch an der Kalligraphie orientierte. Die bildnerischen Mittel, insbesondere der Pinselstrich gewannen dadurch an Selbständigkeit und gestalterischen Eigenleben; die Darstellung wurde dem gewählten Pinselduktus angepasst. Diese Tendenz setzte sich in der Yuan元-Zeit (1271-1368) allgemein durch. Womit die Malerei von ihrer reinen Abbildfunktion und der unbedingten Forderung nach der Übereinstimmung mit der Wirklichkeit befreit wurde. Wie schon die Kalligraphie wandelte sich das Bild damit zur „gestalteten Manifestation der Künstlerpersönlichkeit“. &amp;lt;bib id=&#039;Ledderose 2003a&#039;&amp;gt;Ledderose 2003a&amp;lt;/bib&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--den folgenden Befehl, der die drei rechten Kästen einfügt, nicht verändern--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Anmerkungen und Literatur wird automatisch eingesetzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Literatur muß dazu mit entsprechender Bezeichnung in der Bibliography-Seite eingetragen sein--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Benutzer:Sandra Gilgan|Gilgan, Sandra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Julia Nissen|Nissen, Julia]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!--Das war&#039;s--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<id>https://bildglossar.org/index.php?title=Datei:BilleterKleineSiegelschrift.jpg&amp;diff=7644</id>
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		<updated>2012-01-06T20:06:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;br /&gt;
aus: Billeter, Jean François: The Chinese Art of writing. Skira/Rizzoli: 1990.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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		<updated>2012-01-06T20:00:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Gilgan: Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&amp;#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Zeichen &amp;quot;壽 shòu&amp;quot; (langes Leben) geschrieben in der kleinen Siegelschrift von Wu Ch&#039;ang-Shuo (1844-1927).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Gilgan</name></author>
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